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Generationenwechsel in kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen

Handlungsoptionen für eine Unternehmensnachfolge

Titel: Generationenwechsel in kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen

Masterarbeit , 2016 , 102 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Mara Eggenweiler (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Deutschland lebt von seinen Familienunternehmen. Familienkontrollierte Unternehmen machen nicht nur einen Großteil der Unternehmenslandschaft in Deutschland aus, sondern sind oft auch auf der ganzen Welt bekannt. Doch egal ob regionales Kleinstunternehmen oder Global Player, eine Sache verbindet alle Familienunternehmen miteinander – die Frage nach der Unternehmensnachfolge.
Leider sind nicht alle Nachfolgen in Familienunternehmen erfolgreich. Welche Ursachen sind für ein Scheitern verantwortlich? Wie können Familien verhindern, dass Konflikte zwischen den Generationen entstehen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Nachfolge gelingt? Welche Optionen gibt es um eine Nachfolge zu gestalten?

Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit den Antworten auf die Fragen des Generationenwechsels und erläutert die verschiedenen Handlungsoptionen der Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen.

Über eine Million Menschen in Deutschland verlieren ihren Arbeitsplatz. Die Arbeitslosenquote steigt. Der Gesamtumsatz der deutschen Wirtschaft verzeichnet einen erheblichen Rückgang. Die internationale wirtschaftliche Bedeutung Deutschlands wird zunehmend geringer. Über 100.000 Unternehmen müssen ihre Türen schließen. Ein großer Teil der mittelständischen Unternehmenslandschaft in Deutschland bricht weg. Der Wohlstand in unserer Gesellschaft wird geringer. Die Armutsrate steigt.
Dieses Szenario klingt zunächst weit hergeholt. Wirft man jedoch einen Blick in aktuelle Studien, dann könnte genau das in unserem Land geschehen. Sollten alle übergabereifen deutschen Familienunternehmen in den kommenden Jahren keinen Nachfolger finden, dann sieht die Zukunft unseres Landes düster aus. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

1.3. Untersuchungsverlauf

2. Einführung in die Thematik

2.1. Definition Kleinst-, kleine & mittelgroße Unternehmen

2.2. Definition Familie

2.3. Definition Familienunternehmen

2.4. Definition Fremdmanager

2.5. Relevanz der Familienunternehmen in Deutschland

2.6. Gründe für eine Unternehmensnachfolge

2.7. Herausforderung des Generationenwechsels in Familienunternehmen

3. Untersuchungsverlauf am Fallbeispiel

3.1. Vorstellung des Unternehmens

3.2. Ausgangssituation

4. Handlungsoptionen für eine Nachfolge

4.1. Nachfolge innerhalb der Familie

4.1.1. Nachfolge durch Kinder

4.1.2. Nachfolge durch Eheleute der Kinder

4.1.3. Nachfolge durch Cousins

4.2. Nachfolge durch Mischformen

4.2.1 Hybride Geschäftsführung

4.2.2 Beteiligungsgesellschaft

4.2.3 Erweiterung des Gesellschafterkreises

4.3. Nachfolge durch Familienfremde

4.3.1. Nachfolge durch Fremdgeschäftsführer

4.3.2. Gründe für Fremdmanagement

4.3.2.1 Fehlen eines geeigneten Nachfolgers

4.3.2.2 Ablehnung der Nachfolge

4.3.2.3 Konflikte unter potentiellen Nachfolgern

4.3.2.4 Veränderung der Unternehmenssituation

4.3.2.5 Interim-Management

4.4. Übersicht der Nachfolgeoptionen

5. Ursachen für den Erfolg einer Unternehmensnachfolge

5.1. Anforderungen an den Nachfolger

5.1.1 Persönliche Anforderungen

5.1.1.1 Grundlegende unternehmerische Fähigkeiten

5.1.1.2 Interesse an der Nachfolge

5.1.1.3 Rücksichtnahme

5.1.1.4 Umgang mit Erwartungshaltung

5.1.2 Fachliche Anforderungen

5.1.2.1 Ausbildung

5.1.2.2 Berufserfahrung

5.1.3 Geschlecht des Nachfolgers

5.1.3.1 Hintergrund

5.1.3.2 Besonderheiten der weiblichen Nachfolge

5.1.4 Fremdmanager als Nachfolger

5.1.4.1 Einarbeitung in ein Familienunternehmen

5.1.4.2 Umgang mit Inhaber und der Familie

5.2 Anforderungen an den Senior

5.2.1 Nachfolgeplanung

5.2.2 Einarbeitung des Nachfolgers

5.2.3 Akzeptanz von Veränderung

5.3 Neutrale Berater und Unterstützer

5.3.1 Hintergrund

5.3.2 Vor- und Nachteile

6. Gründe für das Scheitern einer Unternehmensnachfolge

6.1. Nachfolge innerhalb der Familie

6.1.1. Mangelnde Eignung des Nachfolgers

6.1.2. Generationsbedingte Konflikte

6.1.3. Familienkonflikte

6.1.4. Unzureichende Vorbereitung der Nachfolge

6.1.5. Fortwährende Einmischung des Seniors nach Übergabe

6.2. Nachfolge durch einen Fremdmanager

6.2.1. Mangelnde Eignung des Fremdmanagers

6.2.2. Schlechtes Verhältnis zu Inhaber und Familie

6.2.3. Scheitern der Einarbeitung

6.2.4. Enttäuschung der Erwartungshaltung

7. Empfehlungen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Herausforderungen und vielfältigen Handlungsoptionen beim Generationenwechsel in kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen. Ziel ist es, Erfolgsfaktoren sowie Ursachen für das Scheitern von Nachfolgeregelungen aufzuzeigen, um betroffenen Unternehmen praxisorientierte Empfehlungen an die Hand zu geben.

  • Analyse von Nachfolgemodellen (Familie, Mischformen, Fremdmanagement)
  • Untersuchung von Anforderungen an Übergeber und Übernehmer
  • Einfluss von Emotionalität und Familienkonflikten auf den Übergabeprozess
  • Rolle von neutralen Beratern bei der Nachfolgeplanung
  • Praktische Anwendung der Erkenntnisse anhand eines Fallbeispiels

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

In dieser Arbeit geht es um die Herausforderungen und Handlungsoptionen des Generationenwechsels innerhalb von Familienunternehmen. Das Thema Nachfolge sowie die daraus resultierenden Probleme sind sehr komplex und oft emotionaler Natur. Die Nachfolge in einem familienkontrollierten Unternehmen birgt viele Chancen aber auch viele Risiken. Die zentralen Themen des Lebens – Familie, Unternehmen und Kapital – treffen dabei aufeinander. Das hat zur Folge, dass neben den juristischen und steuerlichen Aspekten vor allem die Emotionalität im Nachfolgeprozess eine große Rolle spielt. Übergeber in Familienunternehmen neigen aufgrund dessen dazu, das Thema Nachfolge viel zu lange vor sich her zu schieben. Häufig erfolgt die Auseinandersetzung mit dem Thema erst dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Die Unternehmen haben weder ein konkretes Konzept für eine geplante Nachfolge, noch einen Notfallplan für eine außerplanmäßige Nachfolge.

Die meisten Unternehmer wollen ihr Lebenswerk am liebsten an ein Familienmitglied übergeben. Doch nicht immer werden Führungsqualitäten an die Kinder vererbt. Gibt es keinen geeigneten Nachfolger in der Familie, so muss sich der Senior mit dem Thema Fremdmanagement beschäftigen. Egal für welche Option sich der Übergeber entscheidet, der emotionale Faktor ist die größte Herausforderung für den Generationenwechsel. Dabei handelt es sich u.a. um Konflikte über unterschiedliche Ansichten und Herangehensweisen der Generationen, innerfamiliäre Konflikte oder Konflikte zwischen Familie und Fremdmanager.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung von Familienunternehmen in Deutschland und verdeutlicht die existenzielle Notwendigkeit einer frühzeitigen und professionellen Nachfolgeplanung.

2. Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kleinst- und Mittelstand, Familie und Familienunternehmen und erläutert deren volkswirtschaftliche Relevanz sowie die grundsätzlichen Beweggründe für eine Unternehmensübergabe.

3. Untersuchungsverlauf am Fallbeispiel: Hier wird der theoretische Rahmen durch ein konkretes Fallbeispiel eines eigentümergeführten Familienunternehmens aus Baden-Württemberg ergänzt, um die Nachfolgesituation in der Praxis zu veranschaulichen.

4. Handlungsoptionen für eine Nachfolge: Das Kapitel strukturiert die verschiedenen Wege der Unternehmensnachfolge, von familieninternen Lösungen über Mischformen bis hin zur Bestellung externer Führungskräfte.

5. Ursachen für den Erfolg einer Unternehmensnachfolge: Hier stehen die Anforderungsprofile an den Nachfolger und den Senior im Fokus, wobei insbesondere persönliche Kompetenzen, fachliche Qualifikationen und die Rolle neutraler Berater hervorgehoben werden.

6. Gründe für das Scheitern einer Unternehmensnachfolge: Dieser Abschnitt analysiert kritische Faktoren, die zum Scheitern führen können, wie mangelnde Eignung, generationsbedingte Konflikte oder eine unzureichende Vorbereitung durch den Senior.

7. Empfehlungen: Aufbauend auf den theoretischen Ergebnissen werden praktische Handlungsempfehlungen für Familienunternehmer gegeben, um einen erfolgreichen Übergabeprozess zu gewährleisten.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, die betont, dass jede Nachfolge einzigartig ist und eine offene Kommunikation sowie professionelle Unterstützung entscheidende Erfolgsfaktoren darstellen.

Schlüsselwörter

Familienunternehmen, Unternehmensnachfolge, Generationenwechsel, Fremdmanagement, Nachfolgeplanung, Unternehmertum, Führungskultur, Betriebsnachfolge, Konfliktmanagement, Wirtschaftsunternehmen, KMU, Familienstrategie, Eigentümerfamilie, Unternehmensführung, Beratungsmodelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterthesis behandelt die komplexen Herausforderungen, die bei der Unternehmensnachfolge in kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen auftreten, und zeigt verschiedene Handlungsoptionen für einen erfolgreichen Generationenwechsel auf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Familienunternehmen, verschiedene Nachfolgestrategien (innerhalb der Familie, Mischformen, Fremdmanagement), die Anforderungsprofile an Übergeber und Übernehmer sowie die Analyse von Erfolgs- und Scheiterungsfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen Empfehlungen an die Hand zu geben, wie sie den Generationenwechsel strukturiert gestalten und die Risiken für einen möglichen Misserfolg minimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse in Kombination mit einer empirischen Fallstudie, die durch ein Experteninterview mit einem Nachfolgemoderator der IHK Reutlingen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung in die Thematik, die Vorstellung eines praktischen Fallbeispiels, die detaillierte Darstellung von Handlungsoptionen für die Nachfolge sowie eine tiefgehende Analyse der Erfolgsursachen und Gründe für das Scheitern von Übergaben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Unternehmensnachfolge, Familienunternehmen, Generationenwechsel, Fremdmanagement, Nachfolgeplanung und Konfliktmanagement aus.

Warum wird im Fallbeispiel die hybride Geschäftsführung als wahrscheinlichste Option genannt?

Die Tochter bringt zwar betriebswirtschaftliches Wissen mit, ihr fehlen jedoch technische Kenntnisse, die der langjährige Vertriebsleiter besitzt. Eine hybride Geschäftsführung ermöglicht es daher, die Stärken beider Parteien zu kombinieren und so die Lücke in der Qualifikation auszugleichen.

Welche Rolle spielen neutrale Berater laut dem Experteninterview für den Nachfolgeprozess?

Neutrale Berater wie die IHK oder externe Experten sind essenziell, da sie durch ihre Objektivität und Erfahrung helfen, die oft emotional belasteten Themen der Nachfolge auf eine rein sachliche Ebene zu bringen und Spannungen zu reduzieren.

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Details

Titel
Generationenwechsel in kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen
Untertitel
Handlungsoptionen für eine Unternehmensnachfolge
Hochschule
SRH Hochschule Calw
Note
1,7
Autor
Mara Eggenweiler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
102
Katalognummer
V373086
ISBN (eBook)
9783668502970
ISBN (Buch)
9783668502987
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unternehmensnachfolge BWL Generationenwechsel Familienunternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mara Eggenweiler (Autor:in), 2016, Generationenwechsel in kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373086
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  102  Seiten
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