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Das Märkische Viertel. Ursachen sozialer Probleme in Berlin

Title: Das Märkische Viertel. Ursachen sozialer Probleme in Berlin

Term Paper , 2011 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Konstantin Krummel (Author)

History of Germany - Modern History
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Es ist allgemein bekannt, dass sich die nach dem 2. Weltkrieg erbauten Großsiedlungen häufig zu sozialen Brennpunkten entwickelt haben. Diese Arbeit befasst sich mit diesem Problem beispielhaft am Märkischen Viertel. Hierzu wurde zunächst Literatur berücksichtigt, die die Entwicklung des Geländes seit 1918 dokumentiert und die historischen Hintergründe beleuchtet. Weiterhin wird verfolgt, mit welchen Motiven und Zielen Staat und Architekten den Bau dieser Siedlungen betrachten. Zuletzt werden Bewohnermeinungen hinzugezogen, um die sozialen Probleme aus Sicht der Bewohner, aber auch Vorteile dieser Siedlung aufzuzeigen und die Frage zu klären, ob die typischen Vorurteile zutreffen oder nicht. Zudem wird angerissen, wie durch Wohnumfeldverbesserungen das Image des Märkischen Viertels positiver wurde.

Die persönlichen Meinungen der Bewohner als Primärquelle basieren auf diversen Zeitungsartikeln und einem Buch, das die Meinungen zusammenfassend darstellt. Zum weiteren Material ist anzumerken, dass sich die Entwicklung seit 1918 hauptsächlich auf sekundäre Literatur beschränkt, da der Zugang zu den Originalquellen nur begrenzt über die existierende Literatur möglich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Eine kurze Entwicklungsgeschichte des Gebietes Wilhelmsruh von 1918 bis Baubeginn

III. Die Architekten und die Stadt Berlin - Pläne und künstlerische Verwirklichung

IV. Die Umsetzung - Meinungen der betroffenen Bewohner und Auswirkungen der Wohnverhältnisse

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und die sozialen Auswirkungen des Großsiedlungsprojekts "Märkisches Viertel" in Berlin, indem sie historische Hintergründe, architektonische Leitbilder sowie die persönlichen Erfahrungen und Lebensbedingungen der Bewohner analysiert.

  • Historische Entwicklung des Gebiets seit 1918 (von der Laubensiedlung zum sozialen Wohnungsbau)
  • Architektonische Konzepte und städtebauliche Visionen der Planer
  • Soziale Probleme und Lebensbedingungen der Bewohner (Mieten, Infrastruktur, Gesundheit)
  • Wahrnehmung des Viertels und politische Reaktionen sowie Sanierungsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

Die Umsetzung – Meinungen der betroffenen Bewohner und Auswirkungen der Wohnverhältnisse

Die Bewohner bezeichneten das Wohnen im Märkische Viertel als anonym und abgekapselt voneinander. Sie sahen sich als Opfer des Kapitalismus und dessen Wohnverhältnissen. Dass sie selbst soziale und auch finanzielle Probleme haben, verstanden die Betroffenen als Klassenhintergrund und Waren der Meinung, dass eine solche Entwicklung von Beginn an sichtbar gewesen sei. Sie fühlten sich in ihrer Individualität und ihren persönlichen Beziehungen von der Politik nicht vertreten.

Sie erkannten aber auch, dass das Leben untereinander nicht funktionierte. Es gab Diskriminierungen innerhalb der Mietparteien, weiterhin haben viele von ihnen existenzielle Nöte, denn die Mieten überstiegen die Einkünfte. So zahlte man in der Stadt im Schnitt 270 Mark Miete, im MV hingegen schon 370 Mark Hinzu kamen hier auch noch Benzinkosten mit einer Höhe von rund 150 Mark, um zur Arbeit zu gelangen, da es sich um eine Stadtrandsiedlung handelt. Später, als vermehrt auch Frauen berufstätig wurden, verdoppelte sich diese Ausgabe sogar fast, da ein Anschluss an die U-Bahn erst später erfolgte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Großsiedlungen als soziale Brennpunkte ein und legt den Fokus auf die Untersuchung des Märkischen Viertels anhand von historischer Literatur und Bewohnermeinungen.

II. Eine kurze Entwicklungsgeschichte des Gebietes Wilhelmsruh von 1918 bis Baubeginn: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung des Areals von der nach dem Ersten Weltkrieg entstehenden Laubensiedlung bis hin zu den ersten, noch nicht realisierten städtebaulichen Plänen und der Zeit des Nationalsozialismus.

III. Die Architekten und die Stadt Berlin - Pläne und künstlerische Verwirklichung: Hier werden die architektonischen Visionen von Georg Heinrichs und Werner Düttmann analysiert, die primär künstlerisch geprägt waren und soziale Bedürfnisse der späteren Bewohner kaum berücksichtigten.

IV. Die Umsetzung - Meinungen der betroffenen Bewohner und Auswirkungen der Wohnverhältnisse: Dieses Kapitel thematisiert die negativen Lebensbedingungen im Märkischen Viertel, darunter hohe Mieten, mangelnde soziale Infrastruktur und die resultierenden psychosozialen Probleme der Bewohner.

V. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die sozialen Probleme des Viertels auf eine Kombination aus einer zu schnellen baulichen Verdichtung bei gleichzeitigem Fehlen notwendiger sozialer Infrastruktur und einem ideologisch geprägten Planungsansatz zurückzuführen sind.

Schlüsselwörter

Märkisches Viertel, Berlin, Sozialer Wohnungsbau, Großsiedlung, Stadtplanung, Soziale Brennpunkte, Wilhelmsruh, Architektur, Wohnverhältnisse, Mietbelastung, Infrastruktur, Senat, GeSoBau, Soziale Probleme, Stadtentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für soziale Probleme am Beispiel des Märkischen Viertels in Berlin.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themenfelder umfassen die historische Entwicklung des Standorts, die städtebauliche Planung, die sozialen Herausforderungen der Bewohner und die spätere Aufwertung des Wohnumfeldes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Zusammenwirken von historischer Vorgeschichte, architektonischer Gestaltung und mangelnder sozialer Planung zur Entstehung eines sozialen Brennpunkts beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung existierender historischer Fachliteratur, zeitgenössischer Zeitungsartikel und Dokumentationen über Bewohnermeinungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Geschichte der Laubensiedlung, die künstlerischen Ansätze der Architekten sowie die konkreten, belastenden Lebensbedingungen der Mieter im Märkischen Viertel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Märkisches Viertel, sozialer Wohnungsbau, Stadtplanung, Großsiedlung und soziale Probleme.

Wie bewerten die Bewohner die Wohnsituation in der Entstehungsphase?

Die Bewohner empfanden das Wohnen als anonym, abgekapselt und durch finanzielle Nöte sowie eine mangelnde soziale Infrastruktur geprägt.

Warum wird die architektonische Gestaltung kritisiert?

Die Architektur wird kritisiert, weil die Architekten primär künstlerische und geometrische Visionen verfolgten und die sozialen Bedürfnisse der Bewohner dabei weitgehend außer Acht ließen.

Welche Rolle spielte die politische Ebene bei der Entstehung des Viertels?

Der Senat betrachtete das Märkische Viertel ideologisch als Symbol westlicher Lebensweise in direkter Nähe zur Mauer, vernachlässigte dabei jedoch die notwendige soziale Infrastruktur.

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Details

Title
Das Märkische Viertel. Ursachen sozialer Probleme in Berlin
College
University of Paderborn  (Historisches institut)
Course
Sozialer Wohnungsbau, Geschichte und Wandel
Grade
1,7
Author
Konstantin Krummel (Author)
Publication Year
2011
Pages
21
Catalog Number
V373165
ISBN (eBook)
9783668510449
ISBN (Book)
9783668510456
Language
German
Tags
GESOBAU Ost-West kalter Krieg Sozialer Wohnungsbau Berlin Märkisches Viertel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Konstantin Krummel (Author), 2011, Das Märkische Viertel. Ursachen sozialer Probleme in Berlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373165
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