Die Arbeit enthält eine Charakterisierung der Energiesteuer, wobei unter anderem der Steuergegenstand definiert wird. Außerdem erfolgt eine Betrachtung des Steueraussetzungsverfahrens bzw. der Steuerentstehung, wobei auf die Besonderheiten bei der Besteuerung von Kohle und Erdgas eingegangen wird. Danach werden der Steuertarif und Steuerbefreiungen bzw. Steuerentlastungen betrachtet. In einem letzten Schritt werden aktuelle Fragestellungen zur Energiesteuer beleutet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Ausgestaltung des Energiesteuergesetzes
2.1 Charakterisierung
2.2 Steueraussetzung und Steuerentstehung
2.3 Steuertarif
2.4 Steuerbefreiung und Steuerentlastung
3 Aktuelle Fragestellungen zur Energiesteuer
3.1 Gesetzesänderung
3.2 Energiesteuer-Compliance
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die aktuelle Ausgestaltung des Energiesteuergesetzes unter besonderer Berücksichtigung fiskalischer Relevanz und jüngster gesetzlicher Anpassungen. Ziel ist es, Problemfelder im Kontext der Steuererhebung zu identifizieren und die wachsende Bedeutung unternehmensinterner Compliance-Strukturen zur Haftungsvermeidung kritisch zu untersuchen.
- Charakterisierung des Energiesteuergesetzes und der Steuergegenstände
- Mechanismen der Steueraussetzung sowie Steuerentstehung
- Strukturen des Steuertarifs, der Befreiungen und Entlastungen
- Relevante Gesetzesänderungen 2016 und deren Auswirkungen
- Notwendigkeit und Implementierung von Energiesteuer-Compliance-Systemen
Auszug aus dem Buch
3.2 Energiesteuer-Compliance
In einem Schreiben vom 23.05.2016 hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) sich eingehend mit der Abgrenzung der Anzeige- und Berichtigungspflicht nach § 153 Abs. 1 Nr. 1 AO von der Selbstanzeige mit strafbefreiender Wirkung nach § 371 AO befasst. Das BMF grenzt hierin Fehler bei Steueranmeldungen, die lediglich zu einer Berichtigungspflicht gemäß § 153 AO führen, von strafbaren bzw. ordnungswidrigen Handlungen ab. Diese Abgrenzung ist besonders auch für die Energiesteuer relevant, da aufgrund der Komplexität und des hohen formalen Aufwands der Regelungen und Sachverhalte nachträgliche Berichtigungen häufig notwendig sind.
Demnach erfolgt eine strafrechtliche oder ordnungswidrigkeitsrechtliche Verfolgung bei objektiven Unrichtigkeiten von Steueranmeldungen nur bei Vorsatz oder Fahrlässigkeit in Form der Leichtfertigkeit von Seiten des Steuerpflichtigen. Ein Indiz gegen das Vorliegen von Vorsatz ist demzufolge ein eingerichtetes Tax-Compliance-System. Der Begriff „Compliance“ wird ohne Übersetzung in die deutsche Sprache übernommen und bedeutet „Einhaltung von Regeln (gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Richtlinien)“. Zur Absicherung und Überprüfung der Einhaltung dient das Compliance-Management-System.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die hohe fiskalische Bedeutung der Energiesteuer und definiert den Untersuchungsgegenstand sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Ausgestaltung des Energiesteuergesetzes: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung über die steuerliche Charakterisierung, das Verfahren der Steueraussetzung sowie die geltenden Tarife und Entlastungsmöglichkeiten.
3 Aktuelle Fragestellungen zur Energiesteuer: Es werden die umfassenden Gesetzesänderungen von 2016 thematisiert sowie die Bedeutung und Ausgestaltung von Compliance-Systemen in Unternehmen analysiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität des Energiesteuerrechts zusammen und diskutiert mögliche zukünftige Ansätze zur Bewältigung der anstehenden regulatorischen Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Energiesteuer, Energiesteuergesetz, Verbrauchsteuer, Steueraussetzung, Steuerentstehung, Steuertarif, Steuerbefreiung, Steuerentlastung, Gesetzesänderung, Energiesteuer-Compliance, Tax-Compliance-System, Fiskalzweck, Energieerzeugnisse, Haftungsvermeidung, Energieeffizienz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Ausgestaltung des deutschen Energiesteuergesetzes und analysiert kritische Problemfelder bei der praktischen Anwendung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Systematik der Steuer, den aktuellen gesetzlichen Neuregelungen und der Bedeutung von Compliance-Strukturen für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Komplexität des Energiesteuerrechts aufzuzeigen, aktuelle Herausforderungen wie Gesetzesänderungen zu erläutern und die Relevanz präventiver Compliance-Maßnahmen darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine kritische Analyse auf Basis von Gesetzestexten, aktueller Rechtsprechung, Verwaltungsschreiben und fachspezifischer Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung des Energiesteuergesetzes (Tarife, Entstehung, Befreiungen) und eine Untersuchung aktueller Fragestellungen, insbesondere Compliance und Gesetzesreformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Energiesteuer, Steueraussetzung, Steuerentlastung, Gesetzesänderung und Energiesteuer-Compliance.
Warum ist das Thema Energiesteuer-Compliance für Unternehmen so bedeutend?
Angesichts der hohen Komplexität und der strengen formalen Anforderungen der Steuergesetzgebung dient ein Compliance-System dazu, Fehler zu vermeiden, das Risiko strafrechtlicher Folgen zu senken und die steuerliche Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
Was besagt die geplante Gesetzesänderung bezüglich des Begriffs "Verwender"?
Die Änderung definiert den entlastungsberechtigten "Verwender" gesetzlich klarer als die Person, die Energieerzeugnisse zum Betrieb einer Anlage in dieser tatsächlich einsetzt, um Auslegungsspielräume zu minimieren.
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- Jennifer Fey (Author), 2016, Aktuelle Ausgestaltung und Problemfelder der Energiesteuer. Kritische Analyse und beispielhafte Darstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373272