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Die Kirchenreformen von Zar Peter I.

Title: Die Kirchenreformen von Zar Peter I.

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 31 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Gina Wohler (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Der russischen Legende nach heißt es, dass bereits der Apostel Andreas auf seiner Reise nach Rom am Schwarzen Meer am Ufer des Flusses Dnjepr Rast gemacht und dort seinen Jüngern angekündigt haben soll, dass hier einmal eine große Stadt mit vielen Kirchen entstehen werde.

Tatsächlich können die ersten Kontakte mit dem Christentum allerdings zeitlich erst viel später angesetzt werden, denn erst in der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts kam Kiev durch den regen Handel mit Konstantinopel mit dem Christentum byzantinischer Prägung in Berührung.

Im Jahre 988 kam es dann erstmalig unter Vladimir, dem Großfürsten von Kiev, zur Massentaufe der russischen Bevölkerung und von dem Zeitpunkt an zu einer raschen Verbreitung des Christentums, sodass im 11. Jahrhundert von einer religiösen sowie politisch kulturellen Blütezeit gesprochen werden kann. Allerdings führte der Tod des Fürsten Jaroslav des Weisen im Jahre 1054 zu einer allmählichen Zersplitterung des Kiever Staates in kleine Teilfürstentümer, sodass Ende des 12. Jahrhunderts die Kiever Rus zerfallen war, was letztendlich zu einer Verlagerung des Machtzentrums nach Moskau im Jahre 1325 führte.

Im 17. Jahrhundert, als Peter I. das Licht der Welt erblickte, litt Russland noch unter den Nachwirkungen des Tatarenjochs, welches 250 Jahre angedauert hatte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hinführung zum Thema

II.1 Die russische Kirche in der frühen Neuzeit (Die Autokephalie – Regierungsantritt von Peter I.)

II.2 Absolutismus und Aufklärung im Allgemeinen

II.3 Peter I. – Absolutistischer Herrscher

III. Die Kirchenreformen von Peter I.

III.1 Darstellung der Quelle

III.2 Quellenanalyse

IV. Ausblick – Rezeption von Peters I. Maßnahmen in der weiteren Geschichte

V. Fazit

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kirchenreformen unter Zar Peter I., insbesondere die Einführung des "Geistlichen Reglements" von 1721. Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf das Verhältnis von Kirche und Staat sowie die Entmachtung der russisch-orthodoxen Kirche im Kontext der absolutistischen und aufklärerischen Herrschaftspolitik des Zaren zu analysieren.

  • Die Stellung der russischen Kirche in der frühen Neuzeit bis zum Regierungsantritt Peters I.
  • Die theoretischen Grundlagen von Absolutismus und Aufklärung.
  • Die Biographie Peters I. und seine Motivationen zur Kirchenreform.
  • Die detaillierte Darstellung und Analyse des "Geistlichen Reglements" von 1721.
  • Die Transformation der Kirche zu einer staatlichen Behördeninstitution.

Auszug aus dem Buch

III.1 Darstellung der Quelle

Bei der nun darzustellenden Quelle „Erlass Kaiser Petr I. (1682-1725) zur Einführung des Kollegialen Kirchenregimentes und des Geistlichen Regulaments 1721“ handelt es sich um einen Gesetzestext, der im Jahre 1721 im Zuge der Kirchenreformierung unter dem Zar Peter I. in Kraft getreten war. Aufgrund dessen, dass es sich bei der vorliegenden Quelle um einen Gesetzestext handelt, der für die Öffentlichkeit bestimmt war, sind sowohl Sprache und Wortwahl, als auch Aufbau und Form sehr förmlich und mit Bedacht gewählt.

Nach dem Tod des letzten Patriarchen Adrian im Jahre 1700 hatte der Zar Peter der Große sich erst einmal mit einem kirchlichen Provisorium begnügt. Anlässlich des absehbaren Sieges über Schweden im Jahre 1718 begann Peter I. dann, sich ernsthafte Gedanken über eine Neuordnung der Kirchen- und Staatsverwaltung zu machen. Des Weiteren war es 1718 zu einem Prozess gegen den Thronfolger Aleksej Petrovic gekommen, dem viele Geistliche mit Sympathie gegenüber eingestellt waren, da sie sich von ihm eine Rückkehr zu den alten Verhältnissen erhofften. Das aber bestätigte Peter I. nur noch stärker darin, durch die Gründung eines Kollegiums die Kontrolle über die Geistlichkeit zu verstärken.

Dem vorliegenden Gesetzestext liegt die Intention Peters I. zugrunde, eine neue Kirchenverfassung durchsetzen zu wollen, die Kirche und Staat enger miteinander verknüpfen und die Kirche im Sinne der Aufklärung zu einem moralischen Bildungsinstrument machen sollte. Denn nach Peters I. Auffassung hatte die Kirche im Dienste des Staates zu stehen und diesen bei der Modernisierung und Administration zu unterstützen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die kirchengeschichtliche Entwicklung Russlands bis zur Zeit Peters I. ein und benennt das Reformprogramm als zentralen Untersuchungsgegenstand.

II. Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel erläutert die historische Ausgangslage der russischen Kirche, die Konzepte von Absolutismus und Aufklärung sowie die Rolle Peter I. als absolutistischer Herrscher.

III. Die Kirchenreformen von Peter I.: Hier werden die konkreten Reformschritte, wie das Abschneiden von Bärten, sowie die tiefgreifende institutionelle Reform durch das "Geistliche Reglement" analysiert.

IV. Ausblick – Rezeption von Peters I. Maßnahmen in der weiteren Geschichte: Dieser Teil betrachtet die dauerhaften Auswirkungen der Reformen und wie die kirchliche Organisation nach dem Tod des Zaren weitergeführt wurde.

V. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Peter I. die Kirche bewusst als Staatsinstanz entmachtete, um seine absolutistische Macht zu festigen und Russland zu modernisieren.

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche verwendeten Quellen und die wissenschaftliche Fachliteratur aufgelistet.

Schlüsselwörter

Peter I., Russland, Russische Orthodoxe Kirche, Kirchenreformen, Geistliches Reglement, Absolutismus, Aufklärung, Kirchenverwaltung, Säkularisierung, Staatskirche, Heiliger Synod, Patriarchenamt, Modernisierung, Feofan Prokopowitsch, Autokephalie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die kirchenpolitischen Reformen von Zar Peter I. in Russland, die den Status und die Organisation der russisch-orthodoxen Kirche grundlegend veränderten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Machtverhältnisse zwischen Kirche und Staat, die Einführung kollegialer Verwaltungsstrukturen im Klerus und die aufklärerische Absicht, die Kirche zu einem staatlichen Bildungsorgan zu machen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Beweggründe Peters I. für die Reformen darzulegen und aufzuzeigen, wie er durch das „Geistliche Reglement“ von 1721 die Kirche unter staatliche Kontrolle brachte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenorientierte Analyse, indem sie primär den Gesetzestext des „Geistlichen Reglements“ von 1721 untersucht und in den historischen Kontext der Zeit einbettet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Vorbereitung der Reformen, der Darstellung der Quelle selbst sowie der detaillierten Quellenanalyse, insbesondere der Bedeutung der kollegialen Kirchenführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Petrinische Reformen, Absolutismus, Staatskirche, Säkularisierung und Entmachtung der kirchlichen Eigenständigkeit geprägt.

Warum wurde das "Geistliche Reglement" von 1721 als zentrales Dokument gewählt?

Es handelt sich um das entscheidende Gesetzeswerk, das die neue Kirchenverfassung formalisierte und somit das Instrumentarium darstellte, mit dem Peter I. die russisch-orthodoxe Kirche in die Staatsordnung eingliederte.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Feofan Prokopowitsch?

Prokopowitsch wird als wichtigster Berater des Zaren dargestellt, der maßgeblich an der Ausformulierung der theokratischen und absolutistischen Begründungen des Reglements mitwirkte.

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Details

Title
Die Kirchenreformen von Zar Peter I.
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
2,7
Author
Gina Wohler (Author)
Publication Year
2016
Pages
31
Catalog Number
V373439
ISBN (eBook)
9783668513921
ISBN (Book)
9783668513938
Language
German
Tags
kirchenreformen peter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gina Wohler (Author), 2016, Die Kirchenreformen von Zar Peter I., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373439
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