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Maßnahmen der Mitarbeiterbindung als Antwort auf den Fachkräftemangel in der Pflege

Ein Konzept für den ambulanten Pflegedienst Potsdam

Title: Maßnahmen der Mitarbeiterbindung als Antwort auf den Fachkräftemangel in der Pflege

Bachelor Thesis , 2017 , 45 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Schulze (Author)

Health - Public Health
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Für Unternehmen im Bereich der Pflege wird es zunehmend schwieriger, vakante Stellen adäquat durch Altenpflegekräfte zu besetzen. Dies begründet sich zum einen dadurch, dass deutschlandweit bereits ein Mangel an Altenpflege(fach)kräften vorliegt. Zum anderen steigt der Personalbedarf, durch die mit dem demografischen Wandel einhergehende Zunahme der pflegebedürftigen Menschen, stetig. Auch der ambulante Pflegedienst (aPD) eines gemeinnützigen Trägers in Potsdam hat Schwierigkeiten, geeignetes Personal zu rekrutieren. Vor diesem Hintergrund wird auch die Bindung bestehender Mitarbeiter (MA) immer wichtiger.

Als Lösung für diese Problemstellung wird im Rahmen dieser Arbeit ein individuelles, unverbindliches Konzept zur Mitarbeiterbindung für den genannten Pflegedienst entwickelt. Dieses baut auf den Ergebnissen einer vorab durchgeführten Befragung der MA zu deren Zufriedenheit auf. Hierbei dienen insbesondere die ermittelten Schwachstellen als Grundlage, um geeignete Maßnahmen abzuleiten. Die MA werden dabei frühzeitig über die weitere Verwendung der Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung informiert und können sich u.a. bei der Auswahl (Priorisierung) der Handlungsbedarfe sowie der Entwicklung geeigneter Maßnahmen einbringen. So entsteht schließlich ein Konzept, welches Themen wie die Schaffung eines geeigneten Pausen-/Ruheraums, die Möglichkeiten Ruhepausen wahrzunehmen und die Regelung von Vertretungssituationen behandelt. Das Konzept soll als Basis für einen langfristig angelegten Prozess der Mitarbeiterbindung verstanden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Hinführung zum Thema

2 Fachlicher Hintergrund zum Thema Mitarbeiterbindung

2.1 Mitarbeiterbindung

2.2 Commitment

2.3 Chancen und Risiken der Mitarbeiterbindung für Unternehmen

2.4 Korrelate zur Mitarbeiterbindung (Commitment)

2.4.1 Arbeitszufriedenheit

2.4.2 Arbeitsmotivation

2.4.3 Theorien zur Arbeitsmotivation/-zufriedenheit

2.5 Retentionsmanagement

2.6 Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung

2.6.1 Führung

2.6.2 Anreizsysteme

2.6.3 Personalentwicklung

2.6.4 Arbeitsgestaltung

3 Fachlicher Hintergrund zum Gesundheitswesen

3.1 Arbeitsbereich der Altenpflege

3.2 Besondere Belastungen / Anforderungen in der Altenpflege

4 Aktueller Forschungsstand

5 Problemstellung

6 Methodik

7 Systematische Entwicklung / Anwendung eines Konzepts

7.1 Klärung der Auftragslage und des Ziels

7.1.1 Analyse der Ausgangssituation / Problemstellung

7.1.2 Priorisierung der Handlungsbedarfe

7.1.3 Betriebliche Struktur / Arbeitsort

7.1.4 Darstellung der bereits vorhandenen personalpolitischen Maßnahmen

7.1.5 Zielsetzung

7.2 Informationsbeschaffung

7.3 Ideen und Lösungen entwickeln

7.4 Strukturierung des Konzepts

7.4.1 Ziel

7.4.2 Empfohlene Maßnahmen

7.4.3 Zeitplanung

7.4.4 Meilensteine

7.5 Zusammenfassende Darstellung der weiteren Handlungsbedarfe

7.5.1 Schaffung eines geeigneten Ruhe-/Pausenraums

7.5.2 Regelung der Vertretungssituation

8 Produkt / Standard als Antwort auf die Problemstellung

9 Diskussion

10 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit entwickelt ein individuelles Konzept zur Mitarbeiterbindung für einen ambulanten Pflegedienst in Potsdam, um dem steigenden Fachkräftemangel und einer hohen Fluktuationsquote entgegenzuwirken. Die Forschungsfragen fokussieren sich dabei auf die Ableitung konkreter Maßnahmen aus einer vorangegangenen Mitarbeiterbefragung sowie die strukturierte Erarbeitung eines praxisnahen Konzepts.

  • Analyse der Einflussfaktoren auf die Mitarbeiterbindung in der Pflege.
  • Identifikation betrieblicher Handlungsbedarfe mittels Mitarbeiterbefragung.
  • Entwicklung von Lösungen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen (z.B. Ruhepausen, Vertretungsmanagement).
  • Strukturierung von Konzepten unter Berücksichtigung von Führung, Anreizsystemen und Organisationsgestaltung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Mitarbeiterbindung

Unter einer Bindung wird grundsätzlich eine enge Beziehung zwischen zwei oder mehreren Bindungspartnern bezeichnet. Im besten Fall ist diese „gute“ Beziehung belastbar gegen negative Einflüsse von außen. Im Fall der Mitarbeiterbindung stellen einerseits die MA und andererseits die Organisation als Ganzes diese Bindungspartner dar. Bindung ist demnach als wechselseitiger Prozess zu verstehen, der nur gelingen kann, wenn beide Seiten dies befürworten. Eine einheitliche Definition des Begriffs „Mitarbeiterbindung“ hat sich bisher allerdings nicht durchgesetzt. Wolf definiert Mitarbeiterbindung wie folgt: „Mitarbeiterbindung bezeichnet den Grad des Zusammenhalts zwischen dem Mitarbeiter auf der einen Seite und der Organisation als Ganzes auf der anderen Seite“ (Wolf, 2016). Ebenso gibt es für den Begriff Mitarbeiterbindung synonyme Bezeichnungen, die je nach Ausrichtung der Sichtweise gewählt werden können. So wird die Bindung von Seiten der MA in der wissenschaftlichen Literatur auch häufig als organisationales Commitment bezeichnet (s. Punkt 2.2) (Felfe, 2008). Aktivitäten zur Mitarbeiterbindung von Seiten des Unternehmens werden hingegen meist unter dem Begriff Retentionsmanagement abgefasst (s. Punkt 2.5) (DGFP, 2014).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Hinführung zum Thema: Erläutert die Relevanz der Mitarbeiterbindung angesichts des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels in der Pflege.

2 Fachlicher Hintergrund zum Thema Mitarbeiterbindung: Behandelt theoretische Grundlagen, Modelle wie Commitment nach Meyer & Allen sowie Chancen und Risiken der Mitarbeiterbindung.

3 Fachlicher Hintergrund zum Gesundheitswesen: Skizziert die Struktur des Gesundheitswesens und die besonderen Belastungsfaktoren im Arbeitsbereich der Altenpflege.

4 Aktueller Forschungsstand: Gibt einen Überblick über aktuelle Studien zur Bedeutung der Mitarbeiterbindung und deren Umsetzung in Unternehmen.

5 Problemstellung: Definiert die spezifische Herausforderung des ambulanten Pflegedienstes in Potsdam und die resultierenden Forschungsfragen.

6 Methodik: Stellt das Vorgehen zur Konzepterstellung auf Basis von Ischebeck (2013) vor.

7 Systematische Entwicklung / Anwendung eines Konzepts: Beschreibt die konkrete Anwendung der Methodik, von der Priorisierung der Handlungsbedarfe bis zur Erarbeitung von Lösungen.

8 Produkt / Standard als Antwort auf die Problemstellung: Führt das entwickelte Konzept zur Mitarbeiterbindung sowie den aktuellen Umsetzungsstatus zusammen.

9 Diskussion: Reflektiert kritisch den Prozess der Konzepterstellung und die Faktoren, die eine erfolgreiche Umsetzung beeinflussen.

10 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Maßnahmen im Retentionsmanagement.

Schlüsselwörter

Mitarbeiterbindung, Commitment, Retentionsmanagement, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation, Fachkräftemangel, Altenpflege, Ambulante Pflege, Personalentwicklung, Mitarbeiterbefragung, Führungskräfte, Personalbedarfsplanung, Vertretungsmanagement, Arbeitsgestaltung, Dienstplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines betriebsspezifischen Konzepts zur Mitarbeiterbindung in einem ambulanten Pflegedienst, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen theoretische Grundlagen der Mitarbeiterbindung, Arbeitszufriedenheit, Belastungen in der Altenpflege sowie praktische Konzepte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es, ein maßgeschneidertes, praxisnahes Konzept zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Bindung für den ambulanten Pflegedienst "aPD Potsdam" zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Das Vorgehen orientiert sich an einem sechsstufigen Modell zur Konzepterstellung nach Ischebeck, ergänzt durch empirische Analysen wie Mitarbeiterbefragungen und Ursachen-Wirkungs-Analysen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zum Bindungsmanagement, die Analyse des konkreten Ist-Zustands im Pflegedienst sowie die systematische Entwicklung von Lösungen für identifizierte Schwachstellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Mitarbeiterbindung (Retention), Commitment, Arbeitszufriedenheit, Fachkräftemangel in der Altenpflege und prozessorientierte Personalentwicklung.

Wie wurde die Priorisierung der Handlungsbedarfe gelöst?

Unter Einbeziehung der Mitarbeiter wurde eine vier-Felder-Eisenhower-Matrix genutzt, um zwischen dringenden und wichtigen Bedarfen (z.B. Ruhepausen) und weniger dringlichen Themen zu unterscheiden.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich der Vertretungssituation?

Es wurde eine Lösung durch die Einführung einer WhatsApp-Gruppe und eines Online-Terminplaners entwickelt, um die Organisation von Vertretungen zu vereinfachen, den Druck auf die Mitarbeiter zu senken und die Freiwilligkeit zu erhöhen.

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Details

Title
Maßnahmen der Mitarbeiterbindung als Antwort auf den Fachkräftemangel in der Pflege
Subtitle
Ein Konzept für den ambulanten Pflegedienst Potsdam
College
Fresenius University of Applied Sciences Hamburg  (Carl Remigius Medical School)
Grade
1,3
Author
Katrin Schulze (Author)
Publication Year
2017
Pages
45
Catalog Number
V373448
ISBN (eBook)
9783668508545
ISBN (Book)
9783668508552
Language
German
Tags
Mitar Mitarbeiterzufriedenheit Fachkräftemangel Ambulante Pflege Commitment Employee Retention Retentionsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Schulze (Author), 2017, Maßnahmen der Mitarbeiterbindung als Antwort auf den Fachkräftemangel in der Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373448
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