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Brasilien als das Land der Zukunft. Ein Beispiel für ein geopolitisch ambitioniertes Streben nach regionaler Hegemonie?

Titel: Brasilien als das Land der Zukunft. Ein Beispiel für ein geopolitisch ambitioniertes Streben nach regionaler Hegemonie?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 41 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Benedikt Weingärtner (Autor:in)

Politik - Region: Sonstige Staaten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich Brasiliens enorme Größe und seine wirtschaftliche Kraft mittlerweile auf seine politische Machtstellung in der Region sowie weltweit auswirken. Hierfür sollen verschiedene Indikatoren untersucht werden, um festzustellen, ob und inwiefern Brasilien eine Position als regionale Hegemonialmacht innehat bzw. einen globalen Machtstatus anstrebt.

Die Arbeit befasst sich im Hauptteil mit drei Aspekten. Zuerst soll der Begriff der Hegemonialmacht definiert und mit eindeutigen Indikatoren genauer bestimmt werden. Anschließend werden verschiedene Typen von Hegemonialmächten und Weltordnungsmodellen vorgestellt. Zum Abschluss des politiktheoretischen Teils werden drei Großtheorien der internationalen Beziehungen - der (Neo-)Realismus, der Liberalismus und der Konstruktivismus - samt ihrer Erklärungsvariablen abgehandelt, anhand derer das politische Handeln Brasiliens auf regionaler und globaler Ebene jeweils zum Ende der darauffolgenden Teilkapitel erklärt werden soll. Um die Arbeit nicht zu umfangreich werden zu lassen und eine zielgerichtete, politikwissenschaftliche Analyse zu erreichen, werden neben diesen drei keine anderen politischen Theorien als Erklärungsansätze verwendet.

Der praktische Teil zur Beantwortung der Ausgangsfrage der Arbeit ist in drei Bereiche untergliedert. Zunächst wird das politische Gewicht Brasiliens auf regionaler und globaler Ebene untersucht, wobei ein besonderes Augenmerk auf das Engagement Brasiliens in internationalen Organisationen gelegt wird. Zweitens soll die wirtschaftliche Dimension des brasilianischen Hegemonialanspruchs analysiert werden, wofür unterschiedliche innen- und außenwirtschaftliche Faktoren berücksichtigt werden. Die militärische Komponente, d.h. sowohl die derzeitige Stärke Brasiliens in diesem Bereich als auch Pläne zum Ausbau seiner Streitkräfte und insbesondere seiner Flotte bildet den dritten zu untersuchenden Teilbereich. In einem Gesamtfazit soll dann anhand der genannten Indikatoren zusammenfassend erörtert werden, inwieweit Brasilien mittlerweile eine Regionalmacht mit geopolitisch ambitionierten Bestrebungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Militär ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Gegenstand und Fragestellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Hegemonialmacht, Weltordnung und Theorien der Internationalen Beziehungen

2.1 Definition des Hegemonialmachtbegriffs und Indikatoren einer Hegemonialmacht

2.2 Typen von Weltordnung und Hegemonialmächten

2.3 Drei Großtheorien der Internationalen Beziehungen und ihre Erklärungsvariablen

3. Brasilien – der Riese Südamerikas und seine globale Rolle

3.1 Die politische Dimension des brasilianischen Hegemonialanspruchs

3.1.1 Regionales Engagement

3.1.2 Globales Engagement

3.2 Die wirtschaftliche Dimension des brasilianischen Hegemonialanspruchs

3.3 Die militärische Dimension des brasilianischen Hegemonialanspruchs

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Brasilien aufgrund seiner geographischen Größe, wirtschaftlichen Kraft und zunehmenden außenpolitischen Aktivität den Status einer regionalen Hegemonialmacht erreicht hat oder einen globalen Machtanspruch verfolgt.

  • Analyse des Hegemonialbegriffs und politikwissenschaftlicher Theorien
  • Untersuchung der politischen Einflussnahme in regionalen und globalen Institutionen
  • Bewertung der wirtschaftlichen Dimension als Basis für Machtprojektionen
  • Betrachtung der militärischen Kapazitäten und Ambitionen Brasiliens
  • Diskussion von Herausforderungen wie sozialer Ungleichheit und wirtschaftlicher Volatilität

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Regionales Engagement

Jahrzehntelang bis zum Ende der Militärdiktatur Mitte der 1980er Jahre zeichnete sich die Außenpolitik Brasiliens in der Region durch Passivität und Selbstisolation aus. Im Bewusstsein seiner eigenen Größe und seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit strebt Brasilien aber seit der Festigung der Demokratie unter Präsident Cardoso (1995-2002), spätestens aber seit der Amtszeit Lulas (2003-2010) nach regionaler Führung. Dieser Anspruch ergibt sich schon alleine durch seine geographische Größe und die Zahl seiner Einwohner. Gestärkt wurde dieser Ehrgeiz noch durch den jahrzehntelangen Niedergang Argentiniens, das als zweitgrößtes Land in Südamerika auf regionaler Ebene kein ernsthafter Konkurrent mehr für Brasilien ist. Zum anderen wurden in Südamerika in den letzten Jahren eine Vielzahl an Initiativen zur regionalen Integration und Kooperation angestoßen, zu Lasten der Bindung an die USA, die zuvor traditionell der Fixpunkt brasilianischer Außenpolitik gewesen waren.

Zentrales Projekt ist dabei die 1991 gegründete Wirtschaftsgemeinschaft MERCOSUR, da sie für Brasilien als ein gutes Instrument zur Verstärkung der Süd-Süd-Kooperation und als Abgrenzung zu einer von den USA beherrschten gesamtamerikanischen Freihandelszone dient. Insofern ist auch die Aufnahme des USA-kritischen Venezuelas im Jahr 2006 zu verstehen, denn im Interesse Brasiliens liegt nicht nur eine Vertiefung, sondern auch eine Erweiterung des MERCOSUR, um einen starken Gegenpol zum Einfluss der USA zu bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Gegenstands und der Forschungsfrage, ob Brasilien eine regionale oder globale Hegemonialmacht anstrebt.

2. Hegemonialmacht, Weltordnung und Theorien der Internationalen Beziehungen: Theoretische Herleitung von Hegemonie und Darstellung der drei Großtheorien (Realismus, Liberalismus, Konstruktivismus) zur Analyse brasilianischen Handelns.

3. Brasilien – der Riese Südamerikas und seine globale Rolle: Analyse des brasilianischen Einflusses in den Dimensionen Politik, Wirtschaft und Militär.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der regionalen Hegemonialstellung Brasiliens und Reflexion der globalen Ambitionen unter Berücksichtigung interner Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Brasilien, Hegemonialmacht, Südamerika, Außenpolitik, MERCOSUR, Weltordnung, Internationale Beziehungen, BRICS, Wirtschaftswachstum, Machtanspruch, Regionale Führung, Geopolitik, Integration, Militär, Energiepolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das aktuelle geopolitische Streben Brasiliens nach einer hegemonialen Rolle, sowohl innerhalb Südamerikas als auch auf globaler Bühne.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit analysiert die politische, wirtschaftliche und militärische Dimension des brasilianischen Machtanspruchs anhand politikwissenschaftlicher Theorien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit Brasilien die Kriterien einer regionalen Hegemonialmacht erfüllt und ob das Land einen globalen Machtstatus anstrebt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine politikwissenschaftliche Analyse auf Basis der Großtheorien (Neo-)Realismus, Liberalismus und Konstruktivismus vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Rolle (Engagement in Organisationen), die wirtschaftliche Stärke (Ressourcen, Energie) und die militärischen Aufrüstungspläne.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Regionalhegemonie, BRICS, MERCOSUR, wirtschaftliche Entwicklung und außenpolitische Souveränität.

Welche Rolle spielt die Mitgliedschaft in den BRICS-Staaten für Brasilien?

Die BRICS dienen als Dialogplattform, um eine multipolare Weltordnung zu fördern und das politische Gewicht Brasiliens in internationalen Entscheidungsprozessen zu erhöhen.

Warum wird der Ausbau der brasilianischen Flotte als kritisch betrachtet?

Der Ausbau dient dem Schutz der neu entdeckten Ölvorkommen und dem Streben nach internationaler Abschreckung, was jedoch vor dem Hintergrund der allgemeinen regionalen Stabilität hinterfragt wird.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Brasilien als das Land der Zukunft. Ein Beispiel für ein geopolitisch ambitioniertes Streben nach regionaler Hegemonie?
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Veranstaltung
Neue Weltordnung – Konzepte und Realitäten
Note
1,7
Autor
Benedikt Weingärtner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
41
Katalognummer
V373614
ISBN (eBook)
9783668517950
ISBN (Buch)
9783668517967
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Brasilien Mercosur Südamerika Lateinamerika Hegemonialpolitik Geopolitik Marine Militär Sicherheitspolitik Regionalmacht Internationale Beziehungen Theorien Lula da Silva Lula
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benedikt Weingärtner (Autor:in), 2014, Brasilien als das Land der Zukunft. Ein Beispiel für ein geopolitisch ambitioniertes Streben nach regionaler Hegemonie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373614
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Leseprobe aus  41  Seiten
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