Die Effekte einer Lebensstilintervention auf die Körperkomposition

Planung, Durchführung und Bewertung von Interventionsmaßnahmen im Bereich Gesundheit und Leistung


Hausarbeit, 2015

10 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Vorstellung des/r Probanden/in und der Ausgangssituation
1.2 Zielformulierung und Determinanten der Intervention

2. Methode
2.1 Diagnostik
2.2 Interventionsmethoden und Betreuung
2.2.1 Trainingsplangestaltung
2.2.2 Ernährungsplangestaltung

3. Ergebnisse

4. Diskussion

5. Fazit

Literatur

1. Einleitung

„Was genutzt wird, entwickelt sich, was ungenutzt bleibt, verkümmert!“ (Hippokrates, um 460 v. Chr.). Sinngemäß kann dieses Zitat für die Notwendigkeit des folgenden Projektes ste­hen. Ziel dieses Projektes ist es, eine Intervention an einem/r beliebigen Probanden/in durch­zuführen und sich dabei auf die gesundheits- oder leistungsbezogenen Interessen der Person einzulassen. Es werden dabei in Absprache mit der Person Interventionsziele formuliert, die innerhalb eines Interventionszeitraumes von etwa sechs bis acht Wochen realistisch zu errei­chen scheinen. Die Aufgabe der Interventionsleitung besteht darin, ein Konzept auszuarbei­ten, welches auf adäquate Weise die Bedürfnisse und Ziele des/r Probanden/in ansprechen, um das formulierte Interventionsziel optimal anzusteuern. Dabei müssen die primären und sekundären Zielgrößen formuliert und auch die Determinanten festgelegt werden. Nach der Festlegung der Interventionsformen kommt es zu einer Eingangsdiagnostik zur Ermittlung des momentanen Leistungsstandes, um nach der Durchführung der Intervention mit Hilfe einer Zwischen- und schließlich Ausgangsmessung Vergleichswerte zu schaffen. Zum Schluss wer­den die Ergebnisse der Intervention dokumentiert und in einer Diskussion bewertet, wobei mögliche Stärken und Schwächen des Interventionsdesigns diskutiert werden sollen. Ein ab­schließendes Fazit fasst dabei die relevantesten Aspekte der Intervention zusammen.

1.1 Vorstellung des/r Probanden/in und der Ausgangssituation

Bei der ausgewählten Probandin handelt es sich um eine weibliche Studentin, die 21 Jahre alt ist. Die Probandin, Katharina Schwarz, ist zu Interventionsbeginn seit etwa drei bis vier Mo­naten regelmäßig sportlich aktiv und betreibt dabei vier bis fünf Mal wöchentlich Krafttrai­ning ohne Anleitung. Zuvor ist Katharina über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren nicht sportlich aktiv gewesen. Die Probandin möchte mit Hilfe der Intervention langfristig eine Le­bensstilveränderung erwirken und ihre Körperkomposition verändern.

1.2 Zielformulierung und Determinanten der Intervention

Das primäre Ziel der Probandin im Zuge dieser Intervention ist eine Reduzierung des Körper­gewichts und des Körperfettanteils, wobei keine Zielwerte formuliert worden sind. In Anleh­nung an Literaturangaben erscheint eine Reduzierung des Körperfettanteils um etwa 2,2-3,5 Kilogramm bei einem Kaloriendefizit von 300-500 kcal pro Tag in einer achtwöchigen Inter­vention realistisch (nach McArdle, Katch & Katch, 2001, S. 841). Für die allgemeine Ge­wichtsreduktion ist ein Zielwert zwischen drei und fünf Kilogramm festgelegt worden. Die sekundäre Zielformulierung impliziert eine optische Veränderung und Muskeldefinition vor allem im Bauchbereich. Dementsprechend wird eine Trainings- und Lebensstilintervention angestrebt, welche die Berücksichtigung von Ernährungsparadigmata umfasst. Der Erfolg der Intervention hängt von folgenden Determinanten ab: Festlegung der Trainingsform, des Trai­ningsvolumens, der Trainingsintensität und die Beachtung der individuellen Kalorienbilanz. Im Folgenden werden zunächst die festzulegenden Messparameter dargestellt und die dazu verwendeten diagnostischen Mittel erklärt. Zusätzlich werden die benutzten Interventionsme­thoden aufgeführt und deren Wahl begründet.

2. Methode

Die relevanten Parameter zur Verfolgung der primären und sekundären Zielgrößen betreffen das aktuelle Körpergewicht in Kilogramm, der Körperfettanteil (prozentual oder in Kilo­gramm) und die muskuläre Ausprägung in Form optischer Merkmale. Die einzelnen Messpa­rameter müssen dabei unter standardisierten Bedingungen gemessen werden, um mögliche Messfehler zu reduzieren. Bei allen Messinstrumentarien erfolgt eine Eingangsmessung vor Beginn des Interventionszeitraumes und eine Ausgangsmessung nach Beendigung der Inter­vention. Nach vier Wochen Interventionszeitraum kommt es zusätzlich zu einer Zwischen­messung. Um die angeführten Parameter messen zu können, wird sich unterschiedlicher dia­gnostischer Mittel bedient.

2.1 Diagnostik

Die Erfassung des Körpergewichts erfolgt mittels einer digitalen Körpergewichtswaage. Da­bei werden sowohl in der Eingangsmessung als auch in der Ausgangsmessung die selben Kleidungsstücke getragen und dieselbe Waage verwendet. Für die Messung der Körperkom­position wird auf Grundlage des ermittelten Gewichts der Body-Mass-Index (BMI) berechnet und eine bioelektrische Impendanzanalyse (BIA) vorgenommen. Mittels der BIA sollen vor allem die beiden relevanten Parameter des Körperfett- und Muskelmassenanteils gemessen werden. Die Messung erfolgt dabei unter standardisierten Bedingungen, da das Instrument sehr sensitiv auf Veränderungen der Messumstände reagiert. Das bedeutet, dass es zu keiner Essens- und/oder Getränkezufuhr mindestens vier Stunden, keiner Alkoholzufuhr mindestens 48 Stunden und keiner sportlichen Aktivität bis 12 Stunden vor dem Messzeitpunkt kommt. Die Berechnung des BMI erfolgt nur zur kategorischen und nummerischen Zuordnung in Un­ter-, Normal- oder Übergewicht. Aufgrund mangelnder Aussagekraft des BMI über die Kör­perkomposition im Hinblick auf Körperfett oder Muskelmasse, wird dieser nicht weiter als diagnostisches Mittel thematisiert, sondern nur als allgemeiner Orientierungswert eingesetzt. Da sich die Probandin gegen eine Fotodokumentation als Instrument zur Verlaufsbeobachtung der sekundären Zielgröße entschieden hat, kommt es darüber hinaus zu einer Messung des Bauchumfanges. Dieser lässt sich problemlos reliabel messen und ist dem BMI überlegen, da er eine gute Vorhersagekraft bezüglich Diabetes, der Entstehung von koronaren Herzerkran­kungen und diesbezüglicher Mortalität aufweist (Klein et al., 2007, S. 1061). Zwar mag diese Vorhersagekraft für eine 21-jährige Probandin noch nicht sehr relevant sein, allerdings er­scheint die Verwendung unter Berücksichtigung des Aspektes, dass eine langfristige Lebens­stilumstellung erzielt werden soll, sinnvoll.

Da es sich bei der sekundären Zielgröße vor allem um subjektive Eindrücke handelt, wird die Erfassung dieser Zielgröße zusätzlich anhand des subjektiven Empfindens im Hinblick auf das eigene Körperbild mit einer Bewertungsskala in einer Abstufung von 0 bis 10 evaluiert. Dabei entspricht der Wert 0 völliger Unzufriedenheit und der Wert 10 völliger Zufriedenheit mit dem eigenen körperlichen Erscheinungsbild.

2.2 Interventionsmethoden und Betreuung

Um sich den Zielvorstellungen anzunähern, werden als Interventionsmaßnahmen eine Trai­ningsintervention und eine Ernährungsumstellung angestrebt.

Bei der Gestaltung des Trainingsplanes wird der Fokus auf eine Kombination von Ausdauer- und Kraftausdauertraining gelegt. Die Trainingsbetreuung umschließt in den ersten drei Wo­chen eine zweimalige Assistenz pro Woche, um trainingsspezifische Inhalte und Techniken aktiv vermitteln zu können. In den folgenden drei Wochen erfolgt die Betreuung ein Mal wö­chentlich und in den letzten beiden Wochen trainiert die Probandin selbstständig ohne jegliche Betreuung. Andere Interventionssettings mit abnehmenden Betreuungsformen (beispielsweise M.O.B.I.L.I.S.) zeigen, dass die langfristige Implementierung in den Lebensstil besser ge­lingt, als bei einer umfassenden Betreuung mit abruptem Ende. Somit wird die das selbststän­dige Fortführen nach der Intervention unterstützt. Zusätzlich wird ein wöchentliches Feed­back mit der Probandin über vermeintliche Probleme bei der Einhaltung der Trainings- und Ernährungsvereinbarung abgehalten. Dabei werden Auffälligkeiten oder relevante Einschrän­kungen bei der Umsetzung des wöchentlich konzipierten Programms schriftlich dokumentiert.

2.2.1 Trainingsplangestaltung

Aufgrund der hohen Trainingsbereitschaft der Probandin sind wöchentlich fünf Trainingsein­heiten vorgesehen, wobei drei Einheiten für Ausdauertraining und zwei Einheiten für Kraft­ausdauertraining vorgesehen sind. Das Ausdauertraining wird bei einer Trainingsintensität von 65-70% der maximalen Herzfrequenz durchgeführt, um den Fettstoffwechsel bestmöglich anzuregen (Knechtle & Bircher, 2005, S. 41f.). Dies entspricht bei der Probandin einer Herz­frequenz von 130 bis 140 Schlägen pro Minute. Die Ausdauereinheiten umschließen eine durchgängige Dauer von 60 Minuten und werden mittels eines Crosstrainer-Gerätes durchge­führt.

Das Kraftausdauertraining wird in Form eines Ganzkörpertrainings durchgeführt, um die neu­romuskuläre Anpassungsleistung aufgrund der Begrenzung auf weniger Übungen zu erleich­tern. Durch die Einteilung in ein Split-Trainings in unterschiedliche Muskelgruppen pro Tag, würde sich die Anzahl der Übungen und somit die Anforderung der neuromuskulären An­steuerung erhöhen. Die Intensität wird im Bereich von 15 Wiederholungen angesetzt, mit kur­zen Pausen von einer Minute zwischen den einzelnen (vier) Sätzen. Mit der Wahl des Trai­ningsreizes geringerer Intensität (bei der gewählten Wiederholungszahl und der kurzen Pause) soll der angeregte Metabolismus im Muskel nicht auf Muskelmassenwachstum ausgelegt werden, sondern muskuläre Definition zum Ziel haben. Die exakte Wochengestaltung des Trainingsplanes inklusive der verwendeten Übungen kann im Anhang 1 (S. 1) eingesehen werden.

2.2.2 Ernährungsplangestaltung

Bei der Erstellung des Ernährungsplanes sind unterschiedliche Aspekte berücksichtigt wor­den. Zunächst ist der Grundumsatz der Probandin errechnet worden, woraus sich der Leis­tungsumsatz mit fünfmaligem Training wöchentlich ableiten lässt. Für die Probandin ergibt sich bei Berücksichtigung des Aktivitätsfaktors (PAL) von 1,4 ein Leistungsumsatz von 2180 Kilokalorien (kcal) pro Tag (Bean, 2014, S. 4).

[...]

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Details

Titel
Die Effekte einer Lebensstilintervention auf die Körperkomposition
Untertitel
Planung, Durchführung und Bewertung von Interventionsmaßnahmen im Bereich Gesundheit und Leistung
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,0
Jahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V373672
ISBN (eBook)
9783668511712
ISBN (Buch)
9783668511729
Dateigröße
2003 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Effekte einer Lebensstilintervention auf die Körperkomposition. Planung, Durchführung und Bewertung von Interventionsmaßnahmen im Bereich Gesundheit und Leistung.
Schlagworte
effekte, lebensstilintervention, körperkomposition, planung, durchführung, bewertung, interventionsmaßnahmen, bereich, gesundheit, leistung
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Die Effekte einer Lebensstilintervention auf die Körperkomposition, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373672

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