Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Das Verständnis von Freiheit bei Thomas Hobbes im Naturzustand und nach der Vergesellschaftung

Titel: Das Verständnis von Freiheit bei Thomas Hobbes im Naturzustand und nach der Vergesellschaftung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anna Stöckl (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit liegt der Fokus auf dem Verständnis von Freiheit bei Hobbes, jedoch losgelöst von den zeitgeschichtlichen Ereignissen zur damaligen Zeit. Die zu erarbeitende Forschungsfrage lautet: Inwieweit unterscheidet Hobbes die Freiheit der Menschen im Naturzustand von der Freiheit nach der Vergesellschaftung?

Mithilfe der Primärquelle „Leviathan“ wird im ersten, deskriptiven Teil ein Überblick über Thomas Hobbes und seine Staatstheorie, den „Leviathan“, geboten, die Freiheit im Naturzustand und die Freiheit nach der Vergesellschaftung dargestellt, um diese im zweiten Teil mit der Methode des Vergleichs gegenüberzustellen und Gemeinsamkeiten und Gegensätze zu erkennen. Nach der Analyse werden in der Auswertung die vergleichbaren Punkte zusammengefasst und im Fazit die These, dass die Freiheit im Naturzustand eine Ursache für die Errichtung des Leviathan und die Einschränkung der Freiheit nach der Vergesellschaftung ist, relativiert oder bestätigt. Am Ende dieser Hausarbeit werden Schlussfolgerungen gezogen und noch offen stehende Fragen, beziehungsweise ein Blick auf den heutigen Freiheitsbegriff, gegeben. Als Basis der Hausarbeit dient neben Hobbes Werk dem „Leviathan“ (1651), „De Cive“ (1642) als Unterstützung, sie zieht allerdings auch weitere Sekundärquellen hinzu. Der Fokus liegt grundsätzlich auf dem Verständnis von Freiheit.

Im heutigen Zeitalter der Postmoderne sind die Begriffe Freiheit und Sicherheit nicht mehr wegzudenken. Politische Programme, gesellschaftliche Gruppen und Massenmedien diskutieren über das Freiheit- und Sicherheitsmotiv der Menschen des Landes. Seit Jahrzehnten profitieren wir in der Bundesrepublik Deutschland von unseren Freiheitsrechten, wie der Freiheit des Einzelnen, der Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit etc. Doch wie sahen die Freiheiten der Menschen vor fast einem halben Jahrtausend aus?

Zur Zeit von Philosoph und Staatstheoretiker Thomas Hobbes, der 1588 geboren ist, waren die Menschen von Furcht, Bürgerkriegen, Unruhen, kolonialen Eroberungen und Religionskämpfen geprägt. In seiner autobiographischen Arbeit sagt Thomas Hobbes selbst, seine Mutter habe bei der Geburt auch seinen Zwilling zur Welt gebracht, nämlich die Furcht, und diese würde er im Leben nicht mehr loswerden (vgl. Engel 2010: 59f.).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leviathan

3. Das Verständnis von Freiheit bei Hobbes

3.1. Freiheit im Naturzustand

3.2. Freiheit im gesellschaftlichen Zustand

3.3. Vergleich

3.4. Auswertung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Verständnis von Freiheit bei Thomas Hobbes, wobei der Fokus auf dem Vergleich zwischen dem Naturzustand und dem Zustand nach der Vergesellschaftung liegt, um die Forschungsfrage zu beantworten, inwieweit Hobbes die Freiheit in diesen beiden Stadien unterscheidet.

  • Analyse des Menschenbildes bei Thomas Hobbes im Leviathan
  • Definition und Auslegung von Freiheit im natürlichen Zustand
  • Einschränkung und Transformation der Freiheit durch den Gesellschaftsvertrag
  • Vergleich der Freiheitsbegriffe in beiden Zuständen
  • Bedeutung von Sicherheit und staatlicher Ordnung

Auszug aus dem Buch

3.1. FREIHEIT IM NATURZUSTAND

Im Allgemeinen definiert Thomas Hobbes Freiheit als: „das Fehlen von Widerstand, wobei ich unter Widerstand äußere Bewegungshindernisse verstehe. Dieser Begriff kann ebensogut auf vernunft- und leblose Dinge wie auf vernünftige Geschöpfe angewandt werden. Denn alles, was in der Weise angebunden oder eingeschlossen ist, daß es sich nur innerhalb eines gewissen Raums bewegen kann, der durch den Widerstand eines äußeren Körpers bestimmt wird, hat, wie wir sagen, keine Bewegungsfreiheit“ (Hobbes 1984: 202).

Er bezieht sich mit seiner Definition auf die Grundlage der Bewegung und erklärt, dass Freiheit dann vorhanden ist, wenn kein physischer Widerstand der Bewegung im Weg steht. Ergo besteht körperliche Freiheit dann, wenn Hindernisse abwesend sind und sich dieser Körper bewegen kann, ohne durch physische Hemmnisse gestört zu werden oder auf Widerstände zu treffen (vgl. Hobbes 1984: 126/202f.).

Er unterscheidet zwischen der Freiheit etwas zu tun, zu bewegen, und der Fähigkeit, beziehungsweise dem Vermögen, etwas zu tun. Hier nennt er Beispiele von Wasser und einem kranken Menschen. Wenn bei einer Handlung ein äußeres Hindernis auftaucht, ist derjenige handlungsunfähig gemacht worden und besitzt nicht die Freiheit sie durchzuführen. Wenn die Handlung aufgrund der „eigenen Konstitution“ nicht ausgeführt werden kann, dann ist derjenige nicht unfrei, sondern ihm fehlt es an Fähigkeit (vgl. Hobbes 1984: 202f.; Skinner 2008: 88). Auf das Beispiel bezogen, fehlt einem Menschen, der krank im Bett liegt, nicht die Freiheit etwas zu tun, sondern das Vermögen. Hobbes schließt aus der Definition, dass ein Mensch dann ein freier Mensch ist, wenn er „nicht daran gehindert ist, Dinge, die er auf Grund seiner Stärke und seines Verstandes tun kann, seinem Willen entsprechend auszuführen“ (Hobbes 1984: 202).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema Freiheit und Sicherheit bei Hobbes sowie Darlegung der zentralen Forschungsfrage und Methodik.

2. Leviathan: Vorstellung des Werkes und des Menschenbildes, das als Grundlage für Hobbes' staatstheoretische Überlegungen dient.

3. Das Verständnis von Freiheit bei Hobbes: Zentrale Analyse des Freiheitsbegriffs im Naturzustand, im gesellschaftlichen Zustand, ein direkter Vergleich und eine abschließende Auswertung.

3.1. Freiheit im Naturzustand: Definition der Freiheit als Abwesenheit von physischem Widerstand und Erläuterung der absoluten Freiheit im Naturzustand.

3.2. Freiheit im gesellschaftlichen Zustand: Untersuchung der Freiheitsbegrenzung und der Rolle des Souveräns sowie der verbleibenden Freiheiten nach der Vergesellschaftung.

3.3. Vergleich: Gegenüberstellung der Freiheit im Naturzustand mit dem Zustand der staatlichen Ordnung, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten hervorzuheben.

3.4. Auswertung: Synthese der Ergebnisse zur Freiheit, die den Freiheitsverlust als notwendiges Mittel zur Friedenssicherung begründet.

4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Bedeutung von Freiheit im politischen Diskurs.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Leviathan, Freiheit, Naturzustand, Vergesellschaftung, Gesellschaftsvertrag, Souverän, Sicherheit, Friedenssicherung, Anthropologie, Rechtsphilosophie, Eigeninteresse, Handlungsfreiheit, Staatsphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Freiheitsverständnis des Philosophen Thomas Hobbes und wie sich dieses zwischen dem Naturzustand und dem Zustand nach der Gründung eines Staates (Leviathan) verändert.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Anthropologie von Hobbes, das natürliche Recht auf alles, die Entstehung des Staates durch einen Gesellschaftsvertrag sowie die Differenzierung von Freiheit vor und nach der Unterwerfung unter einen Souverän.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit unterscheidet Hobbes die Freiheit der Menschen im Naturzustand von der Freiheit nach der Vergesellschaftung?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive Darstellung der Primärquelle "Leviathan" mit einem methodischen Vergleich kombiniert, um Gegensätze und Gemeinsamkeiten im Freiheitsverständnis zu erarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Leviathan, die Definition von Freiheit im Naturzustand und im gesellschaftlichen Zustand sowie einen direkten Vergleich dieser beiden Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Freiheit, Leviathan, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Souveränität, Sicherheit und das natürliche Recht.

Wie definiert Hobbes Freiheit im Kern?

Hobbes definiert Freiheit als das Fehlen von äußeren Widerständen, die eine Bewegung oder Handlung verhindern könnten.

Warum ist laut Hobbes eine Einschränkung der Freiheit notwendig?

Da der Mensch im Naturzustand von Leidenschaften und Egoismus getrieben wird, führt die absolute Freiheit zu einem "Krieg aller gegen alle". Die Einschränkung durch Gesetze und einen Souverän ist daher notwendig, um Sicherheit und ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten.

Ist der Mensch laut Hobbes im Staat völlig unfrei?

Nein, Hobbes argumentiert, dass auch im gesellschaftlichen Zustand Bereiche bestehen bleiben, in denen der Untertan frei handeln kann, insbesondere dort, wo keine Gesetze explizit ein Handeln reglementieren ("Schweigen der Gesetze").

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verständnis von Freiheit bei Thomas Hobbes im Naturzustand und nach der Vergesellschaftung
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Politische Theorie
Note
1,7
Autor
Anna Stöckl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V373678
ISBN (eBook)
9783668509399
ISBN (Buch)
9783668509405
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas Hobbes Freiheit Politische Theorie Ideengeschichte Naturzustand Vergesellschaftung Leviathan Thomas Hobbes Freiheit Politische Theorie Ideengeschichte Naturzustand Vergesellschaftung Leviathan
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Stöckl (Autor:in), 2016, Das Verständnis von Freiheit bei Thomas Hobbes im Naturzustand und nach der Vergesellschaftung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/373678
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum