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Organisationstypen - Partei

Titre: Organisationstypen - Partei

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 37 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Hilmar Sattler (Auteur)

Sociologie - Travail, Education, Organisation
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich im Bereich der Organisationssoziologie mit dem speziellen Organisationstyp der politischen Partei und somit mit dem Grundpfeiler des deutschen Parteiensystems. „Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland entstand nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes 1945 mit der Auflösung der NSDAP und der ihr angeschlossenen Organisationen durch die Siegermächte.“1 Es ermöglichte das Wirtschaftswunder, festigte den Rechtsstaat und bewältigte wenige Machtwechsel.2

„Parteien sind Organisationen und als solche rational geformte, spezifisch zweckorientierte und zielgerichtete Gebilde.“3 „Die politischen Parteien stellen in repräsentativ-demokratisch verfassten Systemen, wie der Bundesrepublik Deutschland, das demokratietheoretisch wichtigste Verbindungsglied zwischen den Bürgern und den Organen staatlicher Willensbildung dar.“4 Parteien rekrutieren Mitglieder, erarbeiten Wahlprogramme, nominieren Kandidaten für politische Ämter, bilden Regierungen und kommunizieren mit den Wählern also den Bürgern. An dieser beispielhaften Aufzählung von Aufgaben der Parteien wird deutlich, dass diese eine Menge zentraler Funktionen im politischen Prozess erfüllen, die für den Ablauf demokratischer Regierung von größter Bedeutung sind.

Extrait


Gliederung

A) Einleitung

B) Der Begriff der Partei

C) Entwicklung der Parteien

a) Parteitypen und deren Entwicklung

b) Typologie von Parteiorganisationen

aa) Honoratiorenpartei

bb) Massenparteien

cc) Volksparteien

D) Gesetzliche Legitimation der Parteien

E) Der organisatorische Aufbau der Parteien

a) Die Organisationsebenen

aa) Ortsverbände

bb) Kreisverbände

cc) Landesverbände

dd) Bundesverbände

b) Zusammenfassung

F) Parteiorgane und Wahlverfahren

a) Die Mitgliederversammlung

b) Der Vorstand

c) Der Parteiausschuss

d) Die Nebenorganisationen

e) Das Parteischiedsgericht

f) Parteinahe Stiftungen

G) Innerparteiliche Demokratie in der Praxis

a) Die Parteimitglieder

aa) Das einfache Mitglied

bb) Die ehrenamtlichen Aktiven

cc) Die hauptamtlichen Aktiven

dd) Die Mandatsträger

b) Zusammenfassung

c) Robert Michels ehernes Gesetz der Oligarchie

d) Kritik am ehernen Gesetz der Oligarchie

H) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Partei als speziellen Organisationstyp innerhalb der Organisationssoziologie. Das zentrale Ziel besteht darin, die internen Strukturen, den Aufbau sowie die innerparteiliche Demokratie und deren Praxis unter Berücksichtigung historischer und rechtlicher Rahmenbedingungen zu analysieren.

  • Grundlagen und Definition des Parteibegriffs
  • Entwicklung und Typologie von Parteiorganisationen
  • Rechtliche Legitimation und organisatorischer Aufbau
  • Parteiorgane, Wahlverfahren und Nebenorganisationen
  • Diskurs um die innerparteiliche Demokratie und Robert Michels

Auszug aus dem Buch

C) Entwicklung der Parteien

„Neben der Zielfindungsfunktion, welche in Ideologie und Programmatik der Parteien ihren Niederschlag findet, ist die Organisationsfähigkeit von Parteien der zweite wichtige Aspekt der Binnenstruktur von Parteien.“ „Historisch gesehen sind Parteien ein organisatorisches Substitut für die Herrschaft der alten aristokratischen und frühbürgerlichen Eliten, die noch so naturwüchsig mit den Zentren der Macht sozial verbunden waren, dass sie besonderer Organisationsformen nicht bedurften.“ Erst die Herausforderer organisierten sich als Parteien. Diese sind soziale Organisationen und in der Gestaltung ihrer Organisationsstrukturen nicht autonom, sondern Einflüssen der für sie relevanten gesellschaftlichen Umwelten unterworfen, die sie zu vielfältigen Anpassungsleistungen an eine sich in stetiger Veränderung befindlichen Gesellschaft zwingen. Sozialer gesellschaftlicher Wandel vollzieht sich in den unterschiedlichen Gesellschaftssegmenten in differenzierten Geschwindigkeiten. Parteien mussten und müssen hier einen akzeptablen Mittelweg finden, um organisatorisch aber auch ideologisch inhaltlich keine in oder externe Probleme oder Missverständnisse entstehen zu lassen. „Dass die meisten Parteien als Organisationen in der Lage sind, auf sich verändernde gesellschaftliche Bedingungen hinreichend zu reagieren, erklärt die erstaunliche Existenzdauer vieler Parteien in westlichen Demokratien.“

Parteistrukturen und deren Wandel unterliegen der Anpassung an gesellschaftliche Strukturbedingungen, der Änderungen von Rahmenbedingungen des politischen Systems und der Veränderung organisatorischer Strategien der politischen Konkurrenz.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Einleitung: Die Einleitung führt in die organisationssoziologische Betrachtung politischer Parteien als Grundpfeiler des deutschen Parteiensystems ein.

B) Der Begriff der Partei: Dieses Kapitel erörtert verschiedene wissenschaftliche Definitionen und das Spannungsfeld zwischen Programmatik und Machtanspruch.

C) Entwicklung der Parteien: Es wird die historische Entstehung von Parteien als organisatorische Antwort auf den gesellschaftlichen Wandel und die Bildung von Parteitypen beleuchtet.

D) Gesetzliche Legitimation der Parteien: Die rechtliche Einbettung durch das Grundgesetz, insbesondere Art. 21 GG, sowie das Parteiengesetz werden thematisiert.

E) Der organisatorische Aufbau der Parteien: Dieser Abschnitt beschreibt die horizontale und vertikale Gliederung der Parteien von der Orts- bis zur Bundesebene.

F) Parteiorgane und Wahlverfahren: Es werden die Funktionen von Mitgliederversammlungen, Vorständen, Ausschüssen, Stiftungen und anderen Parteiorganen erläutert.

G) Innerparteiliche Demokratie in der Praxis: Die Arbeit analysiert hier das Spannungsfeld zwischen Partizipation und den Thesen von Robert Michels sowie moderne Modellansätze.

H) Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität der Parteiorganisation zusammen und betont die Notwendigkeit von Eigenverantwortung für ein lebendiges Parteiensystem.

Schlüsselwörter

Organisationssoziologie, Politische Parteien, Parteiensystem, Innerparteiliche Demokratie, Volkspartei, Massenpartei, Parteiengesetz, Ehernes Gesetz der Oligarchie, Politische Willensbildung, Parteiorgane, Parteinahe Stiftungen, Interessenverbände, Parteimitglieder, Machtanspruch, Systemkonsens.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Parteien aus einer organisationssoziologischen Perspektive, wobei ihr Aufbau, ihre Entwicklung und ihre Rolle im politischen System der Bundesrepublik im Vordergrund stehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Parteientypologie, den rechtlichen Rahmenbedingungen des Grundgesetzes, der internen Organisationsstruktur und der Diskussion um innerparteiliche Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den komplexen Aufbau politischer Parteien transparent zu machen und zu analysieren, wie diese Organisationen die politische Willensbildung steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse der parteiensoziologischen Forschung, verknüpft mit einer juristischen Einordnung durch das Grundgesetz und das Parteiengesetz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Parteibegriff, die historische Entwicklung, die Organisationsstufen (von Orts- bis Bundesebene), Parteiorgane sowie die innerparteiliche Demokratie inklusive der Michels'schen Oligarchietheorie detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Organisationssoziologie, Parteiensystem, innerparteiliche Demokratie, Oligarchietheorie, Volkspartei sowie die rechtliche Legitimation politischer Parteien.

Welche Rolle spielen parteinahe Stiftungen für die Parteiorganisation?

Sie werden als weltweit einzigartige Institutionen beschrieben, die Aufgaben wie politische Bildung, Studienförderung und Nachwuchsschulung übernehmen und somit die Mutterparteien unterstützen.

Wie bewertet der Autor Robert Michels' „Ehernes Gesetz der Oligarchie“ im heutigen Kontext?

Der Autor argumentiert, dass das Gesetz in seiner strengen Form durch moderne Möglichkeiten der Information und Beteiligung (wie das Stratarchie-Modell von Eldersveld) an Bedeutung verloren hat.

Warum sind Ortsverbände für die Parteien wichtig?

Ortsverbände bilden die Basis, auf der Politik vor Ort gestaltet, Kandidaten für Kommunalwahlen nominiert und ein aktives Parteileben aufrechterhalten wird.

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Résumé des informations

Titre
Organisationstypen - Partei
Université
University of Münster  (Institut für Soziologie)
Cours
Seminar Organisationssoziologie
Note
1.3
Auteur
Hilmar Sattler (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
37
N° de catalogue
V37368
ISBN (ebook)
9783638367394
ISBN (Livre)
9783640334865
Langue
allemand
mots-clé
Organisationstypen Partei Seminar Organisationssoziologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Hilmar Sattler (Auteur), 2005, Organisationstypen - Partei, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37368
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Extrait de  37  pages
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