Der wirtschaftliche Erfolg eines jeden Unternehmens hängt von den Produkten und deren Leistungsfähigkeit ab, denn sie sorgen für die Erweiterung von Marktanteilen und die Erschließung neuer Märkte. Umsatz- und Gewinnzuwachs können hierbei ein positives Ergebnis sein. Die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens und die Ertragserzielung sind jedoch gefährdet, wenn das Produkt vom Markt nicht akzeptiert wird.
Den Beginn einer Neuproduktentwicklung bilden innovative Ideen. Doch wie diese sich in ein Produkt umsetzen, in den Vertrieb oder an den Kunden kommunizieren und schließlich erfolgreich am Markt einführen und positionieren lassen, stellt eine Herausforderung für die Produktpolitik dar. Mit Hilfe der Ideenprüfung bereits entwickelter Ideen werden weniger erfolgsversprechende schon frühzeitig eliminiert. Ein Misserfolg stellt somit eine geringere Gefahr für die Produkteinführung dar.
In dieser Seminararbeit stehen deshalb die Möglichkeiten zur Prüfung von Ideen im Vordergrund. Der Ideenprüfung gehen einige Schritte im gesamten Produktentwicklungs-prozess voraus, die Grundlagen dieser sind, weshalb auch sie kurz erläutert werden müssen. Weiterhin liegt der Schwerpunkt bei der Weiterverfolgung der marktreifen Ideen, die schlussendlich mit Hilfe von verschiedenen Tests die Markteinführung erreichen sollen. Zunächst werden einige Begriffe als Grundlage für die Bearbeitung des Themas geklärt und die Bedeutung neuer Produkte erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen der Produktpolitik
2.1 Definition grundlegender Begriffe
2.1.1 Produkt
2.1.2 Neuproduktentwicklung
2.2 Bedeutung neuer Produkte
3 Prozess der Neuproduktentwicklung
3.1 Phasen der Neuproduktentwicklung
3.2 Innovationen
3.3 Ideenprüfung
3.3.1 Grobauswahl
3.3.2 Feinauswahl
3.3.3 Wirtschaftlichkeitsanalyse
3.4 Ideenrealisation
3.4.1 Produkt- und Konzepttest
3.4.2 Store- und Markttest
3.4.3 Alternative Testmarktverfahren
3.5 Marktreife und Markteinführung
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht den strukturierten Prozess der Neuproduktentwicklung, um die Erfolgsaussichten neuer Produkte durch gezielte Prüf- und Testverfahren zu maximieren und das unternehmerische Risiko eines Misserfolgs zu minimieren.
- Grundlagen der Produktpolitik und Bedeutung von Innovationen
- Strukturierung des Neuproduktentwicklungsprozesses
- Methoden der Ideenprüfung und Auswahlverfahren
- Einsatz von Testverfahren zur Absicherung der Marktreife
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Grobauswahl
Die Grob- bzw. Vorauswahl der Produktideen, auch Screening genannt, ist der erste wichtige Schritt bei der Ideenprüfung. Das Screening kann zweierlei Fehlerquellen hervorrufen. Einerseits können Ablehnungs- bzw. α-Fehler beim vorzeitigen Verwerfen einer guten Idee den Verlust von Gewinnen bedeuten. Andererseits kann das Weiterverfolgen dieser Ideen unnötige Kosten verursachen, das sie im weiteren Verlauf doch wieder verworfen werden oder spätestens bei der Markteinführung zu Misserfolg führen. Meffert nennt dies den Annahme- bzw. β-Fehler. Es wird deutlich, dass eine sorgfältige Bewertung der Innovationsvorschläge eine hohe Relevanz für den Hersteller besitzt. Hilfreich für die Vorauswahl von Produktideen können zunächst Checklisten bzw. Fragebögen sein, mit denen relevante Fragen behandelt werden, die vom Produktmanager beantwortet werden sollten. Dazu gehören Fragen, den Leistungsvorteil des Produktes gegenüber konkurrierenden Produkten betreffend, die Sicherung der Projektfinanzierung oder das Spektrum des Marktes, in den das neue Produkt eingeführt werden soll. Ein Beispiel einer Checkliste für die Vorauswahl von Produktideen sind dem Anhang 2 auf Seite 19 zu entnehmen. Das Unternehmen sollte eine möglichst zeitnahe Prüfung etwaiger Checklisten vornehmen und eine Rangfolge der Kriterien nach Wichtigkeit aufstellen. Das Punktbewertungsverfahren, auch bekannt als Scoring-Methode, verspricht eine systematischere Vorgehensweise bei der Grobauswahl von Produktideen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung der Neuproduktentwicklung für den Unternehmenserfolg und definiert den Fokus der Arbeit auf Prüf- und Testmethoden.
2 Grundlagen der Produktpolitik: Das Kapitel erläutert die Rolle der Produktpolitik im Marketingmix und definiert zentrale Begriffe wie Produkt und Neuproduktentwicklung.
3 Prozess der Neuproduktentwicklung: Dieser Hauptteil beschreibt detailliert die Stufen vom Ideentrichter über die Ideenprüfung und Realisation bis hin zur erfolgreichen Markteinführung.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein systematischer Innovationsprozess trotz unvermeidbarer Risiken essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit ist.
Schlüsselwörter
Neuproduktentwicklung, Produktpolitik, Innovation, Ideenprüfung, Ideentrichter, Screening, Scoring-Methode, Conjoint-Analyse, Quality Function Deployment, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Markteinführung, Produkttest, Markttest, Testmarktsimulation, Produktlebenszyklus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem systematischen Prozess der Neuproduktentwicklung, betrachtet aus der Perspektive des Marketings.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die strukturierte Ideenprüfung, die wirtschaftliche Bewertung und die Anwendung verschiedener Testverfahren zur Markteinführung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch den Einsatz spezifischer Methoden das Risiko von Fehlinvestitionen bei neuen Produkten minimieren können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?
Behandelt werden unter anderem die Scoring-Methode, die Conjoint-Analyse, das QFD-Verfahren, die Break-Even-Analyse sowie diverse Testmarktverfahren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert den Innovationsprozess in die Phasen der Ideenprüfung (Grobauswahl, Feinauswahl, Wirtschaftlichkeitsanalyse), Ideenrealisation und Markteinführung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Neuproduktentwicklung, Innovationsmanagement, Markteintritt, Testmarktverfahren und Produktlebenszyklus.
Warum ist eine "Grobauswahl" für den Unternehmenserfolg entscheidend?
Sie verhindert frühzeitig die Verschwendung von Ressourcen für erfolglose Produktideen und vermeidet Fehlentscheidungen (Alpha- und Beta-Fehler).
Wie unterscheidet sich der Storetest vom Markttest?
Während der Storetest das Produktverhalten in ausgewählten Handelsgeschäften unter kontrollierten Bedingungen prüft, konzentriert sich der Markttest auf ein räumlich begrenztes, repräsentatives Marktgebiet.
- Quote paper
- Sophie Rauschenbach (Author), 2015, Prozess der Neuproduktentwicklung. Von der Ideenprüfung bis zur Marktreife, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374067