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Lebenswelten unbegleiteter minderjähriger Mädchen und Migrantinnen. Herausforderung für die soziale Arbeit

Titel: Lebenswelten unbegleiteter minderjähriger Mädchen und Migrantinnen. Herausforderung für die soziale Arbeit

Bachelorarbeit , 2017 , 105 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kein Thema scheint in den letzten Monaten und Jahren soviel Einfluss auf das Weltgeschehen zu haben, wie das Schicksal der Flüchtlinge und der Umgang mit ihnen. Wenn in den Medien von Flüchtlingen berichtet wird, wird jedoch selten die Situation der Frauen und Mädchen erwähnt. Sie scheinen nicht gesondert wahrgenommen zu werden und erhalten oft nur einen Berichtsstatus als „Anhang“ der Männer.

Wenn die Lebenswelt unbegleiteter minderjähriger Mädchen und Migrantinnen in der öffentlichen Wahrnehmung nicht präsent ist, muss man davon ausgehen, dass die derzeitigen Hilfen für weibliche Flüchtlinge bestenfalls unspezifisch oder oberflächlich ausgearbeitet sind. In ihrer Arbeit erörtert die Autorin exemplarisch, weshalb unbegleitete minderjährige Mädchen und Migrantinnen nicht in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit geraten und wie sich ihre Lebenssituation darstellt. Die Autorin stellt Hilfskonzepte dar und bewertet diese. Zudem zeigt sie auf, welche Hilfen noch benötigt werden.

Die Leitfragen dieser Arbeit lauten: Wie kann eine Verbesserung der Integration sowie der Rahmenbedingungen geschaffen werden? Und wie kann die Situation der weiblichen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und Migrantinnen verbessert werden?

Aus dem Inhalt:
- Migrationspolitik;
- Clearingverfahren;
- Flüchtlingsmotiv;
- Trauma;
- Hilfsangebote

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Flüchtlingsbegriff

2.1 Definition „Menschen mit Migrationshintergrund“

2.2 Definition Flüchtlinge

2.3 Definition unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

2.4 Fazit

3 Flüchtlingsmotiv

3.1 Allgemeine Flüchtlingsursachen

3.2 Ursachen minderjähriger Flüchtlinge

3.3 Die aktuelle Situationslage

3.4 Zusammenfassung

4 Clearingverfahren der minderjährigen Flüchtlinge in Deutschland

4.1 Die Einreise

4.2 Die Unterbringung

4.3 Das Clearingverfahren

4.4 Fazit

5 Aufenthaltsrechtliche Stellung minderjähriger Flüchtlinge

5.1 Erlaubnis

5.2 Duldung

5.3 Subsidiärer Schutz

5.4 Fazit

6 Schutzfunktionen für minderjährige Flüchtlinge

6.1 Das Kinder-und Jugendhilfegesetz

6.1.1 Die Jugendhilfeeinrichtung St. Vincenz Jugendhilfezentrum e.V.

6.1.2 Leistungen der Kinder und Jugendhilfe

6.1.3 Aufgaben und Alltag der Kinder und Jugendhilfe

6.1.4 Möglichkeiten der Jugendhilfeeinrichtungen

6.2 Die Genfer Flüchtlingskonvention

6.3 Die UN-Kinderechtskonvention

6.4 Das Haager Minderjährigen-Schutzabkommen

6.5 Dublin-III-Verordnung

6.6 Fazit

7 Psychische Belastungen

7.1 Trauma

7.2 Trauma: Exempel der stationären Behandlung einer Frau aus Ostafrika

7.3 Fazit

8 Die Gruppe der weiblichen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge

8.1 Die Situation der weiblichen UMF

8.1.1 Allgemeine Situation der Frauen und Mädchen in den Herkunftsländern

8.2 Hilfsangebote und Konzepte für weibliche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

8.2.1 Fazit

8.3 Forderungen und Wünsche zur Verbesserung der Situation weiblicher unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland

8.4 Gesamtreflexion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Lebenswelten weiblicher unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (umF) zu beleuchten, die Wirksamkeit bestehender Hilfsangebote zu prüfen und Verbesserungsmöglichkeiten für Integration und soziale Arbeit aufzuzeigen.

  • Analyse der Lebensumstände von weiblichen Flüchtlingen in Herkunftsländern, auf der Flucht und in Deutschland
  • Evaluation bestehender Hilfskonzepte und der Jugendhilfesysteme
  • Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen und aufenthaltsrechtlicher Stellungen
  • Betrachtung psychischer Belastungen und Traumatisierungen
  • Entwicklung von Forderungen zur kindgerechten Gestaltung von Asylverfahren und Unterstützungsangeboten

Auszug aus dem Buch

7.2 Trauma: Exempel der stationären Behandlung einer Frau aus Ostafrika

Ziel dieses Exempels ist es, die mannigfaltigen Gesichtspunkte und die hoch komplexe Verflechtung von Flucht und Trauma zu beleuchten. Ferner wird die Arbeit der Schwerpunkstation für psychisch erkrankte Migrantinnen und Migranten an der psychiatrischen Universitätsklinik Zürich dargestellt.

Frau P. (Anfang 20) wurde aufgrund von Ängsten, Magen-Darm-Beschwerden und Schwindel in einer kleinen somatischen Klinik vorstellig. Organische Ursachen konnten nicht festgestellt werden, sodass sie wieder entlassen wurde. Im direkten Anschluss an die Entlassung brach sie zusammen, sodass sie in eine psychiatrische Klinik überwiesen wurde. Dort wurde sie nur unzureichend behandelt, da die fehlenden Sprachkenntnisse nicht kompatibel mit dem Therapieangebot waren. Wenig später wurde sie in der psychiatrischen Universitätsklinik Zürich vorgestellt.

Anamnestisch wurde erhoben, dass Frau P. aus ihrem ostafrikanischen Heimatland wegen des herrschenden Krieges in die Schweiz flüchtete. Ihre 2 Kinder habe sie bei ihren Eltern lassen müssen. Der Kindesvater lebe nicht mehr. In der Schweiz heiratete sie einen Mann aus ihrem Herkunftsland und bekam ein weiteres Kind mit ihm. Unmittelbar nach der Geburt litt sie unter starken Menstruationsblutungen, gynäkologischen- sowie Magen-Darm-Beschwerden. Sie zeigte psychische Auffälligkeiten, in Form von dissoziativen Episoden sowie Synkopen (spontane, kurze Bewusstlosigkeit). Bis dahin zeigte sie diese genannten Auffälligkeiten nicht. Folgende Diagnosen wurden bei Frau P. gestellt:

• Posttraumatische Belastungsstörung (ICD 10 F 43.1)

• Menometrorrhargi (abnorme starke Gebärmutterblutung) (ICD 10 N 92.1)

• Weibliche genitale Verstümmelung (Infundibulation) (ICD 10 N 90.81)

• Chronische Diarrhoe (ICD 10 K 52.9)

Frau P. wurde Ende der 80er Jahre in einer kleinen Dorfgemeinschaft als Einzelkind geboren. Das Fehlen von Brüdern schilderte sie als massiven Verlust von Sicherheit, da diese in der Pflicht gewesen wären, sie vor Übergriffen zu schützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche und politische Debatte um Flüchtlinge in Europa und Deutschland sowie die mediale Unterrepräsentation der Situation weiblicher unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.

2 Definition Flüchtlingsbegriff: Dieses Kapitel erläutert wichtige Begriffsbestimmungen wie "Menschen mit Migrationshintergrund", "Flüchtlinge" und "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" im rechtlichen Kontext.

3 Flüchtlingsmotiv: Es werden allgemeine Fluchtursachen wie Krieg, politische Verfolgung und religiöser Fundamentalismus differenziert sowie altersspezifische Ursachen für minderjährige Flüchtlinge dargestellt.

4 Clearingverfahren der minderjährigen Flüchtlinge in Deutschland: Das Kapitel beschreibt die Abläufe nach der Ankunft in Deutschland, inklusive Erstkontakt, Altersfeststellung, Unterbringung und die Rolle des Jugendamtes.

5 Aufenthaltsrechtliche Stellung minderjähriger Flüchtlinge: Hier werden aufenthaltsrechtliche Titel, die Duldung sowie die Rolle des subsidiären Schutzes als Abschiebeverbot erläutert.

6 Schutzfunktionen für minderjährige Flüchtlinge: Das Kapitel definiert gesetzliche Schutzgrundlagen wie das KJHG (SGB VIII) sowie internationale Abkommen wie die Genfer Flüchtlingskonvention und die UN-Kinderrechtskonvention.

7 Psychische Belastungen: Es erfolgt eine Definition von Traumata und die Darstellung verschiedener Stufen von Belastungsstörungen, illustriert durch ein Fallbeispiel einer traumatisierten Frau.

8 Die Gruppe der weiblichen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge: Der Hauptteil analysiert spezifisch die Situation weiblicher umF, deren besondere Gefährdungen, bestehende Hilfskonzepte und formuliert Forderungen zur Verbesserung ihrer Lebenssituation.

Schlüsselwörter

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, umF, Soziale Arbeit, Jugendhilfe, Fluchtursachen, Trauma, Posttraumatische Belastungsstörung, Integration, Mädchen, Frauen, Aufenthaltsrecht, Kindeswohl, Genitalverstümmelung, Clearingverfahren, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Lebenswelten von unbegleiteten minderjährigen weiblichen Flüchtlingen und analysiert, inwiefern die aktuellen Hilfsangebote der sozialen Arbeit deren spezifische Bedürfnislage erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des Flüchtlingsbegriffs, Fluchtursachen, rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland, die Rolle des Jugendhilfesystems, psychische Belastungen sowie geschlechtsspezifische Fluchtgründe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es zu klären, ob vorhandene Hilfsangebote praxisnah funktionieren und welche Verbesserungsmöglichkeiten für die Integration und die Lebensbedingungen weiblicher minderjähriger Flüchtlinge erarbeitet werden können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin kombiniert die Zusammenfassung und Beleuchtung theoretischer Konzepte mit einem Vergleich von Hilfsangeboten sowie einer ausführlichen Falldarstellung einer Traumabehandlung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem deutschen Clearingverfahren, rechtlichen Statusfragen, verschiedenen Schutzfunktionen (z.B. SGB VIII, UN-Kinderrechtskonvention) und der spezifischen Situation weiblicher Flüchtlinge, einschließlich traumatherapeutischer Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (umF), Soziale Arbeit, Kindeswohl, Traumatisierung, Integration und weibliche Fluchtmotive.

Was ist die besondere Bedeutung des Artikels 22 der UN-Kinderrechtskonvention in diesem Kontext?

Artikel 22 bildet eine zentrale Grundlage, da er die Verpflichtung der Vertragsstaaten hervorhebt, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen humanitäre Hilfe zu gewähren, unabhängig von ihrem Begleitstatus, wobei der Schutz und die Familienzusammenführung Priorität haben.

Warum erscheint die Arbeit besonders für Fachkräfte der Jugendhilfe relevant?

Sie bietet eine fundierte Analyse der aktuellen Situation, zeigt praxisrelevante Spannungsfelder im Helfersystem auf und leitet konkrete Forderungen für eine sensiblere, geschlechter- und traumasensible pädagogische Arbeit ab.

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lebenswelten unbegleiteter minderjähriger Mädchen und Migrantinnen. Herausforderung für die soziale Arbeit
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
105
Katalognummer
V374074
ISBN (eBook)
9783668538566
ISBN (Buch)
9783960951254
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migrationspolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Lebenswelten unbegleiteter minderjähriger Mädchen und Migrantinnen. Herausforderung für die soziale Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374074
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Leseprobe aus  105  Seiten
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