Diese Ausarbeitung widmet sich der Erläuterung unterschiedlicher Emotionstheorien und einhergehenden kulturanalytischen Aspekten und versucht dabei, folgende Fragen zu beantworten:
1. Inwiefern und warum werden Emotionen sozial konstruiert und sind kulturell sowie historisch variabel?
2. Was versteht Sighard Neckel in seinem Artikel »Emotion by design: Das Selbstmanagement der Gefühle als kulturelles Programm« unter ›emotionalem Selbstmanagement‹ sowie unter ›Ökonomisierung der Gefühle‹?
3. Erläuterung des Zusammenhang von Anerkennung und romantischer Liebe und die historischen Veränderungsprozesse laut Eva Illouz.
4. Was versteht Norbert Elias unter dem ›Prozess der Zivilisation‹?
Inhaltsverzeichnis
- 1.) Bitte erläutern Sie mit Hilfe der verschiedenen im Seminarkontext gelesenen Texte, inwiefern und warum Emotionen sozial konstruiert sowie kulturell und historisch variabel sind.
- 2.) Was versteht Sighard Neckel in seinem Artikel »Emotion by design: Das Selbstmanagement der Gefühle als kulturelles Programm« unter ›emotionalem Selbstmanagement< sowie unter ›Ökonomisierung der Gefühle
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert die soziale Konstruktion von Emotionen und deren kulturelle und historische Variabilität. Er untersucht, wie Emotionen in verschiedenen Gesellschaften und Kulturen wahrgenommen, ausgedrückt und reguliert werden.
- Soziale Konstruktion von Emotionen
- Kulturelle und historische Variabilität von Emotionen
- Emotionales Selbstmanagement
- Ökonomisierung der Gefühle
- Emotionen in der Arbeitswelt
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Bitte erläutern Sie mit Hilfe der verschiedenen im Seminarkontext gelesenen Texte, inwiefern und warum Emotionen sozial konstruiert sowie kulturell und historisch variabel sind.
Dieses Kapitel untersucht, wie Emotionen sozial konstruiert sind und sich in verschiedenen Kulturen und historischen Kontexten unterscheiden. Der Text beleuchtet die Rolle von Emotionen in der menschlichen Interaktion und deren Einfluss auf die Bewertung der Umwelt sowie auf die Gestaltung von Erwartungen und Handlungen. Es werden Beispiele aus verschiedenen Kulturen angeführt, die die Variabilität von Emotionen verdeutlichen, wie etwa die Bedeutung von Rituale und die Rolle moralischer Wertvorstellungen.
2.) Was versteht Sighard Neckel in seinem Artikel »Emotion by design: Das Selbstmanagement der Gefühle als kulturelles Programm« unter ›emotionalem Selbstmanagement< sowie unter ›Ökonomisierung der Gefühle
Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit dem Konzept des emotionalen Selbstmanagements und der Ökonomisierung von Gefühlen. Der Text analysiert, wie emotionales Selbstmanagement in der heutigen Gesellschaft mithilfe von Ratgebern und Handbüchern gefördert wird und wie Gefühle zu einem Instrument der Selbstoptimierung und des Erfolgs werden. Er beleuchtet die Rolle der emotionalen Intelligenz und zeigt auf, wie Gefühle im wirtschaftlichen Kontext eingesetzt werden, um Konsumverhalten zu beeinflussen und die Arbeitswelt zu gestalten.
Schlüsselwörter
Emotionen, soziale Konstruktion, kulturelle Variabilität, emotionales Selbstmanagement, Ökonomisierung der Gefühle, emotionale Intelligenz, Arbeitswelt, Konsumverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Emotionen sozial konstruiert?
Emotionen werden durch kulturelle Normen, Erziehung und soziale Interaktion geformt; wie wir Gefühle wahrnehmen und ausdrücken, variiert daher historisch und kulturell.
Was bedeutet „emotionales Selbstmanagement“ nach Sighard Neckel?
Es beschreibt die bewusste Steuerung und Optimierung der eigenen Gefühle als kulturelles Programm, um in der modernen Leistungsgesellschaft erfolgreich zu sein.
Was versteht man unter der „Ökonomisierung der Gefühle“?
Gefühle werden zunehmend wie Waren oder Werkzeuge behandelt, die im wirtschaftlichen Kontext (z. B. im Service-Sektor oder Marketing) gezielt eingesetzt werden, um Erfolg zu generieren.
Was ist Norbert Elias' „Prozess der Zivilisation“?
Elias beschreibt die historische Entwicklung hin zu einer stärkeren Affektkontrolle und Selbstdisziplinierung des Menschen als Folge zunehmender gesellschaftlicher Verflechtung.
Wie hängen Anerkennung und romantische Liebe laut Eva Illouz zusammen?
Illouz analysiert, wie moderne Liebesbeziehungen als zentrale Orte der Selbstbestätigung und sozialen Anerkennung fungieren und wie sich dies durch den Kapitalismus verändert hat.
- Quote paper
- Madlen Stiebler (Author), 2015, Erläuterung einiger Emotionstheorien unter Berücksichtigung kulturanalytischer Aspekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374182