Welchen Einfluss hatte Alexander der Große auf die Kriegführung der Diadochen?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017
17 Seiten, Note: 1,7
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriegsführung Alexanders des Großen
2.1. Allgemeines
2.2. Zusammensetzung des Heeres Alexanders des Großen
2.2.1. Kavallerie
2.2.2. Infanterie
2.3. Strategie

3. Die Kriegsführung der Diadochen
3.1. Historie
3.2. Heereszusammensetzung und Kriegsführung der Diadochen
3.3. Kriegsstrategie der Diadochen

4. Fazit

5. Bibliographie
5.1. Quellenverzeichnis
5.2. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Nicholas Sekunda beschreibt den Forschungsstand zur makedonischen Armee unter Alexander dem Großen (Alexander d. Gr.) wie folgt[1]:

„There are books dealing with Alexander’s principal battles and campaigns, books dealing with his generalship and with limited aspects of the army, but no book dealing with the army as such. The reasons for this are not hard to find. We only know the details of Alexander’s reign from a small number of works written some centuries after the events they describe.”

Helmut Berve ist einer der Wenigen, der sich ausführlich mit der Zusammensetzung des makedonischen Heeres beschäftigt hat[2] und dabei auf ältere Untersuchungen von Hans Droysen[3] zurückgreift und zum Teil korrigiert. Der grobe Überblick Berve’s[4] wird von Sekunda mit den militärischen Erkenntnissen Fuller‘s[5] verbunden und um die neuesten archäologischen Erkenntnisse erweitert, so dass 1998 ein Standardwerk[6] zur makedonischen Armee von Alexander des Großen erschien.

Eine der wenigen zeitgenössischen Quellen über die Armee Alexanders ist der Athener Demosthenes[7], der in seinen Reden die Bürger vor der Armee Philipp II. und später Alexander warnte. Berichte weiterer Zeitzeugen, die selbst am Feldzug Alexanders teilgenommen haben, sind kritisch zu betrachten, da sie von Alexander selbst zum Berichten beauftragt wurden und ihren Feldherren und seine Maßnahmen in einer besseren und z.T. übertriebenen Art und Weise darstellen[8]. Laut der heutigen Forschung ist Polybius[9] „der anspruchsvollsten und sorgfältigsten hellenistischen Historiker des 2. Jahrhunderts v.Chr.[10].

Auch für die Quellenmaterialien der Diadochenzeit gilt, dass viele Texte nur fragmentarisch erhalten sind.[11] Die Werke zur Geschichte des Hellenismus von Droysen, J. G. und auch von Gehrke, H-J. dienen mir in dieser Arbeit als wertvolle Quellen.

Ausgehend von der beschriebenen Quellenlage, die von sehr unterschiedlicher Qualität ist, und dem aktuellen Forschungsstand, soll es das Ziel dieser Arbeit sein, zu untersuchen, in wieweit die Kriegsstrategie und -führung Alexanders die der nachfolgenden Diadochen bestimmt hat. Wurden sie übernommen oder abgelegt? Was hatte dies als Ursache und zur Folge? Um diese Untersuchung zu ermöglichen, muss zunächst die Kriegsführung Alexanders näher betrachtet werden. Dabei spielen die Zusammensetzung und die Strategie des Heeres Alexanders die entscheidende Rolle. Anschließend werden das Heer und die Kriegsführung der Diadochen vergleichend aufgeführt. Im Abschlussteil sollen die Eingangsfragen diskutiert und mögliche Ursachen bzw. Folgen aufgezeigt werden.

2. Kriegsführung Alexanders des Großen

2.1. Allgemeines

Die Armee von Alexander dem Großen wird als „die am vollkommensten organisierte, ausgebildete und ausgerüstete Armee der Antike [12] im Vergleich zu anderen Armeen jener Zeit bezeichnet. Bis heute gilt Alexander als Inbegriff eines erfolgreichen Eroberers.[13] Dabei hatte er mit Makedonien ein vergleichbar kleines Reich mit Armee zur Verfügung. Daher stellt sich die Frage: Was machte Alexander so erfolgreich und seine Armee so revolutionär schlagkräftig? Ich werde bei meinen Ausführungen nicht auf die Kriegsgegner, d.h. besonders das persische Großreich unter Dareios III, eingehen. Obwohl für einen Sieg die militärische Vorgehensweise des Gegners von großer Bedeutung ist, möchte ich mich in dieser Hausarbeit auf die Strategie Alexanders beschränken.[14]

Alexander hatte mit der militärischen Streitmacht, die ihm sein Vater Phillip II. überließ, ein wertvolles Fundament, mit dem er im Jahre 334 v.Chr. zu einem der größten Feldzüge der Weltgeschichte aufbrach.[15] Alexander konnte nach dem Mord an seinem Vater im Jahre 336 v.Chr. auf dessen wertvollen Reformationen im Militär[16] aufbauen.

2.2. Zusammensetzung des Heeres Alexanders des Großen

Zunächst muss angemerkt werden, dass sich die Zusammensetzung des makedonischen Heeres nach dem Ende des Rachefeldzugs in Ekbatana (330 v.Chr.) geändert hat. Einige rekrutierte Sonderabteilungen waren nun nicht mehr in diesem Ausmaß nötig und wurden entlassen oder für andere Aufgaben eingesetzt.[17] Auf diese zusätzliche Verstärkung soll nur kurz eingegangen werden, vielmehr soll das Augenmerk auf grundsätzliche militärische Veränderungen durch Alexander gelegt werden.

2.2.1. Kavallerie

Die Hetairenreiterei ist abgeleitet vom Begriff „Heteroi[18] “ und zeigt an, dass die berittenen makedonischen Soldaten in unmittelbarer Verbindung mit dem König gesetzt wurden.[19] Sie wurden direkt aus dem makedonischen Adel rekrutiert und im Kampf vom König selbst geführt, weshalb sie als „Edelschar“ oder „makedonische Ritterschaft“ bezeichnet wurden.[20]

Zeitgleich suchte Alexander als Führer, der die berittenen Truppenteile auf dem rechten Flügel einsetzte, den direkten Zweikampf mit seinen Gegnern.[21] Diese Rolle als tapferer Vorkämpfer war ein Imagegewinn für Alexander.

Diese Neuerung, die Nutzung von Reittieren für kämpfende Soldaten, anstatt vor Streitwagen gespannt, war entscheidend für die Schnelligkeit der Angriffe.[22] Bezüglich der Bewaffnung gibt es nur spärliche, zum Teil unterschiedliche Überlieferungen, deren Hauptquellen Arrian, Diodor und Plutarch sind, und die sich auf die Hauptwaffe „dory“ einigen.[23]

Zahlreiche Siege[24] zeigen die durschlagende Wirkung der Umstellung von einer leicht bewaffneten Kavallerie auf die schnellen und stoßkräftigen Hetairen, die in Keilform angriffen.[25] Zudem fasste Alexander die Reiterei in taktische Truppen zusammen und machte aus ihr eine eigenständige, disziplinierte und sehr effiziente Waffengattung.[26]

Nachdem sowohl die Bundestruppen[27], als auch die thessalische Reiterei[28], aus dem Militärdienst entlassen wurden , wurde die Anzahl der berittenen griechischen Söldner erhöht. Sie erhielten im Asienfeldzug eine größere Bedeutung als zusätzliche Verstärkung am rechten Flügel.[29] Zusätzlich rekrutierte Alexander nach dem Sieg über Persien berittene Truppen, ein Beispiel für seine Strategie, unterworfene Völker in den Militärdienst einzubeziehen.[30]

2.2.2. Infanterie

Der Begriff der Pezhetairoi[31] bedeutet übersetzt „Gefährten zu Fuß[32] “ und stellt die regionale schwere Infanterie, das Äquivalent zur Kavallerie, da. Sie wurde hauptsächlich von makedonischen Bauern oder Bürgern aus vergleichsweise armen Verhältnissen besetzt. Dies führte auch zur Einführung ihrer Hauptwaffe, den sogenannten Sarissen.[33] Die Länge der Lanzen wird in der Literatur unterschiedlich angegeben, wobei eine Länge von sechs Metern auch durch Arrian und Polybius bestätigt wird.[34] Eine kostspielige Panzerung der Fußsoldaten war dank dieser „Abstandswaffe“ in der schlagkräftigen Phalanx[35] nicht mehr nötig.

Die Phalanx, bestehend aus Verbünden von 256 Hopliten[36], wurde nicht nur hinsichtlich der Bewaffnung, sondern auch der Organisation in Untergruppen und entsprechenden Befehlshabern von Alexander revolutioniert.

Auch Diodor[37] bestätigt, dass Alexander sowohl die Organisation der Phalanx, als auch deren Ausbildung und Ausrüstung deutlich verbesserte. Alexander d. Gr. brachte eine weitere Neuerung, indem er die Phalanx in Formationen aufteilte, um diese beweglicher und flexibler zu machen.[38] In vorderster Front waren fünf Lanzenreihen kampfbereiter Krieger mit Lanzen in der Horizontalen, im sechsten und siebenten Glied trugen die Makedonen die Lanzen in angewinkelter Form und ab der achten Reihe senkrecht.[39] Diese gedrängte Form bot einen großen Schutz für die gesamte Formation und trieb zusätzlich die Phalanx in ihrer Vorwärtsbewegung an. Diese Lanzenreihen mussten zunächst bewältigt werden, um in den Nahkampf mit den Makedonen einzusteigen. Sie bildete als Basiseinheit der makedonischen Infanterie eine undurchdringbare Front am linken Flügel.[40] So sollten die Feinde gebunden werden, damit die Reiterei am rechten Flügel Attacken setzen konnte.

Alexander d. Gr. veränderte nicht nur die Heereszusammensetzung, sondern auch die Kampfformationen, in dem er die bisherige lineare Formation durch die „Schiefe Schlachtordnung[41] “ ersetzte und sein Gegenüber in zahlreichen „Flügelschlachten“ besiegte.

Um die Widerstandskraft der Phalanx, die ihre Sarissen beidhändig trugen und daher nicht ausreichend geschützt waren, zu erhöhen, wurde das rechte Ende der Phalanx mit Hypaspisten besetzt.[42] Die Schildträger waren ebenfalls Teil der makedonischen Infanterie und im Gegensatz zu den Pezhetairoi eine Elitestreitmacht: die Kämpfer wurden individuell nach sozialem Status, Tapferkeit und körperlicher Stärke ausgewählt.[43] Sie waren beweglicher als die Pezhetairoi und agierten als Bindeglied zwischen ihnen und der angreifenden Hetairenreiterei, die in der Regel rechts neben ihnen aufgestellt war. Über die Bewaffnung der Hypaspisten gibt es unterschiedliche Quellenaussagen. Reliefzeichnungen zeigen die großen Schilde (Hoplon) zur Abwehr.[44] Viele Historiker meinen, dass auch sie mit Sarissen kämpften.[45] Andere behaupten, dass sie Lanzen (2m) wie die griechischen Hopliten trugen.[46] Meiner Meinung nach schienen sie flexibel, je nach Gelände und Aufgabe, agiert zu haben.

Weitere Hilfstruppen waren griechische Bundesgenossen[47] und eine leichte Infanterie Speer werfender Verbündeter (psiloi)[48]. Zusätzliche Hilfstruppen[49], wie griechische Söldner[50], wurden nach dem offiziellen Ende des Rachefeldzugs abgesetzt.

Anders als die früheren griechischen Heere, begleitete das Makedonische nicht kein langer Tross aus Pferdefuhrwerken und Nutztieren, da sie ihr eigenes Proviant und ihre Ausrüstung trugen.[51] Auch daran erkennt man die Grundsätze Alexanders: eine hohe Geschwindigkeit, schnelle Angriffe und Schläge. Gleichzeitig marschierten zahlreiche Gelehrte[52], Wissenschaftler und Landvermesser mit dem Tross, um die Gebiete wissenschaftlich und systematisch zu erfassen.[53] Die gute Organisation und die Unabhängigkeit von großem Lagergefolge machten die Flexibilität des Heeres aus.

Unter Alexander hatten Kriegselefanten nur die Aufgabe, das Gepäck zu transportieren, allerdings nicht als Waffe im Kampf.[54]

Auf die Seekriegsführung Alexanders soll in dieser Arbeit nicht näher eingegangen werden, da er keine große Entscheidungsschlacht zur See hatte.[55] Die Flotten[56] dienten nur als Kampfunterstützungstruppe für das Landheer und zur Absicherung des Küstenraums.

Zusammengefasst kann die Überlegenheit der makedonischen Soldaten, die dank Alexander herrschte, so zusammengefasst werden: „Eine entschlossene, Mann gegen Mann fechtende makedonische Phalanx und Alexanders Panzerreiter, die sich im Kampf wie berittene Hopliten verhielten…[57].“ Alexander hatte aus den Kämpfern Makedoniens eine siegreiche Streitmacht geformt, die das bis dahin erfolgreichste aller altorientalischen Reiche besiegen konnte.[58]

2.3. Strategie

Die Kriegsstrategie, verbunden mit der Außenpolitik, ist entscheidend für den Ausgang eines Feldzuges bzw. Krieges, und soll daher kurz beleuchtet werden.[59] Auf das hohe außenpolitische Geschick Alexanders möchte ich hier nicht näher eingehen.[60]

Alexander wandte, wie schon sein Vater, die Niederwerfungsstrategie an. Der Gegner sollte völlig unterworfen und das feindliche Gebiet vollständig erobert werden.[61] Seine Strategie ging über punktuelle Siegesschlachten hinaus, er wollte raumgreifende Eroberungen.[62] Das brachte ihm den Zugriff auf die Ressource Territorialbesitz und die damit verbundenen Steuern, aber auch die Verfügungsgewalt über Truppen. Er ging dabei keine Kompromisse ein, lehnte eine Eindämmungsstrategie mit begrenzten Kriegszielen ab.[63] Auf diese Weise konnte er die Grenzen über seinen Tod hinaus gegenüber äußeren Feinden und auch Aufständen sichern.

[...]


[1] ) Sekunda, N., The Army of Alexander the Great, 3. Demnach ist nur wenig Literatur zu finden, die sich mit der makedonischen Armee beschäftigt.

[2] ) Vgl. Berve, H., Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage I, 1-803.

[3] ) Vgl. Droysen, H., Untersuchungen über Alexanders des Großen Heerwesen und Kriegsführung, 1-78.

[4] ) Berve liefert in seinen Ausführungen weder Untersuchungen der Schlachten, noch bezüglich der Aufstellung und Formation der Armee.

[5] ) Vgl. Fuller, J. F. C., Alexander der Große als Feldherr, 108ff.

[6] ) Vgl. Sekunda, N., Alexander the Great: His Armies and Campaigns 334-323 BC, 18ff. Anhand archäologischer Funde konnte die Aufstellung und Kampftechniken des makedonischen Heeres rekonstruiert werden. Dieses wird in aktuellen Übersichtswerken des Öfteren zitiert und kann als gesichert angesehen werden.

[7] ) Demosth. Olynth. Philipp., 32.

[8] ) Vgl. Engels, J., Phillip II und Alexander der Große, 8f. Als Beispiele können Theopomp von Clios und Kallisthenes angeführt werden. Vgl. ebd., 14f

[9] ) Polybius beschäftigte sich mit den militärischen Qualitäten Alexanders und seiner Rolle als Feldherr. Als Quelle benutzt er Hieronymos von Kardia, der als Offizier und Alexander eingesetzt war. Nach dem Tod Alexanders diente er unter Antigonos, später unter Demetrios. Diod. Bibliotheca Historica. XVIII 13.

[10] ) Engels, J., Phillip II und Alexander, 15. Polybius kritisiert die beschönigten Berichte seiner Zeitgenossen über die „Taten Alexanders“, die von Alexander selbst in Auftrag gegeben wurden.

[11] ) Ein Beispiel: Die Diadochengeschichte des Arrian (Flavius Arrianus) ist bis auf wenige Bruchstücke verloren gegangen. Vgl. Hammond, N. G. L., A History of Macedonia III, 96ff. Seine Werke Anàbasis und Indikè liefern wertvolle Informationen über die Schlachten Alexanders. Sie besitzen eine hohe Sachlichkeit, zeigen jedoch auch die „Alexander-Freundlichkeit“, z.B. in Übertreibungen bzgl. der Truppenstärke. Das positive Bild von Alexander muss demnach kritisch betrachtet werden.

[12] ) Fuller, J. F. C., Alexander. als Feldherr, 24.

[13] ) Vgl. Evans, A. A., Militärgeschichte: vom Altertum bis heute, 36f. Alexander gelang innerhalb von 4 Jahren, das persische Großreich zu bezwingen. In der geschichtlichen Überlieferung ist er der erste, der „der Große“ genannt wird. Vgl. Droysen, J. G., Geschichte des Hellenismus II, 1.

[14] ) Weiterführende Literatur: z.B. Wiesehöfer, J., Die „dunklen Jahrhunderte“ der Persis. Untersuchungen zu Geschichte und Kultur von Fārs in frühhellenistischer Zeit (330–140 v. Chr.), S.1-187.

[15] ) Vgl. Evans, A. A., Militärgeschichte, 36f.

[16] ) Gründe für die Reformation liegen in der Lage Makedoniens und den damit verbundenen Kriegszielen Phillip II. Weiterführende Literatur über die Reformen, z.B. vgl. Evans, A. A., Militärgeschichte, 17ff.

[17] ) Arr. An. II 19, 5.

[18] ) Das altgriechische Wort hetairoi bedeutet auf Deutsch Gefährte, d.h. der König ist der Erste unter seinen Gefährten.

[19] ) Vgl. Berve, H., Das Alexanderreich I, 104.

[20] ) Vgl. Hammond, N. G. L., Hist. of Maced. III, 153.

[21] ) Arr. An. II 11, 4f. Ein Beispiel: In der Schlacht von Issos ist Alexander an der Front gegen den Großkönig.

[22] ) Vgl. Connolly, P., Greece and Rome at War, 70f.

[23] ) Vgl. ebd., 71f. Dory war ein 2-3 Meter langer Speer.

[24] ) Höhepunkt des Einsatzes war die Schlacht von Gaugamela 331 v.Chr., als ihnen die entscheidende Attacke auf Dareios III. gelang.

[25] ) Zum Beispiel: Schlacht von Chaironeia, von Issos, von Gaugamela und am Hydaspes.

[26] ) Vgl. Steinitzer, A., Der Krieg in Bildern, 10.

[27] ) Die Bundestruppe war die alliierte griechische Reiterei aus dem korinthischen Bund als Reserve.

[28] ) Vgl. Berve, H., Das Alexanderreich I, 134ff. Sie waren auf der linke Seite des linken Flügels als Defensive.

[29] ) Vgl. Fuller, J. F. C., Alexander als Feldherr, 134.

[30] ) Vgl. Evans, A. A., Militärgeschichte, 24.

[31] ) Demosthenes verwendete in seinen Olynthischen Reden das erste Mal die Bezeichnung Pezhetairoi für die makedonischen Fußsoldaten. Demos. Olynth. Philipp., 32.

[32] ) Das altgriechische Wort pezos bedeutet auf Deutsch Fuß.

[33] ) Die damaligen griech. Hopliten waren reichere Bürger, die sich eine kostspielige Ausrüstung leisten konnten. Sie waren mit dem dory sehr geschickt im Nahkampf. Daher wurden die Sarissen als Gegenmittel eingeführt.

[34] ) Vgl. Evans, A. A., Militärgeschichte, 8. Vgl. Connolly, P., Greece and Rome, 69.

[35] ) Der Begriff Phalanx beschreibt eine Schlachtreihe, wurde ursprünglich übersetzt mit Walze oder Balken. Sie arbeitete wie ein unüberwindbares Bollwerk. Pol. Historiae. XVIII, 30.

[36] ) Vgl. Evans, A. A., Militärgeschichte, 8. Sie entwickelten sich aus den Hopliten, der wichtigsten Einheit der Landkriegsführung. Sie waren schwer bewaffnete Kämpfer mit Bronzehelm, Brustpanzer, Schwert, Schild und einer Lanze. 16 Mann war die unterste Einheit, die sogenannte dekas (Glied), 16 solcher Einheiten bildeten einen syntagma (Verbund aus 256), eine taxis (infanteristischer Großverband) bestand aus 1536 Mann.

[37] ) Diod. Bibliotheca Historica. I 2.

[38] ) Vgl. Rebenich, S., Die 101 wichtigsten Fragen: Antike, 8.

[39] ) Pol. Historiae. XVIII, 29. Die Abbildung der Formation ist auf dem Titelblatt zu sehen.

[40] ) Vgl. Connolly, P., Greece and Rome, 78.

[41] ) Vgl. ebd., 50. Beispiel für Alexander war die Kampfformation der besiegten Thebener. Der schwächere linke Flügel wurde zusätzlich mit Elitetruppen aufgestockt, um dem rechten Flügel des Gegners entgegenzuwirken. Pol. Historiae. XVIII, 30.

[42] ) Vgl. Jacoby, F., RE I 2, 1912, 2521f. Polybius beschreibt die beidseitige Handhabung der Sarissen.

[43] ) Vgl. ders., FGrHist III 115, 1954, 348.

[44] ) Vgl. Neudecker, R., DNP I, 1996, Sp.462.

[45] ) Vgl. Gehrke, H.-J., Alexander der Große, 143.

[46] ) Vgl. Droysen, H., Untersuchungen über Alexanders des Großen Heerwesen und Kriegsführung, 43.

[47] ) Vgl. Gehrke, H.-J., Alexander der Große, 32. Es waren etwa 7000 Hopliten für Sicherungsaufgaben.

[48] ) Dazu zählen u.a. kretische Bogenschützen und agrianische Speerwerfer. Vgl. Sheppard, R., Alexander der Große und seine Feldzüge, 89f.

[49] ) Beispiele: makedonische und kretische Bogenschützen, alliierte griechische und die thrakische Infanterie.

[50] ) Arr. An. I 29, 4. Hauptaufgabe war die Bekämpfung lokaler Unruhen und die Sicherung neu eroberter Provinzen. Sie wurden 324 v.Chr. entlassen, da sie Alexanders Autorität gefährdeten.

[51] ) Die Ausnahme bildeten die langen Sarissen, die aus praktischen Gründen auf Wagen gelagert wurden.

[52] ) Vgl. Demandt, A., Alexander der Große: Leben und Legende, 218. Alexander war der erste Feldherr, der Bücher mitnahm, da er eine eigene Feldbibliothek mit Werken von Dichtern und Gelehrten mit sich führte.

[53] ) Vgl. Engels, D. W., Alexander and the Logistics of the Macedonian Army, 12-24.

[54] ) Curt. Hist. Alex. Magni. VIII 13, 13–14, 31. Nach dem Sieg am Hydaspes gegen Indien (326 v.Chr.) beschlagnahmte Alexander erstmalig Elefanten.

[55] ) Diod. Bibliotheca Historica. XVII 48, 2. Alexander bevorzugte den Landweg: die Eroberung Ägyptens sollte den östlichen Mittelmeerraum sichern, die Übernahme von Werften und Häfen in Phönizien war der entscheidende Schlag gegen die persische Flotte.

[56] ) Alexander verfügte über die Ägäisflotte und die Indusflotte. Weiterführende Literatur: Arr. An. I 11, 6.

[57] ) Bosworth, A. B. , Conquest and Empire. The reign of Alexander the Great, 43.

[58] ) Arr. An. I 15, 5.

[59] ) „Die Strategie verkörperte die höchste Ebene der Kriegskunst. Sie erfaßte, ausgehend von den politischen Zielen und den Potenzen des Staates, die Probleme der Vorbereitung und Führung von Kriegen. […] Die Taktik erfaßte Probleme der Vorbereitung und Führung von Gefechten (Schlachten). In der Antike stand die Taktik im engen Zusammenhang mit der Strategie, denn in den meisten Schlachten wurden zur selben Zeit taktische wie strategische Aufgaben gelöst, die den Ausgang des jeweiligen Feldzuges oder Krieges bestimmten.“ Panow, B.W., Geschichte der Kriegskunst, 18f.

[60] ) Ein Beispiel: Alexander lässt Dareios III. ehrenvoll bestatten. Arr. An. III 22, 1.

[61] ) Ebd. II 10, 14.

[62] ) Als Beispiel ist die aggressive Grenzsicherungsstrategie in Indien zu nennen.

[63] ) Ebd. II 25, 1-3. Alexander lehnt nach der Schlacht bei Issos die Euphratgrenze ab. Weiterführende Literatur: Vgl. Bosworth, A. B., Conquest and Empire, 76.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Welchen Einfluss hatte Alexander der Große auf die Kriegführung der Diadochen?
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Jahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V374198
ISBN (eBook)
9783668519060
ISBN (Buch)
9783668519077
Dateigröße
792 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alexander der Große, Diadochen, Kriegsführung
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Welchen Einfluss hatte Alexander der Große auf die Kriegführung der Diadochen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374198

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Welchen Einfluss hatte Alexander der Große auf die Kriegführung der Diadochen?


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden