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Geschäftsbericht - Sprachliche Analyse

Title: Geschäftsbericht - Sprachliche Analyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 25 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Annette Leurs (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Jede Aktiengesellschaft ist gesetzlich verpflichtet, jährlich einen Geschäftsbericht zu veröffentlichen. Er besteht in der Regel aus zwei Teilen: dem Textteil und dem Zahlenwerk. Letzteres enthält die Bilanz und die Gewinn- und Verlust-Rechnung; der Textteil umfasst den Lagebericht, den Bericht über Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sowie einen Bericht über die Personalsituation. Dabei dient der Geschäftsbericht längst nicht mehr alleine dazu, den Eigentümern gegenüber Rechenschaft abzulegen über das abgelaufene Geschäftsjahr, sondern er erfüllt vielmehr fünf Funktionen:

1) informieren
2) überzeugen
3) Image prägen
4) Beziehung pflegen
5) unterhalten
Natürlich muss man den einzelnen Funktionen eine unterschiedliche Gewichtung zuordnen. Primär steht die Informationsfunktion an erster Stelle - trotzdem dürfen die übrigen Funktionen auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. So muss ein Text verständlich sein, um die Informationsfunktion zu erfüllen; um den Leser überzeugen
zu können, sollte er Vertrauen erwecken und Kompetenz ausstrahlen, und glaubwürdig sein. Weiterhin wichtig ist die Imagepflege. Deshalb sollte der Stil imageadäquat sein, also zum Unternehmen passen. Um Beziehungen pflegen zu können, muss der Text leserorientiert und sympathisch formuliert sein.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Brief an die Aktionäre

3 Rechtschreibung

3.1 Orthographie

3.2 Interpunktion

4 Morphologie

5 Lexik

5.1 Wortwahl

5.1.1 Wortwiederholung

5.1.2 Unbeholfene Wortwahl

5.1.3 Inkonsequente Begrifflichkeit

5.2 Metaphorik

6 Syntax

6.1 Ist die Syntax korrekt?

6.1.1 Satzklammer

6.1.2 Satzlänge

6.1.3 Schachtelsätze

6.2 Abwechslungsreiche Satzgestaltung

7 Stil

7.1 Verständnis hemmender Fachjargon

7.2 Typische Merkmale des Bürokratendeutsch

7.2.1 Substantivhäufung

7.2.2 Passivkonstruktionen

7.2.3 Funktionsverbegefüge

7.2.4 Doppelte Präpositionen

7.3 Besondere Leseanreize

8 Leserorientierung

8.1 Unternehmensprofil

8.2 Sprachliche Signale leiten den Leser durch den Text

8.3 Aufzählungen werden optisch gegliedert

8.4 Diagramme und Tabellen

9 Textlogik

9.1 Ist die Argumentation klar und stringent?

9.2 Textaufbau

9.3 Leitidee und Textdramaturgie

10 Textstrukturierung

10.1 Gliederungsstufen der Überschriften

10.2 Entsprechung: Überschrift - Kapitel

11 Textorganisation

11.1 Inhaltsverzeichnis

11.2 Glossar - Stichwortverzeichnis

11.3 Organisationsstruktur des Unternehmens

12 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die sprachliche Qualität und Wirksamkeit des Geschäftsberichts der Deutsche Post World Net auf Basis eines linguistischen Kriterienkatalogs zu analysieren. Dabei wird untersucht, inwieweit der Text seine Funktionen – informieren, überzeugen, Image prägen, Beziehungen pflegen und unterhalten – gegenüber einer heterogenen Zielgruppe effektiv erfüllt.

  • Analyse der sprachlichen Gestaltung hinsichtlich Lexik, Syntax und Stil.
  • Untersuchung der Leserorientierung und optischen Textaufbereitung.
  • Bewertung der logischen Struktur und der narrativen Qualität.
  • Identifikation von Stärken und Schwächen für eine optimierte Unternehmenskommunikation.
  • Entwicklung von Reformulierungsvorschlägen für typische Schwachstellen wie Substantivstil und Wortwiederholungen.

Auszug aus dem Buch

Wortwiederholung

Der Autor des Geschäftsberichtes der Deutsche Post World Net wiederholt sehr häufig dieselben Ausdrücken: "Hier hat vor allem der Erwerb von Expressunternehmen, die in ihren Heimatmärkten eine starke Position einnehmen, zum Wachstum beigetragen." "Vor allem die 1999 erworbenen Unternehmen Van Gend & Loos (NL), Ducros (F) und MIT (I) tragen kräftig dazu bei." (Seite 60, rechte Spalte, Absatz 2)

Der Ausdruck vor allem lässt sich leicht durch einen anderen ( z.B. primär, vornehmlich, etc.) austauschen. Auf Seite 40 des Geschäftsberichts erreicht die Anhäufung von Wiederholungen ihren Höhepunkt: Das Wort Acquisition wird fünf Mal in der linken Spalte verwendet und das Wort Integration vier Mal. Das ist eindeutig zu oft. Aus diesem Grund kann man Acquisition beispielsweise gegen den Ausdruck Neukunden-Werbung austauschen. Integration kann durch den Begriff Eingliederung oder durch die Verwendung von Verben ausgewechselt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert die Funktionen eines Geschäftsberichts und erläutert die Notwendigkeit einer narrativen Schreibweise für eine heterogene Zielgruppe.

2 Brief an die Aktionäre: Analysiert den Brief des Vorstandsvorsitzenden hinsichtlich seiner Wirkung auf Vertrauen, Identifikation und unternehmensspezifische Visionen.

3 Rechtschreibung: Bewertet die korrekte Anwendung der neuen Rechtschreibregeln und die sinnvolle Nutzung von Satzzeichen zur Textstrukturierung.

4 Morphologie: Untersucht die sprachliche Korrektheit und die Eindeutigkeit morphologischer Bezüge innerhalb des Textes.

5 Lexik: Identifiziert Schwachstellen bei Wortwiederholungen und unbeholfener Wortwahl sowie die Verwendung von Metaphern.

6 Syntax: Analysiert die Satzkomplexität und zeigt, wie Satzklammern und Schachtelsätze das Leseverständnis negativ beeinflussen können.

7 Stil: Diskutiert den Einsatz von Fachjargon und bürokratischen Ausdrucksweisen, insbesondere Substantivhäufungen und Passivkonstruktionen.

8 Leserorientierung: Bewertet das Unternehmensprofil, die Nutzung sprachlicher Signale und die Effektivität von grafischen Elementen.

9 Textlogik: Prüft die Stringenz der Argumentation sowie den logischen Aufbau und die dramaturgische Leitidee des Geschäftsberichts.

10 Textstrukturierung: Untersucht die Konsistenz der Überschriftenhierarchie und deren logische Entsprechung zum inhaltlichen Kapitelaufbau.

11 Textorganisation: Beurteilt den Textzugriff durch Inhaltsverzeichnisse und Glossare sowie die Einbettung der Unternehmensstruktur.

12 Fazit: Fasst die identifizierten Stärken und Schwächen zusammen und bietet einen Überblick über die Ergebnisse der linguistischen Untersuchung.

Schlüsselwörter

Geschäftsbericht, Sprachanalyse, Unternehmenskommunikation, Syntax, Lexik, Stilistik, Bürokratendeutsch, Textkohärenz, Leserorientierung, Wortwiederholung, Substantivstil, Passivkonstruktionen, Deutsche Post World Net, Textoptimierung, Unternehmensdarstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer detaillierten linguistischen Analyse des Geschäftsberichts der Deutsche Post World Net, um die sprachliche Qualität und die Wirkung auf die Zielgruppe zu bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf Rechtschreibung, Morphologie, Lexik, Syntax, Stilistik, Leserorientierung, Textlogik, Textstrukturierung und Textorganisation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Identifikation von Stärken und Schwachstellen in der sprachlichen Darstellung, um Empfehlungen für eine verständlichere und effektivere Unternehmensberichterstattung zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen deduktiven Kriterienkatalog, anhand dessen chronologisch die verschiedenen Bereiche des Geschäftsberichts analysiert und mit Reformulierungsvorschlägen bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in neun Analysebereiche, in denen konkrete Textbeispiele aus dem Geschäftsbericht zitiert, kritisiert und durch bessere Formulierungen optimiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Geschäftsbericht, Sprachanalyse, Unternehmenskommunikation, Stilistik, Substantivstil und Textoptimierung.

Warum wird der "Brief an die Aktionäre" besonders hervorgehoben?

Der Brief gilt als der meistgelesene Teil des Geschäftsberichts und ist das zentrale Instrument, um Glaubwürdigkeit, Visionen und die Unternehmensphilosophie persönlich zu transportieren.

Was bemängelt die Autorin konkret am "Bürokratendeutsch" im Bericht?

Es wird kritisiert, dass durch häufige Substantivhäufungen, Passivkonstruktionen und unnötige Schachtelsätze die Lesbarkeit leidet und der Text steif sowie leblos wirkt.

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Details

Title
Geschäftsbericht - Sprachliche Analyse
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Germanistisches Seminar)
Course
Hauptseminar: Textoptimierung
Grade
1.0
Author
Annette Leurs (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V3741
ISBN (eBook)
9783638123167
Language
German
Tags
Geschäftsbericht Rechtschreibung Morphologie Lexik Syntax Leser Lesevergnügen Unternehmen Organisation Textstrukturierung Stil Brief an die Aktionäre Textoptimierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annette Leurs (Author), 2002, Geschäftsbericht - Sprachliche Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3741
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