Die immer weiter voranschreitende technische Entwicklung und die damit verbundene Digitalisierung des Alltags entwickelt sich mehr und mehr zu einem festen Bestandteil unserer modernen Gesellschaft. Dieser Fortschritt macht sich nicht nur im Privatleben bemerkbar, auch in der Arbeitswelt werden immer mehr Geschäftsprozesse mit Hilfe betrieblicher Anwendungen realisiert. Durch eine stetige Digitalisierung steigt die Komplexität der Anwendungen und stellt gerade Anwender mit geringen Computerkenntnissen vor große Herausforderungen. Hersteller von Software stehen unter Druck, betriebliche Anwendungen bereitzustellen, die sich intuitiv bedienen lassen.
In dieser Kurzhausarbeit wird auf die Bedeutung der Usability für betriebliche Anwendungen eingegangen. Zunächst erfolgt eine Einordnung und Klärung des Begriffs Usability. Anschließend wird dargestellt, welche Software unter die Kategorie der betrieblichen Anwendungen fällt. Im Anschluss wird geprüft, warum Usability für betriebliche Anwendungen immer wichtiger wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Usability
2.1 Begriffsklärung
2.2 DIN EN ISO 9241
2.3 Usability-Evaluation
3. Betriebliche Anwendungen
3.1 Begriffsklärung
3.2 Usability als Erfolgsfaktor
3.3 Nutzerzentrierte Informationssysteme
4. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Usability im Kontext betrieblicher Anwendungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie intuitiv gestaltete Software die Arbeitsprozesse optimieren, die Produktivität steigern und die Mitarbeiterzufriedenheit in einem zunehmend digitalisierten Arbeitsumfeld nachhaltig verbessern kann.
- Grundlagen und Definition der Usability nach ISO-Normen.
- Untersuchungsmethoden zur Usability-Evaluation in der Praxis.
- Differenzierung zwischen betrieblicher Software und Consumer-Apps.
- Usability als kritischer Erfolgsfaktor für Unternehmen.
- Nutzerzentrierte Designansätze bei der Entwicklung von Informationssystemen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Begriffsklärung
Betriebliche Anwendungen (Englisch: „Business Software“ oder auch „Enterprise Software“) dienen als Überbegriff für betriebswirtschaftliche Software, die in geschäftlichen Bereichen ihren Einsatz finden. Vornehmlich Enterprise Ressource Planning Systeme (kurz: ERP-Systeme) fallen unter diese Kategorie, aber auch andere Anwendungen, u.a. Business Intelligence (kurz: BI) und Customer Relationship Management (kurz: CRM) Systeme, Office und Kollaborationsanwendungen sowie Lösungen für spezielle Funktionsbereiche wie Lohn-/Personalprogramme, Buchhaltungssoftware oder auch Warenwirtschaftssysteme sind betriebliche Anwendungen (Computerwoche, 2016). Im Gegensatz zur Business Software sind Anwendungen für den privaten Bereich (Englisch: „Consumer Software“ oder auch einfach „Apps“) i.d.R. weniger komplex und erfüllen eine gezielte Aufgabe. Bei Nichtgefallen kann der Anwender die Applikation deinstallieren, bei Geschäftsanwendungen ist dies nicht so ohne weiteres möglich (ITIZZIMO AG, 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel führt in die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt ein und verdeutlicht die Notwendigkeit intuitiv bedienbarer Software für Anwender mit unterschiedlichen Vorkenntnissen.
2. Usability: Es werden der Begriff der Gebrauchstauglichkeit definiert, die DIN EN ISO 9241 Normenreihe vorgestellt und Methoden zur Evaluation von Software-Benutzerfreundlichkeit erläutert.
3. Betriebliche Anwendungen: Dieses Kapitel klassifiziert betriebswirtschaftliche Software und analysiert, warum eine hohe Usability als entscheidender Faktor für Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit gilt.
4. Ausblick: Der abschließende Teil reflektiert den Einfluss von Mobilität und Consumer-Software auf die Anforderungen an moderne, professionelle Unternehmensanwendungen.
Schlüsselwörter
Usability, Software-Ergonomie, DIN EN ISO 9241, Business Software, Enterprise Software, Nutzerzentriertes Design, UCD, User Experience, UX, Usability-Evaluation, Effizienz, Mitarbeiterzufriedenheit, Digitalisierung, Geschäftsprozesse, Mensch-System-Interaktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle der Benutzerfreundlichkeit (Usability) bei Software, die im betrieblichen Umfeld eingesetzt wird.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Usability, dem normativen Rahmen der ISO 9241, der Evaluation von Software und dem Mehrwert einer guten Bedienbarkeit für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Usability heute ein kritischer Erfolgsfaktor ist, um die Effizienz zu steigern und die Akzeptanz von Unternehmenssoftware bei den Mitarbeitern zu erhöhen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche, Normenanalysen und den Vergleich zwischen betrieblicher und privater Software.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Usability, die Vorstellung der relevanten DIN-Normen und eine detaillierte Betrachtung betrieblicher Anwendungen als Erfolgsfaktoren.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Usability, Software-Ergonomie, Nutzerzentrierung, Geschäftsprozessoptimierung und User Experience.
Wie unterscheidet sich laut Autor betriebliche Software von Consumer Software?
Betriebliche Anwendungen sind meist komplexer und fest in Geschäftsprozesse integriert, während Consumer-Apps eher auf eine einfache Erfüllung einzelner Aufgaben ausgerichtet sind.
Warum ist das Thema Usability für Unternehmen heute wichtiger als früher?
Mitarbeiter fordern aufgrund ihrer Erfahrungen mit Consumer-Apps im Privatleben mittlerweile eine vergleichbare intuitive Bedienbarkeit im beruflichen Kontext, um produktiv arbeiten zu können.
- Quote paper
- Timo Mueller (Author), 2017, Bedeutung der Usability für betriebliche Anwendungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374426