Kreativtechnik Mind Mapping. Analyse und Einsatzmöglichkeiten


Hausarbeit, 2015

19 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

III Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise

3 Aufbau und Arbeitsweise des Gehirns

4 Mind Mapping
4.1 Entwicklung
4.2 Durchführung
4.3 Mind Mapping mit dem Computer

5 Anwendungsbereiche von Mind Mapping

6 Vor- und Nachteile von Mind Mapping

7 Fazit

IV Literaturverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Aufgabenbereiche der Gehirnhälften

Abbildung 2: Trennung von Begriffen

III Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

‚Innovativ ist, wer sieht, was jeder sieht, und dabei denkt, was noch keiner gedacht hat, um etwas zu tun, was so noch niemand gemacht hat.’1 Mit seinem Zitat hat der Erfinder Hans-Jürgen Quadbeck-Seeger Innovation treffend definiert. Innovationen sind in der heutigen Welt die Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit, da Unternehmen sich mit inno- vativen Produkten von der Konkurrenz abheben können.2 Eine Vielzahl von Produkten, die heute selbstverständlich eingesetzt werden, wie z. B. Computer oder Smartphones, gab es vor einigen Jahren noch nicht. Diese Produkte sind das Resultat von innovativen Ideen einzelner Personen. Um zu solch innovativen Ideen zu gelangen, bedarf es an hoher Kreativität. Doch nicht jedem Mensch fällt das kreative Arbeiten leicht. Zur För- derung von Kreativität stehen verschiedenste Kreativitätstechniken zur Verfügung. Kre- ativitätstechniken sind Methoden, die sowohl den Prozess der Problemlösung, als auch zur Ideengenerierung dienen. Ein Werkzeug zur Kreativitätssteigerung ist das Mind Mapping. Diese Methode steigert nicht nur die Kreativität, sondern gibt ihr auch eine einzigartige Struktur.3

Obwohl Mindmaps flexibel und im nahezu jedem Gebiet einsetzbar sind, finden sie nur selten Verwendung. Insbesondere in der Berufswelt, in der Schule oder im Studium werden Mindmaps nur selten eingesetzt.4 Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Me- thode Mind Mapping auseinander und prüft, ob Mindmaps eine adäquate Alternative zu linearen Notizen ist.

2 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Kreativtechnik Mind Mapping theoretisch zu erläutern und zu durchleuchten in weit sich diese Methode in der Praxis einbinden lässt. Hierzu wird der Verfasser dieser Arbeit zunächst den Aufbau sowie die Arbeits- weise des menschlichen Gehirns darstellen. Weiterhin wird der Prozess der Informati- onsspeicherung im Gehirn erörtert. Anschließend wird dem Leser die Durchführung sowie die historische Entwicklung vom Mind Mapping beschrieben. Im Anschluss erör- tert der Verfasser dieser Arbeit die Erstellung von Mindmaps am Computer und nennt Vor- sowie Nachteile der digitalen Gestaltungsform. Nach der Erläuterung theoretischer Grundlagen, wird aufgedeckt, in wie weit sich die Methode des Mind Mappings in den Berufsalltag oder im Studium beziehungsweise in der Schule einbinden lässt. Abschlie- ßend werden Mindmaps kritisch durchleuchtet, in dem Vor- und Nachteile dieser Krea- tivitätstechnik genannt werden.

3 Aufbau und Arbeitsweise des Gehirns

Das Menschliche Gehirn besteht aus rund 100 Milliarden kleinen Zellen, welche als Neuronen bezeichnet werden. Durch so genannte Dendriten, sind die Neuronen mitei- nander verbunden. Besonders große und lange Verbindungsäste werden Axon genannt.5 Das Axon bildet den Hauptausgang für die Informationen eines Neurons. Zwischen den einzelnen Neuronen besteht keine direkte Verbindung, sondern ein kleiner Spalt (Sy- napse). Über die Synapsen erfolgt die Informationsübertragung. Dies erfolgt, indem Synapsen Neurotransmitter (chemische Botenstoffe) auf die angrenzende Zelle aus- schütten.6

Das Gehirn besteht aus mehreren miteinander verbundenen Teilen. Das Großhirn (Ne- ocortex) ist der größte Teil des menschlichen Gehirns. Dessen Aufgabe ist es, große Informationsmengen aufzunehmen und anschließend zu verarbeiten. Im Großhirn wer- den sowohl Entscheidungen getroffen. Darüber hinaus werden individuelle Erfahrungen gespeichert und Sprachen sowie musische Fähigkeiten erzeugt. Es ist ebenfalls in der Lage, neuerhaltene Informationen zu analysieren und mit alten Informationen zu ver- gleichen. Mit dieser Funktion kann das Großhirn zur Weiterentwicklung des Menschen maßgeblich beitragen.7

Das Großhirn ist in zwei Hälften (Hemisphären) geteilt, welche mit einem Nervenfa- sernbündel in Verbindung stehen. Untersuchungen ergaben, dass beide Hälften nahezu symmetrisch sind. Dennoch ist jede Hälfte für verschiedene Funktionen zuständig. Die linke Hemisphäre ist für rationales Denken, Logik, Sprache, Zahlen, Linearität und Analyse zuständig. Wo hingegen der rechte Teil des Großhirns die Raumwahrnehmung, Phantasie, Farbe, Mustererkennung und Dimensionalität steuert.8 Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass eine strikte Aufgabenteilung beider Gehirnhälften nicht als absolut anzusehen ist, da die zwei Hemisphären im ständigen kommunikativen Kontakt stehen.9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Aufgabenbereiche der Gehirnhälften

(Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Turecek[2004], S. 9)

Das Speichern von Informationen im menschlichen Gehirn durchläuft drei Stufen. Die erste Stufe ist das Ultrakurzzeitgedächtnis. Es Speichert sämtliche Informationen, was im aktuellen Moment geschieht. Daher enthält es lediglich ein visuelles beziehungswei- se akustisches Abbild der gegenwärtigen Situation.10 Die zweite Stufe ist das Kurzzeit- gedächtnis. Das Kurzzeitgedächtnis hat nur einen begrenzten Speicher und speichert jede Information wort-wörtlich ab. Es hat die Aufgabe, Informationen an das unbe- grenzte Langzeitgedächtnis zu übermitteln. Im Gegensatz zum Kurzzeitgedächtnis, speichert das Langzeitgedächtnis lediglich die Bedeutung der Information ab. Hierbei werden die Informationen mit bereits vorhandenen Erinnerungen verknüpft (Assoziati- onen). Je mehr Informationen miteinander verknüpft sind, umso leichter kann das Ge- hirn solche Informationen, zum einen späteren Zeitpunkt abrufen.11 In der Regel ist die Wahrscheinlichkeit der Informationsspeicherung bei Bildern und Texten höher als die akustische Aufnahme von Informationen. Dieses Phänomen wird als Bildüberlegen- heitseffekt bezeichnet.12

Die Kreativitätstechnik Mind Mapping kombiniert die Funktionen der beiden Hemi- sphären. Mit diesem Synergieeffekt soll es Menschen gelingen, ihre geistige Leistung zu verbessern, kreative Ideen zu generieren und diese im Langzeitgedächtnis zu spei- chern.13

4 Mind Mapping

Mind Mapping ist eine Methode des strukturierten Brainstormings. Durch das Vernetzen mehrerer Worte und Bilder, werden Erinnerung- und Denkstrukturen sichtbar gemacht. Mit Hilfe dieser Kreativitätstechnik werden Assoziationen sowohl dokumentiert, als auch neue angeregt.14 Mind Mapping arbeitet mit der Kraft von Bildern und aktiviert somit das bildich-räumliche Denkvermögen eines Menschen. Es ermöglicht eine neue Sichtweise auf eine Problemstellung.15

4.1 Entwicklung

Der Engländer Tony Buzan gilt als Erfinder der Mindmaps, beziehungsweise des Mind Mapping. Er wurde 1942 in London geboren und ist derzeit an der Universität in War- wick als Professor für internationale Studien tätig. Während seines Studiums, beschäf- tigte sich Tony Buzan intensiv mit der effektiven Nutzung des Gehirns, um die Lehrin- halte für die Prüfungen besser erlernen zu können.16 Sein Ziel war es, durch Farben und Betonungen Dynamik und Abwechslung in seine Aufzeichnungen zu bringen. Darüber hinaus wollte er mit Hilfe von Verknüpfungen und Assoziationen, das Gehirn dazu bringen, Muster schneller wiederzuerkennen, zu verarbeiten und abzuspeichern.17 Unter diesen Aspekten entwickelte er die Methode des Mind Mappings. Gemeinsam mit sei- nem vier Jahre jüngeren Bruder Barry Buzan, entwickelte er das Konzept weiter und machte seine Methode 1974 publik, in Form seines Buches „Kopftraining“. In den nachfolgenden Jahren, perfektionierten die zwei Brüder das Mind Mapping und veröf- fentlichten das Buch „Das Mind-Map Buch“.18 Die von Tony Buzan gegründete Orga- nisation „ThinkBuzan“ lehrt die Vorgehensweise des Mind Mappings weltweit und entwickelt diese Kreativtechnik stets weiter.19

[...]


1 Vgl. Müller[2006], S. 56.

2 Vgl. Ganswindt[2004], S. 13.

3 Vgl. Kaschny/Nolden/Schreuder[2015], S. 6.

4 Vgl. Winkelhofer[2006], S. 107.

5 Vgl. Buzan[2009], S. 26.

6 Vgl. Zervos-Kopp[2013], S. 62 f.

7 Vgl. Hertlein[2014], S. 15.

8 Vgl. Gupta/Trusko[2014], S. 231 f.

9 Vgl. Turecek[2004], S. 9.

10 Vgl. Turecek[2004], S. 9 f.

11 Vgl. Hoffmann[2013], S. 116.

12 Vgl. Medina[2009], S. 265.

13 Vgl. Gupta/Trusko[2014], S. 231.

14 Vgl. Winkelhofer[2006], S. 105.

15 Vgl. Kaschny/Nolden/Schreuder[2015], S. 329.

16 Vgl. Buzan[2009], S. 26 f.

17 Vgl. Müller[2006], S. 15.

18 Vgl. Keene[2013], S. 14 f.

19 Vgl. Buzan[2009], S. 26 f.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Kreativtechnik Mind Mapping. Analyse und Einsatzmöglichkeiten
Hochschule
Hochschule Fresenius; Hamburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V374467
ISBN (eBook)
9783668517424
ISBN (Buch)
9783668517431
Dateigröße
977 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mind Map, Kreativtechnik, Kognitive Vorgänge, Gehirn, Arbeitsweise, Vor- und Nachteile, Schule
Arbeit zitieren
David Grüter (Autor), 2015, Kreativtechnik Mind Mapping. Analyse und Einsatzmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374467

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