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Die Sicherheitspolitik der NATO nach dem Daase-Modell

Die NATO vor und nach 1990

Titel: Die Sicherheitspolitik der NATO nach dem Daase-Modell

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Johanna Seibert (Autor:in)

Politik - Thema: Internationale Organisationen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Während der 40 Jahre Blockkonfrontation gelang es der NATO sowie dem Warschauer Pakt, trotz ständiger Überwachung diese ohne Eskalation zu überstehen. Nach dem Zusammenfall der Sowjetunion wurde zwischen NATO und Russland eine "Partnerschaft für den Frieden" geschlossen.

Dieser Friede wird jedoch in den folgenden Jahren bis heute immer wieder auf die Probe gestellt, sei es durch die Osterweiterung der NATO oder die Terroranschläge in den USA am 11. September 2001. Gerade die Terrorakte des 11. September 2001 haben die internationalen Beziehungen tiefgreifend verändert und dementsprechend Auswirkungen auf die Vereinten Nationen, Europa und die NATO.

Auffallend bei der darauf folgenden amerikanischen Antiterrorkampagne ist der Bedeutungsverlust der
NATO. Die USA verfolgte ein pragmatisches Antiterrorbündnis ohne aktive bedeutende Rolle des Nordatlantikpakts. Gerade im Hinblick auf den Zusammenschluss der Organisation des Nordatlantikvertrages musste eine Neuausrichtung der sicherheitspolitischen Ziele erfolgen.

Aus diesem Grund soll die Sicherheitspolitik der NATO vor und nach 1990 im Vergleich analysiert werden. Hierfür werden der Aufbau sowie die Strukturen der NATO erläutert. Außerdem wird der Sicherheitsbegriff nach Christopher Daase beschrieben und kritisch eingeordnet.

Darauf aufbauend wird im zweiten Teil der Arbeit die Sicherheitspolitik der NATO vor und nach 1990 vorgestellt und in das Sicherheitskonzept nach Christopher Daase eingeordnet. Daran anschließend folgt eine Diskussion über die Unterschiede der beiden Entwicklungen der Sicherheitspolitik in den zwei Zeitintervallen

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretischer Rahmen

2.1 Die NATO

2.2 Der erweiterte Sicherheitsbegriff nach Daase

2.2.1 Raumdimension

2.2.2 Sachdimension

2.2.3 Referenzdimension

2.2.4 Gefahrendimension

III. Einordnung der Sicherheitspolitik der NATO nach Daase

3.1 Die Sicherheitspolitik der NATO vor 1990

3.1.1 Raumdimension

3.1.2 Sachdimension

3.1.3 Referenzdimension

3.1.4 Gefahrendimension

3.2 Die Sicherheitspolitik der NATO nach 1990

3.2.1 Raumdimension

3.2.2 Sachdimension

3.2.3 Referenzdimension

3.2.4 Gefahrendimension

IV. Die Entwicklung der Sicherheitspolitik der NATO

V. Aktuelle Entwicklungen der Sicherheitspolitik der NATO

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Sicherheitspolitik der NATO im Vergleich vor und nach 1990 auf Basis des erweiterten Sicherheitsbegriffs nach Christopher Daase zu analysieren und kritisch einzuordnen, um den Wandlungsprozess der Organisation vom Verteidigungsbündnis zur multifunktionalen Sicherheitsagentur aufzuzeigen.

  • Struktureller Aufbau und Geschichte der NATO
  • Theoretische Fundierung durch das vierdimensionale Modell von Christopher Daase
  • Analyse der Sicherheitspolitik während des Kalten Krieges
  • Analyse der Neuausrichtung der NATO nach 1990
  • Diskussion der Wandlungsfähigkeit des Bündnisses angesichts neuer Sicherheitsrisiken

Auszug aus dem Buch

3.1.4 GEFAHRENDIMENSION

Im Kalten Krieg fühlten sich beide gegnerische Seiten voneinander bedroht. Westen und Osten schrieben dem jeweils anderen feindliche Absichten zu. Außerdem wurde das militärische Potential als existenzbedrohend empfunden. Die Sicherheitspolitik der NATO bestand demnach zu dieser Zeit aus einer Bedrohungsabwehr. Man versuchte, durch Abschreckung, Entspannung und Bedrohungsminderung durch Rüstungskontrolle die konzeptualisierte Bedrohung zu mindern (Daase 2010b, S. 15). Bedrohung definiert sich durch eine Handlung von außen einwirkender Ereignisse oder Gefahren, die die Lebensqualität der Einwohner der Bündnisstaaten oder die politische Handlungsoption der Regierungen einschränken. Demnach richtet sich die Sicherheitspolitik auf den Erhalt des Bestands und der Werte einer Gesellschaft (Varwick und Woyke 1999, S. 29). Die Strategie der Bedrohung und Abschreckung basierte auf der sogenannten „massiven Vergeltung“, die von einem NATO-Nuklearpotential ausging. Konventionelle Streitkräfte stellten lediglich eine Schildfunktion dar, um lokale Übergriffe abzuwehren, wohingegen Nuklearwaffen als strategisches Potential verwendet werden sollten (Varwick und Woyke 2000, 89 f.). Die Strategie der „massiven Vergeltung“ wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts durch die Strategie der „flexiblen Reaktion“ abgelöst. Sie zielt darauf, nukleare Risiken zu verhindern, jedoch ohne sie vollständig auszuschließen (Varwick und Woyke 2000, 90 f.; Mechtersheimer 1984, 14 f.). In den 1970er Jahren gewann der Aspekt der Verwundbarkeit an Bedeutung. Durch die ökonomische Zusammenarbeit der NATO-Mitglieder spielte die ökonomische Verwundbarkeit eine geringere, jedoch vorhandene Rolle, die die Sicherheit der Bündnispartner gefährden konnte. Die Kategorie des Risikos entlang der Gefahrendimension ist vor 1990 nicht erfüllt, da die Sicherheitspolitik der NATO auf Bedrohung, Bedrohungsabwehr und Reduzierung der Verwundbarkeit spezialisiert ist und keine vorausschauende präventive Sicherheitsstrategie verfolgte.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des sicherheitspolitischen Wandels der NATO vor und nach 1990 ein und definiert das methodische Vorgehen mittels des Sicherheitsmodells von Christopher Daase.

II. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der NATO sowie das vierdimensionale Modell des erweiterten Sicherheitsbegriffs nach Christopher Daase, welches als analytisches Grundgerüst dient.

III. Einordnung der Sicherheitspolitik der NATO nach Daase: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der NATO-Sicherheitspolitik vor und nach 1990, unterteilt in Raum-, Sach-, Referenz- und Gefahrendimensionen.

IV. Die Entwicklung der Sicherheitspolitik der NATO: Dieses Kapitel diskutiert den Wandel der NATO von einem auf Abschreckung fokussierten Bündnis hin zu einer international agierenden Organisation, beeinflusst durch die Osterweiterung und den Wegfall des bipolaren Feindbildes.

V. Aktuelle Entwicklungen der Sicherheitspolitik der NATO: Das abschließende Kapitel beleuchtet die gegenwärtige Ausrichtung der NATO, insbesondere in Bezug auf humanitäre Aspekte und neue Sicherheitsrisiken wie den internationalen Terrorismus.

Schlüsselwörter

NATO, Sicherheitspolitik, Christopher Daase, Kalter Krieg, Nordatlantikpakt, Internationale Sicherheit, Raumdimension, Sachdimension, Referenzdimension, Gefahrendimension, Bedrohung, Sicherheitsrisiken, Verteidigungsbündnis, Krisenmanagement, Terrorismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den sicherheitspolitischen Wandel der NATO vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Gegenwart anhand eines wissenschaftlichen Modells.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Strukturen der NATO und deren Anpassung an veränderte globale Rahmenbedingungen unter Anwendung des erweiterten Sicherheitsbegriffs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Sicherheitspolitik der NATO vor und nach 1990 in das Modell von Christopher Daase einzuordnen, um die Transformation des Bündnisses wissenschaftlich greifbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende Analyse, basierend auf dem vierdimensionalen Modell (Raum, Sach, Referenz, Gefahr) nach Christopher Daase.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die Sicherheitspolitik der NATO vor 1990 (als Verteidigungsbündnis) und nach 1990 (mit Fokus auf Krisenmanagement und Sicherheitsrisiken) systematisch in die vier Dimensionen des Daase-Modells eingeordnet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind NATO, erweiterter Sicherheitsbegriff, Daase-Modell, Kalter Krieg, internationale Sicherheitsrisiken und Krisenmanagement.

Wie hat sich die Rolle der NATO nach 1990 laut dem Autor verändert?

Die NATO wandelte sich laut der Analyse von einem reinen Verteidigungsbündnis mit Fokus auf regionale Abschreckung hin zu einer multifunktionalen Sicherheitsagentur, die proaktiv gegen internationale Risiken agiert.

Welche Bedeutung haben die aktuellen Geschehnisse für die NATO?

Aktuelle Krisen, wie etwa in der Ukraine, führen laut Autor dazu, dass die klassischen Funktionen der NATO, wie die kollektive Verteidigung, wieder stärker in den Fokus der Sicherheitspolitik rücken.

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Details

Titel
Die Sicherheitspolitik der NATO nach dem Daase-Modell
Untertitel
Die NATO vor und nach 1990
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Veranstaltung
Internationale Organisationen
Note
1,0
Autor
Johanna Seibert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V374539
ISBN (eBook)
9783668519886
ISBN (Buch)
9783668519893
Sprache
Deutsch
Schlagworte
NATO Daase-Modell Politik Politikwissenschaften International Organisation Sicherheitspolitik Russland USA Westen Osten erweiterte Sicherheitsbegriff Raumdimension Gefahrendimension Sachdimension Referenzdimension
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Seibert (Autor:in), 2017, Die Sicherheitspolitik der NATO nach dem Daase-Modell, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374539
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Leseprobe aus  21  Seiten
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