In der folgenden Ausarbeitung werde ich einführend auf die Medienpädagogik allgemein eingehen, um anschließend eine kurze Einführung in das Thema Big Data zu skizzieren. Auf eine detaillierte Beschreibung von Definitionen, Methoden und Konzepten verzichte ich bewusst - ich gehe davon aus, dass diese den Leser/innen bekannt sind. Weiterführend werde ich mich mit der Frage beschäftigen, ob und wie Medienpädagogik auf Big Data reagieren kann, um im Fazit meine eigene Einschätzung zu begründen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Medienpädagogik
2. Big Data
2.1 Inhalte von Big Data
2.1 Big Data und die Auswirkungen
3. Medienpädagogische Aspekte
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen, die durch Big Data für die traditionelle Medienpädagogik entstehen, und hinterfragt kritisch, ob bestehende medienpädagogische Konzepte ausreichen, um auf die umfassende Datenerfassung, -überwachung und -analyse angemessen zu reagieren.
- Grundlagen der Medienpädagogik und ihrer Strömungen
- Charakterisierung und Funktionsweise von Big Data
- Anwendungsbereiche und Auswirkungen von Big Data in verschiedenen Lebenswelten
- Kritische Analyse der medienpädagogischen Handlungsfähigkeit im Kontext digitaler Überwachung
Auszug aus dem Buch
2.1 Inhalte von Big Data
Nach Gapski (vgl. 2015) wird Big Data über die folgenden V-Begriffe charakterisiert:
Volume: Aufgrund der Masse an Daten, werden verteilte, parallele Systeme eingesetzt. Konventionelle Datenbanksysteme bezüglich der Bearbeitung von Daten reichen nicht mehr aus.
Velocity: Geschwindigkeit und Beschleunigung des Datenverkehrs bis hin zur Echtzeit Analyse.
Variety: Vielfältige und unstrukturierte Beschaffenheit jeglichen Formats.
Value: monetäre Verwertung
Veracity: Unsicherheit und Unschärfe der Daten
Gapski verweist insbesondere auf sein letztes genanntes Merkmal (Veracity), dass seiner Meinung nach die Sinnhaftigkeit und Vertrauenswürdigkeit von Big Data in Frage stellt.
Gefahren bezüglich Big Data sieht er nicht nur in der enorm großen Datenmenge, sondern vor allem in der Art und Weise der Auswertung dieser Daten. Statt einer spezifischen Forschungsfrage und den daraus sorgfältig gezogenen Stichproben, tritt die Verfügbarkeit aller Daten ein, ohne das das Auswertungsziel bei der Datenerhebung bereits bekannt ist. Zu gegebener Zeit erfolge dann die Suche nach Mustern aus den zusammengeführten Datenbeständen. Kritisch sieht Gapski dies vor allem aus der Sicht des Persönlichkeitsschutzrechtes. Die Bandbreite der Bereiche, in denen Big Data eingesetzt wird, zeige die enormen Einsatzmöglichkeiten auf:
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik durch ein futuristisches Szenario ein und stellt die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit Big Data aus medienpädagogischer Perspektive dar.
1. Medienpädagogik: Es werden die theoretischen Grundlagen und die verschiedenen Strömungen der Medienpädagogik dargelegt, um das Handlungsfeld zu definieren.
2. Big Data: Hier erfolgt eine Begriffsdefinition von Big Data sowie eine theoretische Einordnung mittels der V-Merkmale.
2.1 Inhalte von Big Data: Dieser Abschnitt erläutert die technischen Charakteristika und die Mechanismen der Datenauswertung.
2.1 Big Data und die Auswirkungen: Es wird detailliert auf die praktischen Folgen in verschiedenen Lebensbereichen wie Gesundheit, Verkehr und Demokratie eingegangen.
3. Medienpädagogische Aspekte: Das Kapitel analysiert die Herausforderungen für die Medienpädagogik und diskutiert, inwieweit bestehende Ansätze auf die neuen Machtverhältnisse durch Datennutzung reagieren können.
4. Fazit: Die Autorin zieht eine kritische Schlussfolgerung über die Grenzen der Wirksamkeit pädagogischer Interventionen gegenüber den massiven gesellschaftlichen Verschiebungen durch Big Data.
Schlüsselwörter
Big Data, Medienpädagogik, Datensicherheit, Überwachung, Algorithmen, Medienkompetenz, Digitalisierung, Persönlichkeitsschutz, Informationskapitalismus, Demokratie, Datenschutz, Vernetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung der Medienpädagogik mit dem Phänomen Big Data und den daraus resultierenden gesellschaftlichen sowie individuellen Konsequenzen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition und Funktionsweise von Big Data, dessen Auswirkungen auf diverse Lebensbereiche sowie die Frage nach der Handlungsfähigkeit pädagogischer Disziplinen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, zu eruieren, ob und wie die Medienpädagogik auf die veränderten Machtverhältnisse durch Big Data reagieren kann und inwiefern traditionelle Konzepte dabei an ihre Grenzen stoßen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Analyse und Aufarbeitung vorhandener Fachliteratur und medienpädagogischer Positionsbestimmungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Medienpädagogik, die technische Erläuterung von Big Data sowie eine detaillierte Ausarbeitung der Auswirkungen auf Bereiche wie Bildung, Politik und Privatsphäre.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Datenüberwachung, Algorithmen, Informationskapitalismus und medienpädagogische Herausforderungen geprägt.
Inwieweit sieht die Autorin die Rolle des Individuums gegenüber Big Data?
Die Autorin betont die Schwierigkeit einer individuellen "digitalen Selbstverteidigung" und weist darauf hin, dass Nutzer oft durch technisches Design und Gewohnheiten in ihrer Entscheidungsfreiheit eingeschränkt sind.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Medienpädagogik?
Die Autorin äußert sich skeptisch und bezeichnet die Medienpädagogik als möglicherweise unzureichenden Akteur, da der technologische und machtpolitische Einfluss von Big Data bestehende pädagogische Aufklärungskonzepte übersteigt.
- Arbeit zitieren
- Tonia Lehmann (Autor:in), 2017, Medienpädagogik und Big Data. Ansprechpartner auf Augenhöhe?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374618