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Über eudaimonia und hêdonê bei Aristoteles und Epikur - ein Vergleich

Título: Über eudaimonia und hêdonê bei Aristoteles und Epikur - ein Vergleich

Trabajo de Seminario , 2003 , 15 Páginas , Calificación: Gut

Autor:in: Ines Jachomowski (Autor)

Filosofía - Filosofía de la Edad Antigua
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Diese Arbeit ist in erster Linie ein Vergleich zwischen der eudaimonistischen Ethik des Aristoteles und der hedonistischen Ethik des Epikur. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Definitionen von eudaimonia und hêdonê der beiden Philosophen. Auf den ersten Blick scheinen sich beide Auffassungen sehr zu unterscheiden, aber wir werden sehen, daß der epikureische Hedonismus und der Eudaimonismus des Aristoteles viel gemeinsam haben. Grundlegend unterscheiden sie sich eigentlich nur in der Gewichtung bzw. Bewertung der Lust. Während diese für Epikur das höchste Gut darstellt, ist sie für Aristoteles mehr das Mittel zum Zweck, d.h. ein Mittel, um eudaimonia zu erlangen. Zur Sprache kommen auch die wichtigsten Vorläufer dieser Auffassungen von eudaimonia und hêdonê, mit Ausnahme von Aristippos von Kyrene wurde dabei auf die von Aristoteles in der Nikomachischen Ethik referierten Sichtweisen eingegangen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Fragestellung

1. Analyse des Glücksbegriffes bei Aristoteles und Epikur

1.1 Der Glücksbegriff in der Nikomachischen Ethik des Aristoteles

1.1.1 Streben als Grundbegriff der Aristotelischen Glücksethik

1.1.2 Der Begriff der eudaimonia bei Aristoteles

1.1 Der Glücksbegriff bei Epikur

2. Über den Begriff der hêdonê – ein Vergleich

2.1 Zur Entwicklung des Hedonismus vor Epikur – Eudoxos von Knidos und Aristippos von Kyrene

3.2 Hêdonê in der eudaimonistischen Ethik des Aristoteles

3.2.1 Hêdonê als Bestandteil der eudaimonia

3.2.2 Über Lust und Unlust als Grundlage moralischen Handelns bei Aristoteles

3.3 Lust als das höchste Gut in der hedonistischen Ethik des Epikur

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, einen vergleichenden Überblick über die eudaimonistische Ethik des Aristoteles und die hedonistische Ethik des Epikur zu geben, wobei insbesondere die Definitionen und die Bedeutung der Begriffe eudaimonia und hêdonê kritisch gegenübergestellt werden. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwieweit die scheinbar gegensätzlichen Ansätze trotz ihrer unterschiedlichen Gewichtung der Lust gemeinsame Grundzüge für ein gelingendes, tugendhaftes Leben aufweisen.

  • Vergleich der Konzepte von Glückseligkeit bei Aristoteles und Epikur
  • Analyse des Strebens (orexis) und der Handlungstheorie bei Aristoteles
  • Untersuchung des Lustbegriffs (hêdonê) im historischen Kontext
  • Darstellung der Bedeutung von Ataraxie und Schmerzfreiheit im Epikureismus
  • Kritische Reflexion der Rolle der Lust als Mittel oder Zweck

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Streben als Grundbegriff der Aristotelischen Glücksethik

In der Nikomachischen Ethik versucht Aristoteles die Frage zu lösen, was denn das moralisch Gute sei. Er definiert diesen Begriff als das uneingeschränkt Gute und kommt über die Handlungstheorie des Strebens zum Moralprinzip des Glücks. „Jede Kunst und jede Lehre, ebenso jede Handlung und jeder Entschluß scheint irgendein Gut zu erstreben. Darum hat man mit Recht das Gute als dasjenige bezeichnet, wonach alles strebt [...]“, so der Anfang der Nikomachischen Ethik. Aristoteles macht an dieser Stelle die Beobachtung, daß alles Streben ein Ziel hat, zur Prämisse seiner Ethik. Weiter im Text definiert er schließlich das höchste Ziel dieses Strebens: „Da also jede Erkenntnis und jeder Entschluß nach irgendeinem Gute strebt, [...] welches ist das oberste aller praktischen Güter? Im Namen stimmen wohl die meisten überein. Glückseligkeit nennen es die Leute ebenso wie die Gebildeten, und sie setzen das Gut-Leben und das Sich-Gut-Verhalten gleich mit dem Glückseligsein.“ Dieses Gute, welches in meiner Übersetzung etwas unglücklich mit Glückseligsein übersetzt wurde, wird im Griechischen mit dem Begriff agathon bezeichnet.

Damit hätten wir nun festgestellt, daß das Streben Tätigkeiten bezeichnet, die der Mensch mit einem ganz bestimmten Ziel ausführt, nämlich glückselig zu werden. Doch was ist nun dieses Streben? Otfried Höffe schreibt, daß Aristoteles diesen Begriff, im Griechischen orexis, nicht für den Menschen reserviert hat, sondern im Gegenteil mit seiner Hilfe den Menschen in die Natur einordnet, der Begriff beinhaltet also die „generelle Bewegungsart von Lebewesen“. Aristoteles räumt dem Menschen erst durch den Verstand (logos) eine Sonderstellung ein, das bedeutet, daß das Streben nicht vom Verstand gesteuert wird, sondern daß beide unabhängig voneinander agieren. Allerdings kann der Verstand auch eingeschaltet werden,

Zusammenfassung der Kapitel

I. Fragestellung: Diese Einführung erläutert den Vergleich zwischen der Ethik des Aristoteles und Epikurs mit Fokus auf die Kernbegriffe Glück und Lust.

1. Analyse des Glücksbegriffes bei Aristoteles und Epikur: Dieses Kapitel definiert den Glücksbegriff bei beiden Philosophen, wobei Aristoteles’ Strebenstheorie und Epikurs göttliches Ideal der Glückseligkeit behandelt werden.

1.1 Der Glücksbegriff in der Nikomachischen Ethik des Aristoteles: Hier werden die handlungstheoretischen Grundlagen aristotelischen Strebens und der Begriff der eudaimonia expliziert.

1.1.1 Streben als Grundbegriff der Aristotelischen Glücksethik: Untersucht wird das orexis-Konzept und die Rolle der Vernunft bei der Zielerreichung menschlichen Handelns.

1.1.2 Der Begriff der eudaimonia bei Aristoteles: Dieses Kapitel klärt die Bedeutung von eudaimonia als aktives, gelingendes Leben im Gegensatz zum passiven Glück.

1.1 Der Glücksbegriff bei Epikur: Es wird analysiert, wie Epikur das Leben der Götter als Vorbild für menschliches Streben nach Glück durch Philosophie und Furchtlosigkeit nutzt.

2. Über den Begriff der hêdonê – ein Vergleich: Dieses Kapitel führt in den Lustbegriff ein, indem es die Positionen antiker Vorläufer mit den späteren Theorien vergleicht.

2.1 Zur Entwicklung des Hedonismus vor Epikur – Eudoxos von Knidos und Aristippos von Kyrene: Die hedonistischen Ansätze von Eudoxos und die kyrenaikische Schule werden auf ihre Vorbildfunktion für den späteren Hedonismus geprüft.

3.2 Hêdonê in der eudaimonistischen Ethik des Aristoteles: Eine Analyse der Rolle der Lust innerhalb der aristotelischen Ethik, differenziert durch die Abhandlungen in der Nikomachischen Ethik.

3.2.1 Hêdonê als Bestandteil der eudaimonia: Untersucht, wie Lust als Vollendung von Tätigkeit in Aristoteles' System integriert ist.

3.2.2 Über Lust und Unlust als Grundlage moralischen Handelns bei Aristoteles: Erläutert die pädagogische und ethische Relevanz von Schmerz und Lust bei der Erziehung zum tugendhaften Handeln.

3.3 Lust als das höchste Gut in der hedonistischen Ethik des Epikur: Dieses Kapitel erklärt, warum für Epikur die Abwesenheit von Schmerz und Unruhe (Ataraxie) das eigentliche Ziel des Lebens darstellt.

4. Fazit: Die abschließende Betrachtung stellt fest, dass Aristoteles und Epikur einander in ihrem Ziel eines tugendhaften Lebens näherstehen, als es das oberflächliche Vorurteil vermuten lässt.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Epikur, eudaimonia, hêdonê, Glück, Lust, Hedonismus, Eudaimonismus, Ataraxie, Tugend, Nikomachische Ethik, Philosophie, Handlungslehre, Schmerzfreiheit, Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die eudaimonistische Ethik des Aristoteles mit der hedonistischen Ethik des Epikur, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Verständnis von Glück und Lust aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die Bedeutung der Begriffe eudaimonia (glückendes Leben) und hêdonê (Lust) sowie deren jeweilige Rolle im moralischen Leben beider Denker.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das häufig missverstandene Bild des Hedonismus bei Epikur zu korrigieren und aufzuzeigen, wie beide Philosophen letztlich ein gelingendes, tugendhaftes Leben anstreben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologische und textimmanente Vergleichsmethode, wobei sie sich primär auf die Nikomachische Ethik von Aristoteles und den Brief an Menoikeus von Epikur sowie begleitende Sekundärliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Glücksbegriffe, die historische Einordnung des Lustbegriffs vor Epikur und die detaillierte Untersuchung der Lust- und Tugendvorstellungen bei Aristoteles und Epikur.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben Aristoteles und Epikur sind die Begriffe eudaimonia (Glückseligkeit), hêdonê (Lust) und Ataraxie (Seelenruhe) entscheidend für das Verständnis der Argumentation.

Wie unterscheidet Aristoteles zwischen verschiedenen Formen des Strebens?

Aristoteles unterscheidet zwischen einem Streben im technischen Sinne (poiêsis), das auf ein Resultat zielt, und dem Streben als moralischem Handeln (praxis), bei dem das Ziel in der Handlung selbst liegt.

Warum ist für Epikur Genügsamkeit eine wichtige Tugend?

Da für Epikur Lust in der Abwesenheit von Schmerz besteht, führt eine Übersteigerung von Begehren lediglich zu Unruhe. Genügsamkeit bewahrt den Menschen vor diesem Schmerz und sichert die innere Ruhe.

Inwiefern beeinflusst das „Götter-Ideal“ Epikurs Ethik?

Epikur nutzt das Ideal der göttlichen Unvergänglichkeit und Glückseligkeit als Orientierungspunkt, um zu zeigen, dass auch der Mensch durch Denken und die Philosophie eine Art seelischen Frieden erreichen kann.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Über eudaimonia und hêdonê bei Aristoteles und Epikur - ein Vergleich
Universidad
University of Rostock  (Institut für Philosophie)
Curso
Die Nikomachische Ethik des Aristoteles
Calificación
Gut
Autor
Ines Jachomowski (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
15
No. de catálogo
V37463
ISBN (Ebook)
9783638367967
ISBN (Libro)
9783638801744
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aristoteles Epikur Vergleich Nikomachische Ethik Aristoteles
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ines Jachomowski (Autor), 2003, Über eudaimonia und hêdonê bei Aristoteles und Epikur - ein Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37463
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