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Das Zeichensystem Ferdinand de Saussures

Title: Das Zeichensystem Ferdinand de Saussures

Seminar Paper , 2003 , 11 Pages , Grade: Gut

Autor:in: Ines Jachomowski (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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Diese Arbeit behandelt die wichtigsten Kategorien der semiotischen Theorie von Ferdinand de Saussure, sowie Kritik an seinem zweiseitigen Zeichenmodell und die logische Weiterentwicklung zum triadischen Zeichenmodell hin, die sich aus dieser Kritik heraus ergab.
Zunächst beschäftigt sie sich mit dem Langue – Parole System der zwei Sprachebenen, um eine Grundlage zu bilden für die Auseinandersetzung mit dem Zeichensystem Saussures. Bei der Beschäftigung mit seinem Zeichenmodell war vor allem die Analyse der Eigenschaften des sprachlichen Zeichens wichtig. In dem letzten Kapitel schließlich wird die Weiterentwicklung des zweiseitigen Zeichenmodelles hin zum triadischen Modell durch Ogden und Richards skizziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zwei Sprachebenen – Langue und Parole

3.3. Sprache als soziale Institution

3.4. Langue vs. Parole

3. Das Zeichenmodell

3.1. Formaspekt und inhaltlicher Aspekt

3.2. Die psychische Natur des sprachlichen Zeichens

3.3. Kritik an Saussures Modell

3.4. Eigenschaften des sprachlichen Zeichens

3.4.1. Bilateralität

3.4.2. Arbitrarität

3.4.3. Linearität

3.4.4. Unveränderlichkeit/ Veränderlichkeit

4. Weiterentwicklungen des Saussureschen Modells - Das triadische Zeichenmodell am Beispiel von Ogden/ Richards

5. Schlußbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die semiotische Theorie von Ferdinand de Saussure, insbesondere sein zweiseitiges Zeichenmodell, untersucht die daran geübte Kritik und stellt die logische Weiterentwicklung zum triadischen Modell von Ogden und Richards dar, um ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise sprachlicher Zeichen und deren Rolle in der Kommunikation zu erlangen.

  • Grundlagen von Langue und Parole als soziale und individuelle Sprachebenen
  • Struktur und psychische Natur des dyadischen Zeichenmodells nach Saussure
  • Kritische Auseinandersetzung mit der statischen Natur des Saussureschen Modells
  • Detaillierte Analyse der Eigenschaften sprachlicher Zeichen (Arbitrarität, Linearität, Veränderlichkeit)
  • Einführung des triadischen Zeichenmodells als Lösung für kommunikationstheoretische Defizite

Auszug aus dem Buch

3.4.2. Arbitrarität

Arbitrarität meint die Beliebigkeit bzw. Willkürlichkeit eines sprachlichen Zeichens. Zwischen dem Bezeichneten und dem Bezeichnenden besteht eine beliebige, nicht naturnotwendige und auch nicht abbildende Beziehung. Diese Beziehung ist nur bei Symbolen vorhanden, ein sprachliches Zeichen stellt jedoch, wie bereits erwähnt, kein Symbol dar und es gibt keinen triftigen Grund, den Tisch ausgerechnet Tisch (und nicht etwa Stuhl) zu nennen. Saussure belegt die Beliebigkeit der Verbindung zwischen Bezeichnetem und Bezeichnendem durch die Tatsache, daß dasselbe Objekt der Realität von Sprache zu Sprache verschieden benannt wird.

Arbitrarität bedeutet jedoch auch, daß ein einzelner Sprecher die Sprache und die sprachlichen Ausdrücke nicht frei verändern kann, gegen ein solches (Miß-)Verständnis sprechen 2 Aspekte: der des Spracherwerbs und der der Kommunikation. Beim Spracherwerb erfährt der Sprecher den Zusammenhang zwischen dem Zeichen und seiner Bedeutung als eine gewohnheitsmäßige und obligate Verbindung. Aus diesem Grund stellt Saussure an den Anfang seines Cours im 1. Kapitel auch erst einmal eine Korrektur auf – Sprache ist eben keine Liste von Ausdrücken, die ebenso vielen Sachen entsprechen, im Gegenteil, es kommt dem Sprecher nur so vor, da er auf diese Weise Sprache erworben hat. Dieses Stück Holz mit 4 Beinen daran bedeutet eben Tisch usw. Die Zeichen haben ihre Bedeutung jedoch nicht durch ihre (nicht vorhandene) innere Bedeutsamkeit erhalten, sondern durch von außen aufgepfropfte, festgesetzte Regeln, durch Konvention also.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die semiotische Theorie von Ferdinand de Saussure ein und umreißt das Vorhaben, dessen Zeichenmodell zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.

2. Zwei Sprachebenen – Langue und Parole: Dieses Kapitel differenziert zwischen dem sozialen Aspekt der Sprache (Langue) und dem individuellen Sprechakt (Parole) als Grundlage für Saussures Theorie.

3. Das Zeichenmodell: Hier wird Saussures dyadisches Modell aus Vorstellung und Lautbild definiert sowie dessen Eigenschaften, wie Arbitrarität und Linearität, kritisch beleuchtet.

4. Weiterentwicklungen des Saussureschen Modells - Das triadische Zeichenmodell am Beispiel von Ogden/ Richards: Das Kapitel führt das semiotische Dreieck ein, um den interpretierenden Dritten und die außersprachliche Wirklichkeit in das Zeichenmodell zu integrieren.

5. Schlußbemerkung: Die Arbeit reflektiert die historische Bedeutung von Saussure als Begründer der modernen Sprachwissenschaft und dessen Einfluss auf die Sprachanalyse.

Schlüsselwörter

Semiotik, Ferdinand de Saussure, Langue, Parole, Zeichenmodell, Arbitrarität, Lautbild, Vorstellung, Triadisches Zeichenmodell, Ogden und Richards, Kommunikation, Sprachgemeinschaft, Linguistik, Zeichentheorie, Sprachanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Grundpfeilern der semiotischen Theorie von Ferdinand de Saussure und untersucht insbesondere den Aufbau seines Zeichenmodells.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Unterscheidung von Langue und Parole, die Eigenschaften sprachlicher Zeichen, Saussures zweiseitiges Modell sowie dessen Kritik und Erweiterung durch das triadische Modell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Verständnis für die semiotische Struktur sprachlicher Zeichen zu vertiefen und aufzuzeigen, wie Saussures zweiseitiges Modell in ein triadisches Modell überführt wurde, um Kommunikation besser abzubilden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur, insbesondere des Werkes von Ferdinand de Saussure sowie ergänzender semiotischer Forschungen.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse des Zeichenbegriffs, der psychischen Natur des Zeichens sowie der verschiedenen Eigenschaften, wie Bilateralität, Arbitrarität, Linearität und Veränderlichkeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Semiotik, Zeichenmodell, Arbitrarität, Langue, Parole, Lautbild, Vorstellung und die kommunikative Funktion von Sprache.

Warum hält Saussure Sprache für unveränderlich?

Saussure argumentiert, dass Sprache ein Erbe von Generationen ist und aufgrund ihrer Beliebigkeit (Arbitrarität) nicht willkürlich durch einzelne Individuen geändert werden kann, da dies rationale Normen verletzen würde.

Inwiefern unterscheidet sich das triadische Modell von Saussures Entwurf?

Während Saussures Modell nur das Bezeichnende und das Bezeichnete (dyadisch) umfasst, fügt das triadische Modell den Sprecher bzw. die außersprachliche Wirklichkeit hinzu, um den Prozess der Interpretation und Kommunikation abzubilden.

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Details

Title
Das Zeichensystem Ferdinand de Saussures
College
University of Rostock  (Institut für Philosophie)
Course
Zeichentheorien
Grade
Gut
Author
Ines Jachomowski (Author)
Publication Year
2003
Pages
11
Catalog Number
V37464
ISBN (eBook)
9783638367974
ISBN (Book)
9783638801751
Language
German
Tags
Zeichensystem Ferdinand Saussures Zeichentheorien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines Jachomowski (Author), 2003, Das Zeichensystem Ferdinand de Saussures, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37464
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