Der Soundtrack der Gesellschaft. Die Bedeutung der akustischen Umwelt für die kulturelle Identität


Bachelorarbeit, 2014
49 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Soundscape. Der Klang und seine Landschaft

3 Die auditive Wahrnehmung

4 Formen der Annäherung an das Thema „akustische Umwelt“
4.1 Soundscapes in der Musik und Klangkunst
4.2 Raymond Murray Schafer und das World Soundscape Project

5 Die Bedeutung der Soundscape für die kulturelle Identität
5.1 Die Klangebenen unserer Soundscape
5.1.1 Die natürlichen Klangebenen
5.1.2 Die kulturellen Klangebenen
5.2 Die Dynamiken der Klangebenen

6 Schlusswort

7 Literaturverzeichnis

„Dem Klang haftet immer etwas Zauberhaftes, Magisches an. Er wird, bewusst oder unbewusst, als unmittelbarste Wesensäußerung von Göttern, Geistern, Menschen oder Dingen empfunden. Irgendein Verborgenes äußert sich, offenbart sich, kündet, droht und schmeichelt, zieht uns in sein Wesen hinein.

Nichts beeinflusst uns, überzeugt uns so unmittelbar wie der Klang.“1

1 Einleitung

Es gab einen bestimmten Zeitpunkt, an dem ich mich für die Soundscape oder auch Klanglandschaft von Orten zu interessieren begann. Ich stand am Bahnsteig der Regionalzüge am Berliner Alexanderplatz und der aus Brandenburg kommende Zug fuhr ein und wieder ab Richtung Ostbahnhof. Beim Abfahren der Lok erklang ein Laut, ähnlich wie eine klar gespielte aufsteigende Tonleiter, welcher mich an ein Orchester erinnerte, dessen Musiker gerade ihre Streichinstrumente für den großen Auftritt stimmen. Das hat mich fasziniert und mich auf den Gedanken gebracht, dass sich der gesamte Betrieb eines Bahnhofes, beziehungsweise das Zusammenspiel seiner Geräusche, anhört wie ein experimentelles Musikstück - das Quietschen der Zugbremsen und Rolltreppen, Pfeifen, dunkles Röhren, rhythmisches Klappern, die elektronischen Durchsagen etc. Und nicht nur der ästhetische Aspekt von den Geräuschen der Umwelt kam mir in den Sinn, sondern ebenfalls die emotionale Kraft, die bestimmte Klänge für Menschen haben können. In den Soundscapes der Bahnhöfe, besonders der Hauptbahnhöfe, schwingt für mich beispielsweise immer eine gewisse freudige Aufregung mit, hier sammeln sich die verschiedensten Emotionen und Erwartungen von Menschen, die irgendwohin wollen oder von irgendwoher herkommen. Die Stimmung ist aufgeladen und das alles zusammen macht einen Bahnhof zu einem spannenden und „vibrierenden“ Ort. So hat jeder Ort seinen ganz eigenen Klang, seine Soundscape, welche einen großen Teil seiner Identität ausmacht. Als ich nach Instanbul reiste, war ich begeistert von den für mich fremdartigen Stadtgeräuschen, wie dem regelmäßigen Ruf des Muezzins zum Gebet, den durcheinander redenden und rufenden Menschenstimmen, dem Möwengeschrei und den Musikfetzen, die von verschiedenen Seiten ans Ohr drangen. Nach dieser aufregenden Reise kam ich voller neuer Eindrücke wieder nach Berlin zurück und wurde von der mir so vertrauten Soundscape der deutschen Hauptstadt umarmt und willkommen geheißen, ich fühlte mich sicher und zu Hause. Klanglandschaften lösen Emotionen aus. Sie schaffen Identität.

In dieser rbeit werde ich mich mit dem Thema „Soundscapes“ - sprich mit den Klanglandschaften unserer Umwelt befassen. Die Soundscape unserer Erde hat sich erst seit der industriellen und elektrischen Revolution radikal verändert, durch die industrielle und technische Entwicklung ist es laut geworden in unserer Welt und die Lärmproblematik sowie mit einhergehende Gesundheitsschädigungen sind ein aktuelles gesellschaftliches Thema.

Spätestens seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert gehört der Lärm zu den größten und bis heute ungelösten Problemen urbanen Lebens.2 Forderungen nach der sinnvollen Gestaltung unserer akustischen Umwelt werden laut und die Menschen beginnen sich vermehrt mit dem Thema des Akustikdesigns auseinanderzusetzen. Aber dies ist meiner Meinung nach ein Schritt zu viel, vielmehr müssen die Menschen erst einmal wieder für das bewusste Hinhören an sich, für die Soundscape ihrer Umwelt, sensibilisiert werden. Ein treffendes Zitat aus dem Buch „Soundscapes: kustische Landschaften“ von Hans U. Werner lautet: „ kustikdesign sollte niemals eine von oben kontrollierte rt des Designs werden. Es ist eher ein Wiederauffinden einer bedeutsamen auditiven Kultur.“3 Und genau mit dieser These möchte ich mich in dieser Arbeit beschäftigen. Ich werde verschiedene Ansätze herausarbeiten, mit denen sich die Menschen in der jüngeren Vergangenheit dem Thema „auditive Kultur“ genähert haben und so eine neue und wertschätzende Sichtweise auf die Klanglandschaften bekommen haben, wie beispielsweise in der Kunst durch die Musique concrète, welche in erster Linie aus industriellen Geräuschen besteht, oder in der Wissenschaft durch Personen wie Murray Schafer, der in den 70er Jahren die Soundscapes verschiedener Orte untersucht hat, um eine Basis für die bewusste Gestaltung von Klanglandschaften zu schaffen. Besonders aber möchte ich mich mit der Sichtweise auseinandersetzen, dass Klanglandschaften unserer Umwelt Kulturlandschaften sind, die man festhalten, erforschen und schützen sollte. Diese Sichtweise ist meiner Meinung nach eine Voraussetzung für eine aktive und positive Gestaltung der auditiven Umwelt, steht aber noch sehr im Hintergrund. Es gibt zum Beispiel kein einziges Museum für Geräusche auf der Welt, welches man besuchen kann. Es entstehen zurzeit allerdings einige Online-Museen, deren Betreiber es sich zur Aufgabe gemacht haben, Geräusche zu archivieren, beispielsweise das deutsche Online-Archiv für verschwindende Geräusche namens „Conserve the Sound“4. Die Verschiedenartigkeit der Zusammensetzung städtischer Klanglandschaften bedeutet eine wertvolle kulturelle Vielfalt, sie ist ein wichtiges Element unserer Alltagskultur. Jedoch ist in unserer Gesellschaft eine abwertende Haltung gegenüber der urbanen Soundscape verbreitet, sie wird meist reduziert auf „Lärm“, auf ein ungewolltes Nebenprodukt. Folglich gibt es in den meisten europäischen Städten zwar Konzepte und Regelungen für einen Lärmschutz, aber die kulturgeschichtliche und kulturwissenschaftliche Betrachtung des Themas bleibt auf der Strecke.5 Was sagen Klänge über ihren Ort aus, wie kann man eine Soundscape lesen? Ich möchte zeigen, dass die Soundscape eines Ortes aufgrund ihrer Wiedererkennungsfunktion ein nicht wegzudenkender Bestandteil seiner kulturellen Identität ist und dass es notwendig ist sowohl die Soundcape der Gegenwart bewusst wahrzunehmen und zu erforschen, als auch die Soundscape der Vergangenheit, um Veränderungen zu bemerken und auf diese konstruktiv eingehen zu können. „Die genauere Analyse der Soundscapes und ihr Vergleich untereinander bringt͙eine Verschiedenheit zu Tage, die die Interpretation von Soundscape als Kulturerbe rechtfertigt.“6

2 Die Soundscape. Der Klang und seine Landschaft.

Der Begriff „Soundscape“, auf Deutsch „Klanglandschaft“, ist eine Kombination der Wörter „Sound“ (Klang) und „Landscape“ (Landschaft) und wurde erstmalig Ende der 1960er Jahre sowohl von dem kanadischen Komponisten und Musikwissenschaftler Raymond Murray Schafer in seiner Publikation „The Tuning of the World“, als auch von dem Stadtplaner Michael Southworth verwendet7 und stellt die Beziehung zwischen Klang und Umwelt dar. Im deutschsprachigen Raum ist der Begriff seit Anfang der 1990er Jahre bekannt und hat mittlerweile einen festen Platz im fachlichen Sprachgebrauch.8 „Klang“, entspringt der gleichen Wurzel wie das Wort „klingen“. Das lateinische Wort „clangere“ bedeutet „schallen“ oder auch „schreien“ und bezieht sich folglich in erster Linie auf etwas lautes. Das „Geräusch“ liegt dem Wort „rauschen“ zugrunde, welches wie das Verb „sausen“ ursprünglich eine schnelle Bewegung ausdrückte. Mit der Zeit erweiterte sich seine Bedeutung, so dass der Begriff heute beliebige Höreindrücke bezeichnet. Mit Klang wird heutzutage vor allem die Charakteristik eines Instrumentes oder einer Stimme beschrieben.9

Aus physikalischer Sicht handelt es sich um mehrere zusammenkommende Schwingungen10 und deren Wirkung auf das Hörorgan. Die wahrgenommenen Druck-, beziehungsweise Schallwellen, liefern sowohl Menschen, als auch Tieren Informationen über die Beschaffenheit ihrer Umwelt und spielen daher eine wichtige Rolle für Orientierung und Lebensbedingungen in einem Raum. So kann Klang vor eventuellen Gefahren warnen, wie beispielsweise dem schnellen Herannahen eines Autos, dem Lauern eines wilden Tieres im Gebüsch oder einem aufziehenden Unwetter. Des Weiteren kann ein Lebewesen durch sein Hörorgan erkennen, ob sich eine Wand oder ein größerer Gegenstand in seiner Nähe befindet.11 Im Gegensatz zu Bildern, die persistent sind, zeichnen sich Klänge durch ihre Flüchtigkeit aus.12 Das Ohr kann den Klang nur in einem bestimmten Zeitraum wahrnehmen, solange bis er vergeht, beziehungsweise verklingt. Das Auge dagegen kann beliebig oft zu dem wahrgenommenen Bild zurückkehren. Der Wortbestandteil „scape“, (-schaft), entwickelte sich aus dem gotischen Begriff „skapian“, der so viel bedeutet wie „schaffen“ und „bilden“, beziehungsweise von dem aus dem Germanischen kommenden Begriff „skapja“, welcher mit den Worten „schaffen“ und „gestalten“ zu übersetzen ist. Heutzutage bezeichnet er die Beschaffenheit oder den Zustand von Dingen, so wie die Landschaft die Existenz von natürlichen Elementen beschreibt, also in erster Linie ein Ausdruck für geografische und landschaftsökologische spekte ist. Durch das „scape“ in „Soundscape“ wird dem Wort „Sound“ eine räumliche Dimension verliehen.13 R. Murray Schafer stellte seinen Begriff Ende der 1990er Jahre mit den Worten „die Landschaft mit den Ohren sehen“ vor und beschrieb die Klanglandschaft der Umwelt als eine den Menschen umgebenden akustische Hülle, die repräsentativ ist für eine erlebbare, gegebene räumliche oder örtliche Situation und ihrer geografischen, kulturellen, technischen wie gesellschaftlichen Eigenheiten. Dabei fordert sie vom (Zu-)Hörer ein Rundumhören, das sich der frontalen Rezeption, welche in unserer Gesellschaft zur Wahrnehmungsgewohnheit geworden ist, entgegenzusetzen versucht.14 Die Wahrnehmung von Klanglandschaften geht immer mit persönlichen Interpretationen einher. Unterschiedliche Menschen haben auch unterschiedliche Assoziationen bei bestimmten Klängen, die aufgrund von individuellen Erinnerungen, Erfahrungen und Emotionen entstehen. So kann aus einer Klanglandschaft eine Gefühlslandschaft entstehen. „Klanglandschaft ist daher eine Kulturlandschaft, eine Landschaft des Menschen, die auf der Grundlage von gegenwärtiger Wahrnehmung von Stimmungen, Erinnerungen und Imaginationen gebildet wird.“15

3 Die auditive Wahrnehmung

„Solange wir hören und wie wir etwas hören, das sagt uns vibrationsempfänglichen Kreaturen etwas darüber, wie es um die Mitkreatürlichkeit der Welt um uns herum bestellt ist. Klangökologisch sind wir von vornherein nie allein, klanganthropologisch drum stets antwortend und uns einpassend in`s Schwingungskontinuum der jeweiligen Umgebung: hörend an Ohren und Magen, Oberschenkelhalsknochen und Kranium, mitschwingend im Larynx und zahllosen Schleimhäuten und Sehnen unseres Leibes, Membranen sind wir.“16

Hören. Sowohl in der deutschen Sprache, als auch im Französischen und im Englischen unterscheidet man zwischen Hören und Zuhören, zwischen hörendem Verstehen und hörendem Lernen. Im Deutschen hat die Bedeutung des Verbes Hören eine enge und sprachgeschichtlich fortdauernde Beziehung zu den Wörtern „gehorchen“ und „hörig“, beispielsweise kann „Hören“ oder „Horchen“ in bestimmten Kontexten und Situationen bedeuten „einer ufforderung nachzukommen“.17 Jeder kennt den Ausdruck, beziehungsweise den Zustand „nicht hören zu wollen“. Vermutlich liegt der Ursprung dafür in der Zeit der Schuldknechtschaft, in der die so genannten Hörigen von einer Befehls- und Ratsgewalt eines Grundherrn rechtlich abhängig waren. Das englische „Hear“ sowie das deutsche „Hören“ lassen sich zurückführen auf die indogermanische Wurzel „Keus“, die sowohl mit „darauf achten, merken und bemerken“ zu übersetzen ist, als auch mit „Sehen“ und damit eine sehr bedeutende sinnliche Rolle zugeschrieben bekommt. Seit dem 16. Jahrhundert wuchs allerdings der Zweifel an Inhalten, die nicht schriftlich festgehalten waren, sondern ausschließlich verbal übertragen wurden. Der usdruck „Hörensagen“ (im englischen ist es das „Hearsay“) steht für Gerüchte, für zweifelhafte Glaubwürdigkeit und ist damit eher negativ behaftet.18 Das so genannte „nicht hören wollen“ ist allerdings kein Phänomen der Moderne, sondern bereits Luther beklagte sich darüber, dass die Menschen in der Kirche einschlafen, wenn ihnen nichts besonders exotisches erzählt wurde. Kinder und Jugendliche widersetzen sich, wahrscheinlich schon seit Menschengedenken, ihren Eltern, indem sie ihnen nicht gehorchen, eben nicht hören wollen. Junge Menschen bevorzugen oftmals sehr laute Musik, was ebenfalls als Protest gegenüber allem möglichen gedeutet werden kann.19 Laute Musik kann die Funktion eines Kokons haben, durch den man von der ußenwelt abgeschirmt ist und ausschließlich seine „eigene Welt“ hört. Sowohl Sehen, als auch Hören, sind Fernsinne, wobei das Sehen ein objektivierender, distanzbildender Sinn ist, der die Dinge auf bstand festhält, sozusagen erstarren lässt. „Beim Sehen sind wir die Herren der Welt, denn wir sind am wenigsten körperlich affiziert“20. Das Sehen ist beständig, dauerhaft und gilt deswegen auch als Sinn der Erkenntnis.21 Ein Bild oder etwas Geschriebenes kann wieder und wieder vom Auge abgerufen werden und damit seine Existenz beweisen. Das Gehörte dagegen ist flüchtig, es vergeht und ist auf einmal nicht mehr da. Aus diesem Grund verlässt man sich in der Wissenschaft eher auf das Sehen, als auf das Hören, das Hören hat seinen Platz im Bereich des Spirituellen, des Glaubens und der Religionen. Auch beim Thema Umweltverschmutzung spielt dieser Unterschied eine große Rolle. Ist eine Verschmutzung der Umwelt sichtbar, wird sie recht zügig thematisiert und es wird reagiert, während hörbare Umweltverschmutzung oftmals erst Beachtung findet, wenn die Schmerzgrenze längst überschritten ist und akustische Verletzungen entstanden sind. Hören ist ein „Tauchsinn“22, es lässt die Umwelt ein und ist damit ein sozialer Sinn, ein Sinn der Verbundenheit. Es können nur soziale Gemeinschaften entstehen, wenn ihre Mitglieder lernen, einander zuzuhören.23 Hören ist aber auch ein sehr verletzlicher Sinn, denn ein Klang dringt im wahrsten Sinne des Wortes in den Körper, beziehungsweise in das immer geöffnete Hörorgan ein und berührt es.24 „͙, wenn man schönen Klängen zuhört, zum Beispiel den Tönen von Musik, ist das, als spüre man die Zunge eines Liebhabers im Ohr.“25 Das Sehen bezeichnet man als den edelsten Sinn des Menschen und das Hören als den unersetzlichsten Sinn.26 Durch das Hörorgan nimmt der Mensch Schallereignisse, wie Töne, Klänge und Geräusche, wahr, die er anhand seines Wissens und seiner Erfahrungen zu Hörereignissen interpretiert. Die meisten Menschen wissen, wie sich ein vorbeifahrendes Auto anhört oder das Klingeln eines Telefons. Das bloße Hören ist ein physiologisches Phänomen und der Vorgang des Zuhörens ein psychologischer, bei dem der Hörende versucht, Zeichen zu verstehen, beziehungsweise bestimmte Codes entschlüsselt.27 Hören bezieht sich immer auf einen begrenzten Zeitausschnitt, aus dem sich der Mensch aus allen Geräuschen, die er hört, die für ihn wichtigen bewusst oder auch unbewusst herausangelt und ihnen eine bestimmte Bedeutung zuschreibt. Dieses Selektieren ist auch die einzige Möglichkeit des Ohres, sich zu schützen, da es sich nicht verschließen kann.28 Die Selektion einer akustischen Reizvielfalt in wichtige und unwichtige Informationen ist entweder erlernt, situationsabhängig oder aber beeinflusst von individuellen Zielen, welche eine Person verfolgt. Einem in die Natur flüchtenden Großstädter macht ein Rascheln im Gebüsch eventuell Angst, weil er denkt, dass es ein gefährliches Tier sein könnte, während jemand, der sich dort auskennt, weiß, dass das Geräusch harmlos ist und er es deswegen gar nicht hört. Ein Jäger dagegen spitzt vorsätzlich seine Ohren und lauscht angestrengt nach Rascheln im Gebüsch, da er das Ziel hat, eine Beute zu machen.29 Wenn die Menschen schlafen, dann fungiert das Ohr als Wächter, denn es trennt gewohnte Geräusche von ungewohnten Geräuschen.30 Klänge spielen außerdem eine wichtige Rolle für die Orientierung des Menschen in seinem Alltag und seiner Umwelt sowie für die Verständigung mit anderen Menschen, Tieren - und Maschinen. Das Hörorgan hat sich im Laufe der Evolution zu einem sehr genauen Messinstrument entwickelt, da es ein Sinn ist, der sich nach innen wendet. Es ist in der Lage, mehrere Klangquellen auf einmal zu verfolgen und feinste klangliche Veränderungen zu erkennen. Meist nehmen Menschen die Affektivität einer Aussage schneller wahr, als ihre rationale Bedeutung.31 Mithilfe des Ohrs können außerdem räumliche Beziehungen sowie die Schnelligkeit von Bewegungen eingeschätzt werden. Die so genannten Schallereignisse müssen einen bestimmten Lautstärkepegel aufweisen, damit sie gehört werden. Am empfindlichsten ist das menschliche Hörorgan im Bereich von 2000 bis 4000 Hertz32 und der maximal wahrnehmbare Frequenzbereich liegt zwischen 16 und 20000 Hertz.33 Vor langer Zeit, als der Mensch noch einer unerforschten und dadurch bedrohlichen Umwelt gegenüberstand, war das Hörorgan sein wichtigster Schutz. „In den unberührten Wäldern Nordamerikas, wo man allenfalls wenige Meter sehen konnte, war das Gehör der wichtigste Sinn.“34 Die abendländische Kultur war ursprünglich keine Kultur des Sehens, so wie sie es heute ist. Die auditive Kultur hatte in der griechischen Gesellschaft eine bedeutende Rolle. Erst zum vierten vorchristlichen Jahrhundert hin kam es, in erster Linie in den Bereichen der Wissenschaft, Kunst und Philosophie, zu einem so genannten Primat des Sehens. Der Philosoph Heraklit erklärte, dass die Augen genauere Zeugen als die Ohren seien und er nannte Pythagoras, der die auf Tönen beruhende Sphärenharmonie erfand, einen „ hnherrn der Schwindler“, was den Übergang vom Hörprimat zum Sehprimat deutlich macht, der sich spätestens in der Zeit von Platons Höhlengleichnis, indem ausschließlich das Sehen eine Rolle spielt, vollständig durchgesetzt hatte. Dass wir uns in einer Kultur befinden, in welcher der Fokus auf dem Sehen liegt und das Hören zweifelnd betrachtet wird, beweist die Tatsache, dass eine Person, die Stimmen hört, erst einmal als geisteskrank abgestempelt wird. Hat jemand dagegen Visionen, gilt er als Vordenker.35 Bei den indigenen Völkern im nördlichen Polargebiet, beispielsweise in Kanada, beeinflusst der akustische Raum den Visuellen, er dominiert ihn sogar.36 Der US-amerikanische Anthropologe Edmund Carpenter beschreibt das Wahrnehmungsverhalten der dort lebenden Menschen wie folgt: „Ich kenne niemanden bei den Aivilik, der Raum in erster Linie mit visuellen Begriffen beschreibt. Für sie ist Raum nichts Statisches und deshalb nichts Messbares; daher verfügen sie über keine formalen Einheiten der Raumvermessung, ebenso wie sie keine einheitliche Zeiteinteilung haben. Wer etwas schnitzt, bezieht sich nicht auf optische Anforderungen; er lässt jedes Stück seinen eigenen Raum einnehmen, schafft seine eigene Welt, die auf keinen Kontext oder irgendetwas ußenstehendes verweist ͙ uf ähnliche Weise, wie das Geräusche tun, schafft sich jede Schnitzerei ihren eigenen Raum, ihre eigene Identität, sie definiert ihre eigenen Voraussetzungen.“37 Da die Menschen im Mittelalter von einer vollkommen anderen Klangumwelt umgeben waren, als die Menschen heute, haben sie auch auf andere Art und Weise gehört, beziehungsweise ihren Hörsinn anders benutzt. Der Schalldruck, welcher zum Hervorrufen eines Höreindrucks mindestens notwendig ist, war in dieser Zeit wegen des geringeren Grundgeräuschpegels viel niedriger als heute. Folglich konnten die Menschen von damals viel besser leise Geräusche wahrnehmen als die heutigen Menschen und umgekehrt spielte sich die gesamte Kommunikation, zu der sowohl Gespräche, als auch Signale und Musik gehören, auf einem viel geringeren Lautstärkepegel ab.38 Die rein akustische Kommunikation sowie die damaligen infrastrukturellen Bedingungen im Frühmittelalter erschwerten die Einrichtung einer zentralen Verwaltung für die zu regierenden Gebiete, die teilweise größer waren als die Staaten der heutigen Zeit und Informationen konnten schließlich nur über das Hören vermittelt werden. Mittelmänner machten die Kommunikation zwischen den Herrschern und ihren Untertanen möglich. Der Kontakt durch den mithilfe des Gehörsinns war in dieser Zeit die einzige Möglichkeit in der Politik. Die einzigen, die lesen und schreiben gelernt hatten, waren die Mönche.39 Dies änderte sich drastisch durch die Entwicklung der Druckerpresse sowie durch die perspektivische Malerei in der der Zeit der Renaissance. Die Hinwendung zum visuellen Sinn verstärkte sich, denn von jetzt an wurden Informationen nicht mehr hörend, sondern sehend erfahren.40 Der technische Fortschritt in der Moderne veränderte sowohl die Kommunikation, als auch die akustische Umwelt. Durch Erfindungen wie das Telefon konnte man nun auf einmal Menschen hören, die gar nicht neben einem standen, die man nicht einmal sehen konnte. Mit dem Radio oder dem Schallplattenspieler war es möglich, ein Konzert zu hören, obwohl man sich gar nicht im Konzertsaal befand - und trotzdem nahm man den gleichen Raum wahr, wie die Menschen, die das Konzert live mitbekamen. Plötzlich war es sogar möglich, Klänge so oft wie man wollte wiederzugeben.41 Die menschlichen Sinnesorgane haben sich mit der Erfindung der elektrischen Energie noch nicht verändert, jedoch die Ebene, auf der sie Eindrücke formen. So können elektronische Techniken heutzutage einen Sinneseindruck in ein elektrisches Signal umwandeln und wieder zurückübersetzen, so dass es die Sinne wahrnehmen können.42 Durch die technische Reproduzierbarkeit wurden die Sinnesorgane Auge und Ohr, welche sich ursprünglich in ihren Fähigkeiten ergänzten, auf unnatürliche Weise getrennt. Die Menschen konnten früher nur akustische Ereignisse schaffen, deren Intensität sich mit dem Auge messen konnte. Heutzutage ist der Hörer oftmals vom Klangereignis getrennt43 und Klänge verlieren durch ihre ständige Gegenwart in Westeuropa an Bedeutung, vielmehr noch, die Menschen entwickeln bemerkenswerte Fähigkeiten, um die Geräusche ihrer Umgebung zu ignorieren,44 beispielsweise indem sie sich mithilfe von digitalen Musikplayern in eine private akustische Welt flüchten. Die grundlegende Veränderung der akustischen Umwelt hat eine weltweite Lärmbelästigung mit sich gebracht. „Es scheint, als habe die Soundscape der Welt derzeit ein Maximum an Vulgarität erreicht, und viele Fachleute sagen als deren letzte Konsequenz eine universelle Taubheit voraus, sollte es nicht gelingen, das Problem rasch unter Kontrolle zu bekommen.“45 Lärm und die so genannte universelle Taubheit bedingen sich gegenseitig, denn wenn die Menschen von Beginn an aufmerksam gehört hätten, gäbe es kein Lärmproblem, so die These des Musikwissenschaftlers R. Murray Schafer.46 In einer Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz aus dem Jahre 2011 wird davon ausgegangen, dass sich 66% der Bürger in Deutschland insbesondere durch Verkehrslärm belästigt fühlen. Eine repräsentative Umfrage in 25 europäischen Städten im Jahre 2004 machte deutlich, dass Lärm ein europäisches Problem darstellt,47 welches bei den Menschen Störungen und Krankheiten wie Gehörschädigungen, Kommunikationsstörungen, Lern- und Konzentrationsstörungen sowie Schlafstörungen hervorruft.48 Die Lautstärke eines PKWs im Straßenverkehr liegt bei 75 Dezibel, die eines Presslufthammers bei 100.49 Die Menschen müssen sich darüber bewusst werden, dass sie diejenigen sind, die maßgeblich an der Produktion der akustischen Umwelt beteiligt sind, in erster Linie sind sie die Gestalter ihrer Soundscape. Die Technik wurde schließlich auch vom Menschen erfunden. Eine Studie ergab jedoch, dass technische Laute in technologisch fortgeschrittenen Ländern deutlich negativer bewertet werden, als in Teilen der Welt, in denen sie neuartig sind.50 Doch nicht nur die lauten Geräusche werden abgelehnt. Menschen in der westlichen Welt meiden die Stille, vielleicht auch unterbewusst. Um sich zu vergewissern, dass der Mensch nicht allein ist, produziert er Klänge. Klang bedeutet folglich (menschliches) Leben. Die völlige Stille würde also die Aufhebung der Existenz des Menschseins bedeuten und der Mensch der Moderne fürchtet den Tod wie keiner vor ihm. Wenn Menschen kommunizieren und eine Gesprächspause, sozusagen ein Zeitraum der Stille, entsteht, fühlen sie sich unwohl. Wenn einer nichts zu sagen hat, spricht, wenn möglich, jemand anders.51 Moderne Autoren assoziieren Stille unter anderem mit den Worten feierlich, bedrückend, todesähnlich, dumpf, merkwürdig, schrecklich, düster, brütend, ewig, schmerzhaft, einsam, schwer, verzweifelt, starr, spannungsvoll, quälend und alarmierend.52 Finnland ist das einzige europäische Land, indem Gesprächspausen nicht als negative Blockade bewertet werden, sondern als Zustimmung.53 Die auditive Wahrnehmung wird kulturell geprägt. Der Mensch hat eine vielseitige genetische Ausstattung, aber es ist abhängig von der Umwelt, in die er hineingeboren wird, was von der Ausstattung letztendlich genutzt wird und werden kann. Ein Mensch stellt sich mit seiner Wahrnehmungsfähigkeit auf ein Sprachumfeld ein. Die frequenzabhängige Hörempfindlichkeit eines Menschen wird von der Muttersprache beeinflusst. So können Asiaten beispielweise das R nicht imitieren, da sie es nicht hören, weil es in ihrer Sprache nicht existent ist. Jedoch ist erwiesen, dass der Lernprozess niemals abgeschlossen ist, er dauert das ganze Leben an.54 Auch Handlungen des Zuhörens sind durch Kultur geprägt, wie das Verhalten bei rituellen oder feierlichen Anlässen oder aber im Konzertsaal. Hörhaltungen einer Ethnie entstehen über Jahrhunderte, sogar Jahrtausende und entwickeln sich teilweise zu unnatürlichen Formen. „Krächzend und fistelnd singt die Gemeinde bestimmte Verse. Die Körperstarre hochbürgerlicher Konzertkultur darf sich erst im Applaudieren lösen, gelegentlich im Räuspern und Husten, Räkeln und Tuscheln und selten in abschließenden Buh- und Bravorufen.“55 Viele Menschen der westlichen Gesellschaft verbinden das Zuhören mit einer ruhigen und konzentrierten und vor allen Dingen intellektuellen Tätigkeit, bei welcher der Körper angespannt, aber unbewegt ist. In anderen Kulturen dagegen gilt die Bewegung als wichtige Voraussetzung für das Hören. Die Menschen in Kulturen, die in erster Linie mündlich organisiert sind, haben andere Techniken Informationen zu speichern und wieder abzurufen als literarisierte Gesellschaften. Das Hörverhalten beeinflusst also auch Erinnerungsvorgänge -und methodiken. In oralen Gesellschaften sind die Kommunikationsprozesse unmittelbar körperlich organisiert, Informationen sind in den Körper „einverleibt“. Damit das Gesagte, der Inhalt, nicht verschwindet, ist ein spontanes Verhalten notwendig.56 „Sprechen und Zuhören, ktion und Reaktion müssen zeitgleich erfolgen - sozusagen als eine ständige kollektive Improvisation. Aus unserer Sicht mag diese Form des Zuhörens unkonzentriert erscheinen. Doch der Rhythmus, egal ob in Sprache oder Musik, bietet die Möglichkeit, eine Erfahrung so zu übermitteln, dass sie im Empfänger gleichzeitig auch entsteht und direkt nacherlebt werden kann.“57 Bei dieser Art von Informationsübermittlung spielt nicht die Abstraktion eine große Rolle, sondern die emotionale Erregung, welche konkrete physiologische Auswirkungen auf Muskeln, Kreislauf, Atmung, Gehirnströme, also auf den gesamten Organismus hat. Das kulturelle Gedächtnis der Menschen befindet sich tief im Körper.58

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1 Schulze, Holger und Wulf, Christoph: Klanganthropologie, Performativität - Imagination-Narration, Akademie Verlag, Berlin, 2007, Seite 107

2 Vgl. Volmar, Axel und Schröter, Jens: Auditive Medienkulturen, Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung, transcript Verlag, Bielefeld, 2013, Seite 243

3 Werner, Hans U.: Soundscape-Dialog, Landschaften und Methoden des Hörens, Vandenhoeck & Ruprecht, 2006, Seite 22

4 Siehe http://www.conservethesound.de, zuletzt aufgerufen am 15.11.2014

5 Vgl. Schirmer, Karoline: Stadtlandschaft als akustische Kulturlandschaft - ein verkanntes Kulturerbe, WEIDLER Buchverlag, Berlin, 2013, Seite 9

6 Ebd., Seite 9

7 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 153 f.

8 Vgl. Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 14 f.

9 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 68 f.

10 Vgl. Koch, Felicitas: Urbane Klanglandschaften im Kontext ortsspezifischer und globaler akustischer Situationen, GRIN Verlag, 2012, Seite 6

11 Vgl. Schirmer, Karoline: Stadtlandschaft als akustische Kulturlandschaft - ein verkanntes Kulturerbe, WEIDLER Buchverlag, Berlin, 2013, Seite 16

12 Vgl. Volmar, Axel und Schröter, Jens: Auditive Medienkulturen, Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung, transcript Verlag, Bielefeld, 2013, Seite 12

13 Vgl. Schirmer, Karoline: Stadtlandschaft als akustische Kulturlandschaft - ein verkanntes Kulturerbe, WEIDLER Buchverlag, Berlin, 2013, Seite 21

14 Vgl. Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 14

15 Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 154

16 Schulze, Holger: Gespür - Empfindung - Kleine Wahrnehmungen, transcript Verlag, Bielefeld, 2012, Seite 239

17 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 59

18 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 61 f.

19 Vgl. ebd., Seite 135

20 Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 39

21 Vgl. Ebd.

22 Vgl. Schulze, Holger und Wulf, Christoph: Klanganthropologie, Performativität - Imagination - Narration, Akademie Verlag, Berlin, 2007, Seite 244

23 Vgl. ebd., Seite 28

24 Vgl. Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 39 f.

25 Ebd., Seite 49

26 Vgl. ebd., Seite 39 f.

27 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 76

28 Vgl. ebd., Seite 16 f.

29 Vgl. Schirmer, Karoline: Stadtlandschaft als akustische Kulturlandschaft - ein verkanntes Kulturerbe, WEIDLER Buchverlag, Berlin, 2013, Seite 45 f.

30 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 18 ff.

31 Vgl. Schulze, Holger: Sound Studies: Traditionen - Methoden - Desiderate, transcript Verlag, Bielefeld, 2008, Seite 185

32 Vgl. Schirmer, Karoline: Stadtlandschaft als akustische Kulturlandschaft - ein verkanntes Kulturerbe, WEIDLER Buchverlag, Berlin, 2013, Seite 16 ff.

33 Vgl. ebd., Seite 30

34 Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 7

35 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 31 ff.

36 Vgl. Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 261 f.

37 Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 261

38 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 97

39 Vgl. ebd., Seite 102

40 Vgl. Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 47

41 Vgl. Schirmer, Karoline: Stadtlandschaft als akustische Kulturlandschaft - ein verkanntes Kulturerbe, WEIDLER Buchverlag, Berlin, 2013, Seite 23

42 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 22

43 Vgl. ebd., Seite 18

44 Vgl. Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 47

45 Ebd., Seite 35 f.

46 Vgl. ebd., Seite 35

47 Vgl. Schirmer, Karoline: Stadtlandschaft als akustische Kulturlandschaft - ein verkanntes Kulturerbe, WEIDLER Buchverlag, Berlin, 2013, Seite 30 ff.

48 Vgl. ebd., Seite 24

49 Vgl. ebd., Seite 35

50 Vgl. Schafer, R. Murray: Die Ordnung der Klänge, Eine Kulturgeschichte des Hörens, Schott Music GmbH & Co. KG, 2010, Seite 245

51 Vgl. ebd., Seite 411

52 Vgl. ebd., Seite 243

53 Vgl. Schwabe-Broszinsky, Edith: Interkulturelle Kommunikation, Missverständnisse - Verständigung, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, 2011, Seite 111

54 Vgl. Schirmer, Karoline: Stadtlandschaft als akustische Kulturlandschaft - ein verkanntes Kulturerbe, WEIDLER Buchverlag, Berlin, 2013, Seite 19

55 Vgl. Schulze, Holger: Sound Studies: Traditionen - Methoden - Desiderate, transcript Verlag, Bielefeld, 2008, Seite 152

56 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 130 f.

57 Ebd., Seite 131

58 Vgl. Bernius, Volker/ Kemper, Peter/ Oehler, Regina/ Wellmann, Karl-Heinz: Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 2006, Seite 131

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten

Details

Titel
Der Soundtrack der Gesellschaft. Die Bedeutung der akustischen Umwelt für die kulturelle Identität
Hochschule
Fachhochschule Potsdam
Note
1,5
Autor
Jahr
2014
Seiten
49
Katalognummer
V374687
ISBN (eBook)
9783668521612
ISBN (Buch)
9783668521629
Dateigröße
1173 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soundscape, Klanglandschaften, Umwelt, Änderung, Lärm, Akustik, Akustische Umwelt, R.Murray Schafer, Kulturelle Identität, Klang, Identität, Klanglandschaft, Elektrische Revolution, Lärmproblematik, Akustikdesign, Auditive Kultur, Murray Schafer, Kulturlandschaft, Museum für Geräusche, Geräusche, Kulturerbe, Akustisches Kulturerbe, Auditive Wahrnehmung, Akustische Hülle, Wahrnehmung, Hören, Zuhören, Immaterielles Kulturerbe, Sound, Musik und Emotion, Stockhausen, John Cage, Stadtlandschaft, Identitätsbildung, Kulturwissenschaft des Klanges, Kulturelles Gedächtnis, Soundscapes, Auditive Erinnerung, Akustischer Reiz, Soundmarks, Geräuschewandel, Psychoakustik, Bedeutung von Klängen, Hörspiel, Klangebenen, Ebenen einer Klanglanschaft, Verstehendes Hören, Kontext des Klanges, Technische Klangebene, Architektonische Klangebene, Kulturelle Klangebene
Arbeit zitieren
Susanne Reineck (Autor), 2014, Der Soundtrack der Gesellschaft. Die Bedeutung der akustischen Umwelt für die kulturelle Identität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374687

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