Diese Arbeit hat sich umfassend mit automobilen Antriebstechniken befasst und aus Kundensicht die Kosten und den Nutzen erörtert. Um das Ziel zu verfolgen wurden die Grundlagen dargestellt. Hierzu gehörten die Informationen über den deutschen Automobilmarkt, dessen Historie und aktueller Aufbau. Dem folgend wurden die möglichen Antriebsarten, die dem Kunden angeboten werden, erläutert. Auf dieser Basis wurde die gedankliche Nutzenwaage entworfen. Als Grundlage für die Kostenseite diente der Total Cost of Ownership.
Das Konzept der Nutzungskosten wurde ursprünglich für die Anschaffung von IT Equipment entworfen, weil bei diesen Anschaffungen die Kosten für die Nutzung einen erheblichen Anteil an den Gesamtaufwendungen haben. Für die Nutzung im automobilen Bereich wurden die Kostenbestandteile definiert. Der volkswirtschaftliche Rahmen wurde mit der PEST Analyse betrachtet. Die wichtigsten Einflussgrößen wurden herausgestellt und in der weiteren Betrachtung indirekt berücksichtigt. Die Nutzwertanalyse wurde als Tool zur Bewertung der Nutzenaspekte von Fahrzeugen herangezogen. Die Daten zur Erstellung einer allgemeinen Nutzwertanalyse zur Bewertung von automobilen Antriebstechniken wurden mit Hilfe von verschiedenen veröffentlichen Studien, die das Käuferverhalten darstellen, zusammengetragen.
Eine Nutzwertanalyse beinhaltet stets Gewichtungen, die individuell gesetzt werden können. Hierzu wurden zwei Nutzertypen vorgestellt, die große Differenzen in ihrem Mobilitätsverhalten aufweisen. Auf dieser Basis konnten die Gewichtungen nutzerabhängig gesetzt werden und die Fahrzeuge, die die Antriebsarten repräsentieren, bewertet werden. Hierbei wurde die Modellpalette von Hyundai herangezogen, weil Hyundai die Fahrzeuge für die wichtigsten Antriebsarten vermarktet.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Vorgehensweise der Arbeit
2 Der deutsche Automobilmarkt
2.1 Meilensteine in der Automobilhistorie
2.2 Die deutsche Automobilindustrie der Gegenwart
2.3 Antriebstechniken
2.3.1 Verbrenner
2.3.2 Hybridfahrzeuge
2.3.3 E-Fahrzeuge
2.3.4 Brennstoffzelle
2.4 Kunden
3 Kriterien zur Bewertung alternativer automobiler Antriebsarten
3.1 Total Cost of Ownership
3.1.1 Anschaffungspreis
3.1.2 Wertverlust
3.1.3 Kraftstoff/Strom
3.1.4 Fixkosten
3.1.5 Wartungs- und Reparaturkosten
3.2 PEST-Analyse
3.2.1 Politische Umweltfaktoren
3.2.2 Ökonomische Umweltfaktoren
3.2.3 Sozio-kulturelle Umweltfaktoren
3.2.4 Technologische Umweltfaktoren
4 Die Nutzwertanalyse
4.1 Theoretischer Ansatz
4.2 Praktische Anwendung
5 Beispielhafte Umsetzung
5.1 Mobilitätstypen
5.2 Fahrzeuge
5.2.1 Nutzungskosten
5.2.2 Nutzwerte
5.3 Analyse
5.3.1 Pendler
5.3.2 Vielfahrer
5.4 Erkenntnisse für Unternehmen
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit zielt darauf ab, Herstellern eine Methode an die Hand zu geben, um die Entscheidungskriterien von Privatkunden bei der Anschaffung von Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechniken systematisch zu bewerten und die Verkaufsfähigkeit dieser Modelle zu steigern.
- Analyse des deutschen Automobilmarktes und der Antriebstechnologien
- Anwendung des Total Cost of Ownership (TCO) Konzepts zur Kostenbewertung
- Durchführung einer PEST-Analyse der Umweltfaktoren
- Einsatz der Nutzwertanalyse zur Gewichtung von Nutzenaspekten
- Vergleichende Fallstudie mit Fahrzeugmodellen des Herstellers Hyundai
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Anschaffungspreis
Der Anschaffungspreis ist die erste Komponente, die beim Fahrzeugkauf eine vermeintlich gewichtige Rolle spielt. So geben die Kunden laut einer Studie des CAR Instituts der Universität Duisburg-Essen im Jahr 2015 für einen Neuwagen durchschnittlich 28.153 Euro aus. Dies bedeutet ein Anstieg von 3,5% gegenüber 2014. Damit folgt das Jahr 2015 dem Trend, dass Fahrzeuge seit Jahren teurer werden. Auf der anderen Seite beträgt das derzeitige durchschnittliche Nettoeinkommen der Privathaushalte 35.000 Euro. Der Vergleich verdeutlicht, dass der Kauf eines Neuwagens für einen durchschnittlichen Privatkunden eine große finanzielle Belastung ist. Für die Betrachtung im TCO-Modell spielt der Anschaffungspreis jedoch nur eine Rolle, wenn das Fahrzeug bis zum Ende des Lebenszyklus gefahren wird. Ansonsten ist der Wertverlust durch die Nutzung die entscheidende Größe. Wird ein Fahrzeug nach einem bestimmten Zeitraum verkauft, so zeigt sich der Wertverlust in der Differenz zwischen Anschaffungs- und Wiederverkaufspreis. Obwohl der Anschaffungspreis ein wesentliches Kriterium für die Entscheidung eines Fahrzeugmodells ist, wird dieser in der weiteren Betrachtung für die Berechnung nicht mehr berücksichtigt. Es wird davon ausgegangen, dass ein Auto nach einer Laufzeit/Laufleistungskombination, die im weiteren Verlauf der Arbeit ihre Definition erfährt, verkauft wird. Somit wird der Wertverlust in die Berechnung einfließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet den Wandel der deutschen Automobilindustrie hin zu alternativen Antrieben und definiert das Ziel, Entscheidungskriterien aus Sicht von Privatkunden bewertbar zu machen.
2 Der deutsche Automobilmarkt: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick sowie eine Analyse der aktuellen Marktstruktur, der Antriebstechniken und der Kundenbedürfnisse.
3 Kriterien zur Bewertung alternativer automobiler Antriebsarten: Es werden die Methoden des Total Cost of Ownership und der PEST-Analyse vorgestellt, um Kosten und externe Einflussfaktoren zu strukturieren.
4 Die Nutzwertanalyse: Der theoretische Ansatz der Nutzwertanalyse wird als Instrument zur systematischen Bewertung subjektiver Nutzenaspekte bei komplexen Kaufentscheidungen eingeführt.
5 Beispielhafte Umsetzung: Die entwickelten Methoden werden anhand von Hyundai-Modellen und zwei spezifischen Nutzertypen praktisch angewendet und analysiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Die Ergebnisse der Arbeit werden resümiert und zukünftige Notwendigkeiten für die Automobilbranche im Kontext nachhaltiger Antriebe abgeleitet.
Schlüsselwörter
Automobilindustrie, Antriebstechniken, Nutzwertanalyse, Total Cost of Ownership, TCO, PEST-Analyse, Kundenverhalten, Elektromobilität, Hybridfahrzeuge, Brennstoffzelle, Kaufentscheidung, Fahrzeugkosten, Nachhaltigkeit, Marktanalyse, Kraftstoffverbrauch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Fahrzeughersteller die verschiedenen Entscheidungskriterien von Privatkunden beim Kauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben besser verstehen und bewerten können.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen den deutschen Automobilmarkt, verschiedene Antriebstechnologien (Verbrenner, Hybrid, E-Auto, Brennstoffzelle), das Konzept der Gesamtkosten und Methoden zur Nutzenanalyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, eine Toolbox zu entwickeln, mit der Hersteller die Entscheidungskriterien aus Kundensicht bewerten können, um den Erfolg von Fahrzeugen mit alternativen Antriebsformen zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit verwendet das Konzept des Total Cost of Ownership zur Kostenbetrachtung, eine PEST-Analyse zur Betrachtung der Umweltfaktoren sowie eine strukturierte Nutzwertanalyse zur Bewertung der Nutzenaspekte.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden nach der theoretischen Einbettung von TCO und Nutzwertanalyse diese Modelle anhand von Hyundai-Fahrzeugen auf zwei unterschiedliche Nutzerprofile (Pendler und Vielfahrer) angewendet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nutzwertanalyse, TCO, Elektromobilität, Kaufentscheidung und Antriebstechnologien charakterisiert.
Warum ist der Vergleich des Nutzwertes je Euro für den Pendler so relevant?
Für den Pendler als kostenbewussten Kunden ermöglicht diese Kennzahl eine objektive Entscheidungsgrundlage, die sowohl die Anschaffungs- und laufenden Kosten als auch den persönlichen Nutzen ins Verhältnis setzt.
Wie unterscheidet sich der Ansatz für den Vielfahrer?
Der Vielfahrer hat aufgrund seiner hohen Jahresfahrleistung ein anderes Gewichtungsprofil für sein Fahrzeug, wobei Zuverlässigkeit und Komfort eine höhere Priorität gegenüber der reinen Kostenminimierung erhalten als beim Pendler.
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- Sona Chanana (Author), 2017, Nutzwertanalyse alternativer automobiler Antriebstechniken aus Konsumentensicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374728