Urlaub in Deutschland wird immer beliebter und das nicht nur bei In- sondern auch bei Ausländern (Deutsche Zentrale für Tourismus e.V., 2016). In den letzten 5 Jahren hat sich die Zahl der Übernachtungen in deutschen Beherbergungsbetrieben von ca. 395 Mio. auf 450 Mio. erhöht (Statistisches Bundesamt, 2017). Die Ansprüche an Urlaub in Deutschland sind dabei vielseitig. In Deutschland werden vor allem gerne Bade- Familien- oder Erholungsurlaube gemacht. Es folgen Städtetrips, Ski-, Wander- und Kultururlaube (vuMA, 2017).
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Erstellung einer theoretischen Markenstrategie für eine Urlaubsregion unserer Wahl.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Markenstrategie
2.1 Die Dachmarke
2.2 Die Einzelmarken
3. Marktanalyse
3.1 Zielgruppenanalyse
3.2 Wettbewerbsanalyse
3.3 USP
4. Markenpositionierung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Markenstrategie der Region Hannover als Urlaubsregion. Ziel ist es, eine vertikale Kombination aus Dachmarken- und Einzelmarkenstrategie zu entwickeln, um die Region trotz ihrer Vielfältigkeit zielgerichtet zu positionieren und Wettbewerbsvorteile zu generieren.
- Entwicklung einer vertikalen Markenstrategie
- Analyse der Zielgruppen mittels Sinus Milieus
- Wettbewerbsvergleich deutscher Urlaubsregionen
- Definition des Alleinstellungsmerkmals (USP)
- Anwendung des Markensteuerrads nach Esch
Auszug aus dem Buch
2. Markenstrategie
Die Grundlage für die Markenstrategie der Region Hannover als künftige Urlaubsregions-Marke, bildet eine Mischstrategie aus einer Dach- und mehreren Einzelmarken. Sie soll die individuellen Stärken beider Strategien zusammenführen. Es handelt sich dabei um eine vertikale Kombination der Markenstrategien, bei der die größte Herausforderung ist, die Marken so klar voneinander zu trennen, dass sie sich nicht kannibalisieren (Esch, 2014, S. 409).
Die Region Hannover bildet in dieser Kombination die Dachmarke und wird als stützende Marke für die untergegliederten Themenmarken auftreten. Diese Einzelmarken lassen sich nach geografischer Lage, den Möglichkeiten, die sie den Urlaubern bieten, der Tonalität mit der Sie kommuniziert werden und der Zielgruppe, die sie erreichen sollen, clustern. Sie bilden die Attribute der Marke „Region Hannover“ und garantieren so den USP der zentralen Lage, ebenso wie das breite Spektrum der Urlaubs-Angebote. Die Themen der Markenwelten sind: Natur, Familie, Sport und Abenteuer, Wellness und Romantik, sowie Kultur und Historie.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den wachsenden Tourismusmarkt in Deutschland und stellt die Region Hannover mit ihrer zentralen Lage als attraktives Reiseziel vor.
2. Markenstrategie: Hier wird die vertikale Mischstrategie aus einer übergeordneten Dachmarke und verschiedenen Themen-Einzelmarken zur effizienten Markenführung erläutert.
3. Marktanalyse: Das Kapitel bietet eine Segmentierung der Zielgruppen anhand internationaler Sinus Milieus sowie einen detaillierten Wettbewerbsvergleich und die Ableitung des Unique Selling Points.
4. Markenpositionierung: Dieser Abschnitt beschreibt die strategische Ausrichtung der Marke mittels des Markensteuerrads nach Esch, um eine einheitliche und wirkungsvolle Marktpräsenz zu schaffen.
Schlüsselwörter
Markenstrategie, Region Hannover, Dachmarke, Einzelmarken, Tourismusmarketing, Sinus Milieus, Zielgruppenanalyse, Wettbewerbsanalyse, USP, Markenpositionierung, Markensteuerrad, Urlaubsregion, Markenführung, Markenidentität, Marketinginstrumente
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer effektiven Markenstrategie für die Region Hannover, um diese als eigenständige und attraktive Urlaubsregion im deutschen Tourismusmarkt zu positionieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Markenarchitektur (Dach- und Einzelmarken), der Segmentierung der Zielgruppen nach soziokulturellen Milieus, dem Vergleich mit Wettbewerbsregionen und der strategischen Markenpositionierung.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist die Erstellung einer Markenkonzeption, welche die Vielfalt der Region Hannover unter einer starken Dachmarke bündelt, ohne dass sich die verschiedenen Themenwelten gegenseitig kannibalisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Zur strategischen Identifikation der Markenkomponenten wird das Markensteuerrad nach Esch genutzt, während die Zielgruppenanalyse auf der Methode der Sinus Milieus basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Unterteilung der Markenstrategie, eine umfassende Marktanalyse zur Zielgruppendefinition und einen quantitativen sowie qualitativen Wettbewerbsvergleich mit anderen deutschen Tourismusregionen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe umfassen Markenstrategie, Region Hannover, Markensteuerrad, Sinus Milieus, USP, Zielgruppenanalyse und Markenpositionierung.
Wie unterscheidet sich die Strategie der "Grünen Metropole" von anderen Marken?
Die Marke "Grüne Metropole" fokussiert sich speziell auf Urlauber, die Großstadterlebnis mit Naturerholung verbinden wollen, und richtet sich dabei an Milieus wie die Intellektuellen oder Adaptive Navigatoren.
Warum ist das Markensteuerrad für die Region Hannover relevant?
Das Markensteuerrad ermöglicht eine übersichtliche und visuelle Verknüpfung der "Hard Facts" (Nutzen, Attribute) mit den "Soft Facts" (Tonalität, Markenbild), was für eine konsistente Kommunikation der Dachmarke essentiell ist.
Welche Rolle spielt der Preis im Wettbewerbsvergleich?
Der Preis ist ein wesentliches Differenzierungsmerkmal. Während etablierte Regionen wie die Nordsee oder Oberbayern im gehobenen Preissegment agieren, kann die Region Hannover durch ein vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis punkten.
- Arbeit zitieren
- Patrick Palme (Autor:in), 2017, Global Branding. Markenstrategie einer deutschen Urlaubsregion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/374861