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Zusammenfassung zu René Descartes: Meditationen oder Über die Grundlagen der Philosophie

Title: Zusammenfassung zu René Descartes: Meditationen oder Über die Grundlagen der Philosophie

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 7 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: M.A. Annett Rischbieter (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Meditation: Woran man zweifeln kann

Die erste Meditation beschäftigt sich mit einem der einflussreichsten Elemente der Cartesischen Methodologie, dem radikalen Zweifel. Descartes beginnt seine Ausführungen mit der Feststellung, dass er schon immer viel Falsches gelten lassen habe. Sein Ziel ist es für etwas Unerschütterliches und Bleibendes in den Wissenschaften festen Halt schaffen zu wollen. Das sei möglich, wenn er alles von den Grundlagen an umstoßen und auf seine Gültigkeit prüfe. Dabei wolle er aber nicht jede Meinung einzeln widerlegen, sondern nur jene grundlegenden Meinungen, auf denen sein ganze Meinungsgebäude beruhe.

Dass er überhaupt zweifelt, begründet er mit drei zentralen Elementen. An erster Stelle mit dem Argument der Unzuverlässigkeit der Sinne. Dieses Argument ist ein einfacher logischer Schluss. Zuerst stellt er die Prämisse auf: Unsere Sinne täuschen uns manchmal. Wenn uns unsere Sinne manchmal täuschen, dann ist es möglich, dass uns unsere Sinne immer täuschen. Der Schluss daraus ist, dass es möglich ist, dass uns unsere Sinne immer täuschen. Doch Descartes räumt ein, dass es Dinge gebe, die zu offensichtlich seien, als dass unsere Sinne uns täuschen können. Man könne also sichere Aussagen über diese Gegenstände treffen.
Hier setzt sein zweites Argument, das Traumargument, an. Dieses Argument baut in gewisser Weise auf dem ersten Argument auf. Descartes entwickelt es aus einem dreifachen Schluss. Zuerst stellt er fest, dass wir manchmal nicht wissen, ob wir träumen oder nicht. Wenn wir aber manchmal nicht wissen, ob wir träumen, dann ist es möglich, dass wir immer träumen. Daraus folgert er, dass es möglich ist, dass wir immer träumen. Der zweite Schluss setzt daran an. Descartes behauptet, dass wir in unseren Träumen manchmal über die Dinge getäuscht werden. Wenn wir nun aber im Traum über die Dinge manchmal getäuscht werden, ist es auch möglich, dass wir im Traum immer über die Dinge getäuscht werden. Es sei also möglich, dass wir im Traum immer über die Dinge getäuscht werden.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort an den Leser

2. Übersicht über die sechs Meditationen

3. Inhalt der ersten bis dritten Meditation

1. Meditation: Woran man zweifeln kann

2. Meditation: Über die Natur des menschlichen Geistes; daß seine Erkenntnis ursprünglicher ist als die seines Körpers

3. Meditation: Über das Dasein Gottes

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine zusammenfassende Analyse der ersten drei Meditationen aus René Descartes' Hauptwerk „Meditationen oder Über die Grundlagen der Philosophie“. Ziel ist es, die methodischen Grundlagen des radikalen Zweifels, die Bestimmung der menschlichen Natur als denkendes Wesen sowie die ersten ontologischen Beweisführungen Descartes' präzise darzulegen.

  • Die Methode des radikalen Zweifels als Erkenntnisweg
  • Die Argumente gegen die Verlässlichkeit der Sinne und der Traum-Zweifel
  • Die Bestimmung des Menschen als denkendes Wesen ("Ich denke, also bin ich")
  • Die Ursachenlehre der Vorstellungen und das Dasein Gottes

Auszug aus dem Buch

1.Meditation: Woran man zweifeln kann

Die erste Meditation beschäftigt sich mit einem der einflussreichsten Elemente der Cartesischen Methodologie, dem radikalen Zweifel. Descartes beginnt seine Ausführungen mit der Feststellung, dass er schon immer viel Falsches gelten lassen habe. Sein Ziel ist es für etwas Unerschütterliches und Bleibendes in den Wissenschaften festen Halt schaffen zu wollen. Das sei möglich, wenn er alles von den Grundlagen an umstoßen und auf seine Gültigkeit prüfe. Dabei wolle er aber nicht jede Meinung einzeln widerlegen, sondern nur jene grundlegenden Meinungen, auf denen sein ganze Meinungsgebäude beruhe.

Dass er überhaupt zweifelt, begründet er mit drei zentralen Elementen. An erster Stelle mit dem Argument der Unzuverlässigkeit der Sinne. Dieses Argument ist ein einfacher logischer Schluss. Zuerst stellt er die Prämisse auf: Unsere Sinne täuschen uns manchmal. Wenn uns unsere Sinne manchmal täuschen, dann ist es möglich, dass uns unsere Sinne immer täuschen. Der Schluss daraus ist, dass es möglich ist, dass uns unsere Sinne immer täuschen. Doch Descartes räumt ein, dass es Dinge gebe, die zu offensichtlich seien, als dass unsere Sinne uns täuschen können. Man könne also sichere Aussagen über diese Gegenstände treffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort an den Leser: Einführung in die metaphysische Grundlagenforschung von Descartes und die Bedeutung des denkenden Selbst für die Wahrheitssuche.

2. Übersicht über die sechs Meditationen: Kurze Skizzierung des argumentativen Aufbaus aller sechs Meditationen, von der methodischen Skepsis bis zur Beweisführung von Geist und Gott.

3. Inhalt der ersten bis dritten Meditation: Detaillierte Untersuchung des radikalen Zweifels, der Definition des menschlichen Bewusstseins und der ersten Argumente für die Existenz Gottes.

Schlüsselwörter

René Descartes, Meditationen, Radikaler Zweifel, Erkenntnistheorie, Metaphysik, Traumargument, Sinnestäuschung, Denken, Existenz, Gott, Substanz, Geist, Körper, Vorstellung, Kausalprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine strukturierte Zusammenfassung und Erläuterung der ersten drei Meditationen von René Descartes, mit besonderem Fokus auf seinen methodischen Skeptizismus.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der methodische Zweifel, die Natur des menschlichen Geistes im Verhältnis zum Körper und die metaphysischen Beweise für das Dasein Gottes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die philosophische Argumentationsweise Descartes' nachzuvollziehen, insbesondere wie er durch die Dekonstruktion scheinbaren Wissens zu unerschütterlichen Wahrheiten gelangen möchte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird die Methode des radikalen Zweifels verwendet, bei der alles, was auch nur im Geringsten bezweifelbar ist, vorläufig als falsch verworfen wird, um ein sicheres Fundament für die Wissenschaft zu erlangen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei klassischen Argumentationsschritte: die Zweifel an der Außenwelt/Sinne, die Entdeckung des „Ich existiere“ und die kausale Herleitung Gottes aus den Vorstellungen des Menschen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören das „denkende Wesen“, der „böse Geist“ als Täuschungsinstanz, „klare und deutliche Begriffe“ sowie die Unzulänglichkeit der Sinne als Erkenntnisquelle.

Wie unterscheidet Descartes die Vorstellungen voneinander?

Er unterscheidet zwischen angeborenen, erworbenen und selbst gemachten Vorstellungen und analysiert deren jeweilige Ursachen.

Warum ist das Argument des „bösen Geistes“ für Descartes so zentral?

Es dient dazu, den Zweifel auf die Spitze zu treiben, indem selbst mathematische oder logische Gewissheiten infrage gestellt werden, um eine noch fundamentalere Gewissheit (das Denken) zu isolieren.

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Details

Title
Zusammenfassung zu René Descartes: Meditationen oder Über die Grundlagen der Philosophie
College
University of Leipzig  (für Philosophie)
Course
Descartes Meditationen
Grade
1,6
Author
M.A. Annett Rischbieter (Author)
Publication Year
2004
Pages
7
Catalog Number
V37498
ISBN (eBook)
9783638368216
Language
German
Tags
Zusammenfassung René Descartes Meditationen Grundlagen Philosophie Descartes Meditationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Annett Rischbieter (Author), 2004, Zusammenfassung zu René Descartes: Meditationen oder Über die Grundlagen der Philosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37498
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