Perspektiven im Cash-and-Carry Großhandel. Die Metro Group, FEGRO/SELGROS und Edeka


Hausarbeit, 2015

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Fragestellung / Zielsetzung

2 Definition des Großhandelbegriffs
2.1 Die Funktionen des Großhandels
2.2 Die Betriebsformen des Großhandels

3 Vorstellung der Metro Group

4 Vorstellung des Geschäftskonzeptes der Metro Group

5 Anzahl der Standorte der Metro-Cash-and-Carry-Märkte und die bevorzugte Lage

6 Warenangebot

7 Anzahl der Mitarbeiter, Umsatz und jährliche Wachstumsraten

8 Kurze Beschreibung von zwei Konkurrenten der Metro-Cash-and-Carry

9 Zusammenfassung/Ausblick/Fazit

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

1 Einleitung: Fragestellung / Zielsetzung

Aufgrund der wachsenden Anforderungsprofile der Großhandelskunden nach frischen, hochwertigen Produkten haben immer mehr Großhandelsunternehmen die Betriebsform des Cash-and-Carry-Großhandels eingeführt. Es ist zu hinterfragen, ob die Cash-and-Carry-Märkte im Bereich des Großhandels zukunftsfähig sind. Wird die große Expansionsrate der Cash-and-Carry-Märkte dazu führen, dass ein Überangebot an Märkten entsteht und die Cash-and-Carry-Branche auf dem Markt nicht standhalten kann?

Diese Problematik wird in der vorliegenden Hausarbeit anhand der Cash-and-Carry-Märkte in Deutschland untersucht. Ziel ist es, die aktuelle Situation im deutschen Großhandel zu beschreiben und die Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen.

Im folgenden Abschnitt wird der Begriff des Großhandels definiert und auf die verschiedenen Betriebsformen des Großhandels eingegangen. Der Schwerpunkt wird auf die Betriebsform des Cash-and-Carry-Großhandels gelegt. Die weiteren Betriebsformen des Großhandels werden kurz angeschnitten, da eine ausführliche Behandlung der verschiedenen Betriebsformen den Umfang der Hausarbeit überschreiten würde. Außerdem wird auf die Funktionen des Großhandels eingegangen. Für diesen Bereich werden zwei wissenschaftliche Bücher herangezogen, die sich mit dem Thema „Großhandel“ befassen. Die Hausarbeit enthält im praktischen Teil viele praxisnahe Fakten. Als Praxisunternehmen wird die Metro AG mit dem Geschäftssegement Metro Cash-and-Carry als weltweit führender Großhandel beleuchtet. Hier werden die Anzahl der Märkte, die Standorte, das Warenangebot, die Anzahl der Mitarbeiter sowie der Umsatz der Metro Cash-and-Carry analysiert. Zuletzt werden zwei Mitbewerber der Metro Cash & Carry vorgestellt und ein Vergleich zur Metro Cash-and-Carry gezogen. Der praktische Teil der Hausarbeit basiert hauptsächlich auf Internetquellen des Unternehmens.

2 Definition des Großhandelbegriffs

Unter Großhandel versteht man einen Betrieb, der Waren beschafft und diese an Wiederverkäufer, Weiterverarbeiter, sonstige Verarbeiter, wie beispielsweise Gaststätten, Kantinen oder an andere Großhandelsbetriebe absetzt. Die Waren werden entweder unverändert oder nach nicht bedeutsamer Be- und Verarbeitung abgesetzt. Lieferungen an private Endkunden gehören i.d.R. nicht zu den Leistungen eines Großhandels.[1]

2.1 Die Funktionen des Großhandels

Wie bereits oben beschrieben, gehört die Lieferung an Endverbraucher nicht zu den Funktionen eines Großhandels. Es gibt noch weitere Funktionen, welche die Betriebsform eines Großhandels kennzeichnen.[2]

Im Folgenden werden die verschiedenen Funktionen, die einen Großhandel kennzeichnen, näher beleuchtet:

Verkauf und Absatzförderung:

Ein Hersteller hat durch das Einsetzen eines Großhandels mehr Vorteile. Der Hersteller hat die Möglichkeit, aufgrund der Absatzorganisation des Großhändlers, mit niedrigen Kosten, mehr kleine Kunden zu erreichen. Dies wird dadurch erzielt, dass der Großhändler einen engeren Kontakt zu seinen Kunden hat und somit die Kunden dem Großhändler auch eher vertrauen, als einem Hersteller.

Einkaufserleichterung durch Sortimentszusammenstellung:

Ein Großhandel hat die Möglichkeiten, das benötigte Sortiment der Abnehmer, im Rahmen einer Vorauswahl, zusammenzustellen. Dafür kann der Großhändler auf das Angebot von vielen Herstellern zurückgreifen und erspart den Abnehmern hiermit einen erheblichen Arbeitsaufwand.[3]

Durch die Sortimentszusammenstellung des Großhandels für den Abnehmer ist es manchen Abnehmern erst möglich geworden sich zu spezialisieren.[4]

Mengenauflösung:

Durch die Abnahme einer großen Warenmenge vom Hersteller und der Umwandlung in kleinere Warenmengen für die Abnehmer erzielt der Großhandel Kosteneinsparungen für alle Beteiligten. Dies ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar, da der Großhandel hier Mengenrabatte erhält, die ein einzelner Kunde beim Hersteller nicht erzielen würde. Durch den Erwerb der preisgünstigen Waren hat der Großhandel die Möglichkeit, diese Waren auch wieder günstiger an den Abnehmer zu verkaufen.[5]

Lagerhaltung:

Durch die Lagerhaltung beim Großhandel werden die Risiken und Lagerkosten für Lieferanten und Abnehmer verringert.[6]

Es kann sogar soweit gehen, dass der Hersteller auf ein Lager verzichtet, da der Großhandel alle produzierten Waren unmittelbar abnimmt.[7]

Transport:

Durch die Nähe am Abnehmer, erreicht der Großhandel schnellere Lieferzeiten gegenüber einem Hersteller.[8]

Finanzierung:

Durch den Verkauf auf Kredit und den somit längeren Zahlungszielen werden die Abnehmer durch den Großhandel finanziert. Im Gegenzug dazu erreicht der Großhandel durch frühzeitige Bestellung und pünktliche Bezahlung eine Finanzierung der Lieferanten.[9]

Risikoübernahme:

Der Großhandel übernimmt durch den Erwerb der Ware einen Teil des Risikos. Er trägt auch ein Teil der Kosten, die durch Diebstahl, Beschädigung, Verderb und Veralterung der Ware anfallen.[10]

Bereitstellung von Marktinformationen:

Der Großhandel informiert die Lieferanten und Abnehmer über Aktivitäten der Konkurrenz, neue Produkte, sowie die Preisentwicklungen.[11]

Betriebsschulung und Beratung

Der Großhandel kann seinen Einzelhandelskunden anhand von Verkäuferschulungen helfen, die täglichen Aufgaben des Einzelhandels zu verbessern. Gleichzeitig kann er bei der Gestaltung der Ladeneinrichtung und Auslangen unterstützen. Einzelhandelskunden haben auch die Möglichkeit, beim Aufbau eines Buchhaltungs- und Lagerbestandskontrollsystems, auf die Erfahrung des Großhandels zuzugreifen.

Der Großhandel bietet auch seinen Industriekunden Schulungsmaßnahmen und technische Hilfestellungen an.[12]

2.2 Die Betriebsformen des Großhandels

Nachdem im vorherigen Abschnitt die Funktionen eines Großhandels beschrieben wurden, wird in diesem Abschnitt auf die verschiedenen Betriebsformen näher eingegangen.

Die Betriebsformen des Großhandels lassen sich in vier große Gruppen gliedern. Dies sind die Großhändler als eigenständige Kaufleute, Großhandelsvermittler, Handelsangliederung an ein Unternehmen oder als sonstige Einrichtungen. Die größte Gruppierung sind die Großhändler als eigenständige Kaufleute. Auf diese Gruppierung und die daraus entstandenen Betriebsformen wird jetzt im weiteren Verlauf näher eingegangen. Die Großhändler als selbstständige Kaufleute unterteilen sich in sechs verschiedene Betriebsformen.[13]

Dies sind:

- Klassischer Konsumgütergroßhandel
- Produktionsverbindungshandel
- Regalgroßhandel (Rack Jagger)
- Versandgroßhandel
- Abholgroßhandel
- ALV-Großhandel bzw. auch Streckengroßhandel

Die Hausarbeit befasst sich hauptsächlich mit dem Abholgroßhandel. Nichtsdestotrotz werden die anderen Betriebsformen im folgenden Verlauf kurz erläutert.
Der Konsumgütergroßhandel sowie der Produktionsverbindungshandel bieten das volle Spektrum von Handelsdienstleistungen an, sofern der Kunde dies wünscht.

Der klassische Konsumgütergroßhandel bedient hauptsächlich den Einzelhandel. Hier wird noch einmal zwischen Sortiments – und Spezialgroßhandel unterschieden. Diese Unterscheidung erfolgt je nach Sortimentsbreite. Auf eine nähere, detaillierte Ausführung kann aufgrund des Umfangs der Arbeit nicht eingegangen werden. Es wird jedoch auf die Literatur verwiesen.[14]

Beim Produktionsverbindungshandel ist nicht der Einzelhandel die Zielgruppe, sondern Produktionsbetriebe und gewerbliche Abnehmer, welche die Produkte zur Weiterverarbeitung benötigen. Diese Betriebsform bietet das volle Spektrum von Serviceleistungen, wie zum Beispiel Lagerhaltung, Kreditgewährung, Warenzustellung. Der Produktionsverbindungshandel wird noch in verschiedene Vertriebsgebiete unterschieden. Die Differenzierung erfolgt in die Gebiete nationale Großhändler, regionale Großhändler sowie dem Distributor. Auch hier wird nicht näher drauf eingegangen und auf die einschlägige Literatur verwiesen.[15]

In die Betriebsform der speziellen Großhandelskonzepte fallen die Regalgroßhändler (Rack-Jagger) und der Versandgroßhandel. Zunächst wird der Regalgroßhändler kurz beschrieben.[16]

Der Regalgroßhändler, auch Rack-Jagger genannt, ist hauptsächlich in Nordamerika vertreten. Der Regalgroßhändler beliefert hauptsächlich Drogerien sowie Lebensmitteleinzelhändler mit Non-Food-Produkten. Besonderheit hier ist, dass der Rack-Jagger-Großhandel die Waren per LKW an die entsprechenden Geschäfte liefert. Ebenso gehört zu den Dienstleistungen, dass der Rack-Jagger die Regale der Kunden bestückt und dort die Preisauszeichnung der Ware übernimmt. Zusätzlich wird der Bestand an Waren überprüft und Werbematerial zur Verfügung gestellt, wie z.B. Plakate. Somit erstellt der Rack-Jagger ein umfassendes Dienstleistungsangebot, welches von der Zustellung über Regalpflege und Qualitätsüberwachung bis hin zur Lagerhaltung und Finanzierung reicht.[17]

Der Versandgroßhandel wiederum versendet Kataloge mit Artikeln an Einzelhändler, industrielle und institutionelle Abnehmer. Der Versandgroßhandel stellt keinen eigenen Außendienst zur Verfügung. Bestellungen der Kunden werden per Telefon, Fax, oder schriftlich angenommen. Der Versand der bestellten Waren erfolgt über die Post oder andere Zustelldienste[18]

Die letzte große Betriebsform ist der „Am-Lager-vorbei (ALV) – Großhandel, auch Streckengroßhandel genannt. Bei dieser Betriebsform werden bewusst Teile der Handelsdienstleitungen aus dem Produktkonzept herausgenommen. Hier gelangt die Ware direkt vom Hersteller zum Kunden und zwar ohne Handelslager. Dieses Konzept erzielt für alle Beteiligten eine Kostenersparnis. Im amerikanischen Bereich wird noch zusätzlich zwischen Truck-Jobber und Drop-Shopper unterschieden, welche aber im Europäischen Raum nicht von Bedeutung sind und somit nicht weiter in dieser Hausarbeit behandelt werden. Unter der Betriebsform Abholgroßhandel, welcher zum ALV-Großhandel gehört, wird der Cash-and-Carry-Großhandel verstanden. Bei der Betriebsform Cash-and-Carry-Großhandel wird bewusst die Zustellung und die Finanzierung aus dem Leistungspaket entfernt und somit erfolgt bereits eine große Differenzierung zu den beiden oben aufgeführten Betriebsformen. Hier werden Kunden angesprochen, die Preisnachlässe, einer Zustellung und Finanzierung vorziehen.

Beim Cash-and-Carry-Großhandel wird bewusst auf das Prinzip der Selbstbedienung gesetzt, um die Kosten zu senken und somit den Verkaufspreis niedrig zu halten.[19]

Die Cash-and-Carry-Großhändler beschränken sich meistens auf ein begrenztes Warenangebot, welches schnell umgeschlagen werden kann.[20]

Zum Kundenkreis der Cash-and-Carry-Großhändler zählen meist kleine gewerbliche Kunden wie z.B. Gastronomie, Großverbraucher, Krankenhäuser, Kantinen, Kioske und der Lebensmittelhandel.[21]

In der Regel fahren diese Kunden morgens zu einem Cash-and-Carry-Großhandel, kaufen die frischen Waren gegen Barzahlung ein und sorgen selbst für den Transport und die Lagerung der Waren.[22]

Beim Cash-and-Carry-Großhandel gibt es ausschlaggebende Vorteile für die Käufer.

Sie können aufgrund der oben genannten Gründe auf niedrige Preise setzen. Außerdem können die Käufer auch kleine Warenmengen einkaufen und erhalten durch eigene Abholung einen schnellen Warennachschub. Die Kunden des Cash-and-Carry-Großhandels haben auch die Möglichkeit noch nach eigenem Ladenschluss einzukaufen und erhalten Informationen über das Warenangebot.[23]

In diesem Abschnitt konnten Einblicke über den Großhandel und dessen Funktionen sowie dessen Betriebsformen gewonnen werden. Insbesondere wurde der Cash-and-Carry-Großhandel dargestellt. Im nächsten Kapitel wird die Metro Group vorgestellt und im Besonderen der Metro-Cash-and-Carry-Großhandel.

3 Vorstellung der Metro Group

Die METRO GROUP, mit Hauptsitz in Düsseldorf, zählt zu den wichtigsten international führenden Handelsunternehmen. Sie zählt zu den vier größten Handelsunternehmen und zu den 100 umsatzstärksten Konzernen der Welt. Die Metro Group ist im Großhandel, Einzelhandel sowie im Onlinehandel vertreten. Der Absatz der Produkte wird über folgende Vertriebsmarken durchgeführt:

- Metro-Cash-and-Carry
internationaler Marktführer im Selbstbedienungsgroßhandel
- Real ist ein in Deutschland führendes SB-Warenhaus
- MediaSaturn ist der in Europa führende Elektronikhandel
- Galeria Kaufhof ist ein europaweit führendes Warenhausgeschäft

Die oben genannten Vertriebsmarken agieren selbstständig am Markt.

Über diese Vertriebsmarken können private und gewerbliche Kunden das Produktsortiment erhalten.[24]

Die Metro Group ist mit ihren rund 280.000 Mitarbeitern, aus rund 180 Nationen, an über 2200 Standorten in 32 Ländern vertreten. Die 32 Länder verteilen sich unter anderem auf die Kontinente Europa, Afrika und Asien.[25]

4 Vorstellung des Geschäftskonzeptes der Metro Group

Die Metro AG steht als strategische Management-Holding an der Spitze der Metro Group.

Die Geschäftsfelder sind in Warenhäuser, Großhandel, Nonfood-Fachmärkte und Lebensmitteleinzelhandel aufgeteilt.[26]

Hierzu zählt wie bereits genannt auch die Metro-Cash-and-Carry mit einem eigenständigen, vertiefenden Geschäftskonzept, welches an das Geschäftskonzept der Metro Group AG anknüpft. Die Metro-Cash-and-Carry wurde 1964 in Mühlheim/Ruhr gegründet und war der Gründer des Cash-and-Carry-Konzepts. Das Geschäftskonzept der Metro-Cash-and-Carry wurde in Kapitel 2.2.2 erläutert. Die Metro-Cash-and-Carry ist nach 10 Prinzipen aufgebaut, welche als Unternehmensbild bzw. Konzept dargestellt werden.[27]

„Die 10 Cash & Carry-Prinzipien:

- Generalversorger für gewerbliche Kunden
- Kundenbedarfsgerechtes Großmarktsortiment
- One-Stop-Shopping - alles aus einer Hand
- Fortschrittlicher Kundenservice
- Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Kunden
- Hohe Kompetenz im Supply Chain und Qualitätsmanagement
- Stärkung der Lieferanten vor Ort
- Unterstützung nationaler Infrastrukturen
- Karrierechancen
- International übertragbares Konzept“[28]

Die Prinzipien dienen alle der Kundenzufriedenheit, da dies das oberste Ziel der Metro-Cash-and-Carry symbolisiert. Die Kundenzufriedenheit wird durch günstige Preise bei einem qualitativen und vielfältigen Produkt- und Dienstleistungsangebot erreicht.[29]

5 Anzahl der Standorte der Metro-Cash-and-Carry-Märkte und die bevorzugte Lage

Die Metro-Cash-and-Carry hat mit einem Großmarkt in Mühlheim/Ruhr begonnen und ist anschließend immer weiter expandiert. Mittlerweile ist die Metro-Cash-and-Carry zu einem internationalen Großhandel geworden und ist mit 746 Märkten in 29 Ländern vertreten.[30]

Allein in Deutschland gibt es 107 Märkte der Metro-Cash-and-Carry[31]

Mehr als 3 Milliarden Menschen leben in Ländern, in denen die Cash-and-Carry-Märkte vertreten sind. Dies entspricht ungefähr der Hälfte der Weltbevölkerung. Die bevorzugten Standorte sind Asien, Osteuropa, Naher Osten und Nordafrika, da dies die Wachstumsregionen sind, somit werden hier die meisten neuen Märkte der Cash-and-Carry erschlossen.[32]

Die Metro-Cash-and-Carry-Märkte sind deutschlandweit vertreten. Die Märkte sind hauptsächlich in Innenstädten zu finden. Diese Lage der Märkte wird bevorzugt, da hier kurze Liefer- und Anfahrtswege gewährleistet werden können und somit ein schneller und komfortabler Einkauf möglich wird.[33] Die einzelnen Standorte der Metro-Cash-and-Carry werden an dieser Stelle jedoch nicht einzeln aufgeführt.[34]

6 Warenangebot

Das Sortiment der Metro-Cash-and-Carry besteht allein in Deutschland aus bis zu 20.000 Lebensmitteln und ca. 30.000 Nonfood-Produkten. Die Produkte sind alle unter einem Dach zu finden. Das Schwerpunktsortiment der Märkte setzt sich aus Fisch, Fleisch, Feinkost, Wein, Obst und Gemüse zusammen.[35]

Somit bündelt sich hier eine Fachkompetenz mit der Versorgung von Frischwaren.[36]

Zusätzlich findet man in den Märkten noch Bürobedarf und Küchensortimente für Profis. Abnehmer hierfür sind Großverbraucher, wie Hoteliers, Gastronomen, Caterer, Cafés und Bars. Die Metro-Cash-and-Carry-Märkte überzeugen mit einem umfangreichen Warenangebot aus frischen und exklusiven Produkten. Auch Kioskbesitzer, Tankstelleninhaber, Imbissbetriebe und Lebensmitteleinzelhändler können auf ein breites Angebot mit günstigen Preisen zurückgreifen . Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Kantinen und Großküchen sowie Organisationen finden in den Märkten große Verpackungseinheiten gleicher oder verschiedener Produkte, für einen effizienten (wirtschaftlichen) Einkauf. Weiter zählen auch Selbstständige, Dienstleister, Vereine und Gewerbetreibende zu den Kunden. Auch viele ethnische Produkte und internationale Spezialitäten ergänzen die Bedürfnisse der Kunden. Zuletzt wird das Schwerpunktsortiment durch ein zugeschnittenes regionales Warenangebot zusätzlich erweitert.[37]

Somit wird erreicht, dass auch in anderen Ländern wie China, England oder der Türkei die Bedürfnisse der Kunden abgedeckt werden.[38]

Die Metro-Cash-and-Carry hat seit 2009 auch sechs Eigenmarken im Sortiment. Diese sind Aro, H-Line, Horeca Select, Fine Food, Rioba und Sigma. Für Profikunden bieten diese Eigenmarken ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis und somit einen Mehrwert für die Metro-Cash-and-Carry.[39]

7 Anzahl der Mitarbeiter, Umsatz und jährliche Wachstumsraten

Die Metro-Cash-and-Carry beschäftigt weltweit über 100.000 Mitarbeiter.[40]

Zusätzlich bietet sie in Deutschland rund 400 Ausbildungsplätze.[41]

Die Metro-Cash-and-Carry erreichte 2012 einen Umsatz von rund 32 Mrd. €. Dies entspricht fast 50 Prozent des Gesamtumsatzes der METRO GROUP. Allein mit dem Warenlieferservice an die Kunden hat die Metro-Cash-and-Carry einen Umsatz von 2,2 Mrd. € erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 33 Prozent gegenüber 2011. Mit der Eigenmarkenstrategie konnte die Metro-Cash-and-Carry im Jahr 2012 einen Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von 16,7 Prozent erreichen. Dies ist eine Steigerung von einem Prozentpunkt (vgl. Abbildung 1).[42]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Metro Group Geschäftsbericht 2012

Quelle: (http://berichte.metrogroup.de/2012/gb/dasgeschaeft/anhang/segmentberichterstattung.html)

Der Gesamtumsatz der Metro-Cash-and-Carry stieg 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent. Der Umsatz in Deutschland ging jedoch um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2011 zurück. Dies lag an 10 Standortschließungen im 4. Quartal 2011, deren Auswirkungen erst 2012 zu erkennen waren. In den restlichen westeuropäischen Ländern ging der Umsatz ebenfalls zurück. Hier jedoch noch stärker als in Deutschland. Der Umsatz sank hier um 5,5 Prozent. Der Einbruch des Umsatzes wird durch den Verkauf der Makro-Cash-and-Carry im Vereinigten Königreich und der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Südeuropa begründet. In Osteuropa stieg der Umsatz um 5,5 Prozent. Dies ist zurückzuführen auf die gute wirtschaftliche Entwicklung in Russland. Das größte Umsatzplus erzielte jedoch die Region Asien/Afrika. Hier wurde eine Wachstumsrate von 25,9 Prozent erzielt. Durch die Expansion konnte der internationale Anteil am Geschäftsumsatz von 83,5 Prozent auf 84,3 Prozent erhöht werden.[43]

[...]


[1] Vgl. Weis, H. C.: 2001, S. 381

[2] Vgl. Weis, H. C.: 2001, S. 381

[3] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 896

[4] Vgl. Weis, H. C.: 2001, S. 381

[5] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 896

[6] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 896

[7] Vgl. Weis, H. C.: 2001, S. 381

[8] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 896

[9] Vgl. Weis, H. C.: 2001, S. 381

[10] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 896

[11] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 896

[12] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 896

[13] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 897

[14] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 897 ff.

[15] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 897 f.

[16] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 897

[17] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 899

[18] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 899

[19] Vgl. Weis, H. C.: 2001, S. 381

[20] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 898

[21] Vgl. Weis, H. C.: 2001, S. 382

[22] Vgl. Kotler, P./Bliemel, F.: 1999, S. 898

[23] Vgl. Weis, H. C.: 2001, S. 382

[24] Vgl. Metro Group (29.11.2013), http://berichte.metrogroup.de/2012/gb/diestrategie/metrogroup.html

[25] Vgl. Metro Group Made To Trade (03.01.2014), http://www.metrogroup.de/internet/site/metrogroup/node/9280/Lde/index.html

[26] Vgl. Metro Group Made To Trade (01.12.2013), http://www.metrogroup.de/internet/site/metrogroup/node/9280/Lde/index.html

[27] Vgl. Metro (03.01.2014), http://www.metro24.de/pages/DE/UeberUns/Geschaeftsphilosophie

[28] Metro (03.01.2014), http://www.metro24.de/pages/DE/UeberUns/Geschaeftsphilosophie

[29] Vgl. Metro (03.01.2014), http://www.metro24.de/pages/DE/UeberUns/Geschaeftsphilosophie

[30] Vgl. Metro Group Made To Trade (02.12.2013), http://www.metrogroup.de/internet/site/metrogroup/node/11163/Lde/index.html#anker236040

[31] Die Standorte der Metro Group weltweit kann dem Anhang 1 entnommen werden.

[32] Vgl. Metro Group Made to Trade (05.12.2013), http://www.metrogroup.de/internet/site/metrogroup/node/11163/Lde/index.html#anker236040

[33] Vgl. Metro Group (05.12.2013), http://berichte.metrogroup.de/2012/gb/diestrategie/metrocashcarry.html

[34] Die einzelnen Standorte können dem Anhang 2 entnommen werden.

[35] Vgl. Metro (06.12.2013), http://www.metro24.de/pages/DE/UeberUns/Geschaeftsphilosophie

[36] Vgl. Metro Group Made To Trade (06.12.2013), http://www.metrogroup.de/internet/site/metrogroup/node/11163/Lde/index.html

[37] Vgl. Metro (06.12.2013), http://www.metro24.de/pages/DE/UeberUns/Geschaeftsphilosophie

[38] Vgl. Metro Group Made To Trade (02.12.2013), http://www.metrogroup.de/internet/site/metrogroup/node/11163/Lde/index.html

[39] Vgl. Metro Group (07.12.2013), http://berichte.metrogroup.de/2012/gb/diestrategie/metrocashcarry.html

[40] Vgl. Metro Group (07.12.2013), http://berichte.metrogroup.de/2012/gb/diestrategie/metrocashcarry.html

[41] Vgl. Metro (21.12.2013), http://www.metro24.de/pages/DE/UeberUns/JobsKarriere/Schueler/Ausbildung/Azubivideo

[42] Vgl. Metro Group (18.12.2013), http://berichte.metrogroup.de/2012/gb/diestrategie/metrocashcarry.html

[43] Vgl. Metro Group (22.12.2013), http://berichte.metrogroup.de/2012/gb/dasgeschaeft/konzernlagebericht/ertragslage/umsatz- undergebnisentwicklung.html

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Perspektiven im Cash-and-Carry Großhandel. Die Metro Group, FEGRO/SELGROS und Edeka
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
23
Katalognummer
V375019
ISBN (eBook)
9783668525511
ISBN (Buch)
9783668525528
Dateigröße
1078 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
perspektiven, cash-and-carry, großhandel, metro, group, fegro/selgros, edeka
Arbeit zitieren
Franziska Matteis (Autor), 2015, Perspektiven im Cash-and-Carry Großhandel. Die Metro Group, FEGRO/SELGROS und Edeka, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375019

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