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Wie lassen sich Immanuel Kants vier Antinomien der reinen Vernunft mithilfe von Georg Cantors Erkenntnissen rund um die Unendlichkeit bearbeiten und beantworten?

Titel: Wie lassen sich Immanuel Kants vier Antinomien der reinen Vernunft mithilfe von Georg Cantors Erkenntnissen rund um die Unendlichkeit bearbeiten und beantworten?

Masterarbeit , 2017 , 58 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Masterarbeit ist der Versuch, eine Brücke zwischen den Disziplinen Philosophie und Mathematik zu schlagen. Konkret beschäftigt sie sich mit den Konstrukten der Unendlichkeit bei Immanuel Kant und Georg Cantor, und betrachtet diese Konstrukte aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Im Folgenden werden die Arbeiten und Gedanken des Philosophen Immanuel Kant und des Mathematikers Georg Cantor über die Unendlichkeit und ihre Bedeutung für den Menschen behandelt. Den meisten Menschen sind Aussagen wie „Limes geht gegen unendlich“, das Symbol der „liegenden Acht“ und der Ausdruck „n+1“ aus der Schulmathematik bekannt. In der Geschichte der Philosophie, Theologie und Physik diskutiert man viel und häufig über eine mögliche Anfangslosigkeit von Raum und Zeit, über die unendliche Größe des Kosmos‘ und die unendliche Macht eines möglichen Gottes.

Um diesem Forschungsanspruch gerecht zu werden, wird im Folgenden eine Übersicht über die Gliederung der vorliegenden Arbeit gegeben. In Kapitel 2 wird damit begonnen, wichtige historische Fakten und populäre Stimmen zur Unendlichkeit zu präsentieren, welche die jeweiligen Ausgangssituationen von Immanuel Kant und Georg Cantors Überlegungen darstellen. Die Entwicklung von Kants eigenem Gedankenweg zur Unendlichkeit in der mathematischen Welt und seine vier Antinomien der reinen Vernunft werden in Kapitel 3 erläutert. Daraufhin werden in Kapitel 4 Georg Cantors Untersuchungen rund um die Unendlichkeit vorgestellt und seine Ansichten über unsere Lebenswelt beleuchtet. In Kapitel 5 werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Denkern herausgestellt, bevor eine Antwort auf die Forschungsfrage dieser Master-Arbeit präsentiert wird, indem versucht wird, Kants Antinomien mithilfe von Cantors Erkenntnissen neu zu bearbeiten. Schlussendlich finden sich in Kapitel 6 eine kritische Reflektion der erarbeiteten Lösungsansätze und abschließende Bemerkungen.

Die Inspiration für diese Arbeit findet ihren Ursprung in Bemerkungen seitens Georg Cantor über die Antinomien-Diskussion bei Immanuel Kant. Cantor sagt über die entsprechenden Stellen in der „Kritik der reinen Vernunft“, dass diese eine enorme Verfehlung darstellen und gänzlich verachtet werden sollten. Seine Bemerkungen werden an dieser Stelle derart ausfallend, dass sich der Leser fragt, wie die Antinomien-Diskussion aus Sicht von Georg Cantor stattdessen zu führen sei. Dies soll in dieser Masterarbeit untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT

1.1. VORSTELLUNG DES THEMAS UND DER LEITFRAGE

1.2. ÜBERSICHT ÜBER DIE GLIEDERUNG

2. ENTWICKLUNG DES UNENDLICHKEITSBEGRIFFS

2.1. UNENDLICHKEITSBEGRIFF IM WANDEL DER ZEIT

2.2. HISTORISCHER KONTEXT BEI KANT UND CANTOR

3. UNENDLICHKEIT UND DIE ANTINOMIEN BEI KANT

3.1. MATHEMATISCHE UNENDLICHKEIT

3.2. KANTS ANTINOMIEN

3.3. ZEIT UND RAUM BEI KANT

4. UNENDLICHKEIT BEI CANTOR

4.1. CANTORS HERLEITUNG EINER AKTUALEN UNENDLICHKEIT

4.2. EIGENSCHAFTEN DER AKTUALUNENDLICHKEIT

4.3. CANTORS WELTBILD

4.4. CANTORS BEMERKUNGEN ÜBER FRÜHERE AUTOREN

5. KANT UND CANTOR IM VERGLEICH

5.1. GEMEINSAMKEITEN UND UNTERSCHIEDE

5.2. CANTORS MÖGLICHE ANTWORTEN AUF KANTS ANTINOMIEN

6. FAZIT

6.1. KRITISCHE REFLEKTION DER ANTWORTEN AUF DIE LEITFRAGE

6.2. ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konstrukt der Unendlichkeit im philosophischen Denken von Immanuel Kant und dem mathematischen Verständnis von Georg Cantor, mit dem primären Ziel zu analysieren, wie Kants vier Antinomien der reinen Vernunft mithilfe von Cantors Erkenntnissen neu interpretiert und bearbeitet werden können.

  • Historische Entwicklung des Unendlichkeitsbegriffs von Aristoteles bis Bolzano
  • Analyse von Kants vier Antinomien und seiner Sicht auf Raum und Zeit
  • Untersuchung von Cantors Mengenlehre und seinem Konzept der Aktualunendlichkeit
  • Vergleich der Denksysteme und philosophischen Weltbilder von Kant und Cantor
  • Kritische Diskussion von Cantors Ansätzen zur Lösung kantischer Widerspruchssituationen

Auszug aus dem Buch

Cantors Herleitung einer aktualen Unendlichkeit

Als mögliche Auffassung Cantors über das Aktualunendliche und als seine Grundanschauung diesbezüglich lässt sich mit den Worten von László Tengelyi Folgendes sagen: Was Cantor als das Aktualunendliche sieht, „gleicht mehr einem Sack, der Kartoffeln enthält, als etwa einem Wald, der aus Bäumen besteht“. Was hiermit gemeint ist, soll in diesem Kapitel genauer beleuchtet werden.

Einer der wichtigsten Schritte in der Diskussion über eine mögliche aktuale und potentielle Unendlichkeit geschieht dadurch, dass Cantor den mathematischen Beweis für die sogenannte Überabzählbarkeit der Menge der reellen Zahlen liefert. Dieser Beweis ist schon zu Cantors Zeit und darüber hinaus auch in der heutigen Zeit von großer Bedeutung in unterschiedlichen Disziplinen. Vordergründig gilt dies natürlich für die Mathematik, aber auch philosophisch ist die Erkenntnis von Cantor entscheidend.

Cantor muss als Voraussetzung annehmen, dass bestimmte Zahlen existieren, denen man nicht „alle Eigenschaften der endlichen Zahlen zumuten oder vielmehr aufdrängen“ kann. Viele Autoren begehen laut Cantor dadurch, dass sie den besonderen Charakter von unendlich großen Zahlen nicht berücksichtigen, existenzielle Fehler innerhalb der Diskussion um die Unendlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. VORWORT: Einleitung in die Themenstellung und die zentrale Forschungsfrage der Arbeit zur Brücke zwischen Philosophie und Mathematik.

2. ENTWICKLUNG DES UNENDLICHKEITSBEGRIFFS: Historische Einordnung des Unendlichkeitsbegriffs unter Berücksichtigung von Aristoteles und Bolzano im Kontext der Lebenszeit von Kant und Cantor.

3. UNENDLICHKEIT UND DIE ANTINOMIEN BEI KANT: Darstellung von Kants Verständnis der mathematischen Unendlichkeit sowie seiner vier Antinomien der reinen Vernunft.

4. UNENDLICHKEIT BEI CANTOR: Analyse von Cantors Konstruktion der Aktualunendlichkeit, der transfiniten Zahlen und seines platonisch geprägten Weltbildes.

5. KANT UND CANTOR IM VERGLEICH: Gegenüberstellung der Denker und Versuch, Kants Antinomien mithilfe von Cantors mathematischen Erkenntnissen neu zu bearbeiten.

6. FAZIT: Kritische Reflexion der Lösungsansätze und abschließende Bewertung der Argumentationskraft von Cantors Positionen.

Schlüsselwörter

Unendlichkeit, Immanuel Kant, Georg Cantor, Mengenlehre, Antinomien, Aktualunendlichkeit, transfinite Zahlen, Vernunft, Raum und Zeit, Mathematik, Philosophie, Potenzielle Unendlichkeit, Schöpfung, Absolute, Gottesbeweis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis grundlegend?

Die Arbeit untersucht das unterschiedliche Verständnis des Unendlichkeitsbegriffs bei Immanuel Kant und Georg Cantor und prüft, inwieweit Cantors mathematische Erkenntnisse dazu beitragen können, Kants philosophische Antinomien zu bearbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen potenzieller und aktualer Unendlichkeit, die Analyse der vier Antinomien Kants sowie die von Cantor entwickelte Mengenlehre und seine Ideen zu transfiniten Zahlen.

Welche Forschungsfrage steht im Mittelpunkt?

Die Kernfrage lautet: Wie lassen sich Immanuel Kants vier Antinomien der reinen Vernunft mithilfe von Georg Cantors Erkenntnissen rund um die Unendlichkeit bearbeiten und beantworten?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der historische philosophische Positionen (Kant) mit mathematisch-theoretischen Ansätzen (Cantor) verglichen und auf ihre logische Konsistenz sowie Anwendbarkeit hin geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die detaillierte Darstellung von Kants Antinomien, die Erläuterung von Cantors Mengenlehre sowie einen direkten Vergleich beider Denker hinsichtlich ihrer Lösungsansätze für unendliche Strukturen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unendlichkeit, Aktualunendlichkeit, transfinite Zahlen, Antinomien, Mengenlehre und das Verhältnis von Mathematik und Theologie bestimmt.

Wie bewertet der Autor Cantors Versuch, Kants Antinomien zu lösen?

Der Autor stellt fest, dass Cantors Versuche, die Antinomien zu bearbeiten, zwar intellektuell anregend sind, jedoch oft an fehlenden oder nicht gelieferten Beweisen leiden und eher als eine Anwendung seiner Mengenlehre denn als direkte, philosophische Widerlegung zu verstehen sind.

Welche Rolle spielt Gott in Cantors Überlegungen zur Unendlichkeit?

Cantor sieht im Absolutunendlichen eine göttliche Gestalt. Er argumentiert, dass das Universum und die Mathematik Beweise für Gottes Schöpfung liefern und Gott die absolute Grenze darstellt, die mathematisch nicht weiter bestimmbar ist.

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Details

Titel
Wie lassen sich Immanuel Kants vier Antinomien der reinen Vernunft mithilfe von Georg Cantors Erkenntnissen rund um die Unendlichkeit bearbeiten und beantworten?
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
58
Katalognummer
V375104
ISBN (eBook)
9783668523814
ISBN (Buch)
9783668523821
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kant Immanuel Kant Cantor Georg Cantor Unendlichkeit unendlich Unendliches Unendlichkeitsbegriff Mathematik mathematisch philosophisch aktual aktuale Unendlichkeit potentiell potentielle Unendlichkeit Antinomien Antinomie Raum Zeit Aktualunendlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Wie lassen sich Immanuel Kants vier Antinomien der reinen Vernunft mithilfe von Georg Cantors Erkenntnissen rund um die Unendlichkeit bearbeiten und beantworten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375104
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Leseprobe aus  58  Seiten
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