Die orphischen Goldplättchen. Die "Orphik" in der griechischen Religion


Hausarbeit (Hauptseminar), 2010

29 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil
II.1. Was ist „orphisch“ an den Goldplättchen?
II.2. Systematischer Aufbau der Goldplättchen
II.3. Der Versuch einer „orphischen“ Eschatologie
II.4. Die „Orphiká“
II.4.1. Wer sind die O rphiká“ ?
II.4.2. Die Abgrenzung der „Orphiká“

III. Schluss

IV. Quellen- und Literaturverzeichnis
IV.1. Quellen
IV.2. Literatur

I. Einleitung

Die vorliegende Arbeit wird sich im Kern mit den sog. „orphischen“ Goldplättchen befassen. Dabei wirft schon der Name einiges an Problemen auf, da bis heute noch nicht einhellig entschieden scheint, was überhaupt „orphisch“ ist. "Trying to reconstruct a coherent body of Orphic lore, beliefs and behavior (…) is like doing a sophisticated and large-scale jigsaw puzzle with an incomplete set that lacks most of pieces and has no picture on its front cover."[1] Um sich also nicht zu sehr in vagen Vermutungen zu bewegen, soll hier darauf verzichtet werden, ein vollständiges Bild der orphischen Überlieferung zu skizzieren. Stattdessen wird in einem ersten Schritt der systematische Aufbau einiger ausgewählter Goldplättchen forciert, um in einem nächsten Schritt daran herauszuarbeiten, was eben diese Plättchen aussagen oder in Aussicht stellen und wie sie im Kontext des griechischen Standards zu bewerten sind. Hierbei sei bereits angemerkt, dass im Rahmen der Arbeit der Schwerpunkt auf einer Betrachtung der sog. B-Plättchen liegt und somit lediglich ein mögliches Bild rekonstruiert werden kann; dadurch soll jedoch nicht der Eindruck vermittelt werden, bei der „Orphik“ handle es sich um ein monolithisches Gebilde, das keine Variation kenne. Wie schon die heterogene Vielfalt an Goldplättchen zeigt, scheint dies ein Trugschluss zu sein, den es auszuräumen gilt.[2] Daher sei noch einmal betont, dass diese Arbeit lediglich ein mögliches Bild ihres Kontexts erarbeiten kann und im konkreten Fall geschieht dies hier aufgrund der Basis der B-Plättchen. Grundsätzliche Aufgabe der vorliegenden Arbeit soll sein, die wenigen Teile des Puzzles zusammenzutragen, um ein Bild der Goldplättchen und ihres Kontextes darzustellen.

Bei der Beantwortung dieser Frage muss jedoch vorausgeschickt werden, dass eine emische Sicht aufgrund der unsicheren und lückenhaften Quellenlage kaum möglich ist. Daher ist nur eine etische Betrachtung gangbar, bei der sich der Beobachter jedoch davor hüten muss, zu sehr nach der modernen Vorstellung einer Religion zu urteilen. Denn die griechische Religion verfügte nicht über etwas wie eine Bibel, einen Koran oder einen Tanach. Vielmehr tritt die griechische Religion als eine Religion ohne Dogmen in Erscheinung; sie ist eine Kultreligion, da sie sich aus unterschiedlichen Kulten zusammensetzt, die teilweise den Schutz der Polis genießen.[3] Es soll in der folgenden Arbeit auch versucht werden, die orphischen Goldplättchen in einen Zusammenhang mit dieser Kultreligion zu setzen.

II. Hauptteil

Im Folgenden wird nun anhand einer Auswahl der Goldplättchen eine Systematik vorgestellt, die im Gros der Plättchen enthalten ist. Dabei wird vorrangig auf die B-Plättchen[4] eingegangen, in denen stets eine Konfrontation mit namenlosen Wächtern im Mittelpunkt steht. In einem weiteren Schritt soll dann untersucht werden, welche Eschatologie sich hinter den orphischen Goldplättchen finden lässt und wie sich die Goldplättchen in den Kontext der gesellschaftlich breit rezipierten Kultreligion setzen lassen.

II.1. Was ist „orphisch“ an den Goldplättchen?

Im Folgenden wird stets von „orphischen“ Goldplättchen die Rede sein. In diesem ersten Teilabschnitt soll nun geklärt werden, warum die Plättchen so heißen und ob diese Bezeichnung tatsächlich treffend ist.

Eingangs muss hier darauf hingewiesen werden, dass die Bezeichnung „orphisch“ für die Goldplättchen kein zeitgenössischer Begriff der Griechen war, sondern erst in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung nach deren Entdeckung so genannt wurden. Jedoch gab es bereits bei den antiken Autoren Platon und Herodot eine feste Vorstellung über das, was „Orphik“ bzw. eine „orphische“ Lebensweise ist. So findet sich bei Platon der Hinweis auf eine anscheinend vegetarische Lebensführung,[5] während Herodot die Orphik aufgrund von Ähnlichkeiten im Bestattungsritual in den Kreis der antiken ägyptischen Religion schob.[6] Allerdings finden sich bei den antiken Autoren keine Hinweise auf die Goldplättchen.

Seit der Entdeckung der ersten Goldplättchen im Jahre 1879 gaben sie immer wieder Anstoß zu Diskussion über deren Inhalt und über deren Einbettung in die griechische Religion. Dabei wurde anfangs davon ausgegangen, dass der, den Goldplättchen zugrundeliegende, Glaube einheitlich, ja sogar dogmatisch, wäre. Dabei war nicht das Problem, dass lediglich von einer einheitlichen Grundlage ausgegangen wurde, sondern vielmehr, dass ein einziger ganz bestimmter Hintergrund angenommen wurde, den man aus den Plättchen zu rekonstruieren versuchte. Der daraus erfolgte Trugschluss liegt auf der Hand: „Orphic gold tablets must come from some Orphic context, must have been produced by some group of Orphics, or must exhibit characteristics of Orphism.”[7] Damit hinterließ die Forschung allen Interpreten der Goldplättchen ein schweres Erbe, denn durch diesen Schluss stellte man die Goldplättchen in Zusammenhang mit einem der umstrittensten Begriffe der griechischen Religion: Orphik.[8]

Auf einen detaillierten Überblick über die Forschungsgeschichte der Orphik soll hier verzichtet werden; stattdessen sollen nur kurz die Stationen, die dieser Begriff durchwandert hat, referiert werden. Den Anfang machte Lobeck, der die Orphik als Überbleibsel primitiver Religionen und Bräuche sah – eine Ansicht, die bereits Platon zu vertreten schien.[9] Die Funde der Goldplättchen brachten schließlich neuen Wind in die Betrachtung der Orphik. Schließlich war es Comparetti, der in den Goldplättchen den Hinweis auf eine frühe Vorstellung der Erbsünde sah, die in der Erschaffung der Menschheit aus den Überresten des Zeus-Sohns Dionysos Zagreus und seiner Mörder, den Titanen, bestand. Im Zuge dieser Vorstellung, die breiten Anklang fand, kam es schließlich dazu, dass die Orphik als eigenständige Religion innerhalb der griechischen Kultur vermutet wurde. Man stellte sich vor, dass die Orphik eine Religion mit Dogmen und einer Form von heiliger Schrift war, wie es bspw. das Christentum heute ist. Diese Annahme wurde von Wilamowitz, Linforth und Zuntz in Zweifel gezogen, was dazu führte, dass sie die Orphik lediglich dadurch definierten, was eindeutig einem Orpheus zugeschrieben wurde. Ein ziemlich radikales Vorgehen, bei dem Vieles an Quellen und Praktiken herausfiel, einschließlich der Goldplättchen. Die neuere Forschung hat schließlich versucht die Goldplättchen, die nun wieder als eigenständiges Phänomen wahrgenommen wurden, in den Kontext der griechischen Religion einzubetten. So haben einige Forscher versucht, eine Verbindung oder Beeinflussung durch die Mysterien von Eleusis nachzuweisen.[10] Andere hingegen, u.a. Zuntz, sehen die Goldplättchen wieder als Überbleibsel einer primitiven Religion, wollen sie aber von ähnlich gearteten Quellen, wie bspw. den Fluchtäfelchen, unterschieden sehen und bestreiten auch jeglichen Zusammenhang zwischen den Goldplättchen und Eleusis. Die auffallende Ähnlichkeit zwischen den Fluchtäfelchen[11] und den Goldplättchen gab darüber hinaus auch Anlass, die Plättchen in den Diskurs über Magie und Religion einzubeziehen und stellte sie somit zwischen die Fronten einer „guten“ und einer „schlechten“ Religion.[12]

Wie man also anhand dieses kurzen Überblicks erkennen kann, ist die Diskussion über den Gegenstand der Orphik weit davon entfernt, entschieden zu sein. Für den Rahmen dieser Arbeit muss also eine Übergangserklärung gefunden werden, warum die Goldplättchen „orphisch“ genannt werden, um nicht den Eindruck zu erwecken, es würde hier versucht werden, sich den Ansichten der anfänglichen Orphik-Forschung anzuschließen. Im Rahmen dieser Arbeit wird aber dennoch auch weiterhin von „orphischen“ Goldplättchen die Rede sein. Der Grund dafür ist jedoch nicht die Behauptung, es handle sich hierbei um einen Auswuchs einer eigenständigen Religion, sondern es wird hier von „orphisch“ gesprochen, um den Goldplättchen eine Richtung zu geben. „Orphisch“ wird im Rahmen dieser Arbeit als Adjektiv gesehen, das die Zugehörigkeit der Goldplättchen in den Rahmen eines Unterweltmythos und einer bestimmten, damit verbundenen, Vorstellung vom Leben nach dem Tod verdeutlichen soll. Damit verweist „orphisch“ lediglich auf den Sänger Orpheus der griechischen Mythologie, der, um Eurydike zu retten, in die Unterwelt des Hades hinabstieg und – im Gegensatz zu Eurydike – lebendig von dort zurückkehrte. Demnach wird hier auch davon ausgegangen, dass „orphisch“ auch von den Zeitgenossen der griechischen Antike lediglich dazu verwendet wurde, um den Glauben an die Unsterblichkeit der Seele auf eine berühmte Figur zurückzuführen, die a) durch das Betreten der Unterwelt und b) durch ihre göttliche Abstammung[13] über ein Wissen verfügte, das einem normalen Sterblichen vorenthalten war.[14] Diese Verwendung kann auch den antiken Autoren unterstellt werden, wenn man Platons Zuschreibung von Büchern zu Orpheus[15] betrachtet und Herodots Schilderungen von orphischen Sitten folgt.[16]

II.2. Systematischer Aufbau der Goldplättchen

Im Grunde ist der Aufbau der Goldplättchen stets gleich, Hintergrund dabei ist die Vorstellung einer Seelenwanderung, die sich auch in Platos Politeia findet.[17] Im Folgenden wird die Systematik der Goldplättchen anhand der B-Plättchen nachvollzogen.

Die Seele wandert, nachdem sie die sterbliche Hülle des Körpers verlassen hat, in die Unterwelt. Dort erreicht sie das Haus von Hades auf dessen rechten Seite sich eine Quelle befindet, die durch eine weiße Zypresse gekennzeichnet ist. An dieser Quelle können sich die Seelen der Verstorbenen erfrischen. Jedoch wird auf den Goldplättchen davor gewarnt, sich dieser Quelle auch nur zu nähern. Stattdessen soll die Seele weitergehen und wird schließlich eine zweite Quelle erreichen, die als „See der Mnemosyne“ bezeichnet wird, allerdings von namenlosen Wächtern beschützt ist. Von diesen wird die Seele nun gefragt, was sie in Hades‘ Reich suche. Auf diese Frage soll die Seele des/r Verstorbenen antworten: „I am a child of Earth and starry Sky, I am parched with thirst and am dying; but quickly grant me cold water from the Lake of Memory to drink.“[18] Auf diese Antwort hin lassen die Wächter die Seele trinken und melden sie beim Chthonischen König, der wahrscheinlich Hades ist, an. Nachdem die Seele getrunken hat, wird sie schließlich den gleichen Weg beschreiten wie auch andere Initiaten.[19]

Das ist der Inhalt eines B-Plättchens, wie er in einem Grab aus der Zeit um 440 v. Chr. gefunden wurde. Diese Abfolge von Ereignissen lässt sich nun nach Edmonds in drei große Abschnitte aufteilen, die er „obstacle“, „solution“ und „result“ nennt. Im vorliegenden Beispiel besteht das „obstacle“ im Auffinden der ersten Quelle, der sich die Seele nicht nähern darf und die durch eine weiße Zypresse gekennzeichnet ist. Wahrscheinlich besteht die Gefahr dieser ersten Quelle im Vergessen, zumindest lässt sich das anhand der folgenden „solution“ so interpretieren. Diese besteht in den B-Plättchen in einer Form von Askese bzw. Ertragen des Durstes bis zu einer zweiten Quelle, die als Quelle der Mnemosyne bezeichnet werden kann, und Erinnerung verspricht. Das „result“ könnte im konkreten Fall sein, dass sich die Seele mit anderen Eingeweihten auf eine weitere Reise auf der „sacred road“ begibt.[20] Das wiederum bedeutet, dass die Reise der Seele noch nicht abgeschlossen ist und damit ergibt sich das Problem in den B-Plättchen, dass es keinerlei konkrete Hinweise auf ein endgültiges „result“ gibt.

Der Grund hierfür findet sich im grundsätzlichen Charakter der Goldblättchen. In ihnen wird nicht eine ausführliche Geschichte über den Weg in die Unterwelt oder ein Leben nach dem Tod transportiert, wie das in der Odysee oder im Mythos von Er der Fall ist. Vielmehr stellen die Goldplättchen eine Form von „Gedächtnisstütze“[21] für die Seele des Verstorbenen dar, die auf einen breiteren Rahmen von Ritualen und Texten verweisen, der bei den Eingeweihten als bekannt vorauszusetzen ist und heute von der Wissenschaft rekonstruiert werden muss.[22]

Lediglich die A- und P-Plättchen geben Hinweise auf ein endgültiges „result“. Die Bandbreite der „results“ reicht dabei von einem Symposion (v.a. in P1 und P2) der Gesegneten bis hin zur Apotheose der Seele.[23] Die B-Plättchen jedoch beinhalten keine derartige Versprechung, sondern vermitteln den Eindruck, dass der Besitzer des Goldplättchens im Grunde weiß, was ihn am Ende der „sacred road“ erwartet. Allerdings könnte auch die Erinnerung, die durch das Trinken aus dem „Lake of Memory“ erlangt wird, das „result“ sein. Das Erinnern müsste dann jedoch genauer bestimmt werden. Zum Einen könnte es sich um ein „An-sie-Erinnern“ handeln, wodurch die Verbliebenen sich an den/die Verstorbene/n erinnern. Damit würde der/die Verstorbene eine Form der Unsterblichkeit erlangen, wie sie auch die epischen Helden erlangt haben. Diese Möglichkeit erscheint jedoch recht unwahrscheinlich, da es ja die Seele des/der Verstorbenen ist, die trinkt und sich somit erinnert. Wesentlich wahrscheinlicher erscheint also die Form des „Sich-selbst-Erinnerns“.[24] Dabei bildet die Angst, als umherirrender Schatten – wie die Verstorbenen in der Odyssee beschrieben werden – zu enden, wohl den treffenden Hintergrund. Damit einher geht der Fokus auf eine Identität, die von irdischen/oberweltlichen Abhängigkeiten und Bindungen unabhängig ist.

Im Folgenden soll nun versucht werden anhand der Goldplättchen zu rekonstruieren, was für eine Eschatologie in den recht kurzen Passagen der Goldplättchen verborgen liegt.

II.3. Der Versuch einer „orphischen“ Eschatologie

Im folgenden Abschnitt soll versucht werden aus den vorliegenden B-Plättchen eine Eschatologie herauszuarbeiten, die ihnen zugrunde liegt. Dabei wird zunächst auf die Vorstellung der Seelenwanderung eingegangen, dann auf das Drei-Seelen-Postulat und abschließend werden noch verschiedene Jenseitshoffnungen referiert, die in den Plättchen angesprochen sein könnten. Die Frage nach den Jenseitshoffnungen ist hier zugleich die Frage nach den „results“, die in den Goldplättchen kaum beantwortet wird. Daher ist es unumgänglich, auf andere Quellen, wie Plato und Pindar, zurückzugreifen, da – wie oben bereits dargestellt – die Goldplättchen auf Grund ihres Gedächtnisstützen-Charakters auf bestimmte Vorstellungen und ein gewisses Maß an Vorwissen anspielen, das heute nur über andere Quellen rekonstruiert werden kann.

Bei der Lektüre der B-Plättchen wird sehr schnell deutlich, dass sich die Wegbeschreibung nicht an lebende Menschen richtet, sondern vielmehr für die Seelen der Verstorbenen gedacht war. Es liegt also nahe, davon auszugehen, dass hier von der Vorstellung einer Seelenwanderung nach dem Tod ausgegangen wird. Dabei sollen die Goldplättchen – wie bereits beschrieben – Orientierungspunkt und Handlungsanweisung sein. Die Vorstellung der Seelenwanderung findet sich auch bei Pindar und Plato. In Pindars zweiter olympischer Ode findet sich, neben einer Unterscheidung der Seelen, die im Weiteren noch betrachtet wird, auch die Vorstellung einer Seelenreise, bei der die Seelen über die Straße des Zeus über den Turm des Kronos hin zur „Isle of the Blessed“ wandern.[25] Aber auch in Platons Politeia findet sich in Buch X der Hinweis auf eine Seelenwanderung. Im Mythos von Er stellt Platon vor, wie die Seele eines Gefallenen nach dessen Tod aufsteigt und vor ein Seelengericht hintritt und – von diesem als würdig beurteilt - weiterreist in den Himmel bis hin zu einem Ort, an dem sich jede Seele ein neues Leben, in das sie wiedergeboren wird, wählen darf bzw. zugelost bekommt.[26] Durch die weite Verbreitung und auch prominente Rezeption lässt sich also erkennen, dass die Vorstellung einer Seelenwanderung nichts Außergewöhnliches dargestellt hatte. Im Folgenden wird nun versucht, den Weg der Seelen, wie er sich in den B-Plättchen darstellt genauer zu untersuchen. Dabei wird vor allem auf das Drei-Seelen-Postulat eingegangen, das vor allem Sarah Iles Johnston hinter den Plättchen vermutet.

Sarah Iles Johnston sieht hinter der Wegbeschreibung der B-Plättchen eine Dreier-Gliederung der ankommenden Seelen, diese soll hier kurz vorgestellt werden. Wenn man den Weg der Seele in den B-Plättchen nachvollzieht, so wird deutlich, dass es zwei Punkte gibt an denen eine Differenzierung der ankommenden Seelen stattfindet. Der erste dieser Punkte ist das Haus des Hades; hier besteht für die Ankommenden anscheinend die Möglichkeit links oder rechts daran vorbeizugehen. Hier findet demnach eine Trennung der guten von den bösen Seelen statt. Rechts an dem Haus vorbei gehen die guten Seelen hin zu der Quelle, die mit einer weißen Zypresse gekennzeichnet ist. Dementsprechend erscheint es wahrscheinlich, dass böse Seelen links daran vorübergehen.[27] Was die bösen Seelen erwartet ist unklar, jedoch erscheint es möglich, dass sie dort irgendeine Form von Bestrafung für begangene Verfehlungen erwartet. Die Vorstellung, dass begangene Verfehlungen nach dem Tod bestraft werden, findet sich auch in Pindars Zweiter Olympischer Ode, in der es heißt: „… of those who have died on earth immediately pay the penalty – and upon sins committed here in Zeus‘ realm, a judge beneath the earth pronounces sentence with hateful necessity; (…)“[28] Hier findet sich eindeutig die Vorstellung von einer richterlichen Bestrafung derer, die im Diesseits eine Verfehlung begangen haben. Ähnliches findet sich auch in Platons Politeia, in der es heißt: „(…) und sie seien zu einem wunderbaren Orte gelangt, wo sich unmittelbar nebeneinander zwei Öffnungen in der Erde befanden, und gegenüber, am Himmel oben, zwei andere. Zwischen ihnen aber seien Richter gesessen. Wenn diese ihr Urteil gefällt hatten, so ließen sie die Gerechten den Weg einschlagen, der rechts hinauf durch den Himmel führt (…). Die Ungerechten aber wiesen sie nach links und nach unten (…).“[29] Hier findet sich auch die Vorstellung, dass die Seelen der Gerechten von denen der Ungerechten getrennt werden. Interessanterweise werden auch hier die Gerechten nach rechts und die Ungerechten nach links gewiesen. Diese Vorstellung untermauert die These Johnstons, nach der zunächst nach guter und schlechter Seele differenziert wird.

In den Goldblättchen wird nun jedoch ein weiteres Mal differenziert. An der ersten Quelle, die durch eine weiße Zypresse markiert ist, teilt sich nun auch der Strom der guten Seelen auf, wodurch sich eine Unterteilung in gute und „good plus“[30] Seelen ergibt. Die guten Seelen stillen ihren Durst an dieser Quelle, während die „good plus“ an dieser vorübergehen, um aus dem See der Mnemosyne zu trinken. Es stellt sich nun die Frage, was hier das Differenzierungsmerkmal ist. Bei der ersten Aufteilung erschien es noch einigermaßen klar, da die Seelen von Verstorbenen mit reiner Lebensführung von denen mit unethischer Lebensführung getrennt wurden. Hier jedoch kommen andere Faktoren ins Spiel, die zu einer weiteren Ausdifferenzierung führen. Zum Einen scheint hier die Tugend der Mäßigung eine entscheidende Rolle zu spielen. Es geht darum, dem körperlichen Verlangen des Durstes nicht bei der ersten Gelegenheit nachzugeben, sondern weiterzuziehen. Das jedoch beinhaltet einen weiteren Faktor, der zur Ausdifferenzierung beiträgt: Das Wissen, dass eine zweite Quelle folgen wird. Nur jemand, der weiß, dass eine weitere Möglichkeit verfügbar ist, um seinen Durst zu stillen, wird überhaupt in Betracht ziehen die erste Möglichkeit auszulassen. Die „good plus“ Seele muss also über ein Wissen verfügen, über das die gute Seele nicht verfügt und damit kann man sagen, „that it is initiation itself that has set the good-plus apart.“[31] Zusammenfassend kann man also sagen, dass die erste Trennung aufgrund eines ethisch-reinen oder -unreinen Lebens erfolgt, während sich die zweite Differenzierung aus den Faktoren Mäßigung und Wissen ergibt.[32]

In B10 werden in der letzten Zeile auch „glorious initiates“[33] angesprochen Es mag demnach so erscheinen, als ob es tatsächlich eine Kultgemeinde gab, die seinen Anhängern ein außergewöhnlich gutes Leben nach dem Tod bzw. einen besonders erstrebenswerten Weg für die Seelen der verstorbenen Initiaten versprach. Allerdings könnte sich diese Stelle auch einfach nur auf eine Gruppe von Menschen beziehen, die unter noch zu klärenden Umständen in das „orphische“ Wissen eingeweiht wurden. Dieser Frage wird in Kapitel II.4. genauer nachgegangen.

Hier soll zunächst noch auf eine weitere sehr interessante Stelle in den B-Plättchen eingegangen werden, mit der sich auch die Forschung immer wieder auseinandersetzt,[34] und die die Frage nach den letzten Dingen etwas zu erhellen vermag. Recht häufig taucht in den B-Plättchen die Formulierung auf: „I am a son of Earth and starry Sky (…).“[35] Diese Formel ist die Antwort auf die Frage, die die namenlosen Wächter an der zweiten Quelle – dem „Lake of Memory“ – stellen. In erster Linie ist diese Formel eine Selbstidentifikation der Seele, die den weiteren Weg zum „result“ freigeben soll. Gleichzeitig ist diese Identifikation auch mehr, da sie die Vorstellung einer bestimmten Anthropologie enthält.

Die auf diese Art antwortenden Seelen verstehen sich „als zusammengesetzte Wesen, als Kinder der Mutter Erde und als Abkömmlinge des Himmels.“[36] Eine ähnliche Vorstellung findet sich auch in den „Heiligen Reden“. Die dort enthaltene Anthropologie geht davon aus, dass Dionysos – ein Sohn aus der Verbindung Persephones mit ihrem Vater Zeus – von den Titanen getötet und verspeist wurde. Der strafende Zeus verbrennt sie daraufhin mit einem Blitzschlag zu Asche, aus der er schließlich die Menschen formt. Damit ist die doppelte Natur des Menschen, wie sie in der Formulierung anklingt scheinbar geklärt: Der Mensch entsteht aus dem göttlichen Teil des Dionysos, der sich durch dessen Verspeisen in der Asche der Titanen befindet[37] ; damit erklärt sich der zweite Teil der Formulierung „I am a son (…) of starry Sky“.

Problematischer jedoch ist der erste Teil der Selbstidentifikation „I am a son of Earth (…).“ Eine Vorstellung, die in der Forschung begegnet, sieht in dieser Formulierung einen Hinweis auf die Erschaffung des Menschen aus der Asche der Titanen. Da die Erschaffung des Menschen aus der Asche des Opfers und der Täter der Tötung des Dionysos erfolgte, wäre neben dem göttlichen Teil (Dionysos) auch ein titanischer Teil enthalten, die von Zeus unter die Erde verbannt wurden. Die Selbstidentifikation enthielte damit ein Wissen über die Natur der Menschen, die sowohl göttlich als auch titanisch ist. Dabei wirft Edmonds die Frage auf: „Why should the password, the claim of identity that allows the deceased to win a favorable reception from the guardians in the underworld, be precisely a claim to criminality?“[38] Diese Frage bezeichnet sehr treffend die Problematik, die sich aus solch einer Selbstidentifikation ergibt: Dionysos als Sohn des Zeus wurde von den Titanen zerrissen und verschlungen, dennoch weist sich die Seele eines/r Verstobenen als Nachfahre dieser Mörder aus. Aufschluss über diese doch eher seltsam anmutende Behauptung kann der Derveni-Papyrus geben. „… until the things that are now have got set together into the same form in which they were floating as they were before.“[39] Hieraus lässt sich erkennen, dass die Vorstellung bestand, dass alle Dinge aus einer ursprünglichen Form entstanden sind. Diese einstige Einheit bestand in der Vorstellung des Derveni Autors in einer Einheit aus Himmel und Erde, aus der alle Dinge und Geschöpfe bei deren Trennung entstanden. Demnach wären die Menschen ein Spross dieser urtümlichen Einheit und die Seelen der Verstorbenen könnten demnach darauf hoffen, in den Zustand dieser urtümlichen Einheit zurückgebracht zu werden. Diese Einheit, ebenso wie die teilweise Abstammung von Dionysos, suggeriert eine Abstammung der Menschheit von den Göttern, die „will look with love and favor upon their kin.“[40] Demnach wäre die Formulierung, keine Selbstidentifikation mit den Mördern von Dionysos Zagreus, sondern eine Zugehörigkeitsbekundung zu den Göttern.

Diese Überlegungen führen schließlich zu der Frage, was das Ziel der eingangs besprochenen Seelenwanderung ist. Wie schon erwähnt, sind die Hinweise aus den Goldplättchen dabei äußerst spärlich. Leidglich in einigen wenigen finden sich überhaupt Anhaltspunkte auf ein Ziel der Seelenwanderung. So bspw. in A1, wo in Zeile 9 mit den Worten „(…) you will be a god instead of a mortal“[41] eine Apotheose in Aussicht gestellt wird.[42] In A5 wird in Zeile 4 der Seele der Verstorbenen gesagt: „Caecilia Secundina, come, by law grown to be divine.“[43] Auch hier findet sich also die Vorstellung einer Apotheose am Ende des Weges der Seele durch die Unterwelt, wobei an dieser Stelle sogar noch ein gesetzmäßiger Anspruch auf eine Apotheose vermittelt wird. Durch die relative Ähnlichkeit innerhalb der A-Plättchen könnten auch die in A2 und A3 genannten „seats of the pure“[44] als Sitze bei oder nahe den Göttern verstanden werden. Allerdings ist hier der Hinweis auf eine Apotheose doch sehr dürftig bis nicht vorhanden. Daher liegt es doch näher diese Sitze eher in den Kontext der „feasts of the initiates“ zu stellen, wie sie in Plättchen Nr. 28[45] benannt werden. Hier wird auch davon gesprochen, dass diese Feste nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich sind, der über bestimmte Rituale und Riten verfügt, die sowohl Bacchus als auch Demeter Chthonia zugeschrieben werden.[46] Auch in den P-Plättchen findet sich die Vorstellung eines Zusammentreffens der Gesegneten, die allesamt dieselben Ehrungen erhalten. Im konkreten Fall handelt es sich bei diesen Ehrungen um Wein.[47] Somit kann man sich das Ende der Seelenwanderung vielleicht als ein großes Symposion vorstellen, an dem alle Gesegneten und Initiaten zusammenkommen.

Wie sich erkennen lässt, scheint in den Goldplättchen ein recht breites Spektrum an möglichen Zielen der Seelenwanderung vertreten zu sein. Der Grund hierfür liegt wahrscheinlich im allgemeinen Charakter der Plättchen, die – wie bereits beschrieben – keine Erzählungen über das Leben nach dem Tod darstellt, sondern lediglich Gedächtnisstützen bzw. äußerst kurze Handlungsanweisungen. Es kann davon ausgegangen werden, dass es für die Eingeweihten wesentlich wichtiger war, die Stationen der Reise zu kennen und das richtige Verhalten an bestimmten Etappen, als eine ausführliche Beschreibung dessen, was sie am Ende der Reise erwartet. Die Vorstellung, wo sie das Ende aller Tage verbringen würden, wurde ihnen wahrscheinlich in den entsprechenden Ritualen vermittelt; und für den Fall, dass die Seele nach dem Tod nicht mehr darüber verfügte, so würde sie ohnehin – bei richtiger Befolgung der Anweisungen – die Kenntnis darüber wieder erlangen.[48]

Die Heterogenität in den Goldplättchen, die hier anhand der unterschiedlichen Jenseitsversprechungen aufgezeigt wurde, ist aber wahrscheinlich auch dem Umstand zuzurechnen, dass es sich bei der „Orphik“ eben nicht um eine homogene Religion handelte, sondern eher um lokale Kulte, die eine unterschiedliche Ausprägung einer vormals gemeinsamen Basis erfuhren.[49]

So unterschiedlich alle Plättchen untereinander ausfallen und so unterschiedlich alle „results“ der Plättchen – soweit sie überhaupt greifbar sind – dargestellt werden, so weisen sie doch alle einen gemeinsamen Aspekt auf: Das glorreiche Ende des Weges der wandernden Seelen bleibt den Initiaten vorbehalten. Die Seelen der Verstorbenen behaupteten – und das verstärkt in den B-Plättchen – aus einer göttlichen Linie abzustammen. Damit einher geht, dass jeder, der so ein Goldplättchen besaß und in seine Bedeutung eingeweiht war, zu einer Gruppe gehörte, die aus der Masse der Griechen herausstach.

Wer nun diese Gruppe bildete und wie man sich diesen Kult vorstellen kann, soll im folgenden Abschnitt behandelt werden.

[...]


[1] Henrichs zit. n. Radcliffe G. Edmonds III.: Myths of the underworld journey. Cambridge 2004, S. 46.

[2] Radcliffe G. Edmonds III.: Myths of the Underworld Journey. Cambridge 2004, S. 45f.

[3] s.: Christiane Sourvinou-Inwood: What is Polis Religion, in: Richard Buxton (Hrsg.): Oxford Readings in Greek Religion. Oxford 2000, S. 13-37.

[4] Diese Einteilung geht auf Zuntz zurück, der die Goldplättchen nach inhaltlichen Aspekten unterteilt. In der vorliegenden Arbeit wird durchweg die Zuntz’sche Zählung verwendet, soweit diese verfügbar ist, da seit seiner Katalogisierung noch einige Plättchen hinzugekommen sind; sollte außerhalb dieser Zählung auf Plättchen verwiesen werden, so wird die Zählung aus der Edition von Graf/Johnston zurückgegriffen.

[5] Plat. nom. VI, 782c.

[6] Hdt. Hist. II, 81.

[7] Edmonds: Myths of the Underworld Journey, S. 37.

[8] Ebd., S. 37f..

[9] Plat. nom. VI, 782c, hier bezeichnet Platon „Lebensformen (…), bei denen man sich ausschließlich an Unbeseeltes hielt (…)“ als „orphisch“ und setzt sie in Beziehung mit „damaligen Vorfahren“. Damit ist davon auszugehen, dass diese „Orphik“ Teil einer primitiven – im Sinne von „urtümlichen“ – Religion war.

[10] vgl. Picard und Beyoncé, die annehmen, dass die weite Verbreitung der Goldplättchen nur in einem organisierten Kult möglich ist, wie sie bei Eleusis vorliegt.

[11] Diese Ähnlichkeit scheint auch Plato schon wahrgenommen zu haben: vgl. Plat. Polit. 364b-c.

[12] Edmonds: Myths of the Underworld Journey, S. 37-40; auf das Spannungsfeld von mageia wird in Kapitel II.4.1. noch genauer eingegangen.

[13] Orpheus ist der Sage nach der Sohn von Apollon und einer Muse.

[14] vgl. Martin L. West: The Orphic Poems. Oxford 1983, S. 3; Olof Gigon (Hrsg.): Platon. Lexikon der Namen und Begriffe: s.v. Orpheus, Zürich/München 1975.

[15] Plat. Nom. VI, 782c.

[16] Hdt. hist. II, 81.

[17] Plat. polit. 614e-621d.

[18] B 10, in: Fritz Graf, Sarah Iles Johnston: Ritual Texts for the Afterlife. Orpheus and the Bacchic Gold Tablets, London 2007.S. 5.

[19] Ebd..

[20] Graf/Johnston: Ritual texts, S. 5.

[21] Sarah Iles Johnston: The eschatology behind the tablets, in: Fritz Graf, Sarah Iles Johnston: Ritual Texts for the Afterlife. Orpheus and the Bacchic Gold Tablets, London 2007, S. 94.

[22] Ebd., S. 94-96; s.: Hans Dieter Betz: „Der Erde Kind bin ich und des gestirnten Himmels“. Zur Lehre vom Menschen in den orphischen Goldplättchen, in: Fritz Graf (Hrsg.): Ansichten griechischer Rituale. Geburtstags-Symposium für Walter Burkert, Castelen bei Basel 15. bis 18. März 1996. Stuttgart/Leipzig 1998, S. 402.

[23] Wenn man die Knochentafel von Olbia ebenfalls in den Kreis der „Orphik“ und der Goldplättchen einbezieht, so wird durch die Inschrift „Leben – Tod – Leben“ auch noch die Möglichkeit einer Wiedergeburt suggeriert.

[24] Die Wichtigkeit des Erinnerns findet sich auch im Derveni Papyrus in Col. 16 stark betont. Dort erscheint es so, dass „the Mind“ über Allem anderen steht und alle bestehenden Dinge keine wären, ohne das Gedächtnis.

[25] Pin. Olymp. 2, vv. 68-72.

[26] Plat. polit. 614e-621d.

[27] Es sei hier angemerkt, dass auf B1 der Verstorbene links am Haus vorbeigeführt wird, während der Inhaber von B10 rechts daran vorbeigeführt wird. Die grundsätzliche Möglichkeit sowohl links als auch recht am Haus vorbeizugehen scheint also gegeben. Allerdings ist in keinem der Blättchen ein Hinweis zu finden, nachdem es sich um gute oder böse Seelen handelt, die den linken oder rechten Weg wählen. Ob es sich dabei um eine Trennung nach Geschlecht handeln könnte, muss noch untersucht werden, da es doch recht auffällig erscheint, dass es sich bei B1 um eine Frau handelt, die links vorübergeführt wird und bei B10 um einen Mann, der den rechten Weg beschreiten soll.

[28] Pin. Olymp.2, vv. 57-60; Pin. Olymp. 2, vv. 61-67 beschreiben wie gute/gerechte Seelen belohnt werden; in Fragment 130 findet sich die Vorstellung der Bestrafung von Seelen, die ein verwerfliches Leben geführt haben; in Fragment 129 findet sich eine Beschreibung, wie das Leben nach dem Tod für Seelen aussehen könnte, die ein gutes/gerechtes Leben geführt haben

[29] Plat. polit. 614c.

[30] Graf/Johnston: Ritual texts, S. 100.

[31] Graf/Johnston: Ritual texts, S. 101.

[32] Ebd., S. 100f.

[33] Ebd., S. 5.

[34] s.: Radcliff G. Edmonds III: The Children of Earth and Starry Heaven: The Meaning and Function of the Formula in the 'Orphic' Gold Tablets, in: Alberto Bernabé, Francesc Casadesús y Marco Antonio Santamaría (Hg.): Orfeo y el orfismo: nuevas perspectivas. Alicante 2010, S. 98-121; Betz: Der Erde Kind, S. 399-419; die im Folgenden dargestellten Ansichten stützen sich vor allem auf die dort publizierten Erkenntnisse.

[35] Diese Formulierung findet sich – jeweils mit leichten Abweichungen, wobei die Betonung der Abstammung erhalten bleibt – in: B1, B2, B3, B4, B5, B6, B7, B8, B 10, B11.

[36] Betz, S. 404.

[37] vgl. Walter Burkert: Griechische Religion der archaischen und klassischen Epoche (Die Religionen der Menschheit, Bd. 15). Stuttgart, u.a. 1977, S. 442; dort auch eine Angabe zu den Quellen in alt-griechisch.

[38] Edmonds: Children, S. 108.

[39] Derveni Papyrus, col. 17 nach: Gábor Betegh: The Derveni Papyrus. Cosmology, Theology and Interpretation. Cambridge 2004, S. 37.

[40] Edmonds: Children, S. 109.

[41] Graf/Johnston: Ritual texts, S. 13.

[42] Weniger eindeutig ist dagegen das Plättchen, das in Graf/Johnston: Ritual texts, S. 49 zu finden ist, jedoch findet sich auch hier das Wörtchen „divine“ und lässt daher in diesem Zusammenhang den Schluss zu, dass auch hier eine Anspielung auf die Göttlichkeit zu finden ist.

[43] Graf/Johnston: Ritual texts, S. 19.

[44] Ebd., S. 15.

[45] Ebd., S. 39.

[46] Ebd.

[47] Ebd., S. 37.

[48] Graf/Johnston: Ritual texts, S. 94f.

[49] Edmonds: Myths of the Underworld Journey, S.45f.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Die orphischen Goldplättchen. Die "Orphik" in der griechischen Religion
Hochschule
Universität Augsburg  (Lehrstuhl für Alte Geschichte)
Veranstaltung
HS Griechische Religion
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
29
Katalognummer
V375141
ISBN (eBook)
9783668523135
ISBN (Buch)
9783668523142
Dateigröße
646 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alte Geschichte - Antike - Griechsiche Geschichte - Griechische Kultur - Griechische Religion
Arbeit zitieren
Thomas Kaffka (Autor), 2010, Die orphischen Goldplättchen. Die "Orphik" in der griechischen Religion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375141

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