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Die Frauenbewegung in Deutschland. Von der Nachkriegszeit bis heute

Title: Die Frauenbewegung in Deutschland. Von der Nachkriegszeit bis heute

Term Paper , 2017 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Saskia Hieb (Author)

Gender Studies
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In der heutigen, digital-vernetzten Zeit jagt eine soziale Bewegung die nächste. Black Lives Matter, Occupy Wall Street oder aber die Umweltbewegung: All dies waren jüngste Proteste, die Nachrichten dominierten, Menschen zusammenbrachten und auf der ganzen Welt bewegten. Doch wie ist es mit der Frauenbewegung, die früher so präsent war und als eine der wichtigsten Menschenrechtsbewegungen gilt? Ist diese noch aktuell und existent oder wurden proteststiftende Probleme behoben, die ein erneutes Aufkeimen der Frauenbewegung hinfällig macht?

Frauen haben in fast allen Ländern der Welt ein Stimmrecht, dürfen arbeiten und bedürfen keiner männlichen Erlaubnis für das Treffen wichtiger Lebensentscheidungen. Doch ein aktuelles Ereignis heizt die Diskussion um die Frauenbewegung wieder an. Der internationale „Women’s March“ rückt die gesellschaftliche und wirtschaftliche Stellung der Frau wieder in den Fokus. Millionen Menschen auf der ganzen Welt marschierten gemeinsam für Frauenrechte, Selbstbestimmung über den eigenen Körper und gegen Sexismus, der noch immer in unserer Gesellschaft besteht und von den wenigsten kritisch hinterfragt wird. Demnach müssen Frauenwahlrecht und das Recht auf Arbeit und Selbstbestimmung doch offensichtlich nicht ausreichend genügen. Missstände sind auch heute noch real und derart gravierend, dass sie Menschen millionenfach auf die Straße treiben und protestieren lassen.

Die Frauenbewegung ist eine der ältesten Menschenrechtsbewegungen, die Frauen seit Jahrhunderten weltweit beschäftigt. Neben England und den USA hat auch die Frauenbewegung in Deutschland eine jahrelange bewegte Geschichte. Entgegen anderer Länder jedoch ist die deutsche Neue Frauenbewegung gekennzeichnet durch die Teilung Deutschlands und die unterschiedlichen Entwicklungen, Ergebnisse und Probleme der Frauenbewegung in Ost- und Westdeutschland. Beide Frauenbewegungen, welche sich letztendlich nach der Wende zu einer zusammenfügten, hatten jeweils sowohl einen gesellschaftlichen, als auch einen politischen Einfluss und haben das Denken der Gesellschaft über das Bild der Frau maßgeblich verändert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Frauenbewegung

3. Frauen in der Nachkriegszeit

3.1. Die Neue Frauenbewegung

3.2. Berufstätige Frauen in Westdeutschland

3.3. Frauen in der DDR

3.3.1. Berufstätige Frauen in Ostdeutschland

3.4. Vergleich der Frauenbewegung in West- und Ostdeutschland

4. Die Frauenbewegung heute

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die gesellschaftlichen Veränderungen der Frauenbewegung in Deutschland von der Nachkriegszeit bis in die heutige Zeit, wobei ein besonderer Fokus auf den unterschiedlichen Dynamiken in Ost- und Westdeutschland liegt.

  • Historische Einordnung der Frauenbewegung in der Nachkriegszeit
  • Entwicklung und Dynamik der "Neuen Frauenbewegung"
  • Strukturelle Unterschiede und Vergleich der Frauenbilder in DDR und Bundesrepublik
  • Einfluss von Politik und Gesetzgebung auf die Erwerbstätigkeit von Frauen
  • Aktueller Status und Transformation des Feminismus im 21. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Neue Frauenbewegung

Die Neue Frauenbewegung wird als zweite Phase bzw. Welle der Frauenbewegung in Deutschland angesehen. Die erste Phase der Frauenbewegung, die ihre Anfänge in der Weimarer Republik fand und bis zur Durchsetzung des Dritten Reichs aktiv war, fand ihr Ende mit dem Verbot von Frauenvereinigungen des Hitler-Regimes. Durch die Strapazen der Nachkriegszeit war eine organisierte Neu-Bildung der Frauenbewegung aufgeschoben. Erst mit dem Nachkriegsboom, besser gesagt dem „Wirtschaftswunder“ der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre, gab es wieder genug Luft und Freiraum für die Frauenrechtler, um eine Wiederbelebung und somit die nächste Phase der Frauenbewegung in Deutschland einzuleiten. Die Neue Frauenbewegung wehrte sich dabei gegen die traditionellen Organisationsformen und lehnte einen allgemeinen Dachverband ab, da sie allen Gruppierungen die gleiche Macht zusprach.

Die Neue Frauenbewegung, wie diese Welle genannt wird, geht auf die prominente Studentenbewegung von 1967/67 zurück und nahm sich in ihrer Organisation und Struktur den amerikanischen Feminismus, der bereits einige Jahre vorher aktiv war und eine bedeutende Rolle spielte, als Vorbild. Da die Neue Frauenbewegung der Studentenbewegung entspringt, erfolgte zunächst eine Identifizierung mit der herrschenden 68er-Bewegung, ehe diese aus ebenjener erfolgte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz der Frauenbewegung und stellt die Frage nach ihrer heutigen Aktualität und Existenzberechtigung angesichts moderner gesellschaftlicher Missstände.

2. Definition Frauenbewegung: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Vielfalt des Begriffs Frauenbewegung und grenzt diesen als organisierte Form des Kampfes um Gleichberechtigung ab.

3. Frauen in der Nachkriegszeit: Der Fokus liegt auf der schwierigen Lebensphase der Frauen nach 1945, geprägt von ihrer Rolle als "Trümmerfrauen" und den Anfängen neuer Frauenverbände unter Besatzungsauflagen.

3.1. Die Neue Frauenbewegung: Hier wird der Ursprung der zweiten Welle der Frauenbewegung aus der Studentenbewegung der 1960er Jahre und die Abgrenzung zu traditionellen Strukturen analysiert.

3.2. Berufstätige Frauen in Westdeutschland: Dieses Kapitel untersucht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden, mit denen westdeutsche Frauen konfrontiert waren.

3.3. Frauen in der DDR: Die Untersuchung befasst sich mit der staatlich gelenkten Rolle der Frau in der DDR, der Einbindung in den Arbeitsmarkt und dem DFD als Massenorganisation.

3.3.1. Berufstätige Frauen in Ostdeutschland: Hier werden die spezifischen Maßnahmen zur beruflichen Förderung, wie Mutterschutz und Kinderbetreuung, sowie die verbleibenden strukturellen Ungleichheiten beleuchtet.

3.4. Vergleich der Frauenbewegung in West- und Ostdeutschland: Dieses Kapitel stellt die strukturellen Divergenzen zwischen der autonomen westdeutschen Bewegung und der staatlich gesteuerten DDR-Organisation gegenüber.

4. Die Frauenbewegung heute: Zum Abschluss wird der Wandel der Frauenbewegung im 21. Jahrhundert und ihre Transformation in Richtung eines institutionalisierten und subtileren Feminismus diskutiert.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Neue Frauenbewegung, Gleichberechtigung, Nachkriegszeit, DDR, Westdeutschland, Emanzipation, Feminismus, § 218, Erwerbstätigkeit, Rollenbilder, Studentenbewegung, Frauenrechte, Institutionalisierung, Geschlechtergerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung und Transformation der Frauenbewegung in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die soziale Rolle der Frau in der Nachkriegszeit, die Entstehung der "Neuen Frauenbewegung", die Unterschiede zwischen den Frauenbewegungen in Westdeutschland und der DDR sowie der moderne Feminismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Frauenbewegung in zwei unterschiedlichen politischen Systemen entwickelte und welche Auswirkungen dies auf die heutige Gleichstellungspolitik hatte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische und gesellschaftswissenschaftliche Analyse, die auf Fachliteratur, Lexika und historischen Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Nachkriegszeit, die Analyse der Studentenbewegung als Auslöser für die "Neue Frauenbewegung", die spezifischen Bedingungen in Ost und West sowie einen direkten Vergleich dieser Systeme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Frauenbewegung, Emanzipation, DDR, Westdeutschland, Gleichberechtigung und die Entwicklung des feministischen Selbstverständnisses.

Was war das "Drei-Phasen-Modell" in Westdeutschland?

Es war ein inoffizielles staatliches Modell, das das Leben der Frau in die Phasen der ledigen Berufstätigkeit, der aktiven Mutterschaft (Ausstieg aus dem Beruf) und des Wiedereinstiegs unterteilte.

Welche Rolle spielte der DFD in der DDR?

Der Demokratische Frauenbund Deutschlands fungierte als staatlich gelenkte Massenorganisation, die primär zur Popularisierung sozialistischer Ziele und zur Mobilisierung von Frauen für die Produktionsarbeit diente.

Warum wird der "Tomatenwurf" von 1968 als historisch bedeutsam erachtet?

Er markierte einen Wendepunkt in der Studentenbewegung, da er auf die sexistische Ignoranz männlicher Genossen aufmerksam machte und zum Bruch der Frauen mit dem SDS führte.

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Details

Title
Die Frauenbewegung in Deutschland. Von der Nachkriegszeit bis heute
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
1,3
Author
Saskia Hieb (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V375161
ISBN (eBook)
9783668523111
ISBN (Book)
9783668523128
Language
German
Tags
Feminismus Geschichte BRD DDR Frauenbewegung SDS Nachkriegszeit Protest
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Hieb (Author), 2017, Die Frauenbewegung in Deutschland. Von der Nachkriegszeit bis heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375161
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