Untersuchung der Krankenversicherungssysteme auf "adverse selection" und "moral hazard"

Informationsasymmetrien


Forschungsarbeit, 2017

19 Seiten


Leseprobe

II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... III
1
Einleitung ... 1
2
Definition ... 2
2.1
Informationsasymmetrien ... 3
2.1.1
Phänomen ,,adverse selection" ... 4
2.1.2
Phänomen ,,moral hazard" ... 5
2.2
Vergleich gesetzliche und private Krankenkasse ... 6
2.2.1
Gesetzliche Krankenversicherung ... 7
2.2.2
Private Krankenversicherung ... 9
3
Diskussion und Lösungsansätze ... 11
4
Fazit und Ausblick ... 13
Literaturverzeichnis ... IV
Internetquellenverzeichnis ... IV

III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Schematische Darstellung der Informationsasymmetrie
im Gesundheitswesen ... 3
Abbildung 2: Schematische Darstellung des Prinzips ,,adverse selection" ... 4
Abbildung 3: Schematische Darstellung des Prinzips ,,Moral Hazard" ... 6

1
1 Einleitung
Gesundheit ist ein hohes Gut für die Menschen und kennt keine Grenzen zwischen Arm und
Reich. Sie kann weder erkauft noch erzwungen werden. Bei Erkrankungen wünschen sich
die Menschen Genesung, Gesundheit und Hilfeleistungen von Gesundheitexperten. Jedoch
sind die Ressourcen im Gesundheitswesen nur begrenzt vorhanden, d. h. es herrscht eine
Knappheit zwischen begrenzten Ressourcen und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich.
In diesem Zusammenhang ergeben sich Fragen zur ökonomischen und ethischen Balance
hinsichtlich der Verteilung der begrenzten Ressourcen im Gesundheitswesen. Die Begriffe
,,adverse selection" und ,,moral hazard" nehmen hierbei einen zentralen Stellenwert ein.
Es geht um eine gerechte Verteilung von gesundheitsförderlichen Ressourcen sowie Ge
sundheitsdienstleistungen in der Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, die problematische
Situation des Gesundheitswesens transparent darzustellen.
Mit der Hausarbeit wird deshalb das Gesundheitswesen aus dem Blickwinkel der Theorien
zu ,,adverse selection" und ,,moral hazard" genauer untersucht. In diesem Kontext stellen
sich zwei zentrale Fragestellungen, die mit der Hausarbeit beantwortet werden:
Welche Rollen spielen die Theorien ,,adverse selection" und ,,moral hazard" im Ge
sundheitswesen?
Welche prinzipielle Relevanz haben die Theorien auf die Gesundheitsleistungen?
Kapitel 2 befasst sich zunächst mit der Informationsasymmetrie im Allgemeinen anhand
des PrincipalAgentAnsatzes, um ein grundlegendes Verständnis für die wesentlichen The
orien der Informationsasymmetrie, ,,adverse selection" und ,,moral hazard", zu erlangen.
Anschließend geht das Kapitel auf diese beiden Theorien detaillierter ein und bezieht sich
auf das Gesundheitswesen. Des Weiteren beschäftigt sich das zweite Kapitel mit einem
Vergleich der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung, um festzustellen, inwieweit
die Theorien der Informationsasymmetrie in der Praxis verankert sind. Nach dieser Analyse
folgt im Kapitel 3 eine Diskussion des Vergleichs und über mögliche Lösungsansätze, um
Informationsasymmetrien im Gesundheitswesen zu minimieren. Die Arbeit schließt mit
den wesentlichen Erkenntnissen in dem Fazit mit einem Ausblick ab.

2
2 Definition
Eine bekannte Theorie, die das Verhältnis zwischen Gesundheit und Gerechtigkeit aus
drückt, wurde von Norman Daniels (2008) beschrieben. zur Begründung der Theorie ver
wendet Daniels den Begriff ,,Krankheit" in einem biologischfunktionalen Kontext. Krank
heit ist demnach eine Abweichung von einer normalen funktionalen Organisation einer
Spezies. Krankheit und Behinderung beeinträchtigen die arttypischen Funktionen eines In
dividuums ein. Durch Krankheit und Behinderung werden zudem die Chancen eines Indivi
duums im Verhältnis zu den Lebenschancen eingeschränkt, die dem Individuum bei Ge
sundheit zur Verfügung gestanden hätten. Ethisch betrachtet und nach der biologischfunk
tionalen des Begriffs Krankheit sollten für betroffene Individuen die Voraussetzungen für
eine arttypische Funktionsfähigkeit aufrechterhalten oder wiederhergestellt werden. Da
mit betont Daniels, dass es eine Chancengleichheit im Gesundheitszustand geben sollte.
1
In vielen empirischen Studien konnte nachgewiesen werden, dass der Gesundheitszustand
der Menschen und die damit verbundenen Lebenschancen von vielen Faktoren abhängig
sind, darunter Bildung, Einkommen und der soziale Status.
2
Daraus ergibt sich die Notwen
digkeit, die Gesundheitsversorgung von allen gesellschaftlichen Faktoren in Abhängigkeit
zu stellen und somit die einseitige Belastung anhand des Einkommens zu entschärfen.
Dadurch sollten soziale Benachteiligungen minimiert werden und eine Chancengleichheit
bezogen auf die Gesundheit der Gesellschaft gefördert werden.
3
1
Vgl. Marckmann 2016, S. 140.
2
Vgl. Mielck 2005, o. S. zit. nach Marckmann 2016, S. 140.
3
Vgl. Marckmann 2016, S. 140.

3
2.1 Informationsasymmetrien
In der Informationsökonomie werden zwei Arten des Informationsmanagements unter
schieden:
4
Symmetrische Informationen,
Asymmetrische Informationen.
Bei einer Informationssymmetrie wird angenommen, dass Informationen vollständig und
kostenlos vorhanden sind. Eine asymmetrische Information liegt hingegen vor, wenn die
Akteure mit unterschiedlichem Wissen interagieren. Die Informationsbeschaffung ist zu
dem mit Kosten verbunden.
5
Abbildung 1: Schematische Darstellung der Informationsasymmetrie im Gesundheitswesen
Quelle: Eigene Darstellung.
Die Informationsbeziehungen insbesondere die Informationsasymmetrie kann anhand der
PrincipalAgentTheorie beschrieben werden. In diesem Modell wird die Beziehung zwi
schen dem Auftragnehmer (Agent), der sich zur Leistungserbringung verpflichtet und dem
Auftraggeber (Pricipal), der eine Gegenleistung erhält, betrachtet. Die Kooperation beider
Akteure ist durch Unsicherheiten und unterschiedlicher Wissensverteilung geprägt,
wodurch ein Wissensschiefstand entsteht. In der PrincipalAgentTheorie besitzt der Auf
tragnehmer einen Wissensvorsprung gegenüber dem Auftraggeber. Der schlechter infor
mierte Partner wird durch die fehlenden Informationen benachteiligt. Die Benachteiligung
4
Vgl. Althammer/Lampert 2014, S. 143.
5
Vgl. Althammer/Lampert 2014, S. 143.
Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Untersuchung der Krankenversicherungssysteme auf "adverse selection" und "moral hazard"
Untertitel
Informationsasymmetrien
Autor
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V375417
ISBN (eBook)
9783668528147
ISBN (Buch)
9783668528154
Dateigröße
665 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Informationsasymmetrien, adverse selection, moral hazard, PKV, GKV, Krankenkasse, Krankenversicherung, Asymmetrien, gesetzliche Krankenkasse, private Krankenkasse, Gesundheitsleistungen, Informationsmanagement, Gesundheitswesen, Principal-Agent-Theorie, Wissensvorsprung, Solidaritätsprinzip, Versicherungsfreiheit, Äquivalenzprinzip, Pflegeversicherung
Arbeit zitieren
Dipl.- Informatiker Lars Zimmermann (Autor), 2017, Untersuchung der Krankenversicherungssysteme auf "adverse selection" und "moral hazard", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375417

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