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Soziale Rolle - Soziale Norm

Title: Soziale Rolle - Soziale Norm

Seminar Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1-2

Autor:in: Monika Blazek (Author)

Psychology - Social Psychology
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Einführung

Das soziale Zusammenleben der Menschen untereinander wird von zwei Regulationsfaktoren „soziale Rolle“ und „soziale Norm“ geordnet. Voraussetzung für ein friedliches Zusammen- leben ist die Bestimmung dieser Normen und deren Einhaltung. Erklären kann man dies an dem Beispiel der Spielregeln: Gebe es sie nicht, könnte ein geregeltes Spiel nicht stattfinden, de jeder das Spiel nach seiner Auffassung spielen würde. Daraus kann man schließen, dass es nur zur Kooperation kommen kann, wenn sich eine Person den Erwartungen der Mitmenschen nach, also gemäß seiner Rolle, verhält. In dieser Abhandlung soll erklärt werden, wie soziale Interaktion, sei es durch Bestimmung von Normen und Rollen oder durch die Kontrolle des Verhaltens eines Menschen mittels der Normen, bzw. Rollen funktioniert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffserklärung

2.1. Soziale Rolle

2.2. Soziale Norm

3. Darstellung und Kritik der wichtigsten rollentheoretischen Konzeptionen

3.1. Dahrendorf

3.1.1. Homo sociologicus

3.1.2. Kritik an Dahrendorf

3.2. Opp

3.2.1. Allgemeine Verhaltenstheorie

3.2.2. Verhältnis zur Rollentheorie

3.3. Parsons

3.3.1. Rollenbegriff bei Parsons

3.3.2. Parsons Problematik

3.4. Mead

3.4.1. Rolle und Symbol

3.4.2. Folgerungen

3.4.3. Grenzen des symbolischen Interaktionismus

4. Die Analyse von Rollen

4.1. Individualpsychologische Faktoren adäquaten Rollenverhaltens

4.2. Gestaltungsspielraum einer Rolle

4.3. Stellung der Rolle im Rollensystem

4.4. Ziel der Rollenanalyse

5. Die normativ bestimmten Verhaltensbereiche

5.1. Der Bereich der Tabus

5.2. Der Bereich der Konventionen

5.3. Der Bereich der Moden

6. Die nicht normativ bestimmten Verhaltensbereiche

6.1. Der Bereich der Selbstverständlichkeiten

6.2. Der Bereich der individuellen Freiheit

7. Struktur und Entstehung der Norm

7.1. Das Spektrum innerhalb jeder Norm

7.2. Die Entstehung von Normen

8. Übersicht über Normtypologien

8.1. Die Typologie von Sumner

8.2. Die Typologie von Morris

8.3. Die Typologie von Gibbs

9. Bestimmen von Normsender, Normempfänger und Sanktionssubjekt

9.1. Bestimmung von Normsender (Alter)

9.2. Bestimmung von Normempfänger (Ego)

9.3. Bestimmung von Sanktionssubjekt

10. Die Kontrolle normativen und rollengemäßen Verhaltens

10.1. Kontrolle durch negative Sanktionen

10.2. Kontrolle durch positiven Anreiz

10.3. Kontrolle durch Einsicht in sachliche Notwendigkeit

10.4. Kontrolle durch Einschränken von Handlungsalternativen

11. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das soziale Zusammenleben unter dem Fokus der Regulationsfaktoren „soziale Rolle“ und „soziale Norm“. Ziel ist es, den Einfluss von Normen und Rollenerwartungen auf die Interaktion zu erklären und die Mechanismen der Verhaltenskontrolle innerhalb einer Gesellschaft kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagendefinitionen von sozialer Rolle und sozialer Norm
  • Kritische Analyse klassischer rollentheoretischer Konzepte (Dahrendorf, Opp, Parsons, Mead)
  • Differenzierung zwischen normativ und nicht-normativ bestimmten Verhaltensbereichen
  • Strukturelle Analyse und Entstehung von Normen
  • Methoden der Verhaltenskontrolle (Sanktionen, Anreize, rationale Einsicht)

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Homo sociologicus

Der homo sociologicus stellt ein Konstrukt dar, welches den Menschen als Rollenträger bezeichnet. Rolle meint hier, dass der Positionsträger mit einem Bündel von normativen Verhaltenserwartungen konfrontiert wird (vgl. Joans, Hans, 1973, S. 17). Diese Erwartungen richten sich sowohl auf das Verhalten des Positionsträgers seiner Umwelt gegenüber, als auch auf seinen Charakter. Die Bezugsgruppe ist bei Dahrendorf der Vermittler der Erwartungen, die er als Rollensegement oder Rollensektor bezeichnet. In dem Falle, dass Erwartungen aus verschiedenen Bezugsgruppen aufeinander treffen spricht Dahrendorf von einem Infra-Rollenkonflikt, der allerdings zu unterscheiden ist von dem Inter-Rollenkonflikt, welcher entsteht, wenn eine Person mehrere Positionen in sich trägt und diese miteinander in Konflikt stehen (vgl. Dahrendorf, 1963).

Durch die Sanktionierung erhalten die Rollenerwartungen einen normierten Charakter, Dahrendorf nennt hier drei Schärfengrade von Sanktionen: a) Musserwartungen, die sich auf die rechtlich festgelegten Pflichten des Rollenträgers beziehen und bei Abweichung harte Sanktionen nach sich ziehen, b) die Sollerwartungen, die in Satzungen, z.B. in Betrieben, niedergelegt sind, und c) die allein im Bewusstsein der Menschen verankerten und nicht kodifizierten Kannerwartungen (vgl. Joas, Hans, 1973, S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in die Bedeutung von sozialen Normen und Rollen als Regulationsfaktoren für ein geordnetes Zusammenleben ein.

2. Begriffserklärung: Hier werden die zentralen Begriffe „soziale Rolle“ als dynamischer Aspekt der Position und „soziale Norm“ als geteilte Erwartung definiert.

3. Darstellung und Kritik der wichtigsten rollentheoretischen Konzeptionen: Eine kritische Auseinandersetzung mit den Ansätzen von Dahrendorf, Opp, Parsons und Mead hinsichtlich ihrer Erklärungsmodelle menschlichen Handelns.

4. Die Analyse von Rollen: Beleuchtung der Rollenanalyse durch Themen wie psychologische Faktoren, Gestaltungsspielräume und die systematische Einordnung der Rolle.

5. Die normativ bestimmten Verhaltensbereiche: Klassifizierung des Verhaltens in die Bereiche Tabus, Konventionen und Moden.

6. Die nicht normativ bestimmten Verhaltensbereiche: Diskussion über Bereiche der Selbstverständlichkeiten und der individuellen Freiheit, die sich der normativen Steuerung entziehen.

7. Struktur und Entstehung der Norm: Analyse des Spektrums innerhalb von Normen und der vier Stadien ihrer Entstehung.

8. Übersicht über Normtypologien: Vorstellung der Ansätze von Sumner, Morris und Gibbs zur systematischen Einordnung von Normtypen.

9. Bestimmen von Normsender, Normempfänger und Sanktionssubjekt: Untersuchung der Rollen von Akteuren in normativen Prozessen und deren empirische Erfassbarkeit.

10. Die Kontrolle normativen und rollengemäßen Verhaltens: Darstellung der Kontrollmechanismen durch Sanktionen, Anreize, rationale Einsicht und die Einschränkung von Alternativen.

11. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Soziale Rolle, Soziale Norm, Rollentheorie, Homos Sociologicus, Interaktionismus, Normkonflikt, Sanktionen, Verhaltenssteuerung, Sozialisation, Rollenanalyse, Normtypologie, Handlungsspielraum, Identität, Soziales Handeln, Konformität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialpsychologischen Untersuchung von sozialen Rollen und Normen als wesentliche Regulationsmechanismen menschlichen Verhaltens und gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Kritik rollentheoretischer Konzepte, die Struktur und Entstehung von Normen sowie die Methoden der Verhaltenskontrolle innerhalb von Gruppen und der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Klärung darüber, wie soziale Interaktion durch Normsetzung und Rollendefinition funktioniert und auf welche Weise das Verhalten des Einzelnen kontrolliert und gesteuert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Literaturanalyse und den Vergleich bedeutender soziologischer und sozialpsychologischer Konzeptionen, wie sie in der Fachliteratur (z.B. Dahrendorf, Parsons, Mead) vorliegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die kritische Würdigung klassischer Theorien, die detaillierte Analyse von Rollenkomponenten, die Typisierung von Normen und die Untersuchung spezifischer Kontrollmechanismen wie Sanktionen und Anreize.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Soziale Rolle, Soziale Norm, Rollentheorie, Verhaltenssteuerung und Interaktionismus charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Mead von dem von Parsons?

Während Parsons stark strukturell-funktional argumentiert und die Unterwerfung unter ein Wertesystem betont, hebt Mead die kreative Definition der Interaktion und die reflexive „Rollenübernahme“ als Grundlage menschlicher Kommunikation hervor.

Warum ist laut Autor die „Kontrolle durch Einsicht“ besonders effektiv?

Sie gilt als effektiv, da hier die Einhaltung von Normen nicht nur durch äußere Instanzen erzwungen wird, sondern auf der rationalen Einsicht des Individuums beruht, das den persönlichen Nutzen der Norm erkennt.

Welche Schwächen sieht der Autor im Ansatz von Mead?

Der Autor kritisiert, dass Mead Probleme wie „Macht“, „Herrschaft“ und „Zwang“ ausklammert, was seinem Konzept einen weltfremden Charakter verleiht und den gesamtgesellschaftlichen Kontext vernachlässigt.

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Details

Title
Soziale Rolle - Soziale Norm
College
University of Würzburg
Course
Seminar
Grade
1-2
Author
Monika Blazek (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V37553
ISBN (eBook)
9783638368537
Language
German
Tags
Soziale Rolle Soziale Norm Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Blazek (Author), 2004, Soziale Rolle - Soziale Norm, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37553
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