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Fundraising als Finanzierungsinstrument für ein kleines Sozialunternehmen

Titel: Fundraising als Finanzierungsinstrument für ein kleines Sozialunternehmen

Masterarbeit , 2017 , 80 Seiten

Autor:in: Thomas Szczepanek (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung unterschiedlicher Fundraising-Instrumente und die Systematik von strategischem Fundraising. Auf dieser Grundlage soll am Beispiel des Vereins für sozialpädagogisches Segeln e.V. untersucht werden, inwieweit Fundraising als professionelles und damit nachhaltiges Finanzierungsinstrument von kleinen Sozialunternehmen genutzt werden kann.

Unter Fundraising wird die systematische und damit strategische Akquisition von Geld-, Sach- und Zeitspenden bei den Ressourcenbereitstellern Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und öffentlichen Institutionen verstanden. Hierbei geht Fundraising weit über das bloße Spendensammeln hinaus, indem es auf den Aufbau einer nachhaltigen Beziehung zwischen Sozialunternehmen und Spender abzielt.

Fundraising als strategisches Marketinginstrument setzt daher nicht nur seine Spendenprodukte ab und erfüllt im Gegenzug die Bedürfnisse der Ressourcenbereitsteller nach beispielsweise „sozialem Prestige und Image“, „steuerlichen Vorteilen“, „Abbau von Schuldgefühlen“ oder „Wettbewerbsvorteilen“, sondern versucht den Spender in die eigene Organisation einzubinden. Das Relationship Fundraising im Spenderloyalitätszyklus bringt den Spender dazu, Schritt für Schritt mehr Verantwortung für das soziale Problem und damit für „seine“ Organisation zu übernehmen.

Um Fundraising als Finanzierungsinstrument für Sozialunternehmen nutzen zu können, ist es notwendig ein Fundraising-Konzept zu erstellen, welches auf dem Regelkreis aus der Analyse der eigenen Organisation und ihres Umfelds, normativer, strategischer und operativer Planung, der Durchführung der eigentlichen Fundraising-Maßnahmen und der Erfolgskontrolle des Fundraisings besteht.

Das Fundraising-Konzept muss zusammen mit den wesentlichen internen (Mitglieder, Ehrenamtliche und Mitarbeiter) und externen Stakeholdern (Ressourcenbereitsteller und Klienten) geplant werden, da diese die gemeinnützige Organisation darstellen, nutzen und tragen (finanzieren). Das Konzept beruht auf der normativen Mission, dem Leitbild der Organisation, welches Fundraising als Finanzierungsinstrument ermöglichen muss. Im Sinne der Gemeinnützigkeit des Sozialunternehmens ist die Akquisition von möglichst hohen Spendeneinnahmen nicht das oberste Ziel, sondern die Erfüllung der sozialen Mission. Fundraising ist daher als Mittel zum Zweck zu verstehen und muss von den Anspruchsgruppen der Organisation mitgetragen werden. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau und Methodik

1.3 Begriffseingrenzung und Einführung

2. Die Ressourcenbereitsteller

2.1 Fundraising bei Privatpersonen

2.1.1 Der Spenderloyalitätszyklus: Relationship Fundraising

2.1.2 Online-Fundraising

2.2 Fundraising bei Unternehmen

2.2.1 Unternehmensspenden

2.2.2 Sponsoring

2.3 Fundraising bei Förderstiftungen

2.4 Fundraising bei öffentlichen Institutionen

2.5 Zwischenfazit

3. Systematisches Fundraising

3.1 Fundraising als strategisches Marketinginstrument

3.2 Organisation im Fundraising

3.3 Spenderverwaltung

3.4 Zwischenfazit

4. Fundraising am Beispiel eines kleinen Sozialunternehmens

4.1 Der Verein für sozialpädagogisches Segeln e.V.

4.2 Entwicklung eines Fundraisingkonzepts

4.2.1 Analyse

4.2.2 Planung

4.2.3 Durchführung

4.2.4 Kontrolle

4.3 Zwischenfazit

5. Schlussteil

5.1 Zusammenfassung

5.2 Kritischer Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Fundraising als professionelles und nachhaltiges Finanzierungsinstrument für kleine Sozialunternehmen eingesetzt werden kann. Dabei wird analysiert, wie durch ein systematisches, am Managementkreislauf ausgerichtetes Fundraising eine stabile Finanzierungsbasis geschaffen werden kann, um die Abhängigkeit von einzelnen Ressourcenbereitstellern zu verringern.

  • Grundlagen des Fundraising und Abgrenzung der Akteursgruppen
  • Methoden des Relationship Fundraisings zur Spenderbindung
  • Strategische Planung und operative Umsetzung von Fundraising-Konzepten
  • Einsatz digitaler Kommunikations- und Vertriebskanäle
  • Fallbeispielbasierte Anwendung bei einem kleinen, gemeinnützigen Verein

Auszug aus dem Buch

1.3 Begriffseingrenzung und Einführung

Der Begriff „Fundraising“ lässt sich als Wachsen (to raise) des Vermögens (fund) aus dem Englischen übersetzen und definiert damit Fundraising als „eine Aktivität von Nonprofit-Organisationen, aufgrund derer ihr Vermögen bzw. die vorhandenen Ressourcen wachsen“ (Fischer, Haunert, Kreuzer 2016, S. 77). Über diesen rein handwerkliche Fundraising-Verständnis hinausgehend, das sich auf die Ressourcenbeschaffung bezieht, steht Fundraising für einen strategischen und systematischen Managementprozess (s. Kap. 3) (vgl. Fischer, Haunert, Kreuzer 2016, S. 78).

Als Grundlage dieser Arbeit dient Michael Urselmanns Definition, die im Folgenden alle wesentlichen Aspekte des Fundraisings beschreibt:

„Fundraising ist die systematische Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten einer steuerbegünstigten Organisation, welche darauf abzielen, alle benötigten Ressourcen (Geld-, Sach- und Dienstleistungen) durch eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Ressourcenbereitsteller (Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, öffentliche Institutionen) zu möglichst geringen Kosten zu beschaffen.“ (Urselmann 2016a, S. 4).

Laut Urselmanns Definition kann Fundraising nur von steuerbegünstigten Organisationen durchgeführt werden. Die Abgabenordnung gewährt „eine Steuervergünstigung, weil eine Körperschaft ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke (steuerbegünstigte Zwecke) verfolgt“ (§51 Abgabenordnung). Unter Körperschaften werden Organisationen verstanden, die als juristische Personen eine eigene Rechtsfähigkeit besitzen und durch Organe vertreten werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Finanzierung von Sozialunternehmen ein und definiert die methodische Vorgehensweise sowie die zentralen Begriffe der Arbeit.

2. Die Ressourcenbereitsteller: Hier werden die verschiedenen Akteursgruppen – Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Institutionen – hinsichtlich ihrer Motive und der entsprechenden Fundraising-Methodiken detailliert analysiert.

3. Systematisches Fundraising: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess des Fundraising als strategischen Managementkreislauf, der von der Analyse über Planung und Durchführung bis hin zur Kontrolle reicht.

4. Fundraising am Beispiel eines kleinen Sozialunternehmens: Die theoretischen Erkenntnisse werden auf den „Verein für sozialpädagogisches Segeln e.V.“ angewandt, um ein praktisches Fundraisingkonzept zu entwickeln und dessen Umsetzung zu evaluieren.

5. Schlussteil: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse sowie einem kritischen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung und die Herausforderungen von Fundraising in der Sozialwirtschaft.

Schlüsselwörter

Fundraising, Sozialunternehmen, Gemeinnützigkeit, Ressourcenbereitsteller, Relationship Fundraising, Spenderloyalität, Marketinginstrument, Managementprozess, Strategische Planung, Online-Fundraising, Spenderverwaltung, Sponsoring, Förderstiftungen, Finanzierungsinstrument, Mittelbeschaffung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die professionelle Finanzierung kleiner Sozialunternehmen durch den Einsatz von Fundraising-Instrumenten als strategisches Managementinstrument.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die systematische Analyse von Ressourcenbereitstellern, die strategische Planung im Fundraising, Methoden der Spenderbindung sowie die operative Umsetzung mittels digitaler und persönlicher Kommunikationswege.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie kleine, gemeinnützige Organisationen Fundraising als nachhaltiges Finanzierungsinstrument nutzen können, um ihre Abhängigkeit von einzelnen Geldquellen zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche und die Übertragung systematischer Managementmodelle (Analyse, Planung, Durchführung, Kontrolle) auf die praktische Arbeit eines konkreten Sozialunternehmens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Ressourcenbereitsteller, die Erläuterung der systematischen Fundraising-Prozesse und die Fallstudie eines gemeinnützigen Vereins zur Entwicklung eines konkreten Fundraising-Konzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind insbesondere Fundraising, Relationship Fundraising, Spenderloyalität, Gemeinnützigkeit und strategisches Management.

Warum ist das "Relationship Fundraising" für kleine Vereine so wichtig?

Da kleine Vereine oft nur über begrenzte Mittel verfügen, ist die langfristige Bindung von Spendern durch Vertrauen und Kommunikation effizienter als eine ständige, kostenintensive Neugewinnung von Gelegenheitsspendern.

Wie spielt das Internet eine Rolle beim modernen Fundraising für kleine Organisationen?

Das Internet bietet kostengünstige Kanäle wie Homepages, Social Media und Online-Spendenformulare, um Reichweite zu erzielen, Zielgruppen direkt anzusprechen und Prozesse der Spendenabwicklung zu automatisieren.

Ende der Leseprobe aus 80 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fundraising als Finanzierungsinstrument für ein kleines Sozialunternehmen
Hochschule
Hochschule Esslingen
Veranstaltung
Sozialwirtschaft
Autor
Thomas Szczepanek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
80
Katalognummer
V375582
ISBN (eBook)
9783668547582
ISBN (Buch)
9783668547599
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fundraising gemeinnützige Organisation Verein NPO
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Szczepanek (Autor:in), 2017, Fundraising als Finanzierungsinstrument für ein kleines Sozialunternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375582
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