Das Herz-Kreislaufsystem


Hausarbeit (Hauptseminar), 2005

18 Seiten, Note: 2,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Das Blut
2.1 Die Bestandteile des Blutes
2.1.1 Erythrozyten
2.1.2 Leukozyten
2.1.3 Thrombozyten
2.1.4 Blutplasma
2.2 Der Blutkreislauf
2.2.1 Arterien
2.2.2 Venen
2.2.3 Der Körperkreislauf
2.2.4 Der Lungenkreislauf

3. Das Herz
3.1 Anatomie des Herzens
3.1.1 Lage
3.1.2 Aufbau
3.2 Funktion
3.3 Herztransplantationen

4. Die Atmung
4.1 Sauerstofftransport
4.2 Der Gasaustausch in der Lunge

5. Beeinflussung des Herz-Kreislaufsystems durch Sport
5.1 Effekte des Ausdauertrainings
5.2 Schwimmen
5.3 Sonstige Sportarten
5.4 Das Sportlerherz

6. Herz-Kreislauferkrankungen
6.1 Herzinfarkt
6.2 Leukämie (Blutkrebs)
6.3 Anämie (Blutarmut)
6.4 Arterienverkalkung (Arterionsklerose)
6.5 Der Schock

7. Schluss

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Biologie war schon immer eines meiner Lieblingsfächer. Dabei hat mich der menschliche Körper am meisten beeindruckt. Er ist einfach erstaunlich und weist für fast alle Lebenssituationen eine geeignete Funktion auf, um sein Leben erhalten zukönnen. Das Herz-Kreislaufsystem ist eines der kompliziertesten, aber auch eines der wichtigsten Funktionen des Körpers. Alle Teile dieses Systems sind feinstens aufeinander abgestimmt und voneinander abhängig. Deswegen ist es auch wichtig dem Herz-Kreislaufsystem keine unnotwendigen Belastungen zuzufügen.

Gerade in der heutigen Zeit, in der sich die Lebenswelt der Kinder sehr verändert hat ist es wichtig, dass sie lernen auf ihren Körper zu achten. Die veränderte Familiensituation (oft wachsen die Kinder nur noch mit einem Elternteil auf), einseitige Ernährung, beengte Wohnverhältnisse, fehlende Spiel- und Bewegungsräume, weniger Möglichkeiten sich in der Freizeit genügend zu bewegen und der wachsende Medienkonsum der Kinder (der vorwiegend in sitzender Haltung ausgeführt wird) führen zu Übergewicht, Herz- Kreislauf- Schwächen und Haltungs- und Koordinationsschwächen. Sport und gerade Schulsport ist einer der besten Wege etwas für den Körper und somit auch für das Herz-Kreislaufsystem zu tun. In dieser Hausarbeit werde ich versuchen zu erklären, wie das Herz-Kreislaufsystem funktioniert und wie man es durch Schulsport, schon in der Grundschule, trainieren kann.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1.: Das Herz-Kreislaufsystem (Quelle: http://medizinus.de/kreislauf.php)

2. Das Blut

Das Blut hat normalerweise eine Temperatur von 37°Celsius und ein erwachsener Mensch hat eine Gesamtblutmenge von etwa 4-6 Litern (7 bis 8% des Körpergewichts). Die Werte einer Frau liegen im Durchschnitt etwas unter denen der Männer. Die Bestandteile des Blutes (Leukozyten, Erythrozyten und Thrombozyten) machen 44% des Volumen aus und sind im Blutplasma verteilt, dass aus den restlichen 56% besteht.

Die Aufgabe des Blutes besteht hauptsächlich im Transport von Sauerstoff und Kohlendioxid. Diese werden mit dem Hämoglobin (Hauptbestandteil der Erythrozyten) gebunden und transportiert. Zusätzlich transportiert das Blut auch Wirkstoffe, wie Vitamine, Mineralien, Hormone, etc. Sie werden im Blut gelöst oder an Blutbestandteile gebunden und im Körper verteilt.

Die Nährstoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden, wie Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße werden mit Hilfe des Blutes zu den entsprechenden Organen, die sie gerade benötigen transportiert.

Außerdem gehört der Abtransport von überschüssiger Wärme und von Stoffwechselprodukten, wie Harnstoff, Harnsäure, usw. zu den Transportfunktionen des Blutes.

Eine wesentliche Aufgabe des Blutes ist auch die Abwehrfunktion. Hier werden Viren und Bakterien unschädlich gemacht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.: Das Blut (Quelle: www.lmscope.com/produkt22/ Nikon880_demo.html)

2.1 Die Bestandteile des Blutes

2.1.1 Erythrozyten

Die Erythrozyten, die eine ovale Form haben und in der Mitte ein wenig eingedellt sind, bestehen zu 65% aus Wasser und zu 35% aus Trockensubstanz, dieses besteht wiederum zu 95% aus Hämaglobin. Das Hämaglobin ist für die Rotfärbung des Blutes verantwortlich, deshalb nennt man die Erythrozyten auch die roten Blutkörperchen des Blutes. Sie werden durch Zellteilung im Knochenmark ständig neu gebildet (3 Millionen in jeder Sekunde), haben aber nur eine Lebensdauer von etwa 120 Tagen. Ihre Hauptfunktion ist der Sauerstofftransport. In der Lunge heftet sich der eingeatmete Sauerstoff an die Erythrozyten, speziell an das Hämoglobin. Ein Molekül Hämoglobin kann ein Molekül Sauerstoff transportieren. Mit dem Sauerstoff, geht das rote Blutkörperchen im Blutstrom auf die Reise, nimmt, nachdem es durch den Herzschlag enorme Fahrt erhalten hat, unterwegs noch Nährstoffe aus Darm und Leber auf und transportiert alles zusammen an die Zellen heran, die von dieser Substanz genährt werden. Ist die Ladung gelöscht, nimmt der Erythrozyt für die Rückreise zum Herzen und zur Lunge Kohlensäure und andere Abfallprodukte des Stoffwechsels auf, die zu den Ausscheidungsorganen gebracht werden.[1]

2.1.2 Leukozyten

Die Leukozyten sind die weißen Blutkörperchen des Blutes, sie haben im Gegensatz zu den roten Blutkörperchen keine Eigenfarbe, sondern sind mit einer weißlichen Zellschicht bedeckt. Sie haben nur eine Lebensdauer von 1-10 Tagen, daher ist eine große Neubildungsrate der weißen Blutkörperchen notwendig. Sie können durch amöboide Bewegungen die Blutlaufbahn verlassen, diese Fähigkeit ist Voraussetzung für die Erfüllung ihrer Schutzfunktion. Sie haben nämlich eine spezifische Abwehrfunktion und sind daher für die Bekämpfung von Viren und Bakterien zuständig. Die Leukozyten bestehen aus: Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten.

Granulozyten und Monozyten, auch Fresszellen (Makrophagen) genannt, stülpen einen Teil ihres Zellplasmas über die Erreger und schließen sie so in einer Vakuole ein, in der die Erreger dann verdaut werden.

Die Lymphozyten dagegen produzieren spezifische Antikörper, die Oberflächenstrukturen der Viren oder Bakterien erkennen können. Sie heften sich mit Hilfe des Schlüssel-Schloß-Prinzips an ihre Oberfläche und verklumpen sie somit. Anschließend „fressen“ die Makrophagen die unschädlich gemachten Erreger auf.[2]

2.1.3 Thrombozyten

Sie sind die kleinsten Blutzellen und werden auch Blutplättchen genannt. Die Thrombozyten werden ebenfalls im Knochenmark gebildet und können sieben bis elf Tage leben. Ihre wichtigste Aufgabe ist das einleiten der Blutgerinnung, also die Fähigkeit des flüssigen Blutes, sofort zu gerinnen, sobald es an irgendeiner Stelle des Körpers aus dem geschlossenen Kreislauf austritt. Um zu gewährleisten, dass die Blutgerinnung wirklich erst eingeleitet wird, wenn das Blut außerhalb des Körpers oder des Gefäßsystems mit Fremdkörpern oder mit verletzten Körpergeweben in Berührung kommt, besteht ein kompliziertes biologisches Sicherungssystem.[3]

2.1.4 Blutplasma

Alle genannten Blutzellen schwimmen in einer Blutflüssigkeit, dem Blutplasma. Es ist beim Menschen durchsichtig und beinhaltet 90% Wasser und 10% Proteine und verschiedene Mineralbestandteile. Es gibt außerdem Substanzen, die nur zeitweise im Blutplasma erscheinen. Diese sogenannten Transportbestandteile werden von dem Ort ihrer Entstehung, nach entsprechender Umwandlung, zu den jeweiligen Verbrauchs- bzw. Ausscheidungsorganen transportiert.[4]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.: Die Blutbestandteile (Quelle: www.dr-menges.de/ fk20070301.htm)

2.2 Der Blutkreislauf

2.2.1 Arterien

Arterien sind Adern, die vom Herz in alle Teile des Körpers führen. Da sie einen sehr hohen Blutdruck auszuhalten haben, ist die Wand der Arterien bedeutend stärker als die der Venen. In der Arterienwand sind deswegen auch elastische Fasern eingelagert, sie können sich bei einem Druckstoß ausdehnen. Die Aufgaben der Arterien sind Pulswellen weiter zu leiten, den Bluttransport zu fördern und ihn zu regulieren. Die größte Arterie des Körpers ist die Aorta, die Hauptschlagader. Sie beginnt direkt hinter der Aortenklappe am Herz und führt das Blut aus der linken Herzkammer in den Körper.

[...]


[1] Vgl.: Findeisen, Linke, Pickenhain, 1980: Grundlagen der Sportmedizin – für Studenten, Sportlehrer und Trainer. S. 129

[2] Vgl.: Findeisen, Linke, Pickenhain, 1980: Grundlagen der Sportmedizin – für Studenten, Sportlehrer und Trainer. S. 131-132

[3] Vgl.: Findeisen, Linke, Pickenhain, 1980: Grundlagen der Sportmedizin – für Studenten, Sportlehrer und Trainer. S. 133

[4] Vgl.: Findeisen, Linke, Pickenhain, 1980: Grundlagen der Sportmedizin – für Studenten, Sportlehrer und Trainer. S. 126-127

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Das Herz-Kreislaufsystem
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Veranstaltung
Sportanatomie
Note
2,5
Autor
Jahr
2005
Seiten
18
Katalognummer
V37560
ISBN (eBook)
9783638368582
Dateigröße
1121 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Herz-Kreislaufsystem, Sportanatomie
Arbeit zitieren
Tanja Lauinger (Autor), 2005, Das Herz-Kreislaufsystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37560

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