Die Textrezeption, die bei verschiedenen Lesern sehr unterschiedlich ausfallen kann, ist in der neuen Literaturwissenschaft eine eigene Forschungsrichtung geworden. Sie beschäftigt sich mit dem voneinander abweichenden Verständnis von Text(en) und der Subjektivität der Leseerfahrung und des Leseverständnisses.
Je nach Interesse, aber auch je nach kultureller Herkunft und Kontext, unterscheidet sich auch die Rezeption von Gedichten. Daher wird in dieser Arbeit in den Blick genommen, wie das Gedicht 'Ein Mensch' von Marie Luise Kaschnitz (1970), das unabhängig in einer Gruppe unterschiedlicher Herkunft besprochen wurde, unterschiedlich aufgenommen wurde.
Inhaltsverzeichnis
- Rezeptionsprobleme literarischer Texte im Fremdsprachenunterricht Deutsch in Algerien
- Die Literaturwissenschaft und die Literaturdidaktik
- Das schulische Lesen
- Das außerschulische Lesen
- Rezeption und Interpretation
- Das Lesen
- Das Interpretieren
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Herausforderungen der Rezeption literarischer Texte im Fremdsprachenunterricht Deutsch in Algerien. Sie beleuchtet die besonderen Schwierigkeiten, die durch die kulturelle Distanz zwischen Text und Leser entstehen, und untersucht, wie diese Schwierigkeiten im Unterricht angegangen werden können.
- Die Bedeutung von Kultur und Subjektivität beim Textverständnis
- Die unterschiedlichen Leseweisen und -absichten im Kontext von Schule und Freizeit
- Die Rolle von Rezeptionstheorie und Interpretationsverfahren für die fremdsprachliche Lektüre
- Die Notwendigkeit, die Gesamtheit der Persönlichkeit des Lesers im Verstehensprozess zu berücksichtigen
- Die Herausforderung, individuelle Erwartungen und Vorurteile im Umgang mit literarischen Texten zu überwinden
Zusammenfassung der Kapitel
- Das erste Kapitel beleuchtet die unterschiedlichen Interpretationen des Gedichts „Ein Mensch“ von Marie Luise Kaschnitz und zeigt, wie kulturelle Distanz das Textverständnis beeinflusst.
- Im zweiten Kapitel wird die Rezeptionstheorie vorgestellt und die Bedeutung von Lesesituationen und Leseweisen für die Interpretation von Texten betont.
- Das dritte Kapitel diskutiert die spezifischen Herausforderungen des fremdsprachlichen Lesens, die durch sprachliche und kulturelle Distanzen entstehen.
- Der vierte Kapitel beleuchtet die Rolle von Kultur und Subjektivität im Rezeptionsprozess und betont die Notwendigkeit, individuelle Vorstellungen und Erfahrungen beim Textverständnis zu berücksichtigen.
Schlüsselwörter
Diese Arbeit widmet sich zentralen Aspekten der Rezeption literarischer Texte im Fremdsprachenunterricht, insbesondere den Herausforderungen der kulturellen Distanz, den verschiedenen Leseweisen und -absichten sowie der Bedeutung von Subjektivität und Interpretation für das Textverständnis. Die zentralen Themen sind: Rezeptionstheorie, Fremdsprachendidaktik, kulturelle Distanz, Leseweisen, Interpretationsverfahren, Subjektivität, Rezeptionsprozess.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema dieser Forschungsarbeit?
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Rezeption literarischer Texte im Fremdsprachenunterricht Deutsch in Algerien, insbesondere unter Berücksichtigung kultureller Distanzen.
Welche Rolle spielt die kulturelle Herkunft beim Textverständnis?
Die kulturelle Herkunft beeinflusst maßgeblich, wie Texte wie Gedichte aufgenommen werden, da Leser unterschiedliche Interessen und Kontexte in den Verstehensprozess einbringen.
Welches literarische Werk dient als Fallbeispiel?
Als Beispiel wird das Gedicht "Ein Mensch" von Marie Luise Kaschnitz (1970) herangezogen, um die unterschiedliche Aufnahme in heterogenen Gruppen zu untersuchen.
Was versteht man unter Rezeptionstheorie in diesem Kontext?
Die Rezeptionstheorie beschäftigt sich mit dem abweichenden Verständnis von Texten und der Subjektivität der Leseerfahrung.
Welche spezifischen Schwierigkeiten werden im algerischen Deutschunterricht untersucht?
Untersucht werden vor allem sprachliche und kulturelle Distanzen sowie die Herausforderung, individuelle Vorurteile im Umgang mit Literatur zu überwinden.
Warum ist die Subjektivität des Lesers wichtig?
Weil der Verstehensprozess die Gesamtheit der Persönlichkeit des Lesers einbezieht und somit keine objektive, einheitliche Interpretation möglich ist.
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- Dr Abdelkader Behilil (Author), 2017, Rezeptionsprobleme literarischer Texte im Fremdsprachenunterricht Deutsch in Algerien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375608