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Die Entstehung der Moral. Bewertung moralphilosophischer Theorien aus Sicht der Hirnforschung

Titel: Die Entstehung der Moral. Bewertung moralphilosophischer Theorien aus Sicht der Hirnforschung

Masterarbeit , 2017 , 54 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Benjamin Hies (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Diese Masterarbeit gibt einen Überblick über die Auswirkungen der Erkenntnisse der Hirnforschung auf unterschiedliche moralphilosophische Theorien. Dabei wurden drei Theorien untersucht, die Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik.

Das erste Kapitel erläutert die Problemstellung, den Aufbau der vorliegenden Arbeit sowie die Grundbegriffe „Moral“, „Ethik“ und „Hirnforschung“. Das zweite Kapitel legt die moralphilosophischen Theorien Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik dar, um eine theoretische Grundlage für die Analyse zu schaffen. Gleiches gilt für das dritte Kapitel, welches die Entstehung der Hirnforschung sowie zeitgenössische Strömungen erklärt. Das vierte Kapitel gleicht die theoretischen Grundlagen in Form einer Analyse ab und leitet Erkenntnisse der moralphilosophischen Theorien im Vergleich zu relevanten Strömungen der Hirnforschung ab. Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, umreißt nochmals die Beschränkungen, welche die Hirnforschung der Ethik auferlegt und zeigt, welche Bereiche eventuell weiterer Untersuchungen bedürfen. Hier wird dann ein Ausblick darüber gegeben, welche Trends im Feld der Ethik und der Hirnforschung künftig im Fokus stehen werden und wo sich die Forschungsbereiche hin entwickeln.

Der Begriff „Moral“ geht auf Cicero zurück, welcher den Begriff „philosophia moralis“ als lateinischen Ausdruck neu geprägt hat. Der Begriff wird in der Literatur dezidiert diskutiert. Die Begriffe „Moralphilosophie“ und „Ethik“ werden in der Literatur als Synonym verwendet und sind von der Bedeutung her gleich. Es existieren zahlreiche Definitionen des Begriffs „Moral“, die Literatur ist sich überwiegend einig, dass Moral als diejenigen Normen zu verstehen sind, die in einem Kulturkreis vorherrschen. Die moralphilosophischen Theorien leiten sich aus dem Fachbereich der Philosophie ab. Die Eigenschaften der Theorien werden in Kapitel zwei genauer erläutert, ebenso die Herkunft und Entwicklung der Theorien. Der Begriff „Gerechtigkeit“ ist ebenfalls Teil der Arbeit. Der zweite Teil der Arbeit handelt von dem Thema Hirnforschung. Diese Arbeit greift Inhalte aus dem interdisziplinären Gebiet der Neuroethik, welches ethische, als auch gesellschaftliche Auswirkungen aktueller Entwicklungen der Neurowissenschaften thematisiert, auf. Weitere Grundbegriffe wie die einzelnen Bereiche des menschlichen Gehirns werden detailliert in Kapitel drei beschrieben. In diesem Zusammenhang wird dann auch die Relevanz der Hirnregionen erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

1.3 Grundbegriffe

2 Moralphilosophische Ansätze

2.1 Ungeachtet der Konsequenzen: Pflichtethik

2.2 Sittlich richtig handeln: Tugendethik

2.3 Die Lehre vom Gesellschaftsvertrag: Vertragsethik

3 Hirnforschung im Wandel der Zeit

3.1 Entstehung und Geschichte

3.2 Aufbau und Relevanz der Hirnregionen

3.3 Genese der Neuroethik

4 Analyse: Moralphilosophie vs. Hirnforschung

4.1 Pflichtethik

4.2 Tugendethik

4.3 Vertragsethik

4.4 Die Idee von Gerechtigkeit

4.5 Diskussion der Erkenntnisse

5 Schlussbetrachtung

5.1 Ausblick

5.2 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen neurowissenschaftlicher Erkenntnisse auf moralphilosophische Theorien, insbesondere auf die Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik, um das interdisziplinäre Verhältnis zwischen Hirnforschung und Ethik zu bewerten.

  • Interdisziplinäre Untersuchung von Ethik und Neurowissenschaften
  • Kritische Analyse moralphilosophischer Theorien unter biologischen Aspekten
  • Evaluation von moralischen Dilemmata durch neuroethische Erkenntnisse
  • Untersuchung der Relevanz des freien Willens und biologischer Determiniertheit
  • Diskussion aktueller Themen wie Digitalethik und Gerechtigkeitstheorien

Auszug aus dem Buch

3.1 Entstehung und Geschichte

Alkmaion von Kroton, ein griechischer Naturphilosoph, betonte bereits in der Antike die Wichtigkeit des Gehirns und war gleichzeitig auch der erste Mensch, welcher Nerven wie die sensorischen Nerven entdeckt haben soll. Alkmaion wurde vermutlich etwa 510 v.Chr. geboren und gilt als einer der bedeuteten griechischen Philosophen und gleichzeitig auch als Vorreiter in der Entwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Viele Theorien und Erkenntnisse von Alkmaion haben bis heute überlebt. Er glaubte daran, dass das Gehirn die Quelle des Bewusstseins sei. Weiterhin war er auch einer der ersten Menschen, die den Aufbau des menschlichen Auges studiert haben.

Die von ihm angewandten Praktiken waren zu seiner Zeit neu, es existierten vermutlich keine weiteren Philosophen oder Wissenschaftler, welche Autopsien in der Hirnregion der Menschen vornahmen. Seine Theorien waren auch noch Dekaden später relevant und wurden zu einem Grundstein der damaligen Hirnforschung. Die Aussage „learning something by heart“ wird ihm ebenfalls zugeschrieben, da er grundsätzlich an den menschlichen Sinnen interessiert war. Alkmaion wird als der erste urkundlich bekannte Neurophysiologe bezeichnet. Seit bekanntestes Zitat lautet: „Im Gehirn liegt die Führung“, was den damaligen Ansichten hinsichtlich der zentralen Rolle des menschlichen Herzens widersprach.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der interdisziplinären Untersuchung von Hirnforschung und Moralphilosophie ein und erläutert den Gang der Arbeit.

2 Moralphilosophische Ansätze: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament durch die Darlegung der Pflichtethik, Tugendethik und Vertragsethik.

3 Hirnforschung im Wandel der Zeit: Hier wird die historische Entwicklung der Hirnforschung, der Aufbau des Gehirns und die Entstehung der Neuroethik erläutert.

4 Analyse: Moralphilosophie vs. Hirnforschung: Das Kapitel evaluiert die zuvor genannten moralphilosophischen Theorien anhand von moralischen Dilemmata und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen.

5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, beleuchtet zukünftige Forschungsfelder wie Digital- und Migrationsethik und zieht ein Fazit.

Schlüsselwörter

Hirnforschung, Moralphilosophie, Neuroethik, Pflichtethik, Tugendethik, Vertragsethik, freier Wille, biologische Determiniertheit, Gerechtigkeit, Digitalethik, Gehirn, moralische Dilemmata, präfrontaler Cortex, Ethik, interdisziplinäre Untersuchung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der modernen Hirnforschung auf bestehende moralphilosophische Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Moralphilosophie (Pflicht-, Tugend- und Vertragsethik) sowie die Neurowissenschaften, mit besonderem Fokus auf der Schnittstelle zwischen beiden Gebieten, der sogenannten Neuroethik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, welche Auswirkungen Erkenntnisse der modernen Hirnforschung auf bestehende Ansichten hinsichtlich Moral haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine theoretische Analyse und Evaluation moralphilosophischer Theorien unter Einbezug von neurowissenschaftlichen Erkenntnissen und moralischen Dilemmata durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine philosophische Einordnung der Ethiktheorien, einen Überblick über die Geschichte und Anatomie der Hirnforschung sowie die Analyse und Diskussion der Ethikmodelle im Vergleich zu neurowissenschaftlichen Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Hirnforschung, freier Wille, biologische Determiniertheit, Neuroethik und spezifische ethische Ansätze wie die Pflicht- oder Tugendethik.

Welche Bedeutung hat der präfrontale Cortex für die Arbeit?

Der präfrontale Cortex wird als zentrale Hirnregion für moralische Entscheidungsfindungen und die situationsadäquate Steuerung menschlichen Verhaltens hervorgehoben.

Wie bewertet die Arbeit das „Gleisarbeiter-Dilemma“?

Das Dilemma dient als Praxisbeispiel, um die Anwendbarkeit der verschiedenen Ethiktheorien aus Sicht der Hirnforschung zu testen, wobei festgestellt wird, dass biologische Determiniertheit die theoretischen Ansätze der Moralphilosophie herausfordert.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entstehung der Moral. Bewertung moralphilosophischer Theorien aus Sicht der Hirnforschung
Hochschule
accadis Hochschule Bad Homburg
Note
1,4
Autor
Benjamin Hies (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
54
Katalognummer
V375744
ISBN (eBook)
9783668529755
ISBN (Buch)
9783668529762
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik Moral BWL Neurowissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Hies (Autor:in), 2017, Die Entstehung der Moral. Bewertung moralphilosophischer Theorien aus Sicht der Hirnforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375744
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Leseprobe aus  54  Seiten
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