Didaktische Begründungen von Trendsportarten in der Schule. Eine hermeneutische Untersuchung


Bachelorarbeit, 2015

40 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

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Inhaltsverzeichnis
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1. EINLEITUNG...1
1.1 Zielsetzung...1
1.2 Aufbau der Thesis...1
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2. THEORETISCHER HINTERGRUND: TRENDSPORT
...3
2.1 Gesellschaftlicher Wandel...3
2.2 Trendsportarten...5
2.2.1 Merkmale von Trendsportarten...5
2.2.2 Entstehung von Trendsportarten...7
2.3 Auswahl der Trendsportarten...8
2.3.1 Rollen und Gleiten...8
2.3.2 Teamsport...10
2.3.3 Wassersport...11
2.3.4 Klettern...12
2.3.5 Tanz...12
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3. HERMENEUTISCHE ANALYSE
...13
3.1 Darstellung der Befunde- Warum Trendsport in der Schule?...13
3.2 Aktuelle Sportpädagogik...14
3.2.1 Fachdidaktisches Konzept...17
3.2.2 Erlass ,,Lernen am anderen Ort
"...18
3.3 Analyse und Diskussion der Trendsportarten in der Schule...18
3.3.1 Rollen und Gleiten...18
3.3.2 Teamsport...23
3.3.3 Wassersport...26
3.3.4 Klettern...29
3.3.5 Tanz...31
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4. FAZIT UND AUSBLICK...33
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5. LITERATURVERZEICHNIS
...36
6. PERSÖNLICHE ERKLÄRUNG...38

1. Einleitung
Beachsport, Longboarden, Slackline-Laufen oder Stand-Up-Paddling? Die
außerschulische Sportwelt lockt mit immer individuelleren und vielfältigeren
Bewegungsaktivitäten. Fast täglich kommt eine neue Art des Sports dazu, die wir in der
heutigen Zeit als Trendsportart bezeichnen. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene
sind die Zielgruppe vielseitiger Trends im Sport und Entwicklungsträger einzelner
Trendsportarten, so bilden sie eigene Bewegungskulturen und entwickeln neue
Jugendszenen, mit denen sie sich identifizieren und denen sich zugeordnet fühlen.
Es stellt sich die Frage, ob Schule in ihrem Sportunterricht diesen Trends nachkommen
und den Vorlieben der Schüler und Schülerinnen (SuS) gerecht werden kann oder ob sich
der Unterricht noch immer an eher traditionellen Sportarten orientiert?
In den letzten Jahren hat sich der Schulsport bereits insofern entwickelt, dass nicht mehr
der Leistungsgedanke im Vordergrund steht. Sportunterricht soll mehrperspektivisch sein
und kann und soll Kindern ermöglichen, ein positives Selbstkonzept aufzubauen. Dieser
Gedankenwechsel beinhaltet gleichzeitig eine Veränderung der Inhalte im Unterricht.
Gerade Trendsportarten schaffen im Unterricht Freiräume, in denen SuS sich selbst und
Aspekte von Sport auf eine andere Weise kennenlernen.
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1.1 Zielsetzung
In folgender Arbeit soll untersucht werden, inwiefern sich Trendsportarten im
Schulunterricht bereits didaktisch begründen lassen und welche Legitimation sie erfahren.
Ist die Integration in den Schulsport im Lehrplan oder anderen sportdidaktischen Vorgaben
bereits verankert oder nehmen Trendsportarten noch keinen Stellenwert ein? Anhand
verschiedener Kriterien, die sich aus der aktuellen Sportpädagogik und dem Lehrplan der
Sekundarstufe I Schleswig-Holsteins ableiten, soll in einer didaktischen Analyse die
Legitimation verschiedener Trendsportarten im Schulsport begründet werden.
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1.2 Aufbau der Thesis
Zunächst werden die Begriffe ,,Trend" und ,,Trendsport" definiert und dargestellt, welche
Bedeutung die Entwicklung der Gesellschaft für die Entstehung von Trends spielt.
Weiterhin werden Merkmale sowie die Entstehung von Trendsportarten beschrieben. Im
nächsten Punkt werden die von mir ausgewählten Sportarten in den fünf verschiedenen
Bereichen erläutert. Dazu gehören die Bereiche Rollen und Gleiten, Teamsport,
Wassersport, Klettern und Tanz.
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Im Themenfeld Rollen und Gleiten habe ich mich für die Sportarten Skateboarding, Inline-
Skating und Snowboarding, im Bereich Teamsport für Beachhandball und Streetball, im
Themenfeld Wassersport für Windsurfen und Stand-Up-Paddling, im Bereich Klettern für
Le Parcours und abschließend im Themenfeld Tanz für Hiphop entschieden. Mit meiner
Auswahl möchte ich einen möglichst großen Bereich der Trendsportarten abdecken, was
durch die fünf verschiedenen Themen gut erzielt wird.
Nach der Darstellung der Trendsportarten zeige ich die aktuellen Befunde und bereits
durchgeführten Untersuchungen zum Thema ,,Trendsport in der Schule" auf und
verdeutliche anhand der aktuellen Sportpädagogik die verschiedenen Kriterien, auf die
sich meine Diskussion bezieht. Dabei gehe ich überwiegend auf den Lehrplan der
Sekundarstufe I in Schleswig-Holsteins (S-H) ein, der als Beispiel für alle Lehrpläne in
Deutschland verwendet wird. Anschließend folgt dann in der Diskussion die didaktische
Analyse der einzelnen Themenfelder, indem auf das Themenfeld generell und die dazu
gehörigen Trendsportarten eingegangen wird. Es wird verdeutlicht, welche
Trendsportarten sich auf welche Art und Weise didaktisch begründen lassen.
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2. Theoretischer Überblick: Trendsport
Laut Schwier (1998) ist ein Trend ,,eine Grundrichtung von einer Entwicklung in der
Gesellschaft, die durch die Handlungen größerer Gruppen beeinflusst werden."
Das Wort ,,Trend" stammt aus dem Englischen und meint so viel, wie sich neigen bzw. in
eine Richtung verlaufend. Nicht alle Trends in unserer Gesellschaft sind gleich, so dass
zwischen verschiedenen Arten, die sich durch die Wirkungsdauer und die Wirkungsbreite
definieren, differenziert wird.
Ein ,,Mega-Trend" im Sport ist eine Sportart, die eine langfristige Wirkungsdauer und eine
hohe Wirkungsbreite besitzt. Als Beispiel sind Windsurfen, Snowboarding oder auch
Beachvolleyball zu nennen. Als einen ,,echten" Trend bezeichnet man eine Entwicklung,
die von mindestens mittelfristiger Dauer, d.h. mindestens fünf Jahre, und von mittlerer
Wirkungsbreite ist, wie z.B. Beachhandball oder Beachsoccer.
Eine Entwicklungsrichtung, die zwar lange anhält, jedoch von geringer Wirkungsbreite ist,
wird als ,,Nischentrend" bezeichnet, da sich der Trend nur innerhalb einer bestimmten
Gruppe durchsetzt, wie z.B. Breakdance oder andere Street-Dance-Varianten. Weiterhin
differenziert man zwischen der ,,Mode" und dem ,,Hype". Ein ,,Hype" ist von sehr hoher
Wirkungsbreite, kann sich jedoch nicht langfristig etablieren. Die ,,Mode" ist ebenfalls von
kurzer Wirkungsdauer, gleichzeitig jedoch auch von niedrigerer Wirkungsbreite (Schwier,
2000).
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Balz (1995) beschreibt Trends ,, als gesellschaftliche Entwicklungsverläufe, die sich von
kurzlebigen Moden absetzen, indem sie mehrere Jahre überdauern und eine breite
Bevölkerungsschicht erreichen". Er grenzt dabei Trends und Moden voneinander ab.
Auch Schwier (1998) meint , dass man nur von richtigen Trendsportarten bzw. sportiven
Trends sprechen kann, wenn sich die neue Bewegungskultur über mehrere Jahre im
Bewusstsein vieler Sportler verankert und sich in der Praxis weitläufig etabliert. Dabei ist
entscheidend, dass Trends sich nicht durch gezieltes Marketing durchsetzen, sondern die
Entwicklung der Kultur und Gesellschaft für die langfristige Etablierung von Bedeutung
sind.
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2. 1 Gesellschaftlicher Wandel
Die Freizeitgestaltung hat sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt und spielt eine
wichtige Rolle für die Entwicklung von Trendsportarten. In der traditionellen Gesellschaft
im 20. Jahrhundert definierte Arbeit das Leben. Aspekte wie Leistung und Erfolg sowie die
ökonomische Sicherheit bestimmten den Alltag der Menschen.
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Freizeit diente lediglich dazu, sich von der Arbeit zu erholen und zu regenerieren, so dass
die Freizeitgestaltung eine untergeordnete Rolle im Leben spielte. Ab zirka 1965
verringerten sich die Arbeitszeiten und die Bedeutung der Freizeitgestaltung wuchs stetig
an, so dass das Sporttreiben in den Vordergrund rückte. Digel (1986) spricht von einem
Wertewandel, bei dem Leistungs- und Erfolgsgedanken im Beruf in den Hintergrund und
Spaß und Erlebnisse, die mit dem Sinn des Lebens verbunden sind, in den Vordergrund
rücken. Laut Digel (1986) gibt es verschiedene Tendenzen in der Veränderung der
Freizeit. Es besteht eine Zunahme kommunikativer Aktivitäten und eine Zunahme
körperlichen Kontakts, was häufig mit einer hohen Sportaktivität verbunden ist. Weiterhin
nimmt das Reise- und Erlebnisbedürfnis zu.
Die Veränderung der Freizeitgestaltung mit dem verbundenen Wertewandel hat
unmittelbare Folgen auf das Sporttreiben an sich. Auch im Sport entfernt man sich
allmählich vom Leistungs- und Konkurrenzgedanken an erster Stelle. Man spricht an
dieser Stelle nicht nur im Sport vom Wandel der materialistischen zu postmaterialistischen
Werten (Klages, Hippler & Herbert, 1992). Werte wie Persönlichkeitsentfaltung und
Selbstverwirklichung verdrängen den traditionellen Leistungsgedanken im Sport. Die
Gesundheit verbunden mit der Lebensfreude nehmen einen immer höheren Stellenwert
ein und Sport wird als Teil des gesunden Lebensstils anerkannt. Kennzeichnen für die
Entwicklung im Sport sind der zunehmende weibliche Anteil in Vereinen, die Offenheit für
unbekannte Sportarten beispielsweise aus anderen Ländern und die Erweiterungen der
Bewegungsaktivitäten und der damit entstehenden Trendsportarten. Neben der
Entwicklung von materialistischen Werten zu postmaterialistischen Werten können drei
zentrale gesellschaftliche Entwicklungen nach Schildmacher (1998), die entscheidend für
die Entwicklung von Trendsport sind, betrachtet werden.
- Suche nach Authentizität
Die Menschen suchen nach Halt und Dauerhaftigkeit in der heutigen schnelllebigen
Gesellschaft und besinnen sich auf ihren eigenen Körper. Der Gedanke, dass ein
trainierter Körper für dauerhafte Gesundheit und kontinuierliche Leistung gilt, verankert
sich.
- Konsumismus
Die heutige Gesellschaft ist konsumorientiert und hat ein ausgeprägtes Markenverhalten,
so dass viel Geld in Konsumgüter investiert wird. Im Sport wird sich auf ein richtiges Outfit
und eine richtige Ausstattung fokussiert und es besteht die Bereitschaft, immer mehr Geld
für Sportarten und damit verbundene Sporterlebnisse auszugeben.
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- Eventorienierung
Die heutige Gesellschaft ist eine Erlebnisgesellschaft. Die Menschen möchten möglichst
viel und möglichst besondere Ereignisse erleben. Im Sport werden immer mehr
Sportveranstaltungen und Sportevents organisiert, die unmittelbar mit Trendsportarten in
Verbindung stehen. Für den Trendsport bietet eine Großveranstaltung die Möglichkeit,
populärer zu werden und sich der breiten Masse vorzustellen. Die Sportveranstaltungen
fordern meist zu einem aktiven Mitmachen auf, so dass Materialien kennengelernt und
Sportarten getestet werden können.
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2.2 Trendsportarten
,,Der Begriff der Trendsportart kennzeichnet dabei neuartige bzw. Lifestyle-gerecht
aufbereitete Bewegungsformen, die als `charismatische Produkte´ (Lamprecht & Stamm
1998, S. 372) ein erhebliches Verbreitungspotenzial besitzen. Trends im Feld des Sports
sind ferner dadurch gekennzeichnet, dass sie unsere eingewöhnten Sportvorstellungen
überschreiten und zuvor unbekannte oder vernachlässigte Auslegungen des menschlichen
Sich-Bewegens in unseren Horizont rücken" (Schwier, 2000, S. 20).
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Es wird deutlich, dass der Begriff ,,Trendsport" sehr komplex ist und vielfältige Aspekte
beinhaltet. Trendsport steht in jedem Fall für neue Sportarten, die mit einer
bewegungskulturellen Erneuerung und Innovation entstehen und sich neben traditionellen
Sportarten verbreiten. Trends im Sport weichen von unseren Sportvorstellungen ab und
verstehen Sport und dessen Auslegung so, wie es für uns ungewohnt und fremd erscheint.
(Schwier, 2000).
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2.2.1 Merkmale von Trendsportarten
Es gibt laut Schwier (2002) verschiedene Merkmale, die Trendsportarten kennzeichnen.
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Stilisierung
Sport ist eine kulturelle Ausdrucksform und wird zu einem Teil des Lebensstils. Man
identifiziert sich mit seinem Sport. In diesem Zusammenhang rückt die Szenenbindung an
die Stelle des Vereinsleben. Vor allem innerhalb der Szenen kommt es zum Wettstreit um
einen Stil, der mit dem Körper und das Sich-Bewegen gelebt wird. Die Selbstdarstellung
und Distinktion stehen im Mittelpunkt.
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Beschleunigung
Die Rasanz und Dynamik des Sports, sowie die hohe Aktionsdichte und der schnelle
Wechsel von Anforderungen nehmen enorm zu.
Durch eine Technisierung des Körpers befindet sich der Sportler im Rausch. Weiterhin
werden Sportspiele verändert, z.B. durch Veränderung der Spielerzahl, des Spielfelds oder
des Regelwerks, so dass die Spiele an sich viel schneller und attraktiver werden.
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Virtuosität
Im Fokus der Virtuosität steht das Ideal des ,,Besserwerdens". Leistung und Sieg spielen
eine untergeordnete Rolle und es geht mehr um die Betonung auf eigene
Könnenserlebnisse und das Genießen des Bewegungsgefühls. Es wird sich möglichst
kreativ mit Bewegungen auseinandergesetzt und neue Fertigkeiten erfunden bzw. Tricks
perfektioniert.
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Extremisierung
Charakteristisch ist die Suche nach extremen Momenten, in der die letzte Grenze erreicht
werden soll. Es wird sich bewusst in gefährliche und sehr risikoreiche Situationen versetzt,
um eigene Grenzen des Körpers auszutesten. Es werden immer extremere Möglichkeiten
gefunden, indem zum Beispiel auf Hilfsmittel verzichtet wird, die Belastung vervielfacht
wird oder besonders risikoreiche Techniken ausprobiert werden.
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Event
Ein großes Merkmal von Trendsportarten ist der Eventcharakter. Trendsportevents werden
bunt und unterhaltungsorientiert inszeniert und außerhalb von Hallen oder Stadien auf
öffentlichen Plätzen, wie Parks oder Markplätzen organisiert. Dabei löst sich die
Rollenverteilung vom Sportler und passiven Zuschauer auf und jeder fühlt sich als Teil des
Ganzen. Es geht dabei überwiegend um Marketing und Kommerzialisierung der jeweiligen
Trendsportart.
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Sampling
Beim Sampling kommt es zur Addition bereits bekannter Sportarten. Klassische
Einzelsportarten werden miteinander vermischt und in einen neuen Kontext gebracht, wie
z.B. Triathlon.
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Es wird deutlich, dass Trendsportarten sehr unterschiedlich sein können und viele
Merkmale beinhalten. Es gibt eine große Anzahl an Bewegungspraktiken, die unter dem
Begriff ,,Trendsport" zusammengefast werden, so dass Schwier (2000) die einzelnen
Trendsportarten den Kategorien Fitnesspraktiken, Risikosportarten und jugendkulturelle
Bewegungsszenen zuordnet.
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Balz, Brinkhoff und Wegner (1994) hingegen orientieren sich an dem sportdidaktischen
Konzept der Sinnperspektiven aus der Sportpädagogik. Bei dieser Einteilung wird
zwischen den Bereichen Expressive Sportarten (z.B. Akrobatik), Gleichgewichtssportarten
(z.B. Skateboarding), Meditative Bewegungskulturen (z.B. Taijiquan), Fitness-Sportarten
(z.B. Aerobic), Team-Sportarten (z.B. Streetball, Beachvolleyball) und Risikosportarten
(z.B. Le Parcours) differenziert.
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2.2.2 Entstehung von Trendsportarten
Um zu verstehen, wie es überhaupt dazu kommt, das Bewegungsaktivitäten als
Trendsportart bezeichnet und in den Schulunterricht aufgenommen werden, soll aufgezeigt
werden, wie das idealtypische Entstehungsmuster von Trendsportarten aussieht.
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Jede Trendsportart hat wie jede Sportart ihren individuellen Entwicklungsverlauf, jedoch
lassen sich einige Gemeinsamkeiten zusammenfassen. Generell arbeitet Schildmacher
(1998) fünf Entwicklungstendenzen zur Entstehung von Trendsport heraus.
Aus einem Indoor-Sport entwickelt sich eine Outdoor-Variante, wie es z.B. bei den Beach-
Varianten der großen Sportspiele (Beachvolleyball, Beachhandball, Beachsoccer) der Fall
ist. Aus einer normierten Sportart entsteht eine unnormierte Sportart-Variante, wie
beispielsweise beim Basketball zum Streetball. Aus den großen Mannschaftssportarten
kommt es immer mehr zu kleineren Gruppengrößen, die das Sportspiel schneller und
erlebnisreicher gestalten, wie beispielsweise bei Sportspielen wie Beachvolleyball, bei
dem überwiegend in 2er-Teams gespielt wird. Weiterhin entwickelt sich der Sport von
geschützten zu immer risikoreicheren Varianten, wie beim Extrem- und Risikosport
(Freeclimbing). Zudem gibt es die Tendenz vom verbindlichen zum unverbindlichen Sport,
was sich vor allem anhand der vermehrten Szenesportler widerspiegelt.
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Neben den Entwicklungstendenzen hat Schwier (1998) ein idealtypisches
Entwicklungsmuster von Trendsportarten auf der Basis theoretischer Überlegungen und
deskriptiver Plausibilität entworfen, indem er den Entwicklungsverlauf in sechs Phasen
einteilt.
1. Phase: Erfindung und/oder Innovation: Eine neue Bewegungsmöglichkeit wird bewusst
oder auch zufällig durch einzelne Personen oder Gruppen entdeckt.
2. Phase: Verbreitung im eigenen Milieu: Die neuartige Bewegungsaktivität wird in der
jeweiligen Szene präsentiert und getestet, eine eigenständige bewegungskulturelle
Ausdrucksform entwickelt sich.
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Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Didaktische Begründungen von Trendsportarten in der Schule. Eine hermeneutische Untersuchung
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
40
Katalognummer
V375775
ISBN (eBook)
9783668531901
ISBN (Buch)
9783668531918
Dateigröße
708 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trendsport, Sport, Trendsportarten, Sportdidaktik, Schule
Arbeit zitieren
Fenja Jensen (Autor), 2015, Didaktische Begründungen von Trendsportarten in der Schule. Eine hermeneutische Untersuchung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375775

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