In Deutschland ist jedes 5. Kind übergewichtig, wobei eine steigende Zahl an adipösen Menschen anzunehmen ist. Gründe dafür sind das sich verschlechternde Bewegungsverhalten der heutigen Gesellschaft, ebenso wie das schlechte Ernährungsverhalten. Warum ist solch eine Entwicklung vorhanden und wie kommt es zu Übergewicht und Adipositas? Auf die verschiedenen Entstehungs- und Einflussfaktoren, welche zu Adipositas führen, wird in dieser Hausarbeit eingegangen. Ebenso werden die unmittelbaren und langfristigen gesundheitlichen Folgen näher betrachtet. Um eine Entstehung von Übergewicht und Adipositas zu verhindern bzw. dieser entgegen zu wirken, sind Präventions- und Therapiemaßnahmen notwendig, diese werden ebenfalls erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition und Klassifikation Adipositas
3 Prävelenz
4 Entstehungs- und Einflussfaktoren
4.1 Genetische Einflussfaktoren
4.2 Psychische und psychosoziale Einflussfaktoren
4.3 Externe Einflussfaktoren
4.3.1 Sozioökonomische Einflussfaktoren
4.3.2 Fernsehkonsum und Ernährungsverhalten
5 Gesundheitliche Bedeutung von Adipositas
5.1 Konsequenzen von Adipositas im Kindesalter
5.2 Langzeitkonsequenzen der Adipositas im Kindesalter
5.3 Psychosoziale Folgen
6 Mögliche Präventionsmaßnahmen
6.1 Sport/Bewegung
6.2 Ernährung
6.3 Verhaltenstraining
7 Diskussion/Schlussfolgerung
8 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die zunehmende Verbreitung von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland, analysiert die zugrunde liegenden Ursachen sowie die gesundheitlichen Folgen und identifiziert effektive Präventions- und Therapiemaßnahmen zur Bekämpfung dieses wachsenden Problems.
- Genetische, psychische und sozioökonomische Einflussfaktoren der Adipositas-Entstehung
- Auswirkungen von Fernsehkonsum und Ernährungsgewohnheiten auf das Körpergewicht
- Medizinische Langzeitfolgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes
- Bedeutung von Sport, Ernährungsumstellung und Verhaltenstraining in der Prävention
Auszug aus dem Buch
4.2 Psychische und psychosoziale Einflussfaktoren
Ein weiterer Faktor des Übergewichts sind psychische und psychosoziale Einflussfaktoren. Übergewichtige Personen wählen in ihrem Essverhalten größere Mengen an energie- und fettreicheren Lebensmitteln aus und konsumieren so im Durchschnitt 25g mehr Nahrungsfett pro Tag als normalgewichtige Personen. Dies entspricht auf das Jahr gesehen einer Gewichtszunahme von 9kg. (Laessle et al. 2001, S.16)
Die Häufigkeit und die Kalorienaufnahme bei einer Mahlzeit werden in großem Maße durch emotionale Faktoren sowie Lernprozesse beeinflusst. Sollte es also im Entwicklungsprozess des Kindes zu einer Kopplung von negativen emotionalen Zuständen und einer Zufuhr von Nahrung kommen, wird in Zukunft nicht nur bei Hunger Nahrung aufgenommen, sondern bei allen Zuständen die in der Vorgeschichte mit Nahrungsaufnahme verbunden wurden. (Laessle et al. 2001, S.17)
Laut Wolf sind vor allem seelische Probleme und aversive Gefühle wie Angst und Einsamkeit, Stress oder Langeweile Motive für eine Nahrungsaufnahme ohne Hungergefühl (Laessle et al. 2001, S.17).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik steigender Adipositasraten bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Erläuterung des Zieles der Arbeit.
2 Definition und Klassifikation Adipositas: Definition der Adipositas und Darstellung der BMI-Klassifikation sowie der speziellen Referenzkurven für Kinder.
3 Prävelenz: Analyse der statistischen Verbreitung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
4 Entstehungs- und Einflussfaktoren: Untersuchung von genetischen, psychischen und externen Faktoren wie Sozioökonomie und Medienkonsum auf die Entstehung von Übergewicht.
5 Gesundheitliche Bedeutung von Adipositas: Darstellung der unmittelbaren sowie langfristigen körperlichen und psychischen Folgeerkrankungen bei adipösen Kindern.
6 Mögliche Präventionsmaßnahmen: Vorstellung von Strategien zur Prävention durch Sport, Ernährungsumstellung und Verhaltenstraining.
7 Diskussion/Schlussfolgerung: Kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Verantwortung, dem Einfluss technischer Entwicklungen und der Notwendigkeit von Wissensvermittlung.
8 Zusammenfassung: Kompakte Wiederholung der wesentlichen Erkenntnisse über Ursachen und notwendige Gegenmaßnahmen zur Bekämpfung der Adipositas.
Schlüsselwörter
Adipositas, Kinder, Jugendliche, BMI, Ernährung, Prävention, Verhaltenstraining, Bewegung, Gesundheit, Stoffwechsel, Sozioökonomie, Übergewicht, Folgeerkrankungen, Ernährungswissen, Fernsehkonsum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Problem der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Definition und Klassifikation von Adipositas, den vielfältigen Entstehungsfaktoren, den gesundheitlichen Langzeitfolgen sowie konkreten Präventionsstrategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Ursachen für die Zunahme von Adipositas zu identifizieren und aufzuzeigen, durch welche Maßnahmen – insbesondere Sport, Ernährung und Verhaltenstraining – dieser Entwicklung entgegengewirkt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis bestehender Studien, Ernährungsberichte und Daten des Robert-Koch-Instituts die Thematik systematisch aufarbeitet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Einflussfaktoren (Genetik, Psyche, Umwelt), die medizinische Folgenabschätzung sowie die Vorstellung von Interventionsprogrammen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Adipositas, Prävention, BMI, Ernährungsumstellung, Bewegungsaktivität und Verhaltenstraining.
Warum spielen externe Faktoren eine größere Rolle als genetische?
Die Autorin argumentiert, dass der genetische Pool sich in den letzten Jahrzehnten nicht maßgeblich verändert hat, während die Zunahme an adipösen Menschen korreliert mit technischem Fortschritt, Bewegungsmangel und veränderten Ernährungsstilen.
Welche Rolle spielt die Schule bei der Prävention?
Die Schule wird als wichtiger Ort identifiziert, um sowohl durch Aufklärung als auch durch eine qualitätsorientierte Schulverpflegung Ernährungswissen zu vermitteln und gesundes Verhalten in "kritischen Jahren" zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Julian Hauner (Autor:in), 2016, Adipositas bei Kindern- und Jugendlichen. Einflussfaktoren, Gesundheitliche Bedeutung und mögliche Präventionsmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375806