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Chile und die Folgen des Neoliberalismus

Title: Chile und die Folgen des Neoliberalismus

Seminar Paper , 2015 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Finn Titze (Author)

Politics - Region: Middle and South America
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Chile ist mit durchschnittlich 5 % Wirtschaftswachstum eines der florierendsten Länder Lateinamerikas. Es besitzt unter anderem das größte Kupfervorkommen der Welt. In vielen politischen Diskussionen wird Chile als „Vorzeigeland“ Südamerikas bezeichnet, das als erstes Land 2010 in die Gemeinschaft der OECD Staaten aufgenommen wurde. Auf der anderen Seite ist Chile das Land mit einer der größten Spannen zwischen Arm und Reich. Einige Studien verweisen hier auf die starke Privatisierung und Umsetzung der Neoliberalen Marktwirtschaft zur Zeit des Pinochet Regimes durch die sogenannten “Chicago Boys“. Ich möchte in dieser Ausarbeitung verschiedene Theorien anführen, die die Entwicklung des Landes unter dem Einfluss des Neoliberalismus verständlich machen und seine Wirkung grundsätzlich zu erklären versuchen. Im Vordergrund soll die Frage stehen, inwiefern der Neoliberalismus Chiles Entwicklung und heutige Position beeinflusst hat. Um zu verstehen, welchen Einfluss der Neoliberalismus auf die Entwicklung Chiles gehabt hat werde ich zuerst die ökonomische Ideologie der Chicagoer Schule erläutern und die Ausgangsvoraussetzungen erklären.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausgangsvoraussetzungen für den Siegeszug des Neoliberalismus

1.2 Der Neoliberalismus nach Friedmann und die Theorien der Chicago Boys

2. Beginn der Neoliberalen Herrschaft unter Pinochet

2.1 Wirtschaftliche Umstrukturierung

2.2 Agrar- und Landwirtschaft

2.3 Sozialpolitik

3.Chile heute

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Neoliberalismus auf die ökonomische und gesellschaftliche Entwicklung Chiles. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die Implementierung neoliberaler Prinzipien durch das Pinochet-Regime und die sogenannten „Chicago Boys“ die heutige Struktur und Position des Landes nachhaltig geprägt hat.

  • Historische Ausgangslage und ökonomische Ideologie der Chicagoer Schule
  • Transformation des chilenischen Wirtschaftssystems nach 1973
  • Analyse der agrar- und landwirtschaftlichen Umstrukturierungen
  • Untersuchung der Sozialpolitik und der resultierenden sozialen Ungleichheit
  • Bewertung der langfristigen Auswirkungen auf die chilenische Demokratie und Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

1.2 Der Neoliberalismus nach Friedmann und die Theorien der Chicago Boys

Wenn man die Veränderung Chiles verstehen möchte, ist es wichtig sich den Neoliberalismus und seine Grundpfeiler noch einmal zu vergegenwärtigen und vor allem die Ausrichtung der Chicagoer Schule näher zu betrachten, dessen „Spiritus Rector“ Milton Friedman war. Für die Chicagoer Schule war der Markt kein von Menschen instruiertes Geschehen sondern ein rein natürliches sich selbst regulierendes System, das unabhängig von sozikulturellen oder politischen Einflüssen stehen müsse. Seine Kernthese war, dass der Markt keiner Kontrolle unterliegen solle, sondern sich selbst durch die natürlichen Marktkräfte reguliere. Den Menschen sah Friedmann als „Homo oeconomicus“ der aufgrund seiner natürlichen Veranlagung immer danach strebe sich selbst zu bereichern.

Friedmann war überzeugt das wenn man den „Homo oeconimicus“ und die Kräfte des Marktes ganz sich selbst überlässt die „Unsichtbare Hand“ sowohl für Wohlstand als auch für den notwenigen Fortschritt sorgen würde. Jegliche Einmischung des Staates sah er als negativ an. Milton Friedman und seine Schüler standen nun vor einem Problem: ihre Theorie vom freien Markt war empirisch nicht zu belegen. Chile bot die einmalige Möglichkeit die Effizienz dieser Theorie anhand von praktischer Anwendung zu belegen. Es war also naheliegend das exakt an diesem Punkt angesetzt wurde, nachdem die sogenannten „Chicago Boys“ nach Chile berufen wurden, um Friedmans monetaristischen Theorien in die Praxis zu überführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Ziel der Arbeit vor, die Auswirkungen des Neoliberalismus auf Chile zu untersuchen, und erläutert die politisch-ökonomischen Ausgangsbedingungen vor der Ära Pinochet.

1.1 Ausgangsvoraussetzungen für den Siegeszug des Neoliberalismus: Hier wird die politische Entwicklung unter den Regierungen Frei Montalva und Allende analysiert, die durch Verstaatlichungen und eine sozialistische Orientierung geprägt war.

1.2 Der Neoliberalismus nach Friedmann und die Theorien der Chicago Boys: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen der Chicagoer Schule und die Rolle der „Chicago Boys“ bei der Implementierung dieser Theorien in Chile.

2. Beginn der Neoliberalen Herrschaft unter Pinochet: Der Fokus liegt auf der Machtübernahme durch Pinochet, der damit verbundenen politischen Repression und der Einführung der „Schocktherapie“ zur Wirtschaftssanierung.

2.1 Wirtschaftliche Umstrukturierung: Dieses Kapitel beschreibt die radikale Transformation der chilenischen Wirtschaft, einschließlich der Privatisierung staatlicher Betriebe und der Öffnung für den Weltmarkt.

2.2 Agrar- und Landwirtschaft: Hier wird die Rückabwicklung der Agrarreform von Allende zugunsten eines kapitalistisch ausgerichteten Agrarsektors thematisiert.

2.3 Sozialpolitik: Der Abschnitt beleuchtet die sozialpolitischen Maßnahmen des Regimes und zeigt auf, wie diese zur Verschärfung der sozialen Ungleichheit beitrugen.

3.Chile heute: Dieses Kapitel reflektiert die Transformation Chiles nach dem Ende der Diktatur und die Persistenz der neoliberalen Strukturen im demokratischen System.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der neoliberalen Entwicklung in Chile zusammen, die zwar Wirtschaftswachstum brachte, jedoch mit massiven sozialen Kosten einherging.

Schlüsselwörter

Neoliberalismus, Chile, Pinochet, Chicago Boys, Milton Friedman, Wirtschaftssanierung, Privatisierung, Soziale Ungleichheit, Marktwirtschaft, Schocktherapie, Allende, Exportorientierung, Sozialpolitik, Weltmarkt, Transformation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einführung und die langfristigen Folgen des neoliberalen Wirtschaftsmodells in Chile während und nach der Herrschaft von General Pinochet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der wirtschaftlichen Umstrukturierung, der Transformation der Landwirtschaft, der Sozialpolitik unter Pinochet sowie der Bewertung des chilenischen Wirtschaftsmodells im internationalen Vergleich.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu erklären, wie der Neoliberalismus die Entwicklung Chiles beeinflusst hat und ob das Modell trotz des ökonomischen Erfolgs eine nachhaltige soziale und politische Stabilität gewährleistet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der ökonomischen Ideologie der Chicagoer Schule und einer Untersuchung der politischen sowie ökonomischen Faktenlage im historischen Kontext Chiles.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Machtübernahme Pinochets, der praktischen Anwendung der „Schocktherapie“, der radikalen Umgestaltung von Wirtschaft und Landwirtschaft sowie der Kritik an der sozialpolitischen Ausrichtung des Regimes.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neoliberalismus, Chicago Boys, Privatisierung, soziale Ungleichheit und Marktwirtschaft.

Welchen Einfluss hatten die „Chicago Boys“ konkret auf Chile?

Sie fungierten als wirtschaftliche Berater und setzten Friedmans monetaristische Theorien um, indem sie den Markt deregulierten, Zölle senkten und eine drastische Sparpolitik einführten.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Staates im chilenischen Modell?

Der Autor stellt fest, dass in Chile der Markt über den Staat dominiert, was gesellschaftliche Bereiche wie Bildung und Soziales zunehmend privatisiert hat.

Hat sich durch die Privatisierung die Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung verbessert?

Nein, die Arbeit zeigt, dass die Abschaffung der Landarbeitergewerkschaften und die Bevorzugung von Großinvestoren zu einer Verarmung der Landbevölkerung führten.

Gibt es laut der Arbeit eine „Erfolgsgeschichte“ des chilenischen Modells?

Die Arbeit erkennt das Wirtschaftswachstum und die Modernisierung an, betont jedoch, dass diese „Schattenseiten“ wie enorme soziale Unterschiede und ökologische Belastungen mit sich brachten.

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Details

Title
Chile und die Folgen des Neoliberalismus
College
University of Göttingen  (Politikwissenschaft)
Grade
1,7
Author
Finn Titze (Author)
Publication Year
2015
Pages
14
Catalog Number
V375884
ISBN (eBook)
9783668525030
ISBN (Book)
9783668525047
Language
German
Tags
Chile Neoliberalismus Friedmann Chicago Boys Politik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Finn Titze (Author), 2015, Chile und die Folgen des Neoliberalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375884
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