Stand der Suche nach der Arche Noah


Referat (Ausarbeitung), 2015
12 Seiten, Note: 2,1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

2.Ausarbeitung des Themas
2.1 Fakten zur Arche
2.1.1 Wortbedeutung
2.1.2 Material
2.1.3 Form und Maße
2.1.4 Fläche und Raum
2.2 Stand der Suche nach der Arche
2.2.1 Die Suche der Arche auf dem Ararat
2.2.2 Die Suche der Arche auf dem Cudi
2.2.3 Die Suche der Arche bei Doğubeyazit

3. Zusammenfassung

4. Quellenverzeichnis
4.1 Literaturverzeichnis
4.2. Internet

1. Einführung in das Thema

Die Ausarbeitung beschäftigt sich im ersten Teil mit der Arche Noah im Allgemeinen. Dabei wird vor allem ihr Aufbau untersucht. Im zweiten Teil, der auch den Schwerpunkt der Ausarbeitung bildet, soll es speziell um den Stand der Suche nach der Arche Noah gehen. Dabei werden verschiedene Theorien verfolgt und bewertet. Andere Fragen, die sich im Laufe der Auseinandersetzungen ergeben, können nur angerissen oder gar nicht behandelt werden. Solche Fragen sind z.B. ob ein solches Bauwerk mit den technischen Mitteln der damaligen Zeit möglich gewesen wäre? Wie die Ausbreitung der Tiere nach der Sintflut verlief? Oder ob andere Quellen oder geologische Hinweise auf die Sintflut hindeuten.

Das Thema hat eine große Relevanz, denn die Geschichte der Arche Noah ist eine der bekanntesten und gleichzeitig angefochtensten der Bibel. Dies ist erkennbar an den unzähligen Filmen, Büchern, Spielzeugen, etc. die diesem Thema gewidmet wurden. In den Niederlanden gibt es sogar einen originalgetreuen Nachbau der biblischen Arche.[1] Wenn die Geschichte, wie sie in der Bibel beschrieben ist, wahr ist, dann ist erstaunlich, wie Gott einen Bauplan für ein Schiff vorgab, dass auf dem größten Gewässer das es je gab, mit der wertvollsten Fracht aller Zeiten unterwegs war. Weiterhin wurde es von einem Laien gebaut und ist doch zum bekanntesten Schiff aller Zeiten geworden.[2] Es ist aber nicht nur eine Geschichte der Superlative, mit dem Fund der Arche Noah würde auch die Glaubwürdigkeit der Bibel nachgewiesen. In diesem Zusammenhang müssten auch der biblische Schöpfungsbericht und das Alter der „Schöpfung“ neu überdacht werden.

2.Ausarbeitung des Themas

2.1 Fakten zur Arche

Nachdem Gott beschlossen hatte die Sintflut zu schicken gab er Noah, der Gnade vor Gott gefunden hatte, in nur 3 Versen (Gen 6,14-16)[3] die Bauanleitung für die Arche:

14 - Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern darin und verpiche ihn mit Pech innen und außen.
15 - Und mache ihn so: Dreihundert Ellen sei die Länge, fünfzig Ellen die Breite und dreißig Ellen die Höhe.
16 - Ein Fenster sollst du daran machen obenan, eine Elle groß. Die Tür sollst du mitten in seine Seite setzen. Und er soll drei Stockwerke haben, eines unten, das zweite in der Mitte, das dritte oben.

Diese Verse dienen als Grundlage aller folgenden Angaben.

2.1.1 Wortbedeutung

Die Bezeichnung Arche ist vom lateinischen arca abgeleitet, was so viel bedeutet wie Kasten. Im hebräischen steht hier das Wort tebah, dies wird auch für das Rohrkästchen verwendet, indem Mose ausgesetzt wurde (Ex 2,3.5).[4]

2.1.2 Material

Im hebräischen steht im Vers 14 als Bezeichnung der Holzsorte gopher. Dies ist eine Holzsorte, die heute nicht mehr bekannt ist[5]. Luther übersetzte deswegen hier Tannenholz. Es wird aber vermutet, dass es sich um eine Zypressenart handelte, denn dieses Holz ist besonders wasserbeständig und wurde auch von den Phöniziern und später von Alexander dem Großen für den Schiffsbau verwendet. Eine andere Erklärung sieht in dem hebräischen gopher einen Vergleich zum aramäischen Stammwort, was so viel wie laminiertes Holz bedeuten würde. Diese Art Sperrholz würde Gewichtseinsparung und hohe Festigkeit gewährleisten.[6] Das Material wurde jedenfalls mit Pech wasserdicht gemacht.

2.1.3 Form und Maße

Wenn man davon ausgeht, dass eine Elle ca. 45 cm entspricht,[7] ergeben sich für die Arche nach Gen 6,15 folgende Maße. Sie ist 135m lang, 22,5m breit und 13,5m hoch. Interessant ist, dass das Verhältnis zwischen Länge und Breite (6 zu 1) auch heute noch im Schiffsbau als optimales Verhältnis betrachtet wird. Die Arche ist im Vergleich zwar nur halb so lang wie die Titanic, hätte aber durch ihre Maße und Form eine sehr ähnliche Wasserverdrängung gehabt.[8] Interessant ist auch, dass bis zum Jahr 1932 nur 1% aller gebauten Schiffe größer als die Arche waren[9]. Weiter geht aus dem Bibeltext hervor, dass im inneren 2 Zwischenböden eingezogen wurden, sodass 3 Etagen mit einzelnen Kammern entstehen. Diese Zwischenböden dienen gleichzeitig zur Stabilisierung des Rumpfes. Außerdem hat das Schiff an der Seite im Rumpf eine Tür und oben ein Fenster. Für dieses Fenster sehen andere Wissenschaftler die Übersetzung Dach oder Lichtöffnung als geeigneter an.[10] Werner Gitt geht davon aus, dass es sich entgegen der meisten Darstellungen der Arche, tatsächlich um eine Kastenform gehandelt hat. Denn dies ist die einfachste Bauweise und aufgrund der Anforderungen, dass das Schiff nicht steuerbar oder stromlinienförmig (d.h. schnell und effizient) sein muss, auch völlig ausreichend.[11] Weiter weißt er in vielen Berechnungen aus der Sicht eines Schiffkonstrukteurs nach, dass die Arche eine optimale Wasserverdrängung gehabt hätte und im Gegensatz zu dem im Gilgamesch-Epos beschriebenen Schiff definitiv schwimmen konnte. Wenn die Sintflut-Geschichte, wie es die kritische Theologie behauptet, ein erst im 6. Jahrhundert vor Christus aufgeschriebener Mythos ist, bleibt dennoch die Frage bestehen, wie der Schreiber Maße angeben konnte, die nach heutigen digitalen Berechnungen als optimal gelten.[12]

2.1.4 Fläche und Raum

Durch die Maßangaben lässt sich der Bruttoraumgehalt auf fast 40.000 Kubikmeter berechnen. Durch die Aufteilung in 3 Decks entsteht so eine Bodenfläche von ca. 8900 m².[13] Vergleichbar ist dieses Fassungsvermögen mit 522 Viehwaggons, die jeweils für 240 Schafe Platz bieten. Die Arche hätte also Platz für über 125.000 Schafe gehabt. Da das „Durchschnittstier“ sogar kleiner als ein Schaf ist und mit nur 16.000 Tieren auf der Arche gerechnet wird, bleibt also genügend Platz für Insekten, die Menschen, Futter und Auslauf der Tiere.[14]

2.2 Stand der Suche nach der Arche

2.2.1 Die Suche der Arche auf dem Ararat

Die Suche nach der Arche wird durch den biblischen Bericht aus Gen 8,4 geleitet. Dort heißt es: „ Am siebzehnten Tag des siebenten Monats ließ sich die Arche nieder auf das Gebirge Ararat.“ Das Ararat Gebirge erhebt sich 5165 Meter hoch über die Grenzen der Länder Russland, Iran und die Türkei. Durch die Geschichte hindurch gibt es immer wieder Berichte über den Fund der Arche.[15]

Der älteste Bericht stammt wohl von Flavius Josephus, einem Historiker des 1. Jahrhunderts der sich auf den babylonischen Priester Berossos (475 v. Chr.) beruft, der bezeugt, dass Überreste der Arche auf dem Berg der Kurden zu finden sind. Auch die Kirchenväter berichten ähnliches.[16]

Bis ins 19. Jahrhundert gibt es kaum Berichte über die Suche nach der Arche. Dies liegt wahrscheinlich an der Überlieferung eines Mönches, der im 6. Jahrhundert nach Christus gelebt haben soll. Dieser wollte auf den Berg Ararat steigen um die Arche zu suchen. Ihm wurde dies allerdings von Gott verboten um das Schiff zu erhalten. So kehrte er um und bekam als Dank für seinen Gehorsam von Gott ein Stück Holz der Arche geschenkt. Dieses liegt bis heute in der Kathedrale des Klosters Etschmiadsin. Dieses Verbot wurde hinfort tradiert und so blieben weitere Expeditionen zum Ararat vorerst aus.[17]

Eine Ausnahme bildet der Bericht von Jan Struys, der 1670 einen Eremiten auf dem Ararat besuchte, der ihm ein Holzkreuz schenkte und versicherte, dass es aus dem Holz der Arche stamme. Ein Kloster in dem das Holz der Arche aufbewahrt wurde, fiel allerdings 1840 einem Erdbeben zum Opfer.

Im 19. Jahrhundert nahm die Suche nach der Arche wieder zu. So brachen im Jahre 1856 britische Gelehrte auf und fanden die Arche. Sie legten allerdings einen Eid ab, dass sie davon nicht sprechen würden. Einer der Gelehrten und ein Führer dieser Expedition brachen allerdings unabhängig voneinander auf dem Sterbebett ihr Schweigen.[18] 1876 fand dann ein Lord Bryce bei einer Exkursion im Ararat Gebirge auf 4500m Höhe ein Stück Holz, dass er als Balkenwerk der Arche identifizierte.[19]

Auch ein Armenischer Junge (George Ucell genannt) bestieg mehrmals den Ararat und sah in den Jahren 1902 und 1904, in denen es warme Sommer gab, Teile der Arche aus dem Eis ragen.[20]

Während des ersten Weltkrieges sah der russische Flieger W. Roskowitsky 1916 beim Überfliegen des Gebirges die Trümmer eines alten Schiffes. Daraufhin wurde vom Zaren eine Expedition ausgesandt, welche die Spuren fand und in einem Bericht eine Übereinstimmung mit der in der Bibel beschriebenen Arche festhielt. Leider ging dieser Bericht während der russischen Revolution 1917 verloren.[21]

Der Franzose Navarra besuchte den Berg in den Jahren 1952,1953 und 1954 und fand in einem Loch im Eisfeld ein großes Stück von fast schwarzem Holz. Dies ist in einem baumlosen Gebiet schon ein bemerkenswerter Fund.[22] Später stellte sich allerdings heraus, dass Navarra den Fund des Balkens inszeniert hatte.[23]

[...]


[1] R. Graber, Arche Noah: Neue Spekulationen, Factum, 26. Jg., 03/2006, 36-37. 37.

[2] Prof. Dr. Ing. W. Gitt, Das sonderbarste Schiff der Weltgeschichte, Fundamentum, Zeitschrift der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel, 21. Jg., 03/2000, 36-81. 37.

[3] Alle Bibelzitate sind entnommen aus: Die Bibel, Nach der Übersetzung Martin Luthers, Bibeltext in der revidierten Fassung von 1984, Verfügbar über: http://www.bibleserver.com. Datum des Zugriffs: 20.04.16.

[4] Vgl. F. Rienecker, G. Maier (Hg.), Arche, in: Lexikon zur Bibel, Witten 2013, 89.

[5] Vgl. Gopherholz, in: Bibelkommentare.de, Verfügbar über: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page= dict&article_id=220&jumped_id=, Datum des Zugriffs: 20.04.16.

[6] Vgl. Arche Noah in: Wikipedia.org, Die freie Enzyklopädie, Verfügbar über: https://de.wikipedia.org/wiki/ Arche_Noah, Datum des Zugriffs: 20.04.16.

[7] F. Rienecker, Maße und Gewichte, in: a.a.O., 781-783, 781.

[8] Vgl. Arche Noah in: Wikipedia.org, a.a.O.

[9] Vgl. Prof. Dr. Ing. W. Gitt, a.a.O., 41.

[10] Vgl. F. Rienecker, Arche, in: a.a.O., 89.

[11] Vgl. Prof. Dr. Ing. W. Gitt, a.a.O., 50.

[12] Vgl. ebd., 79

[13] Vgl. Arche Noah in: Wikipedia.org, a.a.O.

[14] Vgl. D. Batten (Hg.), Fragen an den Anfang, Die Logik der Schöpfung, Bielefeld 2004,187-189.

[15] Vgl. Glahouwer W.J.J., So entstand die Welt, Bielefeld 1993,150-151.

[16] Vgl. ebd., 151.

[17] Vgl. André Parrot, Bibel und Archäologie I, Sintflut und Arche Noahs, Der Turm von Babel, Ninive und das Alte Testament, Zollikon-Zürich 1955, 50-51.

[18] Vgl. Glahouwer W.J.J., a.a.O., 151.

[19] Vgl. André Parrot, a.a.O., 51.

[20] Vgl. Glahouwer W.J.J., a.a.O., 151.

[21] Vgl. André Parrot, a.a.O., 51.

[22] Vgl. Glahouwer W.J.J., a.a.O., 152.

[23] Vgl. Arche Noah in: Wikipedia.org, a.a.O.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Stand der Suche nach der Arche Noah
Hochschule
Theologisches Seminar Adelshofen
Note
2,1
Autor
Jahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V375929
ISBN (eBook)
9783668524705
ISBN (Buch)
9783668524712
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stand, suche, arche, noah
Arbeit zitieren
David Rümmler (Autor), 2015, Stand der Suche nach der Arche Noah, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375929

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