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Wohnungsgenossenschaften. Entwicklung auf dem Immobilienmarkt und wesentliche Merkmale und Prinzipien

Typen von Wohnungsanbietern

Title: Wohnungsgenossenschaften. Entwicklung auf dem Immobilienmarkt und wesentliche Merkmale und Prinzipien

Term Paper , 2015 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Carsten Steinle (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Im Rahmen der Hausarbeit soll ein Einblick in die Unternehmensstruktur der Wohnungsgenossenschaften geschaffen werden. Zunächst wird ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der Genossenschaften erfolgen. Es folgt eine regionale Betrachtung der Verteilung der Wohnungsgenossenschaften in Deutschland sowie eine Beschreibung ihrer wesentlichen Merkmale und Prinzipien. Zentral, wird die Unternehmensstruktur einer Genossenschaft beschrieben, die Rechtsverhältnisse erläutert und die Unternehmensziele dargestellt. Abschließend wird die Marktsituation sowie das Entwicklungspotenzial von Wohnungsgenossenschaften am Immobilienmarkt betrachtet und analysiert.

Etwa 2000 Wohnungsbaugenossenschaften sind als Anbieter auf dem Immobilienmarkt vertreten. Neben den privaten Wohnungsanbietern, kommunalen Wohnungsunternehmen und sonstigen Wohnungsanbietern, werden sie durch ihre Prinzipien und Unternehmensziele als Anbieter immer angesehener. Ihr Ziel ist es, durch strategische sowie geschäftspolitische Entscheidungen die Wohn- und Lebensqualität der Menschen zu verbessern und langfristig zu sichern – etwa durch die Errichtung von attraktivem, barrierefreien sowie bezahlbarem Wohnraum. Insbesondere die Gesellschaftsform der Genossenschaften verfolgt diesen Grundsatz im Interesse ihrer Mitglieder.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung der Wohnungsgenossenschaften

2.1 Die regionale Verteilung der Wohnungsgenossenschaften

2.2 Merkmale und Prinzipien von Wohnungsgenossenschaften

3. Aufbau und Gründung einer Genossenschaft

3.1 Gründung einer Genossenschaft – rechtlichen Rahmenbedingungen und die Anmeldung ins Genossenschaftsregister

3.2 Die Organe einer Genossenschaft

3.2.1 Aufsichtsrat

3.2.2 Vorstand

3.2.3 Generalversammlung

4. Unternehmensziele / Haftung / Gewinnverteilung

4.1 Unternehmensziele

4.1.1 Hauptziel: Wirtschaftliche Förderung der Mitglieder

4.1.2 Ökonomisches Ziel

4.1.3 Soziale und kulturelle Leistungen

4.2 Haftung

4.2.1 Vorstand

4.2.2 Aufsichtsrat

4.2.3 Mitglieder

4.3 Gewinn- und Verlustverteilung

5. Wohnungsgenossenschaften auf dem Immobilienmarkt und deren Zukunftsaussichten

5.1 Marksituation

5.2 Entwicklungspotenzial und Zukunftsaussichten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Unternehmensstruktur sowie die historische Entwicklung und gegenwärtige Rolle von Wohnungsgenossenschaften als Anbieter auf dem Immobilienmarkt. Dabei wird analysiert, wie diese spezifische Organisationsform durch ihre genossenschaftlichen Prinzipien und Unternehmensziele dazu beiträgt, Wohn- und Lebensqualität langfristig zu sichern.

  • Historische Entstehung von Wohnungsgenossenschaften als Antwort auf soziale Notlagen.
  • Struktureller Aufbau und die rechtlichen Grundlagen der Genossenschaftsorgane.
  • Genossenschaftliche Prinzipien, insbesondere das Identitätsprinzip und die Mitgliederförderung.
  • Marktanalyse zur aktuellen Situation und Zukunftsfähigkeit von Wohnungsgenossenschaften.

Auszug aus dem Buch

2. Entwicklung der Wohnungsgenossenschaften

Die ersten Wohnungsgenossenschaften entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts. Aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung in Deutschlands herrschte Wohnungsknappheit in den Städten, da die Einwohnerzahl innerhalb kürzester Zeit stark anstieg. Die Städte konnten die Nachfrage an Wohnraum nicht bedienen, weshalb eine Lösung gefunden werden musste um der Wohnungsnot entgegen zu wirken. Der Politiker Victor Aimé Huber unterstütze demnach verstärkt die Gründung von Wohnungsgenossenschaften, aufgrund der schlechten Wohnverhältnisse für vor allem Industriearbeiter. Victor Aimé Huber erstellte Konzepte im Wohnungsbau und ermöglichte somit den Arbeitern durch die Gründung von Wohnungsgenossenschaften und Wohnungsgesellschaften, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum zu erschaffen.1 Die Novellierung des Genossenschaftgesetztes im Jahr 1889 brachte einen Aufschwung der Wohnungsgenossenschaften mit sich, da das Haftungsrisiko der Mitglieder auf ihre Geschäftsanteile reduziert wurde.2 Somit waren nach Ende des deutschen Kaiserreiches im Jahre 1918 bereits ca. 1400 Wohnungsgenossenschaften gegründet worden.

Eine Wohnungsnot herrschte ebenfalls nach dem 1. Weltkrieg, weshalb der Staat zusätzliche Fördermöglichkeiten für Genossenschaften schaffte. Zu dieser Zeit, schlossen sich primär von der Wohnungsnot direkt betroffene Personen zusammen, um durch Eigenleistung neuen Wohnraum zu schaffen. Fehlende liquide Mittel wurde hier durch Eigenleistungen der Mitglieder ersetzt. Den Höhepunkt in der Entwicklung der Genossenschaften, erfuhren diese im Jahr 1928, in dem Bereits über 4000 Wohnungsgenossenschaften existierten. Während der Zeit von 1933 bis 1945 schrumpfte die Anzahl der Wohnungsgenossenschaften auf rund 1600 Stück. Dies ist auf die so genannte „Gleichschaltung“ der Nationalsozialisten zurückzuführen. Hier wurden Führungsgremien der Genossenschaften durch Nationalsozialisten ersetzt, was ebenfalls einen starken Rückgang der Mitgliederzahlen mit sich führte. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurden private Wohnungsanbieter sowie Wohnungsgenossenschaften vom Staat im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus gefördert. Dies führte zu einer rasanten Erweiterung des Wohnungsbestanden. Der Staat ermöglichte den Wohnungsgenossenschaften zinsgünstige Kredite aufzunehmen um neuen Wohnraum zu erschaffen, jedoch waren an die Fördermittel gewisse Auflagen wie z.B. die Miet- und Belegungsbindung gebunden, was dem genossenschaftlichen Prinzip der Selbstbestimmung wiedersprach.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Rolle von Wohnungsgenossenschaften auf dem Immobilienmarkt und definiert die Zielsetzung der Arbeit, einen Einblick in deren Unternehmensstruktur, Geschichte und Zukunftsaussichten zu geben.

2. Entwicklung der Wohnungsgenossenschaften: Dieses Kapitel behandelt die historische Entstehung aus der Wohnungsnot des 19. Jahrhunderts und analysiert die regionale Verbreitung sowie die grundlegenden Prinzipien der Genossenschaftsform.

3. Aufbau und Gründung einer Genossenschaft: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Gründung erläutert sowie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der zentralen Organe, nämlich Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung, beschrieben.

4. Unternehmensziele / Haftung / Gewinnverteilung: Das Kapitel erläutert das genossenschaftliche Zielsystem, das insbesondere auf der Förderung der Mitglieder basiert, sowie die rechtlichen Haftungsregelungen und die Prinzipien der Gewinnverteilung.

5. Wohnungsgenossenschaften auf dem Immobilienmarkt und deren Zukunftsaussichten: Abschließend werden die aktuelle Marktsituation sowie das zukünftige Entwicklungspotenzial im Kontext von Gentrifizierung und demographischem Wandel betrachtet.

Schlüsselwörter

Wohnungsgenossenschaften, Genossenschaftsgesetz, Mitgliederförderung, Identitätsprinzip, Wohnungsmarkt, Unternehmensstruktur, Selbstverwaltung, Selbsthilfe, Wohnungsbau, Genossenschaftsorgane, Wohnungsknappheit, Immobilienbranche, Haftungsrisiko, soziale Leistungen, Gentrifizierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifische Unternehmensform der Wohnungsgenossenschaften, ihre historische Entwicklung, ihre rechtlichen Strukturen sowie ihre aktuelle und zukünftige Bedeutung auf dem Immobilienmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Kernbereichen gehören die geschichtliche Entwicklung, die Organisationsstruktur (Vorstand, Aufsichtsrat, Generalversammlung), das genossenschaftliche Zielsystem und die Haftungsregelungen gemäß Genossenschaftsgesetz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Funktionsweise und die Unternehmensstruktur von Wohnungsgenossenschaften zu vermitteln, insbesondere im Hinblick auf deren Beitrag zur Sicherung von bezahlbarem Wohnraum.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse, ergänzt durch Daten zur regionalen Verteilung, Mieterstrukturen und marktwirtschaftlichen Statistiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Entwicklung, den Aufbau und die Gründung von Genossenschaften, die Analyse der Unternehmensziele und Haftungsfragen sowie einen Ausblick auf das Marktpotenzial.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Wohnungsgenossenschaften, Identitätsprinzip, Mitgliederförderung, Genossenschaftsgesetz und soziale Wohnraumversorgung.

Welche Funktion hat das Identitätsprinzip für die Genossenschaft?

Das Identitätsprinzip beschreibt, dass die Mitglieder der Genossenschaft gleichzeitig Abnehmer und Anbieter sind, was eine starke Bindung und eine Ausrichtung der Unternehmenspolitik an den Bedürfnissen der Mitglieder bewirkt.

Wie unterscheidet sich das genossenschaftliche Zielsystem von anderen Unternehmen?

Im Gegensatz zu gewinnorientierten Unternehmen steht bei Genossenschaften das Ziel der wirtschaftlichen Förderung der Mitglieder durch die Bereitstellung von sicherem und bezahlbarem Wohnraum im Vordergrund.

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Details

Title
Wohnungsgenossenschaften. Entwicklung auf dem Immobilienmarkt und wesentliche Merkmale und Prinzipien
Subtitle
Typen von Wohnungsanbietern
College
EBZ Business School – University of Applied Sciences
Course
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Grade
2,3
Author
Carsten Steinle (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V375937
ISBN (eBook)
9783668527201
ISBN (Book)
9783668527218
Language
German
Tags
Genossenschaften Wohnungsbaugenossenschaften Immobilienanbieter Immobilien Wohnungsanbieter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carsten Steinle (Author), 2015, Wohnungsgenossenschaften. Entwicklung auf dem Immobilienmarkt und wesentliche Merkmale und Prinzipien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375937
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