Überblick über die Eigenschaften und Einsatzbereiche der verschiedenen Wärmedammstoffe und mögliche Maßnahmen hinsichtlich der Einsparung von Energie durch Wärmedämmung


Studienarbeit, 2016
26 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bauphysikalische Grundlagen, technische Eigenschaften und Normen
2.1 Thermische Eigenschaften
2.1.1 Wärmeschutz
2.1.2 Wärmespeicherfähigkeit
2.2 Hygrische Eigenschaften
2.2.1 Diffusionswiderstand
2.2.2 Wasseraufnahmevermögen
2.3 Brandschutz
2.4 Primärenergieinhalt / Primärenergieverbrauch
2.5 Dämmstoff Normen

3. Wärmedämmstoffe - Eigenschaften und Anwendungsbereiche
3.1 Anorganisch
3.1.1 Aerogel
3.1.2 Mineralwolle
3.1.3 Schaumglas
3.2 Organisch
3.2.1 Holzfaser
3.2.2 Polystyrol (EPS/XPS)
3.2.3 Polyurethan

4. Bewertungskriterien
4.1 Ökonomie
4.2 Ökologie

5. Schlussbetrachtung

A. Anhang
A.1. Anwendungsgebiete von Dämmstoffen nach DIN 4108-10
A.2. Normen für werkmäßig hergestellte Dämmstoffe
A.3. Harmonisierte Normen für an der Verwendungsstelle hergestellte Dämmstoffe
A.4. Normen für Dämmstoffe für die technische Gebäudeausrüstung

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Gesetze

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Bereich der Wärmeleitfähigkeiten von dämmenden Baustoffen

Abbildung 2: Prinzip der Wasserdampfdurchlässigkeit

Abbildung 3: Aerogel in Matten und Granulatform

Abbildung 4: Minerallwolle in Rollenform

Abbildung 5: Dämmstoffplatte aus Schaumglas

Abbildung 6: Dämmstoffplatte aus Holzfaser

Abbildung 7: Dämmplatten aus Polystyrols EPS/XPS

Abbildung 8: Dämmplatte aus Polyurethan

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Feuerwiderstandsklassen

Tabelle 2: Eigenschaften Aerogel

Tabelle 3: Eigenschaften Mineralwolle

Tabelle 4: Eigenschaften Schaumglas

Tabelle 5: Eigenschaften Holzfaser

Tabelle 6: Eigenschaften Polystyrol

Tabelle 7: Eigenschaften Polyurethan

Tabelle 8: Rechenbeispiel einer Wärmedämmmaßnahme

1. Einleitung

Steigende Energiekosten sowie der Klimawandel erfordern es, über mögliche Einsparpoten- ziale nicht nur Nachzudenken, sondern auch konkrete Schritte zu unternehmen. Somit sind, zur Verminderung der Energiekosten und Energieverbrauchs von Gebäuden, Wärmedämm- stoffe ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Wärmedämmstoffe übernehmen ne- ben den Einsparungen auch weitere wichtige Funktionen für den Endnutzer wie z. B. den Werterhalt des Gebäudes. Eine ausreichende Dämmung schützt die Bausubstanz vor Feuch- tigkeit und Frostschäden und sorgt zudem für ein wohnhygienisches und behagliches Raum- klima. Allein für die Raumwärme in Wohngebäuden wird bis zu 85 % der eingesetzten Ener- gie verwendet. Ist eine Gebäudehülle schlecht oder überhaupt nicht gedämmt, geht ein Großteil dieser Heizwärme verloren. Durch das durchführen von geeigneten Wärmedämm- maßnahmen der Gebäudehülle kann somit der Verlust stark reduziert werden. In vielen Tei- len von Wohngebäuden finden Wärmedämmstoffe Anwendung. Zu den wichtigsten Ein- satzbereichen zählt primär die energetische Modernisierung von Bestandsimmobilien sowie die Wärmedämmung im Neubau.1 Für die Dämmung von Gebäudeteilen wie z. B. der Au- ßenfassade, der Kellerdecke oder des Daches sind eine Vielzahl von Wärmedämmstoffen auf dem Markt erhältlich. Die Vielfalt die verschiedensten Wärmedämmstoffe und Produk- ten ermöglichen dem Nutzer optimale wärmetechnische Lösungen umzusetzen. Werden die Wärmedämmmaßnahmen fachgerecht und nach der Norm ausgeführt, kann die Energieef- fizienz des Gebäudes gesteigert werden, Bauteile geschützt und der Wohnkomfort nachhal- tig verbessert werden.2

Ziel dieser Studienarbeit ist es, einen Überblick über die Eigenschaften und Einsatzbereiche der verschiedenen Wärmedämmstoffe zu erhalten sowie mögliche Maßnahmen hinsichtlich der Einsparung von Energie durch Wärmedämmung aufzuzeigen. Aufgrund der herrschen- den Heterogenität in der Bauweise / Technik des Immobilienbestands kann jedoch keine pauschale Aussage über ein / en funktionierenden Wärmedämmstoff / System gegeben wer- den. Bei der Auswahl der Maßnahmen ist neben den Investitionsmöglichkeiten auch die sinnvolle Reihenfolge zu beachten. Dies setzt neben bauphysikalischen Grundkenntnissen ebenfalls eine gewisse Marktkenntnis voraus. Neben den bauphysikalischen Grundlagen, den technischen Eigenschaften und den Normen von Wärmedämmstoffen wird in dieser Studi- enarbeit auf die Anwendungsbereiche eingegangen. Somit lassen sich letztendlich Wärme- dämmstoffe hinsichtlich ihrer Ökonomie und Ökologie bewerten.

2. Bauphysikalische Grundlagen, technische Eigen- schaften und Normen

Bei der Verarbeitung von Wärmedämmstoffen sollten zuvor die bauphysikalischen und tech- nischen Eigenschaften begutachtet werden, denn nicht jeder Dämmstoff ist für jedes Ein- satzgebiet geeignet. Im Folgenden werden die wichtigsten Eigenschaften und Kennwerte von Wärmedämmstoffe erläutert und dargestellt um anschließend die Stoffe in ihrer Eigenschaft bewerten zu können.

2.1 Thermische Eigenschaften

Unter thermischen Eigenschaften von Dämmstoffen versteht man, in wie weit ein Dämm- stoff Bauteile vor Wärme schützen oder Wärme speichern kann. Der Wärmeschutz und die Wärmespeicherfähigkeit sind somit ausschlaggebend um ein behagliches Wohnklima zu er- halten.

2.1.1 Wärmeschutz

Ziel des Wärmeschutzes ist den Wärmeverlust zu minimieren und damit die Einsparung von Energie zu erreichen.3 Dies kann durch die Verwendung von wärmedämmenden Baustoffen oder durch eine geeignete Wärmedämmung erreicht werden. Der Wärmeschutz darf nicht isoliert betrachtet werden, denn jede Maßnahme zum Schutz von Feuchtigkeit an Bauteilen, dient zugleich dem Wärmeschutz.4 Der Wärmeschutz eines Gebäudes dient jedoch primär dazu, den Wärmedurchlass der Gebäudehülle zu verringern. Es ist zunächst festzustellen wie der Wärmedurchlass / Wärmetransport definiert wird. Physikalisch wird der Wärmedurch- lass durch den Wärmedurchgangskoeffizienten, auch genannt U-Wert, dargestellt.5 Um den U-Wert zu berechnen, sind Bemessungswerte der Wärmeleitfähigkeit (λ) erforderlich. Die Berechnung des U-Werts erfolgt in Deutschland nach der DIN 4108-4.6 Je geringer die Wär- meleitfähigkeit (λ) eines Dämmstoffes, desto höher ist der zu erreichende Wärmeschutz. Ein kleiner U-Wert spricht somit für eine gut gedämmt Gebäudehülle. Der U-Wert in W/(m²K) gibt an, wie viel Wärmemenge durch einen Quadratmeter eines Bauteils durchdringt. Die Angabe ist bezogen auf eine Temperaturdifferenz der an das Bauteil angrenzenden Luft (au- ßen; innen) von 1 Kelvin (da die Messeinteilungen von Kelvin und Grad Celsius identisch sind, entspricht dies 1°C).7 Neben dem U-Wert sollten jedoch weitere Kriterien wie z. B. die Wandfeuchtigkeit oder die Speicherfähigkeit betrachtet werden, da der U-Wert eine unvoll- ständige Aussagekraft besitzt.

In nachfolgender Abbildung wird die Wärmeleitfähigkeit verschiedener Dämmstoffe ersicht- lich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Bereich der Wärmeleitfähigkeiten von dämmenden Baustoffen8

2.1.2 Wärmespeicherfähigkeit

Um eine übermäßige Erwärmung oder Auskühlung und kurzfristige Temperaturschwankun- gen zu vermeiden, ist ein Wärmedämmstoff mit einer guten Wärmespeicherfähigkeit wich- tig.9 Die Speicherfähigkeit eines Wärmedämmstoffes wird durch die Rohdichte und die Wär- mespeicherkapazität bestimmt.10 Im Sommer entsteht eine geringere Erwärmung, je spei- cherfähiger die Bausubstanzen sind, welche mit der Raumluft in Kontakt stehen. Holzfa- serdämmstoffe besitzen im Vergleich zu Mineral- und Polyesterfasern eine hohe Wärmespei- cherfähigkeit. Errechnet wird die Wärmespeicherfähigkeit s [KJ/m[3]K] des Wärmedämm- stoffes mit der Multiplikation der Einbaudichte ρ [kg/m³] und der Wärmekapazität c [Wh/(kgK)].11 Eine Kombination aus einem speicherfähigen Dämmstoffe in innenliegenden Bereichen und einem wärmedämmenden Stoff im Außenbereich führen zu einem behagli- chen Wohnklima.

2.2 Hygrische Eigenschaften

Die Dämmwirkung wird durch feuchte Wände oder feuchtes Dämmmaterial enorm beein- trächtigt. Daher ist bei der Verwendung von Wärmedämmstoffen darauf zu achten, dass diese trocken gelagert und verarbeitet werden. Eine dauerhafte Feuchtigkeit in der Gebäu- dehülle fördert die Schimmel- und Schwammbildung und gefährdet den Erhalt des Gebäu- des. Bei der Ausführung von Dämmmaßnahmen müssen die Materialien so verarbeitet werden, dass die eindringende Feuchtigkeit problemlos abtransportiert werden kann oder erst gar keine Feuchtigkeit entsteht. Nicht jeder Dämmstoff ist für feuchte Anwendungsbereiche geeignet. Um einen geeigneten Dämmstoff für diese Bereiche zu finden, ist der Diffusionswiederstand sowie das Wasseraufnahmevermögen zu betrachten.

2.2.1 Diffusionswiderstand

Eine Eigenschaft von Baustoffen ist es, für Wasserdampf weitestgehend durchlässig zu sein. In wie weit ein Dämmstoff diffusionsfähig12 ist, hängt von den verarbeiteten Materialien und der Dicke der Schichten ab. Als Diffusionswiederstand einer Schicht gibt man die Luftdicke in Metern an, die der Diffusion13 denselben Widerstand entgegensetzten würde wie die be- treffende Schicht des Baustoffes. Je mehr Wasserdampf auf dem Weg durch ein Baustoff (in der Regel von der warmen zur kalten Seite) gebremst wird, desto höher ist der in µ angege- bene Wert.14 Bei offenporigen Konstruktionen wird ein Möglichst niedriger µ-Wert angege- ben, da hier die feuchte Luft schnell und ungehindert durch den Baustoff strömen soll. Ab- bildung 2 zeigt das Prinzip der Wasserdampfdurchlässigkeit bei einer 1m dicken Luftschicht im Vergleich zur Durchlässigkeit eines Baustoffes.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Prinzip der Wasserdampfdurchlässigkeit15

Multipliziert man die Schichtdicke eines Dämmstoffes (s) mit der Wasserdampfdiffusions- widerstandszahl (µ) so erhält man die sogenannte diffusionsäquivalente Luftschichtdicke, auch sd-Wert genannt.16 Demnach hätte zum Beispiel eine 24 cm dicke Mauerschicht aus

Ziegelsteinen (µ=8) einen sd-Wert von 1,92 m.17 In der DIN 4108-3 werden Materialien mit den sd-Werten wie folgt kategorisiert:18

- Diffusionsoffene Schicht: sd-Wert < 0,5 m
- Diffusionshemmende Schicht: 0,5 m < sd-Wert < 1500 m
- Diffusionsdichte Schicht: sd-Wer > 1500 m

2.2.2 Wasseraufnahmevermögen

Bei Dämmarbeiten ist darauf zu achten, dass in den Bereichen bei denen die Gefahr der Durchfeuchtung besteht, Dämmstoffe verarbeitet werden, welche ein geringes Wasserauf- nahmevermögen besitzen. Hierbei unterscheidet man zwischen der Aufnahme von Aus- gleichsfeuchte, also Wasserdampf und flüssigem Wasser. Der Feuchtegehalt im Dämmstoff wirkt sich auf die Wärmeleitfähigkeit aus, da Wasser eine höhere Wärmeleitfähigkeit als die Luft im Dämmstoff besitzt.19

2.3 Brandschutz

Bei der Verarbeitung von Wärmedämmstoffen sind bestimmte Brandschutzbestimmungen einzuhalten, da die Dämmmaterialien im Brandfall mehr oder weniger als Schutz für die Bewohner dient. Dämmstoffmaterialien werden in unterschiedliche Baustoffklassen gegliedert aus denen das Brandverhalten abzuleiten ist.20

- Brandschutzklasse A: Materialien die nicht brennbar sind (z. B. Beton)
- Brandschutzklasse A1: Stoffe die nicht brennbar sind, ohne organische / brenn- bare Bestandteile (z. B. Mineralwolle)
- Brandschutzklasse A2: Materialien, welche nicht brennbar sind, jedoch brennbare organische Bestandteile besitzen (z. B. Gipskartonplatten)
- Brandschutzklasse B: Brennbare Stoffe
- Brandschutzklasse B1: Schwer entflammbare Stoffe (z. B. Hartschaumkunststoffe)
- Brandschutzklasse B2: Normal entflammbar (z. B. Holzwerkstoffe > 2mm Dicke)
- Brandschutzklasse B3: Leicht entflammbar (z. B. Pappe)

Beim Brandschutz ist für Dämmmaterialien eine entsprechende Feuerwiderstandsdauer erforderlich. Die Feuerwiderstandsdauer dient dazu, dass im Brandfall genügend Zeit vorhanden ist Personen im Gebäude zu retten.

Tabelle 1: Feuerwiderstandsklassen21

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hersteller von Dämmmaterialien sind dazu verpflichtet, diese auf die Feuerwiderstandsdauer zu testen und die Bezeichnung als Packungsbeilage beizufügen.

2.4 Primärenergieinhalt / Primärenergieverbrauch

Der Primärenergieinhalt (PEI) gibt den energetischen Aufwand an, welcher zur Herstellung der Materialien benötigt wird. Der PEI ergibt sich aus dem Arbeitsaufwand (Maschinen, Arbeiter) auf der Baustelle und dem Herstellungsaufwand der genutzten Materialien.22 Als Alternative zum Primärenergieinhalt dient der Primärenergieverbrauch (PEV). Er gibt den Energieinhalt der Brennstoffe an, welcher für die Herstellung eines Wärmedämmstoffes be- nötigt wird. Hierbei werden sowohl der Verbrauch in der Rohstoffgewinnung berücksichtigt, als auch den Energieverbrauch welcher durch den Transport verursacht wird.23 Durch den PEV kann ermittelt werden, wie schnell sich eine Wärmeschutzmaßnahme aus energetischer Sicht amortisiert hat. Hierzu werden die Werte des Einsparungspotenzials des Dämmstoffes und der PEV miteinander verglichen.

2.5 Dämmstoff Normen

Wie bereits erwähnt besitzt jeder Dämmstoff unterschiedliche Eigenschaften, welche bei der Wahl des Einsatzbereiches berücksichtigt werden müssen. Damit die Sicherheit des Gebäu- des sowie die Funktion der Maßnahmen gewährleistet ist, unterliegen Dämmstoffe rechtli- chen Normen und Vorschriften. Wie in Kapitel 2.3 ist gerade die Unterteilung der Dämm- stoffe in verschiedene Brandschutzklassen besonders wichtig. Seit der Bauproduktverord- nung vom Jahr 2013 gilt für die Europäischen Mitgliedsstaaten ein verbindlicher Rechtsakt der regelt, wie der Nachweis über die produktbezogenen Eigenschaften von Dämmstoffen zu führen ist. Viele Wärmedämmstoffe besitzen bereits eine harmonisierende europäische Norm. Werden diese Normen in das deutsche Regelwerk übernommen, erhalten Sie die DIN EN-Kennzeichnung.24 Diese Produkte werden anschließend in die Bauregelliste B amtlich eingeführt. Eine Übersicht der DIN EN-Kennzeichnung ist im Anhang A.2. - A.4. beige- fügt.

3. Wärmedämmstoffe - Eigenschaften und Anwen- dungsbereiche

Bei den Arten von Dämmstoffen unterscheidet man zwischen den anorganischen Dämm- stoffen und den organischen Dämmstoffen. Anorganische Dämmstoffe bestehen aus natür- lichen oder künstlich hergestellten mineralischen Stoffen. Die organischen Dämmstoffe hin- gegen werden aus natürlichen oder synthetischen Rohstoffen erstellt. Die Anwendungsbe- reiche von Dämmstoffen werden unteranderem in der DIN 4108-10 geregelt. Eine Übersicht der Anwendungsgebiete und deren Kurzzeichen ist als Anhang A.1. beigefügt.

3.1 Anorganisch

3.1.1 Aerogel

Aerogel, auch bekannt als Nanogel, ist in Matten- oder in Granulatform erhältlich. Aufgrund der Flexibilität des Dämmstoffes ergeben sich viele Anwendungsbereiche wie z. B. im Wärme-, Schall- und Brandschutz. Das Nanogel in Mattenform wird u. a. für die Dämmung der Außenfassaden verwendet. Aufgrund der geringen Materialstärke von 12 mm Dicke je Matte und der geringen Wärmeleitfähigkeit, wird das Aerogel oft für Innendämmungen ver- wendet. Das Material ist fast transparent und sehr temperaturstabil.25 Als primären Anwen- dungsbereich sieht die DIN 4108-10 Aerogel als Dämmung von zweischaligen Wänden oder als Kerndämmung vor.

Abbildung 3: Aerogel in Matten und Granulatform26

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Eigenschaften Aerogel27

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.1.2 Mineralwolle

Unter die Bezeichnung „Mineralwolle“ fallen die Faserdämmstoffe Glaswolle und Stein- wolle. Beide zählen zu den anorganischen Dämmstoffen. Mineralwolle ist in Rollen, Platten sowie Matten erhältlich. Herkömmlich weisen diese Matten zwischen 12-240 mm Dicke auf.

Die Mineralwolle findet in vielen Anwendungsbereichen ihren Einsatz. Verstärkt wird sie für die Außendämmung von Dächern und Decken verwendet, aber auch im Bereich der Dämmung von Außenwänden findet sie ihren Einsatz. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass die Mineralwolle nicht der direkten Witterung ausgesetzt wird, sondern hinter Putz oder einer Bekleidung verarbeitet wird. Sämtliche Anwendungsbeispiele sind aus der folgenden Tabelle sowie aus der Anlage zu entnehmen.

Abbildung 4: Minerallwolle in Rollenform28

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Vgl. Dipl.- Ing. Christoph Sprengard u. a. (2012): Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe, München, S. 16.

2 Vgl. ebd., S. 16.

3 Vgl. Max Direktor (1995): Dämmung und Isolierung, München, S. 16.

4 Vgl. ebd., S. 16.

5 Vgl. Ulrich E. Stempel (2009): Dämmen und Sanieren in Alt- und Neubauten, Poing, S. 19.

6 Vgl. Dipl.- Ing. Christoph Sprengard u. a. (2012): Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe, S. 17.

7 Def. lt. Ulrich E. Stempel (2009): Dämmen und Sanieren in Alt- und Neubauten, S. 20. 2

8 Dipl.- Ing. Christoph Sprengard u. a. (2012): Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe, S. 17.

9 Vgl. Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (2009): Wärmedämmung - Vom Keller bis zum Dach, 6, Berlin, S. 13.

10 Vgl. Dipl.- Ing. Christoph Sprengard u. a. (2012): Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe, S. 17.

11 Berechnung lt. : Dämmstoffe: Einteilung und Eigenschaften der Wärmedämmstoffe für die Wärmedäm- mung, Online-Ressource http://www.waermedaemmstoffe.com/htm/eigenschaften.htm, Letzter Zugriff: 28.12.2016.

12 Für Wasserdampf durchlässig

13 Austausch von Wasserdampf- und Luftmolekülen

14 Vgl. Ulrich E. Stempel (2009): Dämmen und Sanieren in Alt- und Neubauten, S. 38.

15 ebd., S. 38.

16 Vgl. Dipl.- Ing. Christoph Sprengard u. a. (2012): Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe, S. 18.

17 Vgl. Ulrich E. Stempel (2009): Dämmen und Sanieren in Alt- und Neubauten, S. 38.

18 Vgl. Dipl.- Ing. Christoph Sprengard u. a. (2012): Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe, S. 18.

19 Vgl. Dämmstoffe: Einteilung und Eigenschaften der Wärmedämmstoffe für die Wärmedämmung.

20 Vgl. Max Direktor (1995): Dämmung und Isolierung, S. 37.

21 Ulrich E. Stempel (2009): Dämmen und Sanieren in Alt- und Neubauten, S. 43.

22 Vgl. Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (2009): Wärmedämmung - Vom Keller bis zum Dach, S. 28.

23 Vgl. Dipl.- Ing. Christoph Sprengard u. a. (2012): Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe, S. 22.

24 Vgl. ebd., S. 56 ff.

25 Vgl. ebd., S. 24.

26: Aerogel.jpg (JPEG-Grafik, 300 × 367 Pixel), Online-Ressource http://www.aerogel24.de/out/pictures/ge- nerated/product/1/665_665_75/pyrogel-xt_e(7).jpg, Letzter Zugriff: 29.12.2016.: aerogel-roh.jpg (JPEG- Grafik, 800 × 800 Pixel), Online-Ressource http://www.aerogel24.de/out/pictures/master/product/1/aero- gel-roh.jpg, Letzter Zugriff: 29.12.2016.

27 Vgl. Dipl.- Ing. Christoph Sprengard u. a. (2012): Technologien und Techniken zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden durch Wärmedämmstoffe, S. 25.

28: Mineralwolle.jpg (JPEG-Grafik, 1004 × 544 Pixel), Online-Ressource https://daemmstoffeimnetz.de/wp- content/uploads/2015/03/sg_kf4-032_140er.jpg, Letzter Zugriff: 02.01.2017.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Überblick über die Eigenschaften und Einsatzbereiche der verschiedenen Wärmedammstoffe und mögliche Maßnahmen hinsichtlich der Einsparung von Energie durch Wärmedämmung
Hochschule
EBZ Business School (ehem. Europäisches Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft)
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
26
Katalognummer
V375938
ISBN (eBook)
9783668523579
ISBN (Buch)
9783668523586
Dateigröße
1500 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wärmedämmung, Dämmung, Energetische Sanierung, Bautechnik, Energie, Anwendungsbereiche von Wärmedämmung
Arbeit zitieren
Carsten Steinle (Autor), 2016, Überblick über die Eigenschaften und Einsatzbereiche der verschiedenen Wärmedammstoffe und mögliche Maßnahmen hinsichtlich der Einsparung von Energie durch Wärmedämmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/375938

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