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Ungewissheitsvermeidung in deutsch-chinesischen Joint Ventures

Titel: Ungewissheitsvermeidung in deutsch-chinesischen Joint Ventures

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2000 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Stephan Lechner (Autor:in)

BWL - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

Die für Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in der Volksrepublik China am häufigsten gewählte Investitionsform des Equity-Joint-Ventures wird in dieser Hausarbeit im Hinblick auf die Kulturdimension der Ungewißheitsvermeidung (uncertainty avoidance) aus dem Kulturkonzept von HOFSTEDE analysiert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung der relationalen Ungewißheit, also der
Ungewißheit im Verhältnis der Joint- Venture-Partner. Diese von den Partnern perzipierte relationale Ungewißheit ist einerseits ein Teil der Wahrnehmung des Beziehungsklimas. Andererseits ist sie der Ausgangspunkt für Maßnahmen zu ihrer Reduktion, welche Teil der Partnerinteraktion sind.
Zielsetzung dieser Arbeit ist die Untersuchung der relationalen Ungewißheit im interkulturellen Kontext deutsch-chinesischer Joint Ventures unter den Aspekten des Grades der Ungewißheitsvermeidung, der sich aus der Ungewißheit ergebenden Konsequenzen und insbesondere der in der deutschen und chinesischen Kultur
angewandten Methoden der Ungewißheitsvermeidung und ihrer Auswirkungen.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Konsequenzen der Ungewißheit

4. Grad der Ungewißheitsvermeidung

5. Methoden der Ungewißheitsverringerung in Joint Ventures

5.1. Zielvereinbarung

5.1.1 Ungewißheitsreduktion durch Verträge

5.1.2 Ungewißheitsreduktion durch Beziehungen

5.2 Zielumsetzung

5.2.1 Reduktion der relationalen Ungewißheit durch Vertrauen

5.2.2 Kontrolle

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die relationale Ungewissheit im interkulturellen Kontext deutsch-chinesischer Joint Ventures, wobei der Fokus auf den Methoden zur Ungewissheitsverringerung und deren kulturell bedingten Auswirkungen liegt.

  • Analyse der Kulturdimension der Ungewissheitsvermeidung nach Hofstede.
  • Untersuchung der relationalen Ungewissheit als zentraler Aspekt der Partnerinteraktion.
  • Differenzierung der Methoden in der Phase der Zielvereinbarung und der Zielumsetzung.
  • Vergleich des westlichen und östlichen Vertrags- sowie Vertrauensverständnisses.

Auszug aus dem Buch

3. Konsequenzen der Ungewißheit

Die relationale Ungewißheit stellt wie erwähnt zunächst unmittelbar die Perzeption und Bewertung einer Situation in einer Geschäftsbeziehung dar. Dies entspricht der oben genannten Definition von Ungewißheit als einem Gefühl, d.h. der subjektiven Wahrnehmung und Beurteilung des Ungewißheitsaspektes einer Situation.

Daraus abgeleitet ergibt sich ein mehr oder minder große verspürte Notwendigkeit zur Reduktion der relationalen Ungewißheit, wie in Abb. 2 dargestellt.

Zur Reduktion der relationalen Ungewißheit lassen sich generell zwei Möglichkeiten unterscheiden: Einerseits könnte der Versuch unternommen werden, unangenehmen weil (zu) ungewissen Situationen durch Vermeidung zu entgehen. Andererseits könnte die Anwendung bestimmter Methoden im Rahmen der Partnerinteraktion die relationale Ungewißheit verringern. Im Zusammenhang mit Joint Ventures wird in dieser Arbeit davon ausgegangen, daß die Vermeidung die ultima ratio darstellt, da ihre Durchführung in der Praxis nur durch einen Abbruch der Geschäftsbeziehung möglich wäre.

Beide Möglichkeiten finden sich auch bei KUMAR/MOHR (2000): Der Zusammenhang zwischen perzipierter relationaler Ungewißheit und der Neigung zur Kooperation in der Entscheidungsphase eines Joint-Ventures wird als negativ unterstellt (Vermeidung). Der Erweb von Kenntnissen über den Partner (Methode) führt dagegen zur Ungewißheitsverringerung, was den Partner unter diesem Aspekt gesehen für eine Kooperation attraktiver macht. Gewonnene Erkenntnisse über über unerwünschte Eigenschaften des Partners wären dieser Attraktivität natürlich wiederum abträglich. Analog läßt sich für die Aufbau- und Betriebsphase vermuten, daß eine höhere perzipierte Ungewißheit c.p. zur Verringerung des "commitments" der Partners und langfristig zur Beendigung der Kooperation führen kann (Vermeidung) bzw. daß Methoden zur Verringerung der relationalen Ungewißheit zum Einsatz kommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Equity-Joint-Ventures deutscher Unternehmen in China unter dem Aspekt der kulturellen Ungewissheitsvermeidung.

2. Begriffsbestimmung: Definition von Ungewissheit, Risiko und der kulturellen Dimension der Ungewissheitsvermeidung nach Hofstede im unternehmerischen Kontext.

3. Konsequenzen der Ungewißheit: Erläuterung, wie relationale Ungewissheit zu Kooperationsproblemen führt und welche Reaktionen wie Vermeidung oder Methoden der Verringerung ausgelöst werden.

4. Grad der Ungewißheitsvermeidung: Problematisierung der UAI-Bestimmung für China und Vergleich der kulturellen Ansätze zwischen deutschen und chinesischen Partnern.

5. Methoden der Ungewißheitsverringerung in Joint Ventures: Detaillierte Betrachtung der Strategien in den Phasen der Zielvereinbarung (Verträge) und Zielumsetzung (Vertrauen und Kontrolle).

6. Fazit: Zusammenfassende Würdigung der entwickelten theoretischen Modelle und Identifikation weiteren Forschungsbedarfs.

Schlüsselwörter

Ungewissheitsvermeidung, Joint Ventures, Deutschland, China, relationale Ungewissheit, Hofstede, Guanxi, Vertrauen, Unternehmenskontrolle, Kulturdimension, interkulturelles Management, Vertragsverständnis, Kooperation, Zielvereinbarung, Zielumsetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Unternehmen in deutsch-chinesischen Joint Ventures mit der kulturellen Dimension der "Ungewissheitsvermeidung" umgehen und welche relationalen Herausforderungen dabei entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das Kulturkonzept nach Hofstede, die relationale Ungewissheit zwischen Joint-Venture-Partnern sowie die Anwendung von Verträgen, Vertrauen und Kontrollmechanismen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Einfluss der unterschiedlichen Grade der Ungewissheitsvermeidung auf die Methoden der Partnerinteraktion in deutsch-chinesischen Kooperationen zu untersuchen und systematisch darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Modellentwicklung sowie einer empirischen (jedoch quantitativ begrenzten) Befragung von deutschen und chinesischen Studenten zur Bestimmung von UAI-Werten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung relevanter Begriffe, den Versuch der UAI-Bestimmung sowie eine tiefgehende Analyse von Methoden zur Ungewissheitsreduktion, differenziert nach Zielvereinbarungs- und Zielumsetzungsphase.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ungewissheitsvermeidung, relationale Ungewissheit, Guanxi, Interkulturelles Management und Joint Ventures charakterisiert.

Warum ist die Bestimmung eines Uncertainty Avoidance Index für die VR China so schwierig?

Die Schwierigkeit liegt darin, dass China nicht Teil der ursprünglichen IBM-Studie von Hofstede war und spätere Studien aufgrund methodischer Abweichungen nur bedingt mit den Originalwerten vergleichbar sind.

Welche Rolle spielt das Konzept "Guanxi" in der Kooperation?

Guanxi fungiert in China als Netzwerk von Beziehungen, das sowohl zur sozialen Sicherheit beiträgt als auch in der Geschäftsführung als Ersatz oder Ergänzung zu formalen Verträgen zur Ungewissheitsreduktion genutzt wird.

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Details

Titel
Ungewissheitsvermeidung in deutsch-chinesischen Joint Ventures
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Betriebswirtschaftliches Institut, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Internationales Management)
Veranstaltung
Hauptseminar Internationales Management
Note
1,3
Autor
Stephan Lechner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
27
Katalognummer
V376
ISBN (eBook)
9783638102698
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch-chinesische Joint-Ventures Ungewissheitsvermeidung Uncertainty Avoidance
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Lechner (Autor:in), 2000, Ungewissheitsvermeidung in deutsch-chinesischen Joint Ventures, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376
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Leseprobe aus  27  Seiten
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