Inwiefern lässt sich der Begriff des Glücks aus dem Märchen "Hans im Glück" mit den Ansichten von Philosophen der Moderne in Verbindung bringen?

Ein Grimm'sches Märchen in philosophischer Betrachtung


Hausarbeit, 2017

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis ... II
1) Einleitung ... 1
2) Hans im Glück ... 2
a) Zusammenfassung ... 2
b)
Zum Begriff Glück im Märchen ­ Interpretation ... 3
3) Glück in der modernen Philosophie ... 4
a) John Stuart Mill ... 4
b)
Immanuel Kant ... 6
c) Friedrich Nietzsche ... 7
4) Fazit ... 9
Literaturverzeichnis... 11

II
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Die Säulen des Glücks nach Friedrich Nietzsche (erstellt von
F.R.)
...8

1
1) Einleitung
,,Glücklich ist, wer alles hat, was er will." ­ Aurelius Augustinus
Das Empfinden von Glück ist stets subjektiv und die Elemente, die uns
glücklich machen für jeden different.
Doch Umfragen zufolge, liegt das Glück stets in einem positiven Kern: Nähe,
Liebe und Zugehörigkeit. So gaben rund 64 % der Befragten einer
statistischen Erhebung zur Frage Was macht Sie glücklich? an, Glück sei für
sie Freunde um sie herum, dicht gefolgt von 63 % die das Leben in einer
Partnerschaft als Bedingung zu ihrem persönlichen Glück zählen. Neben
materiellen Dingen wie ein eigenes Haus oder Urlaub, werden zudem
immaterielle, geistige Bereicherungen wie interessante Lektüre (29 %), die
Teilhabe an kulturellem Leben (28 %) sowie die Möglichkeit zur Weiterbildung
durch Kurse und Unterricht (18 %) genannt.
1
Es ist erkennbar, dass das Glück ein sehr vielschichtiger Zustand ist, der von
jedem subjektiv aufgenommen und ausgewertet wird. Dennoch haben all
diese Einflüsse stets einen positiven Charakter gemein, Glück ist demnach
etwas Positives. So lässt es sich auch in dem Grimmschen Märchen ,,Hans im
Glück" finden. Zumindest sieht Hans sein Erlebtes auf dem Weg zu seiner
Mutter als stetes Glück an, bis ihm endlich tatsächliches Glück wiederfährt.
Es wird sich zeigen, dass Aurelius Augustinus vielleicht für sich selbst, aber
keineswegs für Hans gesprochen haben kann.
In der folgenden Hausarbeit möchte ich den Begriff des Glücks aus dem
Märchen, mit dem Glücksbegriff einer modernen Philosophie vergleichen und
werde hierfür die Philosophen John Stuart Mill, Immanuel Kant und Friedrich
Nietzsche heranziehen.
Als Studentin der Grundschulpädagogik habe ich mich oft gefragt, ob die
verpflichtenden Philosophiekurse im Studium nicht zu weitreichend für meine
1
Vgl. Statistikportal: Was bedeutet für Sie Glück? 2008 [online]

2
spätere Lehrtätigkeit seien. Aus diesem Grund habe ich versucht eine
Verknüpfung der Seminarinhalte und einem grundschulrelevanten
Themenkomplex bzw. einer kindgerechten Aufarbeitungsmöglichkeit des
Glücksbegriffs zu ziehen, weshalb ich mich für die philosophische Betrachtung
eines Märchens entschieden habe.
Um die vermittelten Seminarinhalte aufarbeiten zu können, möchte ich mich
im Folgenden vorwiegend auf den Philosophen John Stuart Mill stützen, der in
der Seminarbetrachtung einen hohen Stellenwert eingenommen hat. Zudem
wird auch Immanuel Kant, als Vertreter aus dem Seminar beleuchtet und
durch Friedrich Nietzsche, als einen weiteren Vertreter der Philosophie der
Moderne ergänzt werden.
2) Hans im Glück
Bei dem Haus- und Kindermärchen ,,Hans im Glück" handelt es sich um ein
eher untypisches Märchen der Gebrüder Grimm. Aus dem Jahre 1818 weist
das Märchen eine unkonventionelle Kürze und darüber hinaus einen hohen
humoristischen Anteil auf, der sich in den sonstigen Haus- und Kindermärchen
der beiden Brüder nicht finden lässt. Dies lässt sich eventuell darauf
zurückführen, dass die Erstfassung für die Zeitschrift ,,Wünschelruthe" von
August Wernicke entstanden ist und erst in der Zweitauflage der Kinder- und
Hausmärchen ihren eigentlichen Platz fand.
2
a) Zusammenfassung
Das Märchen ,,Hans im Glück" erzählt von dem jungen Burschen Hans, der
nach sieben Jahren Dienst bei seinem Herrn nun seinen Lohn einfordert, um
zur Mutter zurückkehren zu können. Aus Dankbarkeit erhält er einen
Goldklumpen so groß wie sein eigener Kopf, mit dem er sich schleppend auf
den Weg in die Heimat macht. Auf seinem Weg begegnet er einem Reiter und
wünscht sich ebenfalls so leicht und unbeschwert zu sein wie dieser. Der
Reiter hört dies und schlägt einen Tausch vor. Hans willigt glücklich ein und
reitet auf dem Pferd, von dem großen, schweren Goldklumpen befreit, weiter
in die Heimat. Nachdem ihn das Pferd abgeworfen hat begegnet Hans, immer
noch verbittert über den Sturz, einem Bauern mit einer Kuh. Als er die Kuh
2
Märchenarchiv: Hans im Glück [online]
Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Inwiefern lässt sich der Begriff des Glücks aus dem Märchen "Hans im Glück" mit den Ansichten von Philosophen der Moderne in Verbindung bringen?
Untertitel
Ein Grimm'sches Märchen in philosophischer Betrachtung
Hochschule
Universität Rostock  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Praktische Philosophie - angewandte Ethik
Note
2,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V376003
ISBN (eBook)
9783668527188
ISBN (Buch)
9783668527195
Dateigröße
437 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
angewandte Ethik, Ethik, Glück, Märchen, Hans im Glück, philosophisch, Betrachtung, Philosophie
Arbeit zitieren
Frederike Röder (Autor), 2017, Inwiefern lässt sich der Begriff des Glücks aus dem Märchen "Hans im Glück" mit den Ansichten von Philosophen der Moderne in Verbindung bringen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376003

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