Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Der Förderplan als diagnostisches Instrument. Grundlagen, Möglichkeiten, Ausgestaltung

Title: Der Förderplan als diagnostisches Instrument. Grundlagen, Möglichkeiten, Ausgestaltung

Term Paper , 2015 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sandra Beiske (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Hausarbeit ist eine Auseinandersetzung mit Begriff und Konzept der Förderplanung. Hier zeigt sich ein Widerspruch hinsichtlich der Kompetenz- und Schülerorientierung der Lehrpläne. Das Kompositum Förderplanung in seinen Bestandteilen Förderung und Planung deutet auf eine Fremdaktivität am Schüler oder der Schülerin hinsichtlich seines Lernverhaltens und Wissenstandes hin. Bei beiden Komponenten findet meines Erachtens eine Steuerung von außen statt, wobei dem Lehrenden die Fähigkeit der Eigenaktivität und des selbstständigen Lernens gewissermaßen abgesprochen wird. Fachleute wie Lehrer, Psychologen oder Pädagogen entscheiden anhand von objektiven Kriterien, was Ist- und Sollzustand zu sein hat. Die individuelle Perspektive des Kindes scheint da wenig Berücksichtigung zu finden.

Seit der ersten PISA-Studie aus dem Jahr 1999 befindet sich die Bildungslandschaft in Deutschland im Umbruch. Die Lehrpläne postulierten eine konsequente Kompetenzausrichtung und stärkere Schülerorientierung mit dem Leitgedanken „etwas fürs Leben zu lernen“. Dies bedeutet, dass Kinder und Jugendliche im Laufe ihres Schullebens verschiedene Fähig- und Fertigkeiten entwickeln sollen, die sie dann im späteren (Berufs)Leben anwenden können.

Diese allgemeine Zielsetzung für alle Schüler und Schülerinnen suggeriert einen individuellen Entwicklungsprozess. Dabei kann dieser Prozess mit den vorherrschenden Regelungen des Curricula kollidieren und es bedarf Unterstützung seitens der Lehrkräfte, damit beide Seiten im Sinne einer Zielerreichung übereinstimmen. Doch es gibt euch Schüler und Schülerinnen, deren Entwicklungsprozess nicht durch Eigenaktivität gestützt sein kann, sondern die durch spezielle Förderung erst am Schul- und Lernalltag teilnehmen können. Um behinderten und benachteiligten Schülern diese Chance des Lernens ermöglichen zu können, existieren die Instrumente der Förderdiagnostik und Förderplanung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Förderplan als Konzeption

2.1 Definition Förderplan

2.2 Zielgruppe

3 Politische Rahmenbedingungen der Förder-diagnostik

4 Förderpläne zwischen Theorie und Praxis

4.1 Entwicklung von Förderplänen

4.2 Förderansätze

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Förderplan als zentrales diagnostisches Instrument in der Sonderpädagogik und beleuchtet dessen Grundlagen, Möglichkeiten sowie die praktische Ausgestaltung im deutschen Bildungssystem.

  • Definition und theoretische Fundierung des Förderplan-Begriffs
  • Analyse der Zielgruppenorientierung und Einsatzbereiche
  • Darstellung politischer Rahmenbedingungen am Beispiel Nordrhein-Westfalens
  • Herausforderungen in der praktischen Umsetzung und Kooperation
  • Bedeutung der Förderdiagnostik als fortlaufender Lernbegleitungsprozess

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition Förderplan

Der Förderplan entstammt in seiner ursprünglichen Idee der Sonderpädagogik und wird heutzutage auch oftmals dort noch verortet. So denken viele Laien, dass Förderpläne eine Art „Therapieplan innerhalb der Schule“ darstellt, um Schülern und Schülerinnen mit Lernbeeinträchtigungen den Weg zu einem Schulabschluss zu ebnen (vgl. Domsch et al, S. 9). Doch was genau umfasst der Begriff Lernbeeinträchtigung?

Die Teilnehmer und Veranstalter der Comunius-Tagung 2009 zum Thema Individueller Förderplan und Lehrerplananpassung verstehen hingegen unter einem Förderplan folgendes:

Ein individueller Förderplan ist ein schriftlicher Plan, der für einen Schüler/Schülerin erstellt wird, der/die nachgewiesenermaßen Probleme habt (physische, sensorische, geistige, emotionale, soziale oder eine Kombination dieser Probleme), die das Lernen beeinflussen und somit einen besonderen oder angepassten Lehrplan oder Lernumstände erfordern (IRIS-Projekt 2009, Folie 2).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Umbruch der deutschen Bildungslandschaft und den Widerspruch zwischen kompetenzorientierten Lehrplänen und dem Bedarf an individueller Förderplanung für benachteiligte Schüler.

2 Förderplan als Konzeption: Das Kapitel definiert den Förderplanbegriff sowie seine Zielgruppen und ordnet diesen in den historischen Kontext der Behindertenpädagogik ein.

3 Politische Rahmenbedingungen der Förder-diagnostik: Hier werden die föderalen Rahmenbedingungen der Förderdiagnostik anhand des Beispiels Nordrhein-Westfalen sowie die Auswirkungen der KMK-Empfehlungen dargestellt.

4 Förderpläne zwischen Theorie und Praxis: Dieser Abschnitt beleuchtet die praktische Umsetzung von Förderplänen, die Phasen der Erstellung und die Bedeutung der Kooperation zwischen Regelschul- und Sonderpädagogen.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Förderplan ein wesentliches Instrument zur individuellen Lernbegleitung ist, dessen erfolgreiche Realisierung jedoch stark von der ganzheitlichen Betrachtung und der praktischen Zusammenarbeit aller Beteiligten abhängt.

Schlüsselwörter

Förderplan, Förderdiagnostik, Sonderpädagogik, Inklusion, Lernbeeinträchtigung, individuelle Förderung, Lehrplananpassung, Lernbegleitung, Schulerfolg, Bildungslandschaft, Kooperationsprinzip, pädagogische Handlungsplanung, Zielvereinbarung, Förderbedarf, Schulalltag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Förderplan als diagnostisches Instrument, um die Grundlagen und die praktische Umsetzung der sonderpädagogischen Unterstützung zu beleuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Förderplänen, die historische Entwicklung der Behindertenpädagogik, die politische Verankerung durch Richtlinien sowie die praktische Gestaltung und Zielgruppenorientierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Förderplan als Instrument der sonderpädagogischen Diagnostik zu erklären und aufzuzeigen, wie dieser im schulischen Alltag trotz föderaler Unterschiede effektiv realisiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Konzepten zur sonderpädagogischen Förderung und diagnostischen Rahmenvorgaben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die konzeptionelle Einordnung des Förderplans, eine Analyse der politischen Rahmenbedingungen am Beispiel Nordrhein-Westfalens sowie die Diskussion der Theorie-Praxis-Schnittstelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Förderdiagnostik, Inklusion, Sonderpädagogik, Förderplan, Lernbeeinträchtigung und individuelle Lernbegleitung.

Welche Bedeutung hat die Kooperation für den Erfolg von Förderplänen?

Die Kooperation ist entscheidend, da das Gelingen der Maßnahmen stark von der regelmäßigen Beratung und Zusammenarbeit zwischen Regelschullehrkräften und Sonderpädagogen abhängt.

Wie unterscheidet sich die Zielsetzung bei verschiedenen Schülertypen?

Während bei Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Überwindung spezifischer Defizite im Vordergrund steht, werden bei Regelschülern häufig Übergangsphasen oder Leistungsschwächen adressiert, um den Anschluss an das Regelsystem zu sichern.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Der Förderplan als diagnostisches Instrument. Grundlagen, Möglichkeiten, Ausgestaltung
College
University of Koblenz-Landau  (Sonderpädagogik)
Course
Grundlagen der Förderpädagogik
Grade
1,7
Author
Sandra Beiske (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V376242
ISBN (eBook)
9783668532892
ISBN (Book)
9783668532908
Language
German
Tags
förderplan instrument grundlagen möglichkeiten ausgestaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Beiske (Author), 2015, Der Förderplan als diagnostisches Instrument. Grundlagen, Möglichkeiten, Ausgestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376242
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint