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Electronic Product Code (EPC) Aufbau, Vergabe, Anwendung, Verbreitung; Auswirkung auf betriebliche Datenbestände auch bei Rückverfolgung.

Title: Electronic Product Code (EPC) Aufbau, Vergabe, Anwendung, Verbreitung; Auswirkung auf betriebliche Datenbestände auch bei Rückverfolgung.

Seminar Paper , 2005 , 10 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christian Fuchs (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Millionen von Computern sind heutzutage weltweit über das Internet vernetzt. Informationen können aufgrund eindeutiger Adressierung von nahezu allen Servern rund um den Globus abgefragt werden. Experten sehen nun als weitere Stufe der Entwicklung die Vernetzung von Informationen und Waren mithilfe einer eindeutigen ID. Produktinformationen werden über das Internet überall und jederzeit verfügbar gemacht. Diese Vision der GS1 (ehemals CCG), wird auch als das „Internet der Dinge“ bezeichnet. Grundvoraussetzung für diesen Datenaustausch ist aber aufgrund einer Vielzahl unterschiedlicher Partner weltweit, die Standardisierung aller Komponenten für die Kommunikation. Wichtigster Bestandteil dieser Standardisierung ist eine global eindeutige Identifikationsnummer für Produkte aller Art. Diese eindeutige ID zur Identifizierung wird der EPC (Electronic Product Code) sein. Der EPC soll über kurz oder lang die bisher verwendete EAN mit der Barcode-Technologie zur Produktgruppen-Identifikation ersetzen. [EANU04, S. 18-19; EPCG05, S. 2].

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Das „Internet der Dinge“

2 EPC-Standard des EPCglobal

2.1 Ziele und Anforderungen an den EPC

2.2 Aufbau und Versionen des EPC

2.3 EPC-Vergabe in Deutschland

3 Der EPC im betriebswirtschaftlichen Umfeld

3.1 Anwendungsmöglichkeiten und -potentiale

3.2 Verbreitung und Einsatzgebiete

4 Auswirkungen auf betriebliche Datenbestände

4.1 Stamm- und Bewegungsdaten

4.2 Rückverfolgbarkeit

4.3 Auswirkung auf betriebliche Datenbestände auch bei Rückverfolgung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung und die Auswirkungen des Electronic Product Code (EPC) auf betriebliche Informationssysteme. Dabei wird analysiert, wie diese RFID-basierte Technologie zur lückenlosen Produktidentifikation und Rückverfolgbarkeit in der Logistikkette beitragen kann und welche Anforderungen dies an bestehende Datenstrukturen stellt.

  • Grundlagen des „Internet der Dinge“ und des EPC-Standards
  • Aufbau und technische Struktur des Electronic Product Codes
  • Anwendungspotentiale der RFID-Technologie im betriebswirtschaftlichen Umfeld
  • Auswirkungen der EPC-Einführung auf Stammdaten und Bewegungsdaten
  • Anforderungen der EU-Rückverfolgbarkeit an moderne Warenwirtschaftssysteme

Auszug aus dem Buch

4.3 Auswirkung auf betriebliche Datenbestände auch bei Rückverfolgung

Geringe Veränderungen der momentanen Struktur und keine redundante Datenhaltung sind die Hauptziele der Umstellung der EAN- auf die EPC-Technologie. Der Aufwand und damit verbundene Veränderungen der momentanen Datenbestände soll möglichst gering gehalten werden.

Im Folgenden werden die Auswirkungen am Beispiel eines Supermarktes verdeutlicht. Während bei der Verwendung der EAN lediglich artikelgruppenspezifische Daten gespeichert werden mussten, ist es bei Einsatz des EPC erforderlich, für jeden einzelnen Artikel, z. B. im Lebensmittel-Einzelhandel jede einzelne Dose Cola, eigene artikelspezifische Stammdaten (Seriennummern) zu speichern. Es entstehen somit zusätzliche Relationen der Artikel mit ihren Seriennummern, die die betrieblichen Datenbestände erhöhen. Wenn man bedenkt, dass ein gewöhnlicher Supermarkt mit ca. 1.100 qm Ladenfläche im Jahr 2000 durchschnittlich 10.000 verschiedene Artikel im Sortiment hatte [MCKI03, S. 18] und man davon ausgeht, dass jeder Artikel zusätzlich hundertfach vorrätig ist und ein ständiger Warenfluss vom Hersteller über den Einzelhandel zum Endkunden passiert, dann erhält man eine nicht unerhebliche Anzahl an Relationen, die im Datenbestand bei Einsatz der EPC-Technologie zusätzlich gespeichert werden müssen. Der momentane Einsatz der EAN erfordert hier lediglich die Speicherung der Nummer der Artikelgruppe und der vorhandenen Stückzahl. Auch wenn die Kosten für den zusätzlichen Speicherplatz nicht weiter ins Gewicht fallen, entsteht dennoch ein Mehraufwand.

Um die Anforderung der Rückverfolgbarkeit gewährleisten zu können, müssen ab 01.01.2005 zusätzlich individuelle Bewegungsdaten der Artikel gespeichert werden, damit die geforderte Transparenz des Warenverkehrs überhaupt möglich ist. Es muss jederzeit möglich sein, den momentanen Lagerort eines Artikels durch den Einsatz von RFID-Lesegeräten im Ladenbereich festzustellen, oder falls nicht mehr vorhanden, das Datum, Uhrzeit und Ort des Abverkaufs. Somit müssen alle EPC-Seriennummern der Artikel mit den aktuellen Positionsdaten bzw. - falls bereits verkauft - mit Zeitangaben verknüpft werden. Eine verlust- und fehlerfreie Weitergabe aller Seriennummern einer Lieferung vom Hersteller an den jeweiligen Einzelhandelspartner steht außer Frage und wird hier als Grundvoraussetzung verstanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Das „Internet der Dinge“: Dieses Kapitel erläutert die Vision einer globalen Vernetzung von Waren durch eindeutige Identifikationsnummern, die über das Internet abrufbar sind.

2 EPC-Standard des EPCglobal: Hier werden die organisatorische Struktur der EPCglobal, die technischen Spezifikationen des EPC-Aufbaus sowie die Mechanismen der Nummernvergabe durch die GS1 beschrieben.

3 Der EPC im betriebswirtschaftlichen Umfeld: Dieses Kapitel analysiert die logistischen Einsatzgebiete, Anwendungspotentiale und den aktuellen Status von Pilotprojekten in der Handelsbranche.

4 Auswirkungen auf betriebliche Datenbestände: Der Fokus liegt hier auf der notwendigen Anpassung von Stammdaten und der Herausforderung, individuelle Artikel-Seriennummern für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit effizient zu verwalten.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet das Potential der RFID/EPC-Technologie und identifiziert Kostenfaktoren sowie technische Hürden als kritische Erfolgsfaktoren für eine flächendeckende Marktdurchdringung.

Schlüsselwörter

Internet der Dinge, EPC, RFID, GS1, Standardisierung, Warenidentifikation, Rückverfolgbarkeit, Logistik, Stammdaten, Bewegungsdaten, Transponder, Lieferkette, EAN, Artikelverwaltung, Datenhaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Electronic Product Code (EPC) als technologische Grundlage für das „Internet der Dinge“ und dessen Bedeutung für die betriebliche Informationsverarbeitung im Handel.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der technische Aufbau des EPC, die Standardisierung durch EPCglobal, logistische Anwendungsmöglichkeiten sowie die Auswirkungen auf betriebliche Datensysteme.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch den Einsatz von RFID und EPC eine lückenlose Produktidentifikation und Warenverfolgung realisiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Untersuchung von Fachstandards sowie Modellen zur Datenstruktur (Entity-Relationship-Modell).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine technische Beschreibung der EPC-Struktur, eine Analyse der betriebswirtschaftlichen Potenziale und eine detaillierte Erörterung der Auswirkungen auf Stammdaten und Rückverfolgungsprozesse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie EPC, RFID, Rückverfolgbarkeit, Warenfluss, Standardisierung und Datenredundanz.

Warum wird der EPC als Erweiterung der EAN betrachtet?

Der EPC bietet durch eine zusätzliche Seriennummer die Möglichkeit, jeden Artikel individuell zu identifizieren, während die EAN lediglich Produktklassen definierte.

Welche Rolle spielt die EU-Verordnung 178/2002 für diese Thematik?

Die Verordnung erzwingt eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln, was Unternehmen dazu verpflichtet, Bewegungsdaten auf Einzelartikelebene zu erfassen und zu speichern.

Wie gehen Unternehmen laut dem Text mit der Übergangsphase bei der Systemumstellung um?

In der Übergangsphase ist häufig ein zweigleisiger Betrieb (EAN und EPC parallel) notwendig, was zu temporärer, redundanter Datenhaltung führt.

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Details

Title
Electronic Product Code (EPC) Aufbau, Vergabe, Anwendung, Verbreitung; Auswirkung auf betriebliche Datenbestände auch bei Rückverfolgung.
College
University of Würzburg  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik)
Course
Seminar Informationsverarbeitung in Unternehmen
Grade
2,3
Author
Christian Fuchs (Author)
Publication Year
2005
Pages
10
Catalog Number
V37639
ISBN (eBook)
9783638369220
Language
German
Tags
Electronic Product Code Aufbau Vergabe Anwendung Verbreitung Auswirkung Datenbestände Rückverfolgung Seminar Informationsverarbeitung Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Fuchs (Author), 2005, Electronic Product Code (EPC) Aufbau, Vergabe, Anwendung, Verbreitung; Auswirkung auf betriebliche Datenbestände auch bei Rückverfolgung., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37639
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