Lange Jahre war Argentinien ein Nischenmarkt für Mutige und Spezialisten, Terra Incognita also, ein Meisterstück für Studienräte und Doktoren oder der vom asiatischen Hippietum gelangweilten Tony Wheeler Generation.
Erst weltweite, politische und gesellschaftliche Veränderungen, Krisen, Kriege und Epidemien weckten Argentinien aus dem Dornröschenschlaf. Das zuvor in gewohnt verallgemeinernder Manier als „unsicher“ und „kriminell“ empfundene Land galt quasi von heute auf morgen als Hort der Ruhe und Beständigkeit. So oder so ähnlich klingen die Marketingchefs einzelner Reiseveranstalter auf der ITB, wenn sie über das Rekordjahr 2003 und ihre weitere Entwicklung im Tourismussektor in Argentinien reden. Mein Interesse an diesem Land wurde noch mehr verstärkt durch den Kontakt zum Public Relation – Manager des Veranstalters Tourismus – Argentinien. Er erzählte mir von den enormen Auslandstouristenzuwächsen und der unglaublichen Vielfalt die dieses Land zu bieten hat. Somit beschloss ich Argentinien zum Thema meiner Vordiplomarbeit zu machen. Auf diese Weise lernte ich viel über das Land, die Leute und die Geschichte kennen. Schnell bemerkte ich auch, dass die Entwicklung im Tourismus eng mit der wirtschaftlichen und politischen Situation zusammen hängt. In meiner Arbeit werde ich näher darauf eingehen und anhand von getroffenen wirtschaftlichen oder politischen Entscheidungen bezüglich des Landes die möglichen Folgen für den Tourismus von Argentinien erläutern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeines zu Land und Bevölkerung
2.1. Geografische Lage
2.2. Landesnatur und Klima
2.3. Bevölkerung
3. Geschichte
4. Die politische Situation in Argentinien
4.1. Aktuelle Lage
4.2. Verfassung
4.3. Politische Parteien
4.4. Außenpolitik
5. Die wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen – eine Unterstützung in der Tourismusentwicklung?
5.1. Kurze Wirtschaftsgeschichte und aktuelle Lage
5.2. Investitionen und Investitionsklima
5.3. Staatsverschuldung
5.4. Soziale Situation
5.5. Außenhandel
6. Tourismus in Argentinien - heute
6.1. Das Angebot
6.1.1. Buenos Aires
6.1.2. Nordost-Argentinien
6.1.3. Nordwest-Argentinien
6.1.4. Zentralargentinien
6.1.5. Cuyo
6.1.6. Patagonien
6.2. Die Nachfrage
7. Die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Argentinien
7.1. Der Fremdenverkehr von 1850 – 1930
7.2. Der Fremdenverkehr von 1930 – 1950
7.3. Der Fremdenverkehr von 1950 – 1970
7.4. Der Fremdenverkehr von 1970 - 2000
7.5. Der Fremdenverkehr von 2000 – 2003
8. Zukunftsaussichten für den Tourismus in Argentinien
8.1. Einschätzung der touristischen Lage in Argentinien seit Amtsantritt des Tourismusministers Enrique Meyer
8.2. Weitere Entwicklung und Pläne im Tourismus
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der politischen und wirtschaftlichen Stabilität Argentiniens und der Entwicklung seines Tourismussektors. Im Fokus steht dabei die Analyse, inwiefern historische Krisen und aktuelle Erholungsphasen die touristische Nachfrage und das Angebot im Land beeinflussen.
- Historische Entwicklung des argentinischen Tourismus seit 1850.
- Einfluss von Wirtschaftsrezessionen und politischen Umbrüchen auf Reisebewegungen.
- Regionale touristische Angebotsstrukturen (von Buenos Aires bis Patagonien).
- Statistische Auswertung der Tourismusnachfrage und der demografischen Herkunft von Touristen.
- Zukunftsstrategien zur Etablierung Argentiniens als nachhaltige Tourismusdestination.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Lange Jahre war Argentinien ein Nischenmarkt für Mutige und Spezialisten, Terra Incognita also, ein Meisterstück für Studienräte und Doktoren oder der vom asiatischen Hippietum gelangweilten Tony Wheeler Generation.
Erst weltweite, politische und gesellschaftliche Veränderungen, Krisen, Kriege und Epidemien weckten Argentinien aus dem Dornröschenschlaf. Das zuvor in gewohnt verallgemeinernder Manier als „unsicher“ und „kriminell“ empfundene Land galt quasi von heute auf morgen als Hort der Ruhe und Beständigkeit. So oder so ähnlich klingen die Marketingchefs einzelner Reiseveranstalter auf der ITB, wenn sie über das Rekordjahr 2003 und ihre weitere Entwicklung im Tourismussektor in Argentinien reden. Mein Interesse an diesem Land wurde noch mehr verstärkt durch den Kontakt zum Public Relation – Manager des Veranstalters Tourismus – Argentinien. Er erzählte mir von den enormen Auslandstouristenzuwächsen und der unglaublichen Vielfalt die dieses Land zu bieten hat. Somit beschloss ich Argentinien zum Thema meiner Vordiplomarbeit zu machen. Auf diese Weise lernte ich viel über das Land, die Leute und die Geschichte kennen. Schnell bemerkte ich auch, dass die Entwicklung im Tourismus eng mit der wirtschaftlichen und politischen Situation zusammen hängt. In meiner Arbeit werde ich näher darauf eingehen und anhand von getroffenen wirtschaftlichen oder politischen Entscheidungen bezüglich des Landes die möglichen Folgen für den Tourismus von Argentinien erläutern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Motivation und Zielsetzung der Arbeit, den Einfluss der wirtschaftlichen und politischen Lage auf den Tourismus zu beleuchten.
2. Allgemeines zu Land und Bevölkerung: Überblick über Geografie, Klimazonen sowie die soziokulturelle Struktur der argentinischen Bevölkerung.
3. Geschichte: Darstellung der historischen Etappen von der Kolonialisierung über Diktaturen bis hin zur wirtschaftlichen Instabilität der Moderne.
4. Die politische Situation in Argentinien: Analyse der aktuellen politischen Strukturen, der Verfassung und der außenpolitischen Beziehungen.
5. Die wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen – eine Unterstützung in der Tourismusentwicklung?: Untersuchung ökonomischer Indikatoren, Staatsverschuldung und sozialer Ungleichheiten in Bezug auf den Tourismussektor.
6. Tourismus in Argentinien - heute: Detaillierte Betrachtung des touristischen Angebots in sechs Regionen und Analyse der aktuellen Nachfrage.
7. Die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Argentinien: Chronologische Aufarbeitung der touristischen Meilensteine und Krisenphasen von 1850 bis 2003.
8. Zukunftsaussichten für den Tourismus in Argentinien: Einschätzung politischer Maßnahmen durch das Tourismusministerium und Ausblick auf zukünftige Entwicklungspläne.
Schlüsselwörter
Argentinien, Tourismus, Fremdenverkehr, Wirtschaftsentwicklung, Politik, Südamerika, Reiseverkehr, Regionale Tourismusangebote, Infrastruktur, Reisebranche, Touristische Nachfrage, Nachhaltigkeit, Entwicklungsprojekte, Globalisierung, Wirtschaftsgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen der wirtschaftlichen sowie politischen Situation Argentiniens und der touristischen Entwicklung des Landes im historischen und aktuellen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernpunkten zählen die wirtschaftliche Geschichte, die politische Stabilität, die geografische Vielfalt der touristischen Regionen sowie die statistische Entwicklung des Reiseverkehrs.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie politische und ökonomische Entscheidungen, wie etwa die Abwertung des Pesos, direkt die touristische Entwicklung und das Image Argentiniens beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, basierend auf Literaturstudien, statistischen Daten und Presseinformationen zur Tourismuswirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine detaillierte regionale Analyse der touristischen Angebote sowie eine chronologische Untersuchung der Fremdenverkehrsentwicklung in Argentinien von 1850 bis heute.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Tourismuswirtschaft, Wirtschaftsgeschichte Argentiniens, Fremdenverkehrsentwicklung, politische Stabilität und nachhaltige Destinationsentwicklung beschreiben.
Wie beeinflusste der wirtschaftliche Zusammenbruch 2001/2002 den Tourismus?
Die Krise führte zunächst zu einem Einbruch bei Auslandsreisen, begünstigte aber durch die starke Abwertung des Pesos langfristig den inländischen Tourismus und machte das Land für ausländische Gäste preislich attraktiver.
Welche Rolle spielt die Region Patagonien für den Tourismus?
Patagonien ist als größte Region ein touristisches Zentrum für Naturerlebnisse, Aktivurlaub wie Wandern oder Skifahren und besitzt mit Sehenswürdigkeiten wie dem Perito Moreno Gletscher eine hohe touristische Anziehungskraft.
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- Kati Mewes (Author), 2005, Die touristische Entwicklung in Argentinien in Abhängigkeit von der politischen und wirtschaftlichen Situation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37644