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Kostenrechnung und Kostenmanagement. Forschungsstand und Forschungsmöglichkeiten aus der Perspektive des Behavioral Management Accounting

Titel: Kostenrechnung und Kostenmanagement. Forschungsstand und Forschungsmöglichkeiten aus der Perspektive des Behavioral Management Accounting

Hausarbeit , 2017 , 46 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Philipp Trommer (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird versucht, vor dem Hintergrund des / der deutschen Kostenrechnung / -managements einen Überblick über den Stand der Forschung im Bereich des Behavioral Management Accounting zu geben. Dabei ist es ein Teilziel, empirische Ergebnisse amerikanischer Forschungen zusammenzufassen. Spezifisch sollen nur diese betrachtet werden, die sich auch auf die / das deutsche Kostenrechnung / -management übertragen lassen. Ein zweites Hauptziel ist es in diesem Zusammenhang, zu spezifischen (empirischen) Forschungen in Verbindung mit dem deutschen System anzuregen. Ein drittes Teilziel ist es, Ansatzpunkte aufzuzeigen, wie das deutsche System der Kostenrechnung zu einer gezielten Verhaltenssteuerung genützt werden kann. Dies soll an drei konkreten Beispielen erfolgen. Dabei soll insbesondere das vielfältige Potenzial dieses Systems für eine Beeinflussung aufgezeigt werden. Ferner soll die Relevanz einer Verhaltenssteuerung betont und dazu angeregt werden, insbesondere im deutschen Raum, verstärkt die Disziplinen Psychologie und Betriebswirtschaftslehre miteinander zu verbinden.

Doch wozu Beahvioral Management Accounting? Zahlreiche planungsorientierte Systeme gehen seit langer Zeit explizit oder implizit davon aus, dass Entscheidungen von einem einzigen Entscheidungsträger bzw. von mehreren Entscheidungsträgern mit übereinstimmenden Zielen und Informationen getroffen werden. Ferner wurde davon ausgegangen, dass die Durchführung der Entscheidungen keine Probleme aufwirft, die etwa aus einem individuellen bzw. nicht plankonformen Verhalten der Mitarbeiter resultieren. Von diesen Annahmen wird seit einigen Jahren zunehmend abgerückt. Aufgrund von Interessensunterschieden einzelner Beteiligter in einer Unternehmung ist die reine Vorgabe von Informationen nicht ausreichend. Vielmehr sollten die Vorgaben so ausgestaltet werden, dass die ausführenden Individuen in ihrem Verhalten beeinflusst und in Folge dessen die Vorgaben in ihrer jeweiligen Intention umgesetzt werden. Um dies gezielt umsetzen zu können, bedarf es einer Verbindung des internen Rechnungswesens mit Nachbardisziplinen wie der Psychologie oder der Soziologie. Dies soll dabei nicht als völlig neuer Weg angesehen werden, sondern vielmehr bisherige Ansichten ergänzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Abgrenzung von Kostenrechnung und Kostenmanagement

2.2 Behavioral Management Accounting als Forschungsdisziplin

2.2.1 Begriffsfindung

2.2.2 Abkehr vom Homo Oeconomicus

2.3 Ausgewählte psychologische Grundlagen

3. Relevante Grundlagen der Kostenrechnung

3.1 Kostenstellenrechnung

3.2 Kalkulatorische Zinsen

3.3 Zuschlagskalkulation

3.4 Grenzplankostenrechnung

4. Forschungsstand

4.1 Vorgehen bei der Literaturrecherche

4.2 Forschungsmethoden

4.3 Stand der Forschung im Behavioral Management Accounting

4.3.1 Überblick des Forschungsstands

4.3.2 Prozesskostenrechnung

5. Forschungsmöglichkeiten

5.1 Nutzen von Kostenstellen zur Verhaltenssteuerung

5.2 Verhaltenssteuerung durch die Grenzplankostenrechnung

5.3 Verhaltenssteuerung durch die kalkulatorische Zinsen

5.4 Verhaltenssteuerung durch die Zuschlagskalkulation

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Behavioral Management Accounting vor dem Hintergrund des Systems der deutschen Kostenrechnung und des Kostenmanagements zu beleuchten, wobei empirische Ergebnisse der amerikanischen Forschung zusammengefasst und Ansatzpunkte für die Verhaltenssteuerung im deutschen System aufgezeigt werden.

  • Grundlagen des Behavioral Management Accounting
  • Psychologische Aspekte der Verhaltenssteuerung im Rechnungswesen
  • Kritische Analyse von Forschungsmethoden und Forschungsstand
  • Integration empirischer Erkenntnisse in deutsche Kostenrechnungssysteme
  • Verhaltenssteuerung durch Kostenstellen, Grenzplankostenrechnung und Zuschlagskalkulation

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Abkehr vom Homo Oeconomicus

Viele standard-ökonomische Modelle legen ihren Annahmen den Homo Oeconomicus zu Grunde. Das heißt, sie gehen von einem Menschen aus, der seinen Nutzen permanent maximiert. Er handelt folglich immer so, dass er unter den gegebenen Rahmenbedingungen möglichst viele seiner persönlichen Ziele erreicht. Bei gegebenen Handlungsalternativen wird er immer die auswählen, die er für geeignet hält, um die persönlichen Ziele im höchsten Ausmaß zu verwirklichen. Darüber hinaus ist der Homo Oeconomicus vollständig über sämtliche Handlungsalternativen, sowie die damit verbundenen Konsequenzen, informiert. Seine Präferenzen sind zudem langfristig stabil. Der Homo Oeconomicus weiß was er will und ist bestrebt, seine Wünsche auch tatsächlich zu realisieren. Ist eine Erfüllung nicht möglich, so liegt dies an den Restriktionen der Umgebung, bspw. an einem Ressourcenmangel. Dadurch können nicht immer alle Wünsche erfüllt werden. In diesen Situationen handelt der Homo Oeconomicus so, dass seine Ziele zumindest bestmöglich erreicht werden.

Mit der inhaltlichen Öffnung der Betriebswirtschaftslehre zu den Verhaltenswissenschaften wird auch ein Perspektivwechsel hinsichtlich des verwendeten Menschenbildes erforderlich. Während sich agency-theoretische Ansätze auch weiterhin an rational handelnden Individuen orientieren, gehen verhaltenswissenschaftliche Ansätze von realitätsnäheren Annahmen aus. Da Akteure in der Realität nicht vollkommen und ohne Verzögerung informiert sind sowie keineswegs immer rational handeln, bietet sich aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht ein alternatives Konzept an: das Konzept der beschränkten Rationalität (bounded rationality). Demnach stellen nicht nur die Umweltbedingungen, sondern ebenso die kognitiven Fähigkeiten des Individuums selbst Beschränkungen dar, die ein rationales Handeln im Sinne des Homo Oeconomicus verhindern. So können Individuen Fehler bei Einschätzungen oder Wahrnehmungen machen, oder es können gleiche Informationen von verschiedenen Personen subjektiv unterschiedlich wahrgenommen bzw. eingeschätzt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Motivation für die Arbeit und definiert das Ziel, das Behavioral Management Accounting im Kontext der deutschen Kostenrechnung zu untersuchen.

2. Grundlagen: Hier erfolgt eine Abgrenzung von Kostenrechnung und Kostenmanagement sowie die Einführung in das Behavioral Management Accounting und relevante psychologische Modelle.

3. Relevante Grundlagen der Kostenrechnung: Dieses Kapitel beschreibt methodische Grundlagen wie Kostenstellenrechnung und verschiedene Kalkulationsverfahren, die als Basis für die spätere Verhaltenssteuerung dienen.

4. Forschungsstand: Hier werden die Forschungsmethoden kritisch beleuchtet und der aktuelle Stand der empirischen Forschung zum Behavioral Management Accounting sowie zur Prozesskostenrechnung dargestellt.

5. Forschungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel zeigt konkrete Ansatzpunkte auf, wie das deutsche Kostenrechnungssystem, insbesondere durch Kostenstellen und verschiedene Kostenrechnungsverfahren, zur gezielten Verhaltenssteuerung genutzt werden kann.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, zukünftig verhaltenswissenschaftliche Ansätze stärker in die betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis zu integrieren.

Schlüsselwörter

Behavioral Management Accounting, Kostenrechnung, Kostenmanagement, Verhaltenssteuerung, Homo Oeconomicus, beschränkte Rationalität, Psychologische Grundlagen, Motivation, Kostenstellenrechnung, Grenzplankostenrechnung, Zuschlagskalkulation, Prozesskostenrechnung, empirische Forschung, Laborexperimente, Budgetierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen betriebswirtschaftlichem Rechnungswesen und menschlichem Verhalten, um das Potenzial des Behavioral Management Accounting für die deutsche Kostenrechnung zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Verhaltenssteuerung durch Kosteninformationen, die Kritik am traditionellen Modell des Homo Oeconomicus sowie die Anwendung psychologischer Erkenntnisse auf Instrumente wie Budgetierung, Kostenstellen und Kalkulationsverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Forschungsstand des Behavioral Management Accounting zu systematisieren und aufzuzeigen, wie empirische Ergebnisse aus der US-Forschung auf das deutsche Kostenrechnungssystem übertragen und für die Verhaltenssteuerung genutzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Auswertung vorhandener Forschungsergebnisse, um Tendenzen und Gestaltungsmöglichkeiten für das deutsche System abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretischen Grundlagen des Behavioral Management Accounting und psychologischer Theorien als auch die methodischen Grundlagen der Kostenrechnung und deren Verhaltenswirkungen, gefolgt von konkreten Forschungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Behavioral Management Accounting, Verhaltenssteuerung, Kostenrechnung, psychologische Grundlagen sowie Instrumente wie Grenzplankostenrechnung und Prozesskostenrechnung.

Welche Rolle spielt die Prozesskostenrechnung in diesem Kontext?

Die Prozesskostenrechnung wird als ein System hervorgehoben, das aufgrund seiner Orientierung an indirekten Leistungen und Prozessen ein besonders hohes Potenzial für die Verhaltenssteuerung bietet.

Warum wird die Abkehr vom Modell des Homo Oeconomicus gefordert?

Da reale Akteure nicht vollkommen informiert sind und nicht immer rational handeln, ist das Konzept der beschränkten Rationalität besser geeignet, um menschliches Verhalten im betrieblichen Rechnungswesen zu erklären.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kostenrechnung und Kostenmanagement. Forschungsstand und Forschungsmöglichkeiten aus der Perspektive des Behavioral Management Accounting
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
1,7
Autor
Philipp Trommer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
46
Katalognummer
V376456
ISBN (eBook)
9783668539693
ISBN (Buch)
9783668539709
Sprache
Deutsch
Schlagworte
behavioral management accounting bwl psychologie soziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Trommer (Autor:in), 2017, Kostenrechnung und Kostenmanagement. Forschungsstand und Forschungsmöglichkeiten aus der Perspektive des Behavioral Management Accounting, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376456
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Leseprobe aus  46  Seiten
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