Worin unterscheiden sich das journalistische und das wissenschaftliche Schreiben? Praktikum am Zentrum für technologiegestützte Bildung der Universität der Bundeswehr in Hamburg


Praktikumsbericht / -arbeit, 2014

16 Seiten


Leseprobe

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1. Einleitung
Schwarze Striche auf weißem Grund. Mehr ist Schrift oft nicht. Jedoch besitzt das
geschriebene Wort die Möglichkeit, die Zeit unverfälscht zu überdauern. So ist die Bibel, als
wohl ältestes Buch der Welt, immer noch in der Gesellschaft verankert. ,,Das Medium der
Lettern läßt die Unmittelbarkeit von Hören und Sehen vergehen" (Hörisch 2004, S.88).
Mit
der Entstehung der Schriftzeichen, entstanden die ersten Schriften. Diese mussten aber auch
erst eigenhändig geschrieben werden. Heutzutage gibt es verschiedene Wege, Texte zu
verfassen. Sei es per Hand, mit einer Schreibmaschine, mit einer Tastatur oder gar per
Spracherkennung: alle müssen vom Menschen verfasst werden. Das Schreiben ist also der
Mittelpunkt zwischen der Idee und dem fertigen Produkt. Die Grammatik und Orthographie
geben dabei das System und die Regeln vor. Jedoch existieren verschiedene Schreibweisen,
die für sich ein paar Besonderheiten an den Tag legen. Worin unterscheiden sich diese
Schreibweisen?
Durch mein Praktikum am Zentrum für technologiegestützte Bildung der Helmut-Schmidt-
Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (ZtB) bekam ich einen Einblick in das
journalistische Schreiben. Daneben ist es meine Aufgabe als Student, der Bildungs- und
Erziehungswissenschaften, wissenschaftliche Arbeiten anzufertigen. Aus diesem Grund hatte
ich Einblick in beide Bereiche und werde deswegen nur auf die Frage: ,,Worin unterscheiden
sich das journalistische und das wissenschaftliche Schreiben?" eingehen.
In diesem Praktikumsbericht stelle ich, im ersten Teil, das ZtB vor. Im Anschluss stelle ich
kurz den Der 1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ­ 11. Fernausbildungskongress vor.
Danach gehe ich auf meine Tätigkeit während meines Praktikums und die Verbindung zu der
Frage: ,,Worin unterscheiden sich das journalistische und das wissenschaftliche Schreiben?"
ein.
Im zweiten Teil erläutere ich den Unterschied zwischen journalistischem und
wissenschaftlichem Schreiben, wobei ich erst beschreibe, was die einzelnen Schreibweisen
ausmacht und wo diese zu finden sind. Folgend erläutere ich deren Gemeinsamkeiten und
deren Unterschiede.
Am Ende dieses Praktikumsberichtes liefere ich ein Fazit, indem ich die Zeit während meines
Praktikums überdenke und eine persönliche Einschätzung treffe.

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2. Das Zentrum für technologiegestützte Bildung
Das 2003 gegründete Zentrum für technologiegestützte Bildung (damals unter dem Namen
Projektgruppe Fernausbildung) ist eine Einrichtung der Helmut-Schmidt- Universität /
Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBw H). Diese wissenschaftliche Einrichtung
realisiert universitäre und außeruniversitäre Forschungsvorhaben rund um zeitgemäße Aus-
und Bildungskonzepte. Hier funktioniert das ZtB als Vermittler zwischen Akteuren der
Wissenschaft, Wirtschaft, des öffentlichen Dienstes und der Bundeswehr und bietet ein Forum
zum Austausch von Experten. Zu den behandelten Themenbereichen gehören
,,technologiegestützte Aus-, Fort- und Weiterbildung, Berufsbildung, Organisations- und
Personalentwicklung sowie wissenschaftliche Evaluation und Qualitätsmanagement" (ZtB
2014). Die Kooperationspartner reichen dabei von wissenschaftlichen Institutionen über
verschiedene Bundes- und Landesministerien bis hin zu Unternehmen und gemeinnützigen
Organisationen. Dazu gehören unter anderem die Bahn, die Bundesakademie für
Sicherheitspolitik, der zentrale Sanitätsdienst der Bundeswehr und die Arbeitsgemeinschaft
deutscher Berufsförderungswerke.
Aktuelle Projekte sind der 1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ­ 11.
Fernausbildungskongress 2014, die Studie über Didaktische Konzeption und Realisierung von
Fernausbildung in Lehrgängen der Akademie der Bundeswehr für Information und
Kommunikation (AkBwInfoKom), die kompetenzorientierte Technologiegestützte Bildung ­
Mobile
Learning
in
der
Reservistenausbildung,
die
vernetzte
Geoinformationsausbildungsunterstützung (GeoInfoAusbUstg) ­ Wissenschaftliche Beratung
und Begleitung zur Analyse des Nutzens und Implementierung von Fernausbildung im
Geoinformationsdienst der Bundeswehr und die Weiterentwicklung Technologiegestützter
(Aus)Bildung für die Führungskräftefortbildung am Beispiel der Führungsakademie der
Bundeswehr (Zentrum für technologiegestützte Bildung 2014a).

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Abbildung 1: Prozessmodell ZtB (Zentrum für technologiegestützte Bildung 2014a).
In Abbildung 1: ,,Prozessmodell ZtB" sind die einzelnen Prozesse des ZtB und deren
Verbindung untereinander dargestellt. So schlüsseln sich die Prozesse in Steuerungs-, Haupt-
und Stützprozesse. Die Hauptprozesse sind im Wesentlichen die Aufträge des ZtB. Hierbei
wird allen drei eine gleichbedeutende Rolle zugesprochen. Dargestellt durch drei Pfeile selber
Farbe, selber Form und selber Größe. Aus diesen drei Hauptprozessen generieren sich die
Ergebnisse von Studien und Arbeiten, hier Produkte genannt. Diese Produkte können Formen
von festen wissenschaftlichen oder analytischen Erkenntnissen, wissenschaftlichen Konzepten
und Ideen oder die Form von Vorträge und Lehrveranstaltungen annehmen.
Jedoch bedürfen die drei Hauptprozesse ihrerseits ebenso über- bzw. untergeordnete Prozesse.
Diese sollen die eigentlichen Arbeiten stützen und steuern. So gehören wissenschaftliche
Vorgaben, wissenschaftliche Qualitätssicherung, Planung und Controlling und die
wissenschaftliche Weiterbildung zu den Steuerungsprozessen. Das Personal, die Buchhaltung,
die Dienstleistungen und der IT-Bereich stützen die Arbeit und die Projekte hingegen.

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2.1. Der 1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ­ 11. Fernausbildungskongress 2014.
Der 1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ­ 11. Fernausbildungskongress 2014 fand am
zweiten, dritten und vierten September 2014 an der HSU/UniBw H statt. Dieser ist der elfte in
der Reihe der jährlich stattfindenden Veranstaltungen. Jedoch besaß der 1.
(Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ­ 11. Fernausbildungskongress 2014 als erstes das
neue Format, des (Aus)Bildungskongresses. Dieser lieferte ein Informations- und
Innovationsforum für (technologiegestützt) Aus-, Fort- und Weiterbildung für Wirtschaft,
Wissenschaft, Bundeswehr und den öffentlichen Dienst. Der Dialog mit und zwischen
Experten stand dabei im Vordergrund. Ebenso wie die zehn Veranstaltungen, die Jahre davor,
besaß der 1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ­ 11. Fernausbildungskongress 2014
auch drei Säulen, auf denen das wissenschaftliche Tagungsprogramm aufbaute.
Die drei Themenschwerpunkte waren:
1 ,,Trends der (Aus)Bildung in den Streitkräften"
2 ,,Kompetenzorientierte (Aus)Bildung: Umsetzung in der Praxis"
3 ,,Fachkräftemangel: Chimäre oder Herausforderung für einen attraktiven Arbeitgeber?"
(Zentrum für technologiegestützte Bildung 2014, S.4).
Um diese drei Themen sortierte sich das Tagungsprogramm des Kongresses, um ein
vielseitiges Umfeld für die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Akteuren der
Berufsbildung und Vertretern militärischer und ziviler Bildung zu fördern. Das Ziel war es
wesentliche Impulse im gesamten Bereich der Bildung zu liefern und Veränderungsprozesse
zu gestalten und zu fördern.
3. Meine Tätigkeit am Zentrum für technologiegestützte Bildung und was verbindet
meine Praktikumserfahrung mit der Frage: ,,Worin unterscheiden sich das
journalistische und das wissenschaftliche Schreiben"?
Der 1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr ­ 11. Fernausbildungskongress wurde, wie
alle anderen Fernausbildungskongresse, von einer Tageszeitung begleitet. Der
KongressExpress ist eine Zeitschrift mit 12-16 Seiten und erscheint am jeweiligen Morgen
auf dem Kongress. So existieren auch dieses Jahr wieder drei Ausgaben.

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Im Rahmen meines Praktikums schrieb ich für den KongressExpress. Circa ab dem 10.
August war ich alleine für die weitere Ausarbeitung vorgesehen. Das sorgte dafür, dass meine
Arbeit, ohne Zwischenstufe, direkt zur Chefredakteurin und ihrer Vertretung musste.
Zusätzlich zum schreiben der Artikel und zum suchen passender Fotomotive gestaltete ich in
Rücksprache mit der Druckerei, dem Medienzentrum und der Fotostelle einen Terminplan,
um den KongressExpress während des laufenden Kongresses rechtzeitig fertig stellen zu
können.
Der KongressExpress beinhaltete zahlreiche unterschiedliche Arten von Texten. So wurden
wissenschaftliche Ausarbeitungen, Zusammenfassung des Tages, Ausblicke auf den nächsten
Tag, Rätsel, Interviews und ein Blick hinter die Kulissen gedruckt.
Alles in Allem war ich bei 15 von 22 Ausarbeitungen selber kreativ tätig und lieferte bei den
restlichen Texten Kürzungen und den letzten Feinschliff.
Fordernd war die sehr aufwändige Qualitätssicherung zwischen der Chefredaktion und mir.
Unter Qualitätssicherung wird genaues Überprüfen der Zeitung oder der einzelnen Texte
verstanden, welches doch ein hohes Maß an Zeit und Konzentration erfordert und gerade
während des laufenden Kongresses einen großen Störfaktor darstellte.
Zusammengefasst gehörten zu meiner selbstständigen Arbeit für den KongressExpress
folgende Aufgabenbereiche:
- entwerfen einer Tageszeitung
- kreatives Schreiben
- Zeitmanagement/Terminkoordination
- professionelle Recherche
- Interviewführung
- redaktionelle Prüfungen (Qualitätssicherung)
- Fotos erstellen und auswählen
- Akquise
- überwachen der Gestaltung
- Abstimmungen mit der Druckerei
-ausliefern der fertigen Zeitung
Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Worin unterscheiden sich das journalistische und das wissenschaftliche Schreiben? Praktikum am Zentrum für technologiegestützte Bildung der Universität der Bundeswehr in Hamburg
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Autor
Jahr
2014
Seiten
16
Katalognummer
V376469
ISBN (eBook)
9783668536357
ISBN (Buch)
9783668536364
Dateigröße
692 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
worin, schreiben, praktikum, zentrum, bildung, universität, bundeswehr, hamburg
Arbeit zitieren
M.A. Sebastian Baldsch (Autor), 2014, Worin unterscheiden sich das journalistische und das wissenschaftliche Schreiben? Praktikum am Zentrum für technologiegestützte Bildung der Universität der Bundeswehr in Hamburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376469

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