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Basel III. Eine Betrachtung der wesentlichen Inhalte und deren Umsetzung in Deutschland

Titel: Basel III. Eine Betrachtung der wesentlichen Inhalte und deren Umsetzung in Deutschland

Seminararbeit , 2017 , 47 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Gräbner (Autor:in)

Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit dem Regelwerk Basel III. Das Ziel der Arbeit besteht in einer zusammenfassenden Darstellung der wesentlichen Inhalte von Basel III im nationalen Kontext, die dem interessierten Leser einen Einblick in die genannte Thematik liefern sollen.

Zunächst wird im ersten Kapitel die historische Entwicklung der Bankenregulierung seit dem 20. Jahrhundert betrachtet. Der Hauptteil der Arbeit befasst sich mit den Kernpunkten von Basel III. Darüber hinaus werden diese kritisch gewürdigt. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der zentralen Aspekte von Basel III. Darüber hinaus erfolgt ein Ausblick auf die zu erwartende Entwicklung und eine kritische Betrachtung der Umsetzung von Basel III.

Im Jahr 2007 kam es durch den stetig steigenden Leitzins in den USA bei gleichzeitig sinkenden Immobilienpreisen zu weitläufigen Zahlungsausfällen von Kreditnehmern, die durch die hohen Zinssätze nicht mehr in der Lage waren, ihre Verbindlichkeiten zu begleichen. Durch die folgenden Verwerfungen der Aktien- und Interbankenmärkte aufgrund eines immer stärker wachsenden Vertrauensschwundes in die Institute entwickelte sich die vormals räumlich begrenzte Finanzsegmentkrise zu einer globalen Finanz- und Weltwirtschaftskrise, die Schwächen des Bankensektors offenbarte. Infolge der Krise und zur Verhinderung von weiteren die Stabilität des Finanzsystems gefährdenden Szenarien kam es im Verlauf des Jahres 2010 zum Zusammentreffen der Staatengemeinschaft zur Formulierung neuer Regelungen für den Bankensektor. In dessen Konsequenz wurde das neue Regelwerk Basel III beschlossen. Basel III beinhaltet Maßnahmen hinsichtlich der neuen Zusammensetzung des Eigenkapitals sowie eine Verschuldungshöchstgrenze, Liquiditätskennziffern und weitere Festlegungen mit dem Ziel einer Stärkung der Liquidität der Institute und damit verbunden einer größeren Resistenz gegenüber möglichen Krisenszenarien des Finanzsystems. Dem Standard Basel III vorgelagert waren die Standards Basel I (1988) und Basel II (2007), die ihrerseits eine Stärkung der Eigenkapitalunterlegung der Kreditinstitute zum Inhalt hatten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Historische Entwicklung

2.1 Basel I

2.2 Basel II

2.3 Globale Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007

3 Basel III

3.1 Umsetzung auf europäischer Ebene

3.2 Kapitalanforderungen

3.2.1 Eigenkapital

3.2.1.1 Kernkapital

3.2.1.2 Ergänzungskapital

3.2.2 Kapitalpuffer

3.2.2.1 Kapitalerhaltungspuffer

3.2.2.2 Antizyklischer Kapitalpuffer

3.2.2.3 Kapitalpuffer für systemische Risiken

3.2.3 Leverage Ratio

3.2.4 Liquiditätskennziffern

3.2.4.1 Liquidity Coverage Ratio

3.2.4.2 Net Stable Funding Ratio

3.3 Kritische Betrachtung der Kapitalanforderungen

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die wesentlichen Inhalte des Regelwerks Basel III im Kontext seiner Umsetzung in Deutschland zusammenfassend darzustellen und kritisch zu würdigen, um dem Leser einen fundierten Überblick über die Thematik zu verschaffen.

  • Historische Einordnung der Bankenregulierung ab dem 20. Jahrhundert
  • Zentrale Aspekte von Basel III, insbesondere Eigenkapitalanforderungen und Kapitalpuffer
  • Einführung und Wirkung von Leverage Ratio und Liquiditätskennziffern
  • Analyse der nationalen Umsetzung auf europäischer Ebene
  • Kritische Würdigung der Auswirkungen auf Kreditinstitute und Finanzstabilität

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Leverage Ratio

Die Leverage Ratio (dt.: Verschuldungsquote) stellt einen wesentlichen Bestandteil der Basel–III–Regelungen dar. Sie ist als Verschuldungshöchstgrenze zu betrachten und soll, wie die Bezeichnung vermittelt, die Aufnahme von Verbindlichkeiten durch die Institute beschränken. Am 12. Januar 2014 wurde sie durch den BCBS beschlossen. Im Jahr 2018 wird sie in Kraft treten. Am 17. Januar 2015 wurde die auf europäischer Ebene geltende Kennziffer der international angewandten Kennzahl angeglichen. Sie ist als Erweiterung der risikobasierten Eigenkapitalanforderungen von Basel II zu betrachten.

Die Leverage Ratio ist als das Verhältnis zwischen Kernkapital und bilanziellem Gesamtkapital definiert, sie muss mindestens 3 Prozent betragen. Die bilanziellen und außerbilanziellen Positionen unterliegen hierbei keiner Risikogewichtung. Zur Einhaltung der Leverage Ratio können die Institute zum einen ihre Kernkapitalausstattung steigern und zum anderen die RWA senken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Ursachen der Finanzkrise seit 2007 und leitet zur Notwendigkeit des Regelwerks Basel III über.

2 Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der Bankenaufsicht und die bisherigen Standards Basel I und II sowie die globale Finanzkrise nach.

3 Basel III: Dieser Hauptteil erläutert detailliert die regulatorischen Anforderungen von Basel III, unterteilt in Kapitalanforderungen, Puffer und Liquiditätskennziffern.

4 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Bankenregulierung.

Schlüsselwörter

Basel III, Bankenregulierung, Eigenkapital, Kernkapital, Kapitalpuffer, Leverage Ratio, Liquiditätskennziffern, Liquidity Coverage Ratio, Net Stable Funding Ratio, Kreditrisiko, Finanzmarktstabilität, CRD IV, CRR, Risikomanagement, Bankenaufsicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Belegarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Basel-III-Regelwerk, analysiert dessen Kernelemente und untersucht die Umsetzung dieser regulatorischen Vorgaben im deutschen Bankensektor.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den neuen Eigenkapitalanforderungen, der Implementierung von Kapitalpuffern, der Einführung einer Verschuldungshöchstgrenze (Leverage Ratio) sowie neuen Liquiditätsstandards.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, dem Leser eine zusammenfassende Darstellung der Basel-III-Inhalte zu bieten und aufzuzeigen, wie diese im nationalen Kontext umgesetzt wurden und welche Herausforderungen damit einhergehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung relevanter Monitoring-Berichte, insbesondere der Deutschen Bundesbank, um den aktuellen Umsetzungsstand zu beleuchten.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Eigenkapitalbestandteile, der systemischen Kapitalpuffer sowie der Liquiditätskennziffern (LCR und NSFR) und schließt mit einer kritischen Reflexion.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Basel III, Eigenkapital, Kernkapital, Leverage Ratio, LCR, NSFR, Kapitalpuffer und Bankenregulierung.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen der neuen Eigenkapitalregeln auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU)?

Der Autor weist darauf hin, dass durch restriktivere Kreditbedingungen für Banken ein kurz- bis mittelfristig erschwerter Zugang zu Fremdkapital für KMUs zu befürchten ist.

Welche Rolle spielt die Leverage Ratio im Basel-III-System?

Sie dient als Verschuldungshöchstgrenze, um eine übermäßige Verschuldung der Banken unabhängig von risikobasierten Gewichtungen einzudämmen und stellt eine Ergänzung zu den bisherigen risikoorientierten Anforderungen dar.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Basel III. Eine Betrachtung der wesentlichen Inhalte und deren Umsetzung in Deutschland
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)  (Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen)
Veranstaltung
Finanzmanagement
Note
1,7
Autor
Michael Gräbner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
47
Katalognummer
V376470
ISBN (eBook)
9783668526860
ISBN (Buch)
9783668526877
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Basel III Bankenregulierung Bankenkrise Basel Committee on Banking Supervision Capital Requirements Directive IV Capital Requirements Regulation Credit Risk Standardized Approach Europäische Bankenaufsicht Europäische Finanzstabilisierungsfazilität Europäischer Stabilitätsmechanismus Europäische Wirtschaftsgemeinschaft Europäische Zentralbank G7 G10 G20 Internationaler Währungsfonds KWG Leverage Covering Ratio Net Stable Funding Ratio OECD risk weighted assets
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Gräbner (Autor:in), 2017, Basel III. Eine Betrachtung der wesentlichen Inhalte und deren Umsetzung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376470
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  47  Seiten
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