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Materielle und immaterielle Instrumente der Mitarbeitermotivation

Title: Materielle und immaterielle Instrumente der Mitarbeitermotivation

Diploma Thesis , 2004 , 69 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Holger Schmidt (Author)

Leadership and Human Resources - Employee Motivation, Employee Satisfaction
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In den modernen Industriegesellschaften erfolgt ein Wertewandel weg von der materiellen Motivation hin zu einer Befriedigung der immateriellen Bedürfnisse im Hinblick auf eine Steigerung der Leistungsbereitschaft. Mitarbeiter wollen stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und fordern die entsprechenden Informationen ein. Außerdem stehen Mitarbeiter dem Unternehmen, seinen Zielen und Werten im Gegensatz zu anderen Zielgruppen prinzipiell positiv bejahend gegenüber.

Unternehmensleitungen unterschätzen diese Einstellung häufig und lassen diese Einstellung bzw. Unterstützung ungenutzt und ihre Mitarbeiter damit allein. Als dritte Komponente ist die Außenwirkung effektiver interner Kommunikation zu nennen.
Gut informierte und loyale Mitarbeiter nehmen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit als Meinungsmultiplikatoren eine besondere Position ein.
Eine effektive Weiterentwicklung dieser Komponente stellt die Strategie der Integrierten Kommunikation dar, die den Informationsfluss auf allen Ebenen des Unternehmens aber auch die Kommunikation nach außen harmonisiert. Ziel der Integrierten Kommunikation ist es, die Glaubwürdigkeit des Unternehmens nach innen und nach außen zu steigern und gleichzeitig das Ergebnis der Unternehmung zu verbessern. Diese Arbeit soll die unterschiedlichen immateriellen und materiellen Instrumente der Mitarbeitermotivation darstellen und ihre Wirkungsmöglichkeiten aufzeigen.

Als theoretische Grundlagen dienen die Inhaltstheorien und Prozesstheorien der Motivation. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet innerhalb der immateriellen Instrumente das Thema Kommunikation und hier besonders die Integrierte Kommunikation als Instrument der Mitarbeitermotivation. Als Beispiel dient der Kommunikationsplan der „Basler Securitas Versicherungs-AG“ zur Fusion im Jahr 2003. Die theoretischen Annahmen dieser Diplomarbeit sollen durch die Darstellung der Ergebnisse eines Interviews mit dem Leiter der Abteilung Kommunikation der „Basler Securitas“ unterstützt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Theoretische Grundlagen und Definitionen

2.1 Definitionen

2.1.1 Motiv und Bedürfnis

2.1.2 Motivation

2.2 Inhaltstheorien der Motivation

2.2.1 Bedürfnispyramide nach Maslow

2.2.2 ERG-Theorie nach Alderfer

2.2.3 Zwei-Faktoren-Theorie nach Herzberg

2.2.4 Theorie der gelernten Bedürfnisse nach McClelland

2.3 Prozesstheorien der Motivation

2.3.1 Kognitive Gleichgewichtstheorie nach Adams

2.3.2 VIE-Theorie nach Vroom

2.3.3 Erwartungs-Wert-Modell nach Lawler und Porter

2.4 Fazit: Inhalts- und Prozesstheorien

3. Materielle Instrumente der Motivation

3.1 Entlohnungssysteme

3.1.1 Vergütung nach Leistung

3.1.2 Vergütung nach Erfolg

3.1.3 Team- und gruppenorientierte Entlohnung

3.2 Kapitalbeteiligung der Mitarbeiter

3.3 Sozialleistungen

3.3.1 Gesetzliche Leistungen

3.3.2 Tarifliche Leistungen

3.3.3 Freiwillige Leistungen

4. Immaterielle Instrumente der Motivation

4.1 Motivationsfördernde Arbeitsorganisation

4.1.1 Teamarbeit

4.1.2 Betriebliches Vorschlagswesen

4.2 Personalentwicklung

4.3 Personalführung

4.3.1 Delegation

4.3.2 Coaching

4.3.3 Anerkennung und Kritik

4.3.4 Zielvereinbarungen

5. Kommunikation als immaterielles Mittel der Motivation

5.1 Grundbegriffe der Kommunikation

5.2 Besonderheiten der Kommunikation in Unternehmen

5.3 Medien der betrieblichen Kommunikation und Interaktion

5.3.1 Intranet

5.3.2 Mitarbeiterzeitschrift

5.3.3 E-Mails, Newsletter, Rundschreiben, Schwarzes Brett

5.3.4 Gerüchte

5.3.5 Betriebsversammlungen

5.4 Instrumente der kommunikativen Motivation

5.4.1 Mitarbeitergespräch

5.4.2 Mitarbeiterbeurteilung

5.4.3 Mitarbeiterbefragung

6. Die Rolle von Führungskräften bei der Motivation/Kommunikation

6.1 Kommunikation als Sicherheitsbedürfnis (Maslow)

6.2 Kommunikation als Hygienefaktor (Herzberg)

6.3 Kommunikation im Führungsprozess

6.4 Kommunikationsstörungen und Möglichkeiten zur Verbesserung

6.5 Anforderungen an Führungskräfte bei der Motivation / Kommunikation

7. Konzept der Integrierten Kommunikation

7.1 Gründe und Ziele der Integrierten Kommunikation

7.2 Gestaltungsmittel der Integrierten Kommunikation

7.3 Probleme bei der Umsetzung Integrierter Kommunikation

7.4 Integrierte Kommunikation am Beispiel „Basler Securitas“

7.4.1 Die „Basler Securitas Versicherungs-AG“

7.4.2 Kommunikation zur Integration der „Basler Securitas“

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Kommunikation als immaterielles Motivationsinstrument die Leistungsbereitschaft und Bindung ihrer Mitarbeiter stärken können, wobei insbesondere die Strategie der Integrierten Kommunikation bei Fusionsprozessen analysiert wird.

  • Grundlagen der Inhalts- und Prozesstheorien der Motivation.
  • Differenzierung zwischen materiellen und immateriellen Anreizsystemen.
  • Die Rolle der Kommunikation als Bindeglied im modernen Führungsprozess.
  • Analyse der Integrierten Kommunikation zur Harmonisierung interner und externer Informationsflüsse.
  • Fallstudie zur Kommunikationsstrategie bei der Fusion der „Basler Securitas“.

Auszug aus dem Buch

6.5 Anforderungen an Führungskräfte bei der Motivation / Kommunikation

Die Mitarbeiter müssen heute bereit und in der Lage sein, mitzudenken und mitzuverantworten, wenn Unternehmen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit alle vorhandenen Ressourcen nutzen wollen bzw. müssen.

Als Grundlage dient ein hinreichender Informationsstand der Mitarbeiter. Daher ist es Aufgabe der Führungskraft, die Mitarbeiter mit den entsprechenden Informationen zu versorgen. Unterschieden werden hier folgende Informationen: Informationen, die für die Befolgung von Anweisungen und Aufträgen notwendig sind; Informationen über Arbeitssicherheitsvorschriften, betriebliche Arbeitsordnungen, gesetzliche und tarifliche Vorschriften; Informationen über „ungeschriebene Spielregeln“ wie Kleiderordnungen oder Vorschriften zum Umgang mit Kollegen.

Neben diesen Informationen gibt es noch weitere, die zur Aufgabenerfüllung nicht unbedingt notwendig sind, aber im weiteren Sinne mit ihr im Zusammenhang stehen und den Mitarbeitern zur Verfügung gestellt werden sollten. Mitarbeiter, die über Zweck, Zusammenhang und auch die Konsequenzen ihrer Arbeit informiert sind, empfinden sich nicht als unmündige Befehlsempfänger, sondern verstehen sich als Mitarbeiter, deren zuverlässige und verantwortliche Mitarbeit wichtig für das Unternehmen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Problematik, dass moderne Führung über rein materielle Anreize hinausgehen muss und Kommunikation eine Schlüsselrolle für die Motivation einnimmt.

2. Theoretische Grundlagen und Definitionen: Erläuterung zentraler Motivationsbegriffe und Vorstellung klassischer Inhaltstheorien (Maslow, Herzberg, etc.) sowie Prozesstheorien (Adams, Vroom).

3. Materielle Instrumente der Motivation: Überblick über monetäre Anreizsysteme wie Entlohnung, Kapitalbeteiligung und verschiedene Sozialleistungen.

4. Immaterielle Instrumente der Motivation: Betrachtung nicht-monetärer Ansätze wie Arbeitsorganisation, Personalentwicklung und Personalführung als Motivationsfaktoren.

5. Kommunikation als immaterielles Mittel der Motivation: Analyse von Kommunikationsmedien und -instrumenten im Unternehmen und deren Bedeutung für die Mitarbeiterbindung.

6. Die Rolle von Führungskräften bei der Motivation/Kommunikation: Erörterung der kommunikativen Verantwortung von Managern, insbesondere im Hinblick auf Sicherheitsbedürfnisse und Feedback-Kultur.

7. Konzept der Integrierten Kommunikation: Strategischer Ansatz zur Harmonisierung von Unternehmensbotschaften, illustriert am Praxisbeispiel der „Basler Securitas“.

8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kommunikation als unterschätztes Erfolgspotenzial zur Steigerung der intrinsischen Mitarbeitermotivation.

Schlüsselwörter

Mitarbeitermotivation, Kommunikation, Integrierte Kommunikation, Führungskräfte, Personalmanagement, Motivationsinstrumente, Arbeitszufriedenheit, Fusion, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Feedback, Bedürfnispyramide, Leistungsanreize, Unternehmenskommunikation, Mitarbeitergespräch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Kommunikation als strategisches Instrument der Mitarbeitermotivation genutzt werden kann, um Mitarbeiter in modernen Unternehmen zu binden und deren Leistungspotenzial zu entfalten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben theoretischen Motivationstheorien werden materielle und immaterielle Anreizsysteme, moderne Führungsmethoden sowie das Konzept der Integrierten Kommunikation detailliert beleuchtet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Stellenwert von Kommunikation als immateriellen Motivationsfaktor aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie Unternehmen durch Transparenz und Dialog ihre Glaubwürdigkeit und den Unternehmenserfolg steigern können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudie inklusive eines Experteninterviews zur Kommunikationsstrategie bei einem Fusionsprozess.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Analyse von Anreizsystemen sowie die Erarbeitung von Kommunikationsstrategien, wobei ein besonderer Fokus auf der Rolle der Führungskräfte liegt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Mitarbeitermotivation, Integrierte Kommunikation, Führung und die Unterscheidung zwischen materiellen und immateriellen Anreizen.

Welche Bedeutung hat das Intranet laut dem Autor für die Motivation?

Das Intranet dient als zentrales Kommunikationsmedium, das durch Transparenz und den schnellen Zugang zu Informationen zur Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen beitragen kann, sofern es aktiv genutzt und akzeptiert wird.

Warum wird die Fusion der „Basler Securitas“ als Fallbeispiel gewählt?

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie ein Unternehmen in einer kritischen Fusionsphase durch eine konsequente Strategie der Integrierten Kommunikation Ängste abbauen und eine neue, gemeinsame Markenidentität schaffen kann.

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Details

Title
Materielle und immaterielle Instrumente der Mitarbeitermotivation
College
University of Applied Sciences Bremen  (Fachbereich Wirtschaft)
Grade
2,3
Author
Holger Schmidt (Author)
Publication Year
2004
Pages
69
Catalog Number
V37647
ISBN (eBook)
9783638369305
Language
German
Tags
Materielle Instrumente Mitarbeitermotivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Schmidt (Author), 2004, Materielle und immaterielle Instrumente der Mitarbeitermotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37647
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