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Bullying und Cyberbullying unter Jugendlichen. Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten

Titel: Bullying und Cyberbullying unter Jugendlichen. Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten

Bachelorarbeit , 2017 , 52 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ilka Vanessa Christmann (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Bachelorarbeit soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern sich Bullying und Cyberbullying voneinander unterscheiden, im Gegenzug sollen aber auch die Gemeinsamkeiten hervorgehoben werden. Die Arbeit gliedert sich in zwei große Themenbereiche und beginnt mit einem Überblick über klassisches Bullying. Da ich mich vor allem auf Bullying im Jugendalter konzentriere, soll zunächst die Entstehung der Jugend mit den entsprechenden Entwicklungsaufgaben nach Hurrelmann vorgestellt werden. Danach folgen eine Definition von Bullying und eine Vorstellung der unterschiedlichen Bullying-Phasen. Anschließend werden die beteiligten Akteure mit ihren Charaktereigenschaften sowie mögliche Risikofaktoren, die Bullying begünstigen können, dargestellt.

Als nächstes soll der zweite Themenbereich Cyberbullying näher beleuchtet werden. Hier beginne ich ebenfalls mit einer Definition, gefolgt von den Besonderheiten und Erscheinungsformen von Cyberbullying. Nachdem die Akteure vorgestellt wurden, sollen zunächst die Ursachen dargestellt werden. Da sich die Folgen beider Phänomene sehr stark ähneln, werden diese zusammen dargestellt. Anschließend wird ein Überblick über Handlungsmöglichkeiten gegeben.

15,7% der deutschen Schüler1 werden mehrmals im Monat Opfer von Bullying. 7% von ihnen geben an, dass ihre Mitschüler regelmäßig Gerüchte über sie verbreiten, 9% erzählen, dass sich andere über sie lustig machen. Dass Mitschüler ihre Lernutensilien oder andere Gegenstände weggenommen oder diese zerstört haben, berichten 4% der Befragten und 2% erzählen, dass sie sogar bedroht und geschlagen oder von ihren Mitschülern geschubst werden. 15% der deutschen Schüler bezeichnen sich selbst als Außenseiter und 13% fühlen sich einsam. Diese erschreckenden Ergebnisse gehen aus der aktuell veröffentlichten Pisa-Studie des Jahres 2015 hervor, bei der die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) neben schulischen Leistungen erstmals das Wohlbefinden von 15-Jährigen aus 72 Ländern der Welt untersuchte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsannäherung Jugend

3. Bullying

3.1 Definition Bullying

3.2 Phasen des Bullyings

3.3 Akteure im Bullying-Prozess

3.3.1 Täter

3.3.2 Opfer

3.3.3 Täter-Opfer

3.3.4 Zuschauer

3.4 Ursachen und Risikofaktoren

4. Cyberbullying

4.1 Definition Cyberbullying

4.2 Formen des Cyberbullyings

4.3 Besondere Merkmale von Cyberbullying

4.4 Akteure von Cyberbullying

4.4.1 Täter

4.4.2 Opfer

4.4.3 Täter-Opfer

4.4.4 Zuschauer

4.5 Ursachen und Risikofaktoren

5. Folgen

5.1 Folgen für die Opfer

5.2 Folgen für die Täter

6. Handlungsmöglichkeiten

6.1 Was die Eltern tun können

6.2 Was die Schule tun kann

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene Bullying und Cyberbullying im Jugendalter, analysiert deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede und beleuchtet sowohl die Ursachen als auch die Folgen für die beteiligten Akteure, um daraus fundierte Handlungsmöglichkeiten für Eltern und Schule abzuleiten.

  • Vergleich von klassischem Bullying und Cyberbullying
  • Analyse der Akteursgruppen (Täter, Opfer, Zuschauer)
  • Untersuchung von Risikofaktoren im sozialen und familiären Umfeld
  • Psychologische und psychosomatische Folgen für Betroffene
  • Präventions- und Interventionsstrategien für Bildungseinrichtungen und das Elternhaus

Auszug aus dem Buch

3.2 Phasen des Bullyings

In der ersten Phase, die sich ‚Phase der Anbahnung des Konflikts‘ nennt, erfolgen noch keine Bullying-Handlungen, auch lässt sich hier noch nicht erkennen, dass sich diese im weiteren Verlauf entwickeln werden. Dennoch spüren die Beteiligten, dass etwas nicht in Ordnung ist und dass sich das Klassenklima verändert hat, was sich u.a. durch ein unruhiges und angespanntes Gefühl der Betroffenen bemerkbar macht. Teuschel führt ein Beispiel eines Mädchens namens Ariadne an, die nach den Ferien in die achte Klasse gekommen ist. In ihrer Klasse sind vier neue Schüler, zwei von einer anderen Schule und zwei, die das Schuljahr wiederholen müssen. Die Stimmung wird von ihr als verändert wahrgenommen, die Klasse ist unruhiger als zuvor und ihre ehemalige Freundin sucht immer mehr Kontakt zu anderen Jugendlichen. Ariadne hat Angst ihre beste Freundin Nicole zu verlieren. Hoffnungsvoll wendet sich Ariadne an ihre Mutter, welche ihr schließlich dazu rät, den Verlauf der Situation erst mal abzuwarten. In solchen Situationen zeigt sich, dass die Betroffenen verstärkt versuchen an bisher stabil erlebten Strukturen und Beziehungen festzuhalten. Da Bullying aber vor allem in Schwellensituationen entsteht, also beispielsweise nach einem Klassen-oder Schulwechsel, kann es zu einer Verschiebung dieser Beziehungsebenen kommen. Die Jugendlichen nehmen zwar die Veränderung des Schulklimas wahr, können sie aber noch nicht richtig deuten, weshalb sie zunehmend verunsichert werden. In dieser Phase entwickeln sich daher zwei Gefühle, welche charakteristisch für Bullying sind und die Opfer über die gesamte Zeit begleiten: Hilflosigkeit und Ohnmacht (vgl. Teuschel 2013, S. 56-60).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Verbreitung von Bullying unter Schülern, verdeutlicht die schwerwiegenden gesundheitlichen sowie psychischen Folgen und führt in die Relevanz der digitalen Medien als neuen Schauplatz für Cyberbullying ein.

2. Begriffsannäherung Jugend: Dieses Kapitel definiert die Lebensphase Jugend unter Berücksichtigung soziologischer Aspekte sowie der Entwicklungsaufgaben nach Hurrelmann.

3. Bullying: Hier werden Definitionen, Phasenmodelle, die verschiedenen Akteure des Prozesses sowie die Ursachen und Risikofaktoren des klassischen Bullyings im schulischen Kontext detailliert beschrieben.

4. Cyberbullying: Dieses Kapitel analysiert das digitale Pendant zum Bullying, definiert dessen Erscheinungsformen, untersucht die Besonderheiten im Netz und überträgt das Phänomen auf die betroffenen Akteure.

5. Folgen: Es werden die psychischen, psychosomatischen und sozialen Folgen sowohl für die Opfer, die unter den Attacken leiden, als auch für die Täter, die selbst Risiken ausgesetzt sind, zusammenfassend dargestellt.

6. Handlungsmöglichkeiten: Hier werden konkrete Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Eltern und Schulen erläutert, um Mobbing aktiv entgegenzuwirken und die Medienkompetenz zu fördern.

7. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Bullying und Cyberbullying zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen von Eltern und Schule.

Schlüsselwörter

Bullying, Cyberbullying, Mobbing, Jugendalter, Schulklima, Medienkompetenz, Prävention, Intervention, soziale Kompetenzen, Opferrolle, Täterverhalten, psychische Folgen, digitale Medien, Bystander, Gruppendynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Phänomene des klassischen Bullyings auf dem Schulhof und Cyberbullying im digitalen Raum, wobei der Fokus auf den Ursachen, Folgen und praktischen Handlungsmöglichkeiten für das soziale Umfeld der Jugendlichen liegt.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Definition der Lebensphase Jugend, die Analyse des Bullying-Prozesses in Schulen, die spezifischen Dynamiken des Cyberbullyings sowie die psychische und soziale Belastung aller Beteiligten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Bullying und Cyberbullying herauszuarbeiten und auf dieser Basis präventive Strategien zu entwickeln, die Eltern und Lehrkräfte bei der Bewältigung dieser Probleme unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer und erziehungswissenschaftlicher Studien zu den Themen Mobbing, Gewaltprävention und Mediennutzung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Phasenmodells von Bullying, die Analyse der Akteure (Täter, Opfer, Täter-Opfer, Zuschauer), die Darstellung der Folgen und die Erarbeitung von Präventions- und Interventionskonzepten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Cyberbullying, Bullying, Medienkompetenz, soziale Schutzfaktoren, Prävention und psychosomatische Belastung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich laut der Arbeit die Rolle der Zuschauer bei beiden Phänomenen?

Während bei physischem Mobbing die Zuschauer physisch präsent sind, ist die Rolle im Netz diffuser; oft fehlen hier die unmittelbaren sozialen Rückmeldungen, was die Hemmschwelle für Bystander senken oder erhöhen kann.

Welche Rolle spielt die elterliche Erziehung im Kontext der Prävention?

Den Eltern wird eine Vorbildfunktion zugeschrieben; durch das Stärken individueller und sozialer Schutzfaktoren sowie eine offene Kommunikation sollen sie ihre Kinder befähigen, besser mit Konflikten und Stress umzugehen.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bullying und Cyberbullying unter Jugendlichen. Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Ilka Vanessa Christmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
52
Katalognummer
V376480
ISBN (eBook)
9783668536241
ISBN (Buch)
9783668536258
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bullying cyberbullying jugendlichen ursachen folgen handlungsmöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ilka Vanessa Christmann (Autor:in), 2017, Bullying und Cyberbullying unter Jugendlichen. Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376480
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Leseprobe aus  52  Seiten
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